30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Unsere Wälder – Es war einmal unsere Erde (Folge 12) 24:30 min

Textversion des Videos

Transkript Unsere Wälder – Es war einmal unsere Erde (Folge 12)

Nein, wirklich? Siehst du? Genau hier. Sicher habt ihr die vielen Nachrichten gesehen, die seit eurer Rückkehr aus Amazonien auf euch warten. Also führt eure Recherchen weiter. Ich werde mich hier ein bisschen ausruhen. Aber vorher will ich euch etwas sagen: In den letzten 25 Jahren wurden 275 Millionen Hektar Regenwald durch Rodung oder durch Feuer zerstört. Eine Fläche, fünfmal so groß wie Frankreich. Diese Vorgänge haben 25 Prozent der Erderwärmung verursacht. Und seht mal, heute ist von den Urwäldern nur noch so viel übrig. Die Entwaldung muss ganz offensichtlich aufgehalten werden. Aber ihr werdet sehen, das wird nicht leicht sein. Gleichgültigkeit, Habgier und die Verblendung der Menschen sind grenzenlos. Und viele Regierende sind nur auf Gewinn aus und halten ihre Wälder für eine Quelle persönlichen Profits. Als seien es Spielautomaten, an denen man sich einfach bedienen könne. Naja, wartet es ab, ihr werdet schon sehen. Also Kinder, wählt selbst eure Reiseziele aus. Wo möchtet ihr hin? Na, du? Nach Brasilien? Nein, da waren wir gerade. Nach Indonesien? Oder in den Kongo, zu den Pygmäen? Zu den Pygmäen? Cool, da bin ich der größte. Und ich der stärkste. Sumatra, Borneo, warum nicht? Und vergesst nicht, wenn ihr ein Problem habt, dann ruft mich an. Ich werde nachkommen. Ich habe euch erwartet, herzlich willkommen. Sie haben uns erwartet? Aber wie haben Sie gewusst, dass wir kommen würden? Das stimmt. Wir haben uns erst im letzten Moment entschieden. Die Geister haben mir euren Besuch angekündigt. Die Geister? Welche Geister? Naja, ich bin ein Medizinmann. Oder Schamane, wenn ihr so wollt. Und Dorfhäuptling. Das ist ein Hirscheber, wirklich köstlich. Aber sie werden knapp. Kommt mit ins Dorf und erzählt, was euch zu uns geführt hat. Unser Club hat die Aufgabe, die großen Wälder der Welt zu schützen, die ziemlich ausgebeutet wurden. Wir haben gelernt, dass ihr in Harmonie mit eurem Land und euren Wäldern lebt. Darum wollten wir euch besuchen. Und das, was wir hier sehen, freut uns sehr. So ist es. Folgt mir dort hinauf. Kommt mit, dann versteht ihr. Seht mal, da. Ich werde euch die Geschichte unseres Dorfes erzählen. Vor langer Zeit war dieses Land noch eine Wüste. Da kam ein schöner Jüngling hier entlangspaziert. Flussaufwärts muss eine Frau geben, die mir diese Nachricht schickt. Ich werde dem Fluss folgen, um sie zu finden. Du bist auf dem richtigen Weg. Die Quelle ist dort oben. Komm zu mir, mein Liebster. Wie soll ich das machen? Du bist so weit weg. Und ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Geh bis zur Waldlichtung. Und wenn du dort angekommen bist, schicke mir eine meiner Zitronen zurück. Jetzt wisst ihr, wie zur Zeit unserer Urväter die Quelle und der erste der Bäume zueinander gekommen sind. Die Bäume regulieren die Strömung des Wassers und machen unser Land fruchtbar. Und niemand darf sie fällen. Gehören denn nicht alle diese Bäume dem Staat? Ja. Aber alle Erzeugnisse des Waldes gehören uns. Das Wild, das Gemüse, das Obst, der Bambus, die Palmen. Und dank unserer Urahnen wissen wir um die heilende Wirkung der Blätter. Was braucht man mehr? Das sind meine Freunde, Häuptling. Danke, dass ihr da seid. Willkommen bei uns, verzeiht meinen Männern. Aber weiße Besuche sind selten Freunde. Ich zeige euch eure Unterkunft. Hier findet ihr etwas zu essen und hilfsbereite Menschen. Bestimmt seid ihr nach eurer langen Reise müde. Ruht euch aus, wir unterhalten uns morgen. Da, seht ihr? Es ist immer dasselbe. Schneller Profit ist wichtiger als die Zukunft der Menschheit. Wisst ihr, dieser Wald ist unsere Mutter. Er beschützt uns und ernährt uns. Er gibt uns Holz, Wild, Gemüse, Obst. Und wir respektieren ihn, wir ehren ihn, wir kümmern uns um ihn. Aber wie sollen unsere Stämme überleben, wenn die so weitermachen? Ihr müsst euch wehren. Lasst euch das nicht gefallen. Das haben manche von uns versucht. Und man hat viele tausend festgenommen und in Lager gesperrt. Wer schützt uns? Was sollen wir tun? Der Gouverneur hat mir gesagt, dass er gegen die Plünderer nichts unternehmen kann. Aber seht doch: Wachen aufstellen, das kann er. Wir haben beschlossen, dass wir uns morgen alle hier versammeln. Wir wollen weitere Ausschreitungen verhindern. Und im Namen unseres Stammes möchte ich euch bitten, dabei zu sein. Wir? Was können wir denn tun? Ich habe eine Idee. Wir werden Maestro bitten, herzukommen. Bestimmt wird er vermitteln können. Einverstanden. Ich werde da sein. Es ist großartig, hier zu sein und einfach so im Dschungel von Borneo herum zu spazieren. Da wir ein wenig Zeit haben, sollten wir sie nutzen. Vorsicht, Vorsicht. Alles in Ordnung? Du hast mir das Leben gerettet. Wir wollen ja nicht übertreiben. Ich habe dir nur ein wenig geholfen. Und weißt du, der Orang-Utan ist ja kein Fleischfresser. Ich habe nur ein Stückchen von meinem Po riskiert. Trotzdem wäre es interessant gewesen, zu sehen, wie King Kong seine Gefangene in der Hand hält. Guten Tag. Guten Tag. Guten Tag, meine Lieben. Entschuldigt meine Verspätung. Normalerweise funktioniert mein Hologramm. Aber die Technik, ihr wisst ja, wie das ist. Gut. Ich stehe Ihnen zur Verfügung. Willkommen. Ich möchte Sie gern vorstellen: Unser Gouverneur und der Besitzer unseres Forstbetriebs. Unsere Sitzung kann beginnen. Unser Land wird verwüstet. Unsere Wälder werden gerodet. Und wenn wir protestieren, steckt man uns ins Gefängnis. Wie sollen wir unsere Familien ernähren. Unser Volk zählt drei Millionen Menschen. Ihr habt den Kautschuk, den Kakao, den Kaffee, den Reis. Wir haben nur das Land unserer Urahnen und das müssen wir verteidigen. Diese Land, das uns ernährt. Ich will Ihnen mal was sagen. Das ist nicht Ihr Wald. Es ist unser Wald. Wir haben ihn gekauft. Verzeihen Sie bitte, Sie haben ihn gekauft von wem? Also vom Staat natürlich. Ihr Beschluss 47-2 besagt folgendes: Die Stämme, die auf staatseigenem Land leben, gelten auch als dessen Verwalter. Ist es nicht so, Herr Gouverneur? Doch, natürlich. Das ist der Geist des Gesetzes. Aber das gilt vor allem für die Sekundärwälder. Sie müssen verstehen, der Staat hat hohe Schulden. Und unsere Holzindustrie ernährt tausende von Menschen. Wir, die Dayak sind aber mehr als drei Millionen Menschen. Und der Wald ist es, der uns ernährt. Wussten Sie, dass es deshalb so trocken ist, weil die Wälder zerstört werden? Schon nach zwei oder drei Jahren Erosion sind die Böden unfruchtbar. Und wenn die Böden nicht mehr fruchtbar genug sind, fällen Sie anderswo weiter. Jetzt hört mal, Kinder. Wer seid ihr, uns zu belehren? Wie sie sehen können, sind wir die Erben unseres Planeten. Und Sie sind gerade dabei, genau diesen Planeten zu vernichten. Und? Was schlagt ihr vor? Befolgen Sie das Gesetz. Überlassen Sie die Verwaltung des Waldes denen, die ihn bewohnen, den Dayak. Ihnen wird ein Recht zum Abholzen gewährt. Aber nur unter unabhängiger Kontrolle. Damit die Umwelt respektiert wird. Und die Erträge werden gerecht unter allen geteilt. Also das ist mein Vorschlag für Sie. Gut, dass er uns am Waldrand abgesetzt hat, findest du nicht? Ja, wir hätten uns in dieser unendlichen Weite sicherlich verlaufen. Hey. Er hätte uns bloß in den Baumwipfeln absetzen sollen, wie im Amazonas. Wir hätten uns echt amüsiert. Du hast dich da ja schon prächtig amüsiert oder? Und wie wärst du da runtergekommen? Auf allen vieren oder geflogen? Seht mal, da drüben. Da geht es lang. Bevor wir weitergehen, möchte ich euch sagen, warum wir um eure Hilfe gebeten haben. Unser schöner kongolesischer Urwald ist nach dem brasilianischen der zweitgrößte der Welt. Aber das Holz in unserem Urwald ist sehr begehrt. Und aus Profitgier wird es gerodet. Es existieren von unseren Urwäldern kaum noch mehr als 10 bis 15 Prozent. Die ansässigen Stämme versuchen Widerstand zu leisten. Aber kämpft ihr mal mit bloßen Händen gegen Maschinen. Fast all diese tropischen Wälder sind verschwunden. Und außerdem hat die Regierung doch den Export des Holzes verboten. Aber wen stört das schon. Sicher nicht diese Holzhändler, die die Menschen unterdrücken, Handel betreiben und das Holz gegen Waffen eintauschen. Die Baka-Pygmäen leben hier seit Jahrhunderten. Es ist das Land ihrer Vorfahren. Wenn man sie verjagt, werden sie nicht wissen, wo sie hinsollen. Und sie werden sterben. Seien Sie beruhigt, wir werden Ihnen helfen. Wir werden mit Ihnen kämpfen, wenn es sein muss. Ja, genau. Wir werden kämpfen. Diese Wurzeln, das könnten echt Riesenmangroven sein. Bonobos, also Zwergschimpansen. Unsere Freunde, die Baka, finden sie sehr bekömmlich. Da seid ihr ja endlich. Seid uns willkommen. Das sind also diese Freunde, die ihr erwartet habt? Na gut. Sie wollen also nicht verstehen. Dieses Land wurde gerade einer Gruppe von Holzunternehmern verkauft, die ich vertrete. Und die da müssen hier weg. Dieses Land ist seit Ewigkeiten das Land unserer Vorfahren. Also gehört es uns. Wenn ihr euch darauf versteift, werden wir den Wald in Brand setzen. Und ihr werdet alle bei lebendigem Leib verbrennen. Ist es das, was ihr wollt? Die Gräber unserer Vorfahren sind hier, ihre Geister sind mit uns. Wir bleiben. Ja, aber ihr habt kein Anrecht auf dieses Land. Und Sie? Welches Anrecht haben Sie? Sie wissen sehr wohl, dass das Abholzen gesetzlich verboten ist. Diese Menschen leben hier seit Jahrhunderten. Lasst sie in Ruhe! Es reicht jetzt. Los, nehmt sie fest. Siehst du, Maestro hat Recht. Er sagt doch immer: „Ein bisschen Sport könne nicht schaden.“ Aber wer seid ihr? Wir sind die Erben dieses Planeten, den ihr vernichtet. Und jetzt verschwindet endlich. Habt ihr verstanden? Und kommt nicht wieder, sonst wird die ganze Welt von euren Machenschaften erfahren. Und wir werden euch bekämpfen, wo ihr auch seid. Und merkt euch eins: In diesem Gebiet leben 400000 Baka. Wenn es notwendig ist, werden wir sie alle gegen euch mobilisieren. Nehmt eure Gewehre wieder mit und geht. Und kommt bloß nicht wieder! Wir haben gesehen, wie unsere Wälder behandelt werden. Und dabei sind Habgier und Ungerechtigkeit für die Zerstörung der Wälder verantwortlich. Das sind die Ursachen für die Verzweiflung der entwurzelten Völker. Banker und internationale Organisationen scheinen die Ausbeutung der Wälder zu akzeptieren. Denn dadurch lassen sich die Schulden der Länder tilgen. Wer unter diesen feinen verblendeten Menschen ist sich bewusst, dass das Schicksal unseres Planeten und sein Gleichgewicht von unseren Wäldern abhängen, wer? Diese Wälder regulieren das Klima und den Wasserkreislauf. Das ist für unseren Planeten wichtig, sie beeinflussen die Erhaltung und Ergiebigkeit unserer Böden und sie halten die Ökosysteme aufrecht. Sie nehmen beinahe die Hälfte des Kohlendioxids auf, dass wir freisetzen. Ist das alles nicht wichtig? Die meisten unserer Medikamente gegen Krebs, die meisten Antibiotika und Beruhigungsmittel, sogar Cortison, das alles wird aus tropischen Pflanzen gewonnen. Glaubt ihr, wir können darauf verzichten? Und trotzdem wird noch immer alle zwei Sekunden ein Hektar Wald in eine Wüste verwandelt. Alle zwei Sekunden. Also jetzt seid ihr dran. Was müssen wir für unsere Wälder tun? Wir müssen demonstrieren, um eine internationale Kommission zu gründen, für den Erhalt der Wälder und gegen das illegale Fällen. Und das Ganze per Satellit überwachen. Ich glaube, es ist dringend erforderlich, dass die Schulden der waldreichen Länder komplett erlassen werden. Ihre Wälder werden der Menschheit viel nützlicher sein als ihr Geld. Ja, richtig. Wer die Wälder bewirtschaften will, muss Normen einhalten. Die Ware erhält Gütesiegel und muss kontrolliert werden. Und es gibt viele. Vor allem müssen die Wälder wieder aufgeforstet werden. Und die Rechte der einheimischen Völker müssen durchgesetzt und anerkannt werden. Ja. Denn wenn man die Einheimischen weiter vertreibt und sie hungern lässt, zwingt man sie, es wie die Affen auf Java zu machen: Plantagen zu plündern. Der Hibiskus ist noch weiter verbreitet als Tropenholz. Und auch der Bambus, der stärker ist als Stahl und den man für Baugerüste benutzt. Man könnte das Holz der nationalen Wälder nutzen, also Buche, Eiche oder Tanne. So dass man kein Holz mehr aus den bedrohten Wäldern importieren muss. Bravo. Das alles ist angemessen. Und es gibt immerhin ein paar positive Aspekte. Zum Beispiel haben viele Länder die Einfuhr von Tropenhölzern verboten und sie haben sich verpflichtet, nur die lokalen oder zertifizierten Hölzer zu verwenden. Es gibt sogar viele Länder, die aufforsten. Ja, China hat 40 Millionen Hektar aufgeforstet. Aber wie viele Millionen Hektar hatte man in China vorher zerstört. In Finnland und in Kenia besteht die Auflage, für jeden gefällten Baum einen neuen zu pflanzen. Und Länder wie Neuseeland beschützen ihre Wälder sogar. Die brasilianische Regierung hat beschlossen, ökologische Schutzgebiete für die Hälfte seiner Wälder zu schaffen. Dazu sagen wir: „Bravo.“ Wenn es denn so kommt. Ich glaube, ich habe sogar gelesen, dass in der Nähe von Sao Paulo Bomben gefüllt mit Baumsamen abgeworfen wurden. Ein Versuch, aufzuforsten. Eins sage ich euch, dass wird nie funktionieren. Auf gar keinen Fall. Wisst ihr auch, dass 43 Prozent der Tropenhölzer gefällt werden, um Papier herzustellen? Das Recyceln einer einzigen Tonne Papier spart 20 Bäume, 1500 Liter Erdöl, 20000 Liter Wasser und schont die Umwelt. Oh ja, man muss recyceln, das ist klar. In manchen Ländern wird aber auch schon sehr umfangreich recycelt. In Holland oder in Deutschland zum Beispiel. Ich denke an die Verschwendung. Wir bekommen alle dicke Telefonbücher, die keiner mehr benutzt. Wenn die Hälfte der Franzosen darauf verzichten würde, würde das 300 Hektar Wald schonen, 275000 Bäume. Stellt euch vor, wenn alle auf der ganzen Welt dasselbe tun würden. Und die Werbeprospekte, mit denen wir überschwemmt werden und die keiner liest, genauso viele zerstörte Bäume, wie es Familien gibt. Man muss sie an die Absender zurückschicken und die Firmen auf die Rote Liste setzen lassen. Man kann Papier aus landwirtschaftlichem Abfall machen. Aus Abfallprodukten von Weizen, von Zucker, von Hirse, von Reis. Ganz genau. Daraus machen die Chinesen ihr Papier, aus Reisstroh. Und die Verpackungen, sie könnten um die Hälfte reduziert werden. Und wir müssten nicht für die Werbung zahlen, die draufsteht. Gut, ich gratuliere euch allen. Ihr habt die Probleme gut erkannt. Jetzt müssen wir zu einem Schluss kommen. Also merkt euch noch folgendes: 800 Milliarden Tonnen Kohlendioxid lagern in unseren Wäldern. Das ist genug, um die Menge zu verdoppeln, die schon in der Atmosphäre ist. Könnt ihr euch das vorstellen. Ihr habt Ideen, das ist sehr gut. Vom Verhalten jedes einzelnen hängt die Zukunft unserer Wälder ab. Ob wir alles akzeptieren oder ob wir vielleicht doch lieber ablehnen, was aus dem Regenwald kommt. Denn entwalden heißt: Mensch und Natur verdursten zu lassen und die Erde in Wüste zu verwandeln.

Unsere Wälder – Es war einmal unsere Erde (Folge 12) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Unsere Wälder – Es war einmal unsere Erde (Folge 12) kannst du es wiederholen und üben.

  • Fasse zusammen, warum der tropische Regenwald als Schatzkammer gilt.

    Tipps

    Bananen sind eine tropische Pflanze, wachsen jedoch kaum wild.

    Drei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Man nennt den tropischen Regenwald aus fünf Gründen eine Schatzkammer:

    1.) Der tropische Regenwald ist der Lebensraum von indigenen Völkern, aber auch von vielen Tier- und Pflanzenarten. Viele davon sind bis heute nicht einmal entdeckt worden.

    2.) Der tropische Regenwald stellt einen gigantische Apotheke dar. Dabei sind bislang nur zirka ein Prozent aller Regenwaldpflanzen auf ihre Heilkräfte untersucht worden.

    3.) Die Tropen sind unsere Speisekammer. Hier wachsen weltweite Nutzpflanzen wie Bananen, Tomaten, Kartoffeln und Kakao. Allerdings wachsen diese nicht wild im tropischen Regenwald, sondern auf speziell von Menschen angelegten Plantagen.

    4.) Der tropische Regenwald ist eine wahre Rohstoffquelle. Nicht nur die Hölzer des tropischen Regenwaldes sind wertvoll. Es gibt hier auch Bodenschätze wie Eisenerz, Gold oder Erdöl.

    5.) Der Regenwald fungiert als Klimaregulator. Die Urwaldriesen speichern eine große Menge an Kohlenstoffdioxid, das ansonsten zur globalen Erwärmung beitragen würde.

  • Zeige auf, über welche Länder sich die tropischen Regenwälder ziehen.

    Tipps

    Schaue auf eine Weltkarte und benenne die Länder.

    Malaysia liegt in Südostasien.

    Lösung

    Da in den letzten Jahren konstant tropische Regenwälder gerodet wurden, werden heute nur noch fünf Prozent der Erdoberfläche von Regenwäldern bedeckt. Der größte Regenwald befindet sich dabei im Amazonas in Südamerika. Doch auch im Kongo-Becken in Afrika und in Südostasien gibt es immer noch Regenwälder. Amazonien nimmt dabei 60 Prozent der weltweit vorhandenen Regenwaldregionen ein, das Kongo-Becken umfasst 22 Prozent und Südostasien 18 Prozent Regenwald.

    Quellen:
    http://www.faszination-regenwald.de/info-center/allgemein/geografie.htm (Stand vom 11.11.2019)
    https://global.mongabay.com/de/rainforests/0101.htm (Stand vom 11.11.2019)

  • Gib wieder, warum es um die tropischen Regenwälder Streit gibt.

    Tipps

    Als Eigentümer bezeichnet man denjenigen, der die Befugnis über etwas hat. Das heißt im rechtlichen Sinne kann er über eine Sache bestimmen.

    Ein Verwalter betreut im Auftrag des Eigentümers eine Sache.

    Lösung

    Zwischen der Regierung und den Stämmen des tropischen Regenwaldes kommt es immer wieder zu Streit darüber, wem der Wald eigentlich gehört. Während der Besitzer des Waldes die Regierung ist, sind die Stämme als dessen Verwalter eingesetzt. Als Verwalter besitzen sie auch die Erzeugnisse des Waldes, von denen sie autark leben. Deswegen stellen Rodungen auch eine ernsthafte Gefahr für sie dar, da sie ihnen die Lebensgrundlage und den Lebensraum entziehen. Die Regierungen wiederum wollen durch Abholzungen Profit erzielen und dadurch ihre Schulden tilgen. Um die Spannungen zwischen beiden Parteien zu entschärfen, wurden Gesetze erlassen, die jedoch nicht immer eingehalten werden.

  • Bestimme, wo weltweit Waldflächen schrumpfen oder wachsen.

    Tipps

    Deutschland liegt in den gemäßigten Zonen.

    Die Taiga steht für den borealen Nadelwald und kommt auf der Nordhalbkugel vor.

    Lösung

    Laub-, Nadel,- und Mischwälder wachsen entlang der gemäßigt nördlichen Breiten und tropische Regenwälder Wälder entlang des Äquators. Dabei sind die Wälder der gemäßigten nördlichen Breiten in ihrer Ausdehnung weitgehend stabil. Die Taiga gehört mit mehr als 670 Mio.ha zu der größten zusammenhängenden Waldfläche. Sie ist somit größer als die Regenwälder in Brasilien. Viele Wissenschaftler sind zudem der Annahme, dass die Taiga noch wichtiger für die Stabilität des Weltklimas ist als die Regenwälder.

  • Erläutere die Ursachen für die weltweite Abholzung der tropischen Regenwälder.

    Tipps

    Export bedeutet, dass eine Ware an ein anderes Land verkauft wird. Import ist genau das Gegenteil davon: eine Ware oder ein Rohstoff wird aus einem anderen Land gekauft und somit eingeführt.

    Die Infrastruktur eines Ortes bezeichnet seine Ausstattung. Das betrifft zum Beispiel die vorhandene Wasser- und Energieversorgung, aber auch die Verkehrswege wie Straßen.

    Lösung

    Die tropischen Regenwälder können sehr vielfältig genutzt werden: als wertvolle Tropenhölzer, zum Anbau von tropischen Früchten wie Bananen, zur Herstellung von Medikamenten oder zur Gewinnung von Rohstoffen und Grundstoffen für die chemische Industrie. Darin liegen auch die Gründe, warum heute bereits 80 Prozent der tropischen Regenwälder gerodet wurden. Holzgesellschaften, Plantagenbesitzer, Kleinbauern und Straßenbauunternehmen sehen in der Abholzung ein lukratives Geschäft. Doch durch das Fällen eines Urwaldriesen wird das Zusammenspiel der einzigartigen Arten im tropischen Regenwald massiv beeinflusst. Während die Temperatur ansteigt, sinkt die Luftfeuchtigkeit. Die gerodeten Flächen erwärmen sich stärker als die noch bewaldeten Flächen. Da dort keine Bäume vorhanden sind, die die Niederschläge aufnehmen können, fließen diese sofort ab und der Grundwasserspiegel sinkt. Insgesamt ändert sich dadurch auch das Weltklima.

  • Analysiere den Stockwerkaufbau auf seine Zweckmäßigkeit.

    Tipps

    Sicher weißt du, dass es Pflanzen gibt, die weniger Licht benötigen. Man nennt sie auch Schattenpflanzen.

    Statt Individuum kann man auch Spezies oder Art sagen.

    Lösung

    Alle tropischen Regenwälder sind stockwerkartig aufgebaut. Das geschlossene Blätterdach eines Urwaldriesen spendet Schatten für die darunter liegenden Pflanzen. Hier wachsen Bäume, die immer noch eine stolze Höhe von bis zu 30 Metern erreichen und weniger Sonne benötigen. An den Stämmen dieser Bäume und der Urwaldriesen ranken sich wiederum Lianengewächse, die sich in der Höhe zu einem undurchschaubaren Gewirr verketten. In den unteren Stockwerken wachsen sehr dichte Sträucher der unterschiedlichsten Art. Doch selbst diese können immer noch eine Höhe von bis zu 6 Metern erreichen.