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Kohlendioxid und der Treibhauseffekt 04:40 min

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Transkript Kohlendioxid und der Treibhauseffekt

Kohlendioxid ist ein ungiftiges Gas. Es wird in unserem Körper und in der Natur bei der Verbrennung von Kohlenstoffen gebildet. Diese sind in allen organischen Materialien enthalten. Kohlendioxid oder einfach CO2 ist ein sogenanntes Treibhausgas. Es ruft den Treibhauseffekt hervor und bestimmt somit das Klima auf unserer Erde. Erst dadurch wird das Leben, wie wir es kennen, möglich. Aus dem Segen kann aber schnell ein Fluch werden, wenn die Treibhausgase durch Menschenhand vermehrt werden. Das verstärkt den Treibhauseffekt und erwärmt die Erde. Der daraus resultierende Klimawandel ist das große Problem unseres Jahrhunderts. CO2 ist nur eines von vielen Treibhausgasen. Aber es ist das entscheidende, da die Menschen seine Konzentration in der Luft beeinflussen und damit das Klima. Aber was ist der Treibhauseffekt eigentlich? Um ihn zu verstehen, muss man wissen, dass die Sonne die Erde mit Energie bestrahlt. Die Erde muss so warm sein, dass sie genau diese Energie wieder abstrahlt. Bestünde die Atmosphäre nur aus Sauerstoff, Stickstoff und Wasserdampf, hätte die Erde eine Durchschnittstemperatur von minus 18 Grad Celsius. Hier kommt nun der Treibhauseffekt ins Spiel. Die Treibhausgase fangen, ähnlich wie die Glasscheiben eines Treibhauses, die Strahlung der Sonne ein und erwärmen damit die Erde. So bestimmt die Konzentration der Treibhausgase die Temperatur auf der Erde. Alleine die Treibhausgase, die ohne menschlichen Einfluss in der Atmosphäre sind, erhöhen die Durchschnittstemperatur der Erde auf 13,5 Grad Celsius. Der menschengemachte Treibhauseffekt wird auch als „Anthropogener Treibhauseffekt“ bezeichnet. Er wird vor allem durch das von Menschen verursachte CO2 in der Luft ausgelöst. Und woher kommt dieses zusätzliche CO2? In der Erde lagern 6500 Gigatonnen Kohlenstoffe in Öl, Kohle und Gas. Wir befördern jährlich vor allem mit unseren Fabriken, Kraftwerken und Autos sieben Gigatonnen Kohlenstoffe in die Luft, die sich durch Verbrennung mit Sauerstoff zu Kohlendioxid verbinden. Während langfristig drei Viertel des Kohlendioxids wieder in der Biomasse und den Meeren gespeichert werden, lagert sich ein Viertel in der Erdatmosphäre ab und erhöht dort dauerhaft die Treibhausgaskonzentration. Wie hat sich in den letzten tausend Jahren die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre entwickelt? Über mehrere Jahrhunderte betrug sie um 280 ppm, das sind 280 CO2-Moleküle auf eine Million Moleküle in der Luft. Seit Beginn der Industrialisierung stieg dieser Wert nun aber auf 380 ppm. Eine solch hohe Konzentration hat es in den letzten 800000 Jahren nicht gegeben. Die Veränderung in der Kohlendioxidkonzentration wirkt sich auch auf die durchschnittliche Temperatur unserer Erde aus. Diese hat sich seit Beginn der Industrialisierung bereits um ein Grad Celsius erhöht. Ändern wir an unserem Verhalten nichts, so wird bis zum Jahr 2100 ein Temperaturanstieg von 3,5 bis 6,1 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit auf über 17 Grad vorhergesagt. Was sind die Konsequenzen, mit denen wir rechnen müssen? Die Folgen dieses Anstiegs kann man bereits heute sehen. Das Eis des Nordpols schmilzt. Aber auch in den Alpen sehen wir Veränderungen. Die Gletscher werden immer kleiner. Küstennahen Gebieten droht durch den Anstieg des Meeresspiegels die Überflutung, Inseln sogar der Untergang. Schwere Stürme werden häufiger auftreten, überall auf der Welt. Dramatische Ernteausfälle drohen, vor allem in Afrika. Das Hungerproblem wird größer. Armut wird in vielen Ländern zunehmen. Die Folge sind soziale Konflikte und gewalttätige Auseinandersetzungen.