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Der UN-Klimabericht 2007 04:10 min

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Transkript Der UN-Klimabericht 2007

Das IPCC, das Intergovernmental Panel on Climate Change, also etwa der zwischenstaatliche Ausschuss zum Klimawandel, meist Weltklimarat genannt, wurde von den vereinten Nationen UN und der Weltmeteorologie-Organisation WMO ins Leben gerufen, um die Veränderungen des Klimas auf der Erde zu erforschen. Im Frühjahr 2007 kam der vierte Bericht des Weltklimarates IPCC heraus. AR4, Assessment Report 4, der vierte Bewertungsbericht, oft „UN-Klimabericht 2007“ genannt, in dem Forschungsergebnisse der meisten führenden Klimaforscher zusammengefasst wurden und der daher als sehr objektiv und fundiert gilt. Die drei Teile des Klimaberichtes wurden von drei Arbeitsgruppen erstellt. Arbeitsgruppe Eins fasst die physikalischen Veränderungen, also den Klimawandel, zusammen. Arbeitsgruppe Zwei beschreibt die wahrscheinliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Umwelt und den Menschen sowie die Anpassung an die Veränderungen. Und Arbeitsgruppe Drei zeigt die Maßnahmen zur Abschwächung des Klimawandels und seiner Folgen auf. Die Berichte der Arbeitsgruppen wurden dabei auf die gleiche Art kontrolliert wie die Ergebnisse von Forschern üblicherweise kontrolliert werden, indem jeweils andere Forscher die Ergebnisse geprüft haben. Aus den drei umfangreichen Berichten wurden am Ende drei Zusammenfassungen erstellt, die „Summary for Policymakers“. Und diese Zusammenfassungen für Politiker sind die Grundlage, auf der nun Regierungen und internationale Organisationen darüber diskutieren, welche Schlussfolgerungen aus den Berichten des Weltklimarates zu ziehen sind. Die wesentlichen Aussagen des UN-Klimaberichtes 2007 sind: Die Erdatmosphäre hat sich auch durch den Einfluss des Menschen stark erwärmt und wird dies auch weiter tun. Die Wissenschaftler rechnen dabei mit einer um zwei bis sechs Grad erhöhten Jahresdurchschnittstemperatur bis zum Jahre 2100. Der Meeresspiegel steigt, zwischen 1993 und 2003 waren es durchschnittlich 3,1 Millimeter pro Jahr. Und es wird mehr. Die Wissenschaftler gehen von 30 bis 88 Zentimeter bis zum Jahr 2100 aus. Mehr Wirbelstürme, mehr Starkregen und entsprechende Überschwemmungen und in anderen Regionen dafür längere Trockenheiten. Diese Klimaveränderungen wirken sich natürlich auch auf die Menschen und ihr Leben aus. Vor allem Afrika wird betroffen sein. Schon bei Zunahme der Jahresdurchschnittstemperatur um ein bis zwei Grad erwarten Forscher eine erhebliche Beeinträchtigung der Landwirtschaft. Und damit noch weniger Nahrung für ohnehin schon oft unter Hunger leidende Gebiete. In Europa wird zum Beispiel davon ausgegangen, dass vor allem der Mittelmeerraum wesentlich trockener und wärmer wird. Die Folgen: mehr Wasserbedarf für die Landwirtschaft und höhere Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Wahrscheinlich aber auch andere Feldfrüchte. Es wird außerdem eine größere Wahrscheinlichkeit von Bränden geben und ein höheres Gesundheitsrisiko für Menschen aufgrund der veränderten Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten. In vielen Gegenden, auch in Asien, werden stärkere und häufigere Überflutungen und mehr und kräftigere Stürme erwartet. Dadurch wird das Leben von hunderten Millionen Menschen direkt bedroht. Der UN-Klimabericht zeigt deutlich, auf welche Veränderungen wir uns wohl einstellen müssen. Es ist an uns, darauf zu reagieren.