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Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel – Es war einmal unsere Erde (Folge 1) 24:27 min

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Transkript Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel – Es war einmal unsere Erde (Folge 1)

Hey! Wir brauchen unbedingt ein Büro. Tja, daraus wird nichts. Alles, was der Direktor uns bewilligt ist, mittwochs abends die Bibliothek des Gymnasiums zu nutzen. Und den alten Kopierer von 1870, der 1914 das letzte Mal überholt wurde. Und das auch nur unter der Bedingung, dass es nicht zu spät wird. Nein, nein, die Bibliothek bringt uns überhaupt nichts. Das waren unsere lokalen Nachrichten. Na dann, vergessen wir das Ganze. Nein, das kommt nicht infrage. Wir werden nicht aufgeben. Das mit unserer Zeitung ist eine geniale Idee. Es passieren zu viele schlimme Dinge auf dieser Welt. Und die werden viel zu schnell vergessen, deswegen muss man immer wieder daran erinnern, bis man uns zuhört. Ja, an den Hunger auf der Welt oder die Kinderarbeit. Und jetzt die neuesten Nachrichten: Vor der bretonischen Küste kam es zu einer schweren Havarie. Das Tankschiff Pestix ist leckgeschlagen und sinkt. Die Pestix hat 150000 Tonnen Öl geladen. Dieses Öl droht nun auszulaufen und könnte unsere Küsten und Strände verschmutzen. Sie werden es wieder einmal schaffen, mir meinen Urlaub zu verderben. Und die zuständigen Behörden, was machen die denn, hm? Was unternehmen die Behörden und der Staat, um zu verhindern, dass diese alten Schrottkähne unsere Küsten vergiften. Der Staat kassiert Steuern auf das Öl. Dafür nehmen die sich das Recht, alles zu verschmutzen. Nein, nein und nochmal nein. Das werden wir nicht einfach so zulassen. Wenn es nur das wäre. Was ist mit dem Klima, der Umweltverschmutzung, unseren versiegenden Energiequellen und dem Wasser? Gut, dann sind wir uns ja einig. Wir werden die Dinge nicht so lassen, wie sie sind. Nein, wir können die Dinge nicht so lassen, wie sie sind. Alles schön und gut, aber wie sollen wir das ohne Redaktionsräume anstellen? Ich hätte vielleicht eine Idee, aber-. Nur raus damit, vielleicht ist sie ja hilfreich. Na schön, ich dachte an Maestro. Wir könnten doch Maestro fragen. Das stimmt. Maestro hat uns immer geholfen. Ja, fragen wir ihn doch. Da ist der Maestro. Einen Augenblick, Maestro. Warten Sie bitte, wir müssen Sie etwas fragen. Maestro, wir müssen Sie unbedingt sprechen! Haben Sie einen Moment Zeit? Wir haben etwas Wichtiges mit Ihnen zu besprechen, Maestro. Wir brauchen Ihre Hilfe! Ihr könnt doch nicht alle gleichzeitig, ich verstehe nämlich kein Wort. Ich weiß nicht, ob das so eine-. Und ich möchte unbedingt hören, was ihr zu sagen habt, Kinder. Ja, aber wir sind doch so gespannt, was Sie uns zu sagen haben. Aber nicht hier. Nein, es ist besser, ihr kommt zu mir nach Hause. Da werden wir uns unterhalten. Jeden Tag hören wir von Dingen, die uns empören, Maestro, heute erst die Nachricht vom Untergang dieses Tankschiffs. Und schon wieder werden Tausende Tonnen Öl unsere Küsten verschmutzen und vergiften. Jeden Tag wird unser Planet weiter zerstört. Im Fernsehen und in den Zeitungen schwingen die Verantwortlichen schöne Reden und protestieren und dann redet man wieder über etwas anderes und niemand tut etwas. Ja, das stimmt. Schon bald werden unsere fossilen Brennstoffe alle aufgebraucht sein. Öl, Gas und Kohle, aber trotzdem scheint das niemanden zu kümmern. Die Luft, die war atmen, wird jeden Tag ein bisschen mehr verschmutzt. Und wie will man das ändern? Wahrscheinlich wird man einen autofreien Tag anordnen und das ist dann die Lösung. Und man hört nicht damit auf, die Wälder weiter abzuholzen. In einem Bericht, der von 1200 Wissenschaftlern für die Vereinten Nationen verfasst wurde, steht: Wegen der schlechten Behandlung der Böden sind heutzutage 30 Prozent unserer Erde eine Wüste. Und wenn wir nichts unternehmen, werden in 30 Jahren 70 Prozent unserer Natur vernichtet sein. Das ist doch unglaublich, oder nicht? Ja, vieles von dem, was ihr sagt, ist wahr. Also nun, welche Lösungen schlagt ihr vor? Was wollt ihr unternehmen? Aber ich bitte Sie, Maestro, wollen Sie uns etwa sagen, wir sollen tatenlos zusehen, während die Erde weiter zerstört wird? Die nun wieder, hm. Das ist doch unserer Erde, auf der wir noch weiterleben werden müssen. Das habe ich nicht gesagt. Ich habe euch nur gefragt, was ihr unternehmen wollt. Na ja, also wir wollen eine Zeitung gründen, bei der wir alle Reporter sein werden. Und dann wird jeder von uns über Missstände, Ausschreitungen, Verschwendung, Mangel und alle Ungerechtigkeiten berichten, die er erlebt hat. Und die werden wir öffentlich anprangern. Wir haben alle Freunde an anderen Gymnasien und viele sind bereit, bei uns mitzumachen. Ja, das klingt verlockend. Erzählt mir doch noch mal von den Themen, die euch so beunruhigen. Ich habe Bilder vom Ozonloch gesehen. Das Ozon hat die ultravioletten Strahlen der Sonne aufgefangen und uns vor ihnen geschützt. Und dann der Klimawandel. Wenn wir nichts tun, wird sich die Erde immer weiter erwärmen. Und dann schmelzen die Gletscher und es kommt zu einem unberechenbaren Anstieg des Meeresspiegels. Die Flussdeltas und Küstengebiete werden überschwemmt, besonders im asiatischen Tiefland. Millionen von Menschen werden ihre Heimat verlassen müssen. Wir müssen die Ursachen für den Klimawandel und die Ozonlöcher unter Kontrolle bekommen. Wir können das nicht einfach so zulassen. Was ihr da sagt, ist sehr interessant. Hat noch jemand etwas dazu beizutragen? Wir müssen die Arten schützen, die vom Aussterben bedroht sind, wie die Wale. Vor 50 Jahren gab es 30 mal so viele wie heute. Und von den Nashörnern gab es sogar 100 mal so viele. Und sie werden immer noch gejagt. Und die Delphine, jedes Jahr schlachten allein die Japaner 22000 von ihnen ab. Die Nashörner, die Elefanten und die Tiger und all die Wälder, die man wegen des Holzes, des Papiers und der Verpackungen vernichtet. Und wegen Millionen von Werbeprospekten, die sowieso keiner liest. Das alles, um Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen. Dafür werden Wälder niedergebrannt. Sie waren die Lungen unserer Erde und verwandelten verschmutzte Luft in Sauerstoff. Genau wie diese Korallen, die zerstört werden, vergiftet, erstickt und vernichtet. Man muss andere Modelle erfinden, wie die Landwirtschaft betrieben werden kann, denn im Moment werden nicht nur die Korallen verschmutzt, sondern auch der Rest der Erde. Der Müll, die Abfälle aus Industrie, Landwirtschaft und den Haushalten überrollen uns. Wir müssen sie reduzieren, recyceln. Aijaijaijaja. Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu trinkbarem Wasser. Wenn das so weitergeht, werden in 20 Jahren zwei von drei Erdbewohnern unter Wassermangel leiden. Dazu kommen Krankheiten und in ihrem Unglück werden die Menschen aggressiv werden. Und die hungernden Kinder, mehr als eine Milliarde Menschen auf der Erde leidet Hunger. Und bald werden es doppelt so viele sein. Und überall werden Ernten vernichtet, um die Preise hochzuhalten. Ja, man sollte die Schätze der Erde besser verteilen und dafür sorgen, dass nie wieder jemand hungern muss. Ja, und man muss auch Lösungen für den Atommüll finden. Das ist eine sehr ernste Sache. Selbst der Weltraum ist schon eine Müllhalde. Nein. In der Stratosphäre befinden sich 2000 Tonnen Müll, mitten auf dem Weg der Sterne. Wer die Umwelt verschmutzt, soll dafür bezahlen. Und das Geld sollten die bekommen, die unsere Natur bewahren. Man muss die Arten schützen und Parks für den Schutz der Natur einrichten. Kinder, wisst ihr eigentlich, was ihr mir da gerade vorgetragen habt? Das sind fast alle Punkte des Konzepts für die nachhaltige Entwicklung. Die nachhaltige Entwicklung? Was soll das denn sein? Das ist ein Aktionsplan, um sicherzustellen, dass die exzessive Nutzung der Schätze unserer Erde die Existenz der kommenden Generation nicht gefährdet. Na schön, das sind gute Absichten. Aber wo sind die Ergebnisse? Oh, das sind Probleme, die man nicht so einfach lösen kann. Es stehen viele Interessen auf dem Spiel, also organisiert man Konferenzen und Kolloquien. Und dort wird viel geredet und jeder versucht, sein Gewissen zu beruhigen. Ich war auch einmal eingeladen und das Ganze wurde sogar gefilmt. Vielleicht wollt ihr euch das ja einmal ansehen? Na, toll, ja! Der Mensch hat lange in dem Gefühl gelegt, eine innige Beziehung zu Mutter Erde zu haben, und dass ihm innerhalb dieses Verhältnisses alles erlaubt war. Aber er hat über die Stränge geschlagen und dieses Verhalten ist überholt. Es ist daher dringend notwendig, dass wir uns schnell auf ein anderes Modell einigen, wie wir mit unserem Planeten umgehen. Ja, hört sich gut an. Wir sind nicht hierhergekommen, um uns belehren zu lassen. Ein Unternehmen wie das unsere ist nicht für die Rettung unseres Planeten zuständig. Das ist Aufgabe der Regierung. Wir berücksichtigen gern die Empfehlungen und helfen, wenn es notwendig ist, aber um das zu ermöglichen, müssen wir zuerst für die Entwicklung unseres eigenen Unternehmens sorgen. Die Maßnahmen für den Schutz des Planeten sind sicherlich Aufgabe der Regierungen, aber der reichen Regierungen. Wir müssen vor allem unsere Bevölkerung ernähren. Das schaffen wir mit unserer Landwirtschaft nicht, weil wir mit der ihren nicht mithalten können. Denn die ist industrialisiert und statt uns zu helfen, wird sie auch noch subventioniert. So ist es, der Mann hat völlig recht. Ich glaube nicht, dass man die Zukunft unserer Welt so dramatisieren sollte, wie es die Frau Präsidentin gerade getan hat. Die Meinungen zu diesen Themen gehen immer noch weit auseinander. Im Namen meines Landes und einer freien Marktwirtschaft kann ich Ihnen nicht zustimmen. Denken Sie gar nicht an unsere Erde? So, jetzt habt ihr gesehen, wie diese Konferenzen laufen. Jeder verteidigt seine Meinung und jeder hat seine eigene. Und man muss einmal bedenken, das Land des letzten Redners, den ihr gehört habt, macht nur vier Prozent der Gesamtbevölkerung der Welt aus. Es verbraucht aber ein Viertel aller Ressourcen. Und bei diesem Tempo zehnmal schneller, als sie sich wieder erneuern können. Und wir bräuchten ein halbes Dutzend Planeten, um den Bedarf aller zu befriedigen. Wenn das, was Sie uns erzählt haben, die Reaktion der Großen dieser Welt ist, was können wir dann ausrichten? Wir wollen uns doch wohl nicht einfach so unterkriegen lassen? Ich denke, wir sollten das Ganze vergessen. Ja, gute Idee. Lasst uns lieber Fußball spielen. Dann kommen wir auf andere Gedanken. Aber nein, man darf niemals aufgeben oder den Mut verlieren, wenn man eine große Idee hat. Und eure Idee ist hervorragend! Und ihr müsst nicht so schwarz sehen, es gibt auch positive Aspekte. Diese internationalen Kolloquien haben dafür gesorgt, dass die Probleme wahrgenommen werden, auch wenn sie immer noch schwer zu lösen sind. Hat es denn auch konkret Maßnahmen gegeben, die positiv umgesetzt wurden? Aber natürlich! Vielleicht noch zu wenige. Ich werde euch einige auf meinem Bildschirm zeigen. Ihr werdet sehen, man beginnt, manche Wälder zu schützen, wie diesen hier in Neuseeland. Verzeihen Sie, Maestro, statt ihn uns zu zeigen, sollten Sie uns dorthin reisen lassen. Ich habe mir sagen lassen, dass Sie ein einzigartiges Gerät haben, mit dem man überall hinreisen kann. Also, wenn das stimmt? Statt von hier zu gucken, wäre es doch viel interessanter, einfach dorthin zu reisen. Na, die ist ja ganz schön dreist. Ha, ich glaube, ihr meint meinen Globusexpress. Ja, das stimmt, meine Erfindung ist wirklich einzigartig. Und ja, man kann damit überall hinreisen. Und wo befindet sich dieses Wundergerät? Wirst du wohl herkommen? Hierher! Das ist ja unheimlich. Die Maschine gibt es ja wirklich. Maestro hat das Ding gehext. Ich habe dir immer gesagt, dass er ein Zauberer ist. Oh, ein bisschen von Einsteins Relativitätstheorie, dann noch ein bisschen von Plancks Quantenphysik und ein bisschen Destrukturierung. Wir müssen nur einsteigen und schon kann die Reise losgehen. Ein kleines Problem musste ich schon noch lösen, nämlich die Materie in Quarks, Mesonen und Neutronen aufbrechen. Aber als ich die Unschärferelation von Heisenberg angewendet habe, nach der sich ein Elektron an zwei Orten gleichzeitig befinden kann - ihr könnt mir doch folgen, oder? - ist alles in Ordnung. Also kommt ihr? Na los, nur Mut! Ich bin dabei. Hey, ihr wollt mich doch nicht allein nach Neuseeland reisen lassen. Also, wer kommt noch mit? Na, los geht es! Was soll denn die Frage? Oje, oje. Oh nein, nicht mich. Ich will da lieber nicht mit. Das ist ja fantastisch. Die Regierung hat strenge Gesetze erlassen, die die Ausbeutung des Waldes verbieten. Ich fürchte, wir werden gar nicht reingehen können. Schwarze Stelzenläufer, die sind vom Aussterben bedroht. Halt! Tja, für dieses Mal sollten wir wohl lieber wieder gehen. Ihr seht, die spaßen nicht. Hier wird der Wald nicht mehr angerührt. Er wird sehr gut geschützt. Ja, aber das sind bloß ein kleines Land und ein kleiner Wald. Oh, glaubt das nicht. Es ist ein sehr wichtiger Wald. In vielen Ländern, wie Deutschland, Skandinavien, Thailand, China, ist die Ausbeutung der Wälder verboten. Das hier ist nur ein Beispiel, das ich euch zeigen wollte. Ich habe eine Idee! Wir sollten vielleicht nach Kenia reisen. Ich will euch etwas zeigen. Hier wird nämlich für jeden gefällten Baum ein neuer gepflanzt. Klasse! So sollte man das in allen Ländern machen. Oh, in vielen Ländern macht man es schon. In Kanada, zum Beispiel, oder in Finnland. Man macht es sogar in Frankreich. Erinnert auch an den Sturm vor ein paar Jahren, hm? Allein in Europa wurden in den letzten Jahren mehr als 10 Millionen Hektar aufgeforstet. Und selbst in Amerika wird aufgeforstet. Und sogar noch dafür bezahlt! Kommt mit, ich bringe euch zu den Indianern nach Montana. Können Sie uns die Geschichte dieses jungen Waldes erzählen? Sehen Sie sich unseren Boden an. Der Wald war völlig abgebrannt. Eines Tages ist ein Mann gekommen und hat uns gebeten, unsere Bäume wieder neu anzupflanzen. Und er gab uns sehr viel Geld dafür. Geld, um unsere Wälder aufzuforsten. Stellen Sie sich das vor! Wir dachten, er macht sich über uns lustig. Dann hat er uns erklärt, dass unser Wald ihm ein Verschmutzungsrecht geben würde. Wir haben das Geld genommen und uns an die Arbeit gemacht. Das ist die Geschichte. Diese Verschmutzungsrechte, die heutzutage von den Industriestaaten gekauft werden müssen. Seht ihr, die haben auch ihr Gutes! Maestro, können Sie uns noch andere positive Beispiele zeigen? Wir haben doch vorhin über das Problem mit dem Müll gesprochen. Man hat moderne Abfalldeponien eingerichtet, mit denen die Umweltschutznormen respektiert werden können. Ein Teil des Abfalls wird kompostiert und als qualitativ gutes, umweltschonendes Düngemittel verwendet. Und manche Städte, wie Berlin, Toronto oder Canberra, haben sich das Ziel gesetzt, in etwa 10 Jahren keinen Abfall mehr zu produzieren. Was natürlich eine ideale Lösung wäre. Man hat auch damit angefangen, moderne Strukturen für die Abwasserbehandlung und -reinigung zu schaffen, um den Schlamm in Düngemittel zu verwandeln. Das ist doch ein guter Anfang, oder? Und glauben Sie wirklich, dass das reichen wird, um die Wasserprobleme zu lösen, Maestro? Ich meine den Wassermangel. Oder die Müllprobleme. Man weiß doch kaum noch, wohin damit. Nein, aber trotzdem ist es ein Anfang. Es war auch ein Anfang, als 150 Länder sich einig waren, Sprays zu verbieten, deren Chlor und Fluor nämlich das Ozonloch immer weiter vergrößerten. Ach so? Dann wird man also das Ozonloch wieder stopfen können, oder? Oh, so schnell geht es leider nicht. Es wird noch viele Jahre dauern, aber wenigstens haben wir aufgehört, es zu vergrößern. Bei all den Problemen, die auftreten, hat man wirklich das Gefühl, dass alle Maßnahmen am Ende nur dazu dienen, das Gewissen zu beruhigen. Ihr habt schon recht, aber es gibt viele Bemühungen, von denen ich euch noch nicht erzählt habe. In Japan hat man angefangen, Landwirtschaft ohne Düngemittel zu betreiben. Und in welchem Umfang reduzieren sich dadurch die Schäden, die die Landwirtschaft weltweit verursacht? Man recycelt mehr und mehr Papier. Auf den Drucksachen und Werbezetteln, die ihr vorhin angeprangert habt, könnt ihr es selbst sehen. Und was glauben Sie, wie sich das auf das Verschwinden der Wälder auswirken wird? Und glauben Sie wirklich, dass man das Ausmaß der Umweltverschmutzung reduzieren kann? Bitte, Maestro, Sie wollen doch nicht sagen, dass man den Kindern, die Hunger leiden müssen, genug zu essen gibt. Kinder, ihr habt ja nicht Unrecht. Es ist noch viel zu tun, aber ihr werdet festgestellt haben, wie schwer es ist, schnelle Ergebnisse zu erzielen. Es wäre trotzdem wünschenswert, dass jeder genug zu essen hätte. Ja, die Menschen werden wieder lernen müssen, zu teilen. Denn diese hungernden Menschen werden sehr weit wandern, um ihre Kinder ernähren zu können. Und sie werden in Länder ziehen, wo es reichlich Nahrung gibt. Nun, Maestro, sagen Sie uns, was Sie von dieser Zeitung halten, die wir gründen wollen. Ich finde diese Idee ganz hervorragend. Die jungen Menschen müssen die treibende Kraft der nachhaltigen Entwicklung werden und ihre Eltern wachrütteln. Denn ein Teil von ihnen verliert das Interesse an diesen Problemen, während ein anderer Teil sie ignoriert. Man muss allen klar machen, dass die Luft, die wir atmen, dass das Wasser, das wir trinken, dass die Energie, die wir nutzen, wertvolle, aber seltene und begrenzte Schätze sind. Und wir müssen allen beibringen, diese Grenzen einzuhalten, wenn wir unseren Kindern eine bewohnbare Erde hinterlassen wollen. Aber Maestro, das ist alles schön und gut, aber wir haben immer noch keine Räumlichkeiten für unsere Zeitung gefunden. Ich habe hier nebenan ein großes Zimmer, wo ich arbeite, mich informiere und recherchiere. Und dort werdet ihr alles finden, was ihr brauchen könntet. Wollen wir nachsehen? Und wir werden sicher auch keine Probleme haben, wenn wir für unsere Reportagen einmal verreisen müssen, nicht wahr, Maestro? Ich bewundere ja eure Begeisterung, aber passt mal auf, ihr habt mir doch gesagt, dass jeder von euch Freunde in anderen Schulen hat. Also, warum gründet ihr nicht alle zusammen einen Klub? "Die Erben des Planeten" - und das Klubzeichen, das ihr alle tragen werdet, wird unser Planet sein. Also geht zu euren Freunden und erklärt ihnen, wofür dieser Klub steht und was er bewirken will. Und sie selbst sollen nicht zögern, dann zu ihren Freunden zu gehen und immer so weiter. Ihr braucht viele Stimmen, damit ihr gehört werdet. Und dann werdet ihr mit Organisationen reden können, mit Behörden und mit Menschen, die wichtig genug sind, um die Dinge in die richtige Richtung zu bewegen. Eure Aufgabe wird nicht immer leicht sein. Ihr werdet vielen Hindernissen begegnen und auf viele Widerstände stoßen. Ihr habt nämlich recht, man redet auf der Welt viel über diese ganzen Probleme, in Foren, auf Gipfeltreffen und so weiter. Aber angesichts der Dringlichkeit der Probleme wird leider nur wenig getan. Und wenn ein hochtrabender oder ein leichtsinniger Mensch auf die Idee kommen sollte, eure Aktion infrage zu stellen, dann werdet ihr gemeinsam und mit Nachdruck erwidern können, dass dieser Planet, der heute zerstört wird, nun einmal der Planet ist, den ihr morgen bewohnen müsst. Und dass ihr die Erben des Planeten Erde seid.