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Klimabericht UN 2007 – Forderungen und Maßnahmen 04:39 min

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Transkript Klimabericht UN 2007 – Forderungen und Maßnahmen

Für ernstzunehmende Wissenschaftler ist die Frage schon lange nicht mehr, ob unser Klima sich ändert, sondern nur noch: Wie stark, wie schnell, und welche Folgen das haben wird? Denn die Geschwindigkeit, mit der uns die Auswirkungen des Klimawandels treffen und deren Stärke können wir Menschen extrem beeinflussen, da sind sich die Wissenschaftler einig. Das Kohlendioxid, hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt, wird vor allem von Autos, Fabriken, Büros und privaten Haushalten in die Atmosphäre entlassen. Die Folgen sind: Durch die erhöhte Kohlendioxidkonzentration entstehen häufigere und stärkere Extremwetterereignisse: Stürme, Überschwemmungen und Dürren. Außerdem eine Zunahme des Meerwasserspiegels durch Abschmelzen des Polareis. und Gletscher mit häufigeren Überschwemmungen. Eine Abnahme der biologischen Vielfalt, weil viele Tierarten sich nicht schnell genug an die veränderten Klimabedingungen werden anpassen können. Immer kleiner werdende Waldflächen und damit eine immer kleinere Aufnahmefähigkeit für CO2. Der UN-Klimabericht Nummer Vier, der IPCC Assessment Report 4, gibt an, welche Klimaveränderungen nach dem aktuellen Stand der Forschung wie wahrscheinlich sind und mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist. Die wesentlichste Forderung aus dem UN-Klimabericht Nummer Vier: „Der Ausstoß von Kohlendioxid in die Atmosphäre sollte möglichst schnell verringert werden.“ Aber wie schnell „möglichst schnell“ ist und welche konkreten Maßnahmen nun beschlossen werden, das liegt in der Hand vieler Politiker auf der ganzen Welt. Auf großen internationalen Konferenzen wie der von Kyoto 1997 und Bali 2007 wird viel diskutiert über gemeinsame Vereinbarungen zur Verringerung des CO2-Ausstosses. Einige Länder, wie Deutschland, wollen strengere Regelungen. Andere Länder, wie China und die USA, versuchen möglichst lockere Klimaziele und -regeln durchzusetzen. Die Länder versuchen den CO2-Ausstoß dabei mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen zu begrenzen. Erstens: Steuern und Gebühren, die den Ausstoß von CO2 immer teurer machen. So steigen bei uns beispielsweise die Steuern für Autos ständig, während sie gleichzeitig immer weniger CO2 ausstoßen dürfen. Zweitens: Förderung von erneuerbaren Energien. Wie bei uns Sonnen- und Windenergie und Erdwärme durch Subventionen oder Steuerermäßigung. Mit solchen erneuerbaren Energien wird kaum CO2 in die Atmosphäre entlassen, im Gegensatz zu herkömmlicher Technik mit Kohle, Öl und Gas. Drittens: Die Erschaffung eines Marktes für Verschmutzungsrechte. Das heißt, Unternehmen sollen für ihren CO2-Ausstoß in die Umwelt Geld bezahlen. Die Verschmutzung der Luft kostet so etwas und wird für die Firmen dann vielleicht zu teuer. Saubere Technik mit viel weniger CO2 könnte dann billiger sein. Außerdem sollen mit Zertifikaten, die zum Ausstoß einer bestimmten Menge CO2 berechtigen, gehandelt werden. Firmen, die solche sauberen Technologien einsetzen, können überzählige Verschmutzungsrechte an Firmen verkaufen, die keine oder weniger Klimaschutzmaßnahmen haben. Viertens: Mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen, die ein verändertes Verhalten der Bürger bewirken können, kleinere spritsparendere Autos zu kaufen, statt immer größere Limousinen. Und weniger Auto zu fahren, zum Beispiel. Oder in Wärmedämmung zu investieren, statt immer weiter Energie zu verschwenden. Mit solchen Maßnahmen könnte der CO2-Ausstoß vieler Länder erheblich verringert werden und damit der Klimawandel abgeschwächt. Doch schon viele der im Kyoto-Protokoll von 1997 festgelegten Beschränkungen des CO2-Ausstoßes wurden nicht eingehalten. Es liegt jetzt an den Politikern in aller Welt, die Empfehlungen des UN-Klimaberichtes in konkrete Maßnahmen umzusetzen.