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Sahara - Paradoxon des Klimawandels 02:19 min

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Transkript Sahara - Paradoxon des Klimawandels

Die Sahara ist für die Klimaforscher wie ein Freilichtmuseum der Natur. Verwitterung und Wind bringen uralte Landschaften zum Vorschein. Viele Gebiete waren mehrfach von riesigen Binnenseen bedeckt. In den Becken haben sich große Sandsteingebirge ausgebildet. Die einzelnen Sedimentschichten sind wie Baumringe, die eine Geschichte von Feucht- und Trockenzeiten erzählen. Die Wüste als riesige Datenbank. Klimatisch Umschwünge und ihre Bedeutung für die Zivilisation lassen sich hier über hunderttausende von Jahren nachvollziehen. Geologen, Biologen und Archäologen arbeiten in der Wüste Hand in Hand. Alle Daten zusammen lassen keinen Zweifel offen: In der Sahara gab es schon immer extreme Veränderungen des Klimas, und das in relativ kurzer Zeit. Die Sahara war einst fruchtbares Grasland. Sogar versteinerte Bäume haben Forscher hier entdeckt. Während man früher davon ausging, dass die Sahara durch die Eiszeiten in fruchtbares Land verwandelt wurde, weiß man heute, dass eine Wärmeperiode mit tropischen Regenfällen die Wüste zum Leben erweckte. Auch wenn die Meteorologen davor warnen, die Klimaveränderung der Vergangenheit eins zu eins auf die Zukunft zu projizieren, so kommen sie doch zu dem Schluss, dass sich die globale Erderwärmung regional sehr unterschiedlich auswirken kann. Wechselwirkungen zwischen Ozean, Atmosphäre, Eismassen und Landoberfläche müssen mit in die Klimamodelle einfließen, um eine Prognose aufstellen zu können. Wie sich das Klima auf die Sahara in Zukunft auswirken wird, das kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Allerdings zeichnet sich in den letzten 15 Jahren ein grüneres Wüstenbild. Ansteigende Temperaturen führen zu einer stärkeren Verdunstung über dem Meer, die gesättigten Wolken regnen dann über dem Festland ab. Das Resultat: Gerade im Sommer kommt es in der Zentralsahara zu stärkeren Sommerregen. Es wird auch von Sturzfluten berichtet, die die Trockentäler fast vier Meter unter Wasser gesetzt haben sollen. Ein Segen für die Wüste, die Vegetation erholt sich. Die Sahara wirkt wie ein Paradoxon des Klimawandels. Doch ob die grüne Wüste auch langfristig der Gewinner der Erderwärmung sein wird, das gilt es noch herauszufinden.

Sahara - Paradoxon des Klimawandels Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Sahara - Paradoxon des Klimawandels kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Sahara als Paradoxon des Klimawandels.

    Tipps

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Das Klima ist nicht überall gleich. Die Wechselwirkung zwischen den Ozeanen, aber auch die Atmosphäre, die Eismassen und Landoberflächen sind wichtige Faktoren. Wie könnten diese auch bei der Klimaerwärmung eine Rolle spielen?

    Lösung

    Heute gibt es in der Wüste keine Vegetation. Durch die Klimaerwärmung könnte sich das jedoch ändern und die Wüste somit als Gewinner der Erderwärmung hervorgehen. Zu dieser Annahme sind Klimaforscher gekommen, da Wärmeperioden und tropische Regenfälle, wie sie durch die Klimaerwärmung hervorgerufen werden, die Vegetation in der Wüste anregen.

  • Gib an, wie es zu einer grüneren Wüste kommen könnte.

    Tipps

    Steigen bodennahe Luftmassen nach oben auf, kühlen sie in der Luft ab. Wo findet also eine Verdunstung statt?

    Lösung

    Obwohl die Klimaerwärmung wohl für viele Regionen negative Auswirkungen haben wird, kann die Vegetation in der Wüste voraussichtlich davon profitieren. Der Anstieg des Klimas könnte zu regelrechten Sturzfluten über der Sahara führen. Dies wiederum würde dazu beitragen, dass sich die dortige Vegetation erholt.

  • Erkläre, warum sich die Klimaveränderungen der Nordhalbkugel auch auf die Sahara auswirken könnten.

    Tipps

    Vegetation setzt einen gewissen Niederschlag voraus. Gerade Wasser ist aber in der Wüste rar. Wie soll es also zur Vegetation in der Wüste kommen und warum stellt das gerade ein Paradoxon der Erderwärmung dar?

    Lösung

    Ein Klimaforschungsteam hat Stellen in der Sahara gefunden, an denen es heftige Überschwemmungen gegeben hat. Regenfälle der vergangenen Jahre haben hier felsige Becken mit Wasser gefüllt. Aus diesem Grund drängt sich nun die Frage auf, ob die Trockentäler der Sahara, wo heute nur kümmerliches Grün gedeiht, in naher Zukunft wieder eine üppige Vegetation aufweisen können.

  • Erkläre, wie die Sahara zur Wüste wurde.

    Tipps

    Achte auf mögliche inhaltliche Konnektoren oder auf Synonyme. Welches andere Wort für Regen fällt dir zum Beispiel ein?

    Lösung

    Die Sahara ist ein wahres Paradoxon. Die einst „grüne“ Sahara unterscheidet sich von der jetzigen Sandwüste dadurch, dass sie wesentlich dunkler ist. Nur etwa 20 Prozent des einfallenden Sonnenlichts wird von ihr reflektiert, während der bloße Sandboden etwa 35 Prozent der Sonnenstrahlen zurückwirft. Hinzu kommt, dass über einer Sandwüste mehr Wärmestrahlung von der Erdoberfläche in den Weltraum entweicht als über einer pflanzenbedeckten Sahara. Somit strahlt die Sahara mehr Energie in den Weltraum ab, als die Sonne ihr von außen zuführt. Für die Atmosphäre ist sie daher paradoxerweise eine Kältequelle.

    Quelle: Wie die Sahara zur Wüste wurde (Spektrum.de). https://www.spektrum.de/magazin/wie-die-sahara-zur-wueste-wurde/826065 [abgerufen am 05.02.2020].

  • Skizziere die Auswirkungen der klimatischen Bedingungen auf das Erscheinungsbild der Wüste.

    Tipps

    Unter einer Düne versteht man einen Sandhügel, der vom Wind angeweht wurde.

    Lösung

    Das Schaubild zeigt auf, welche Wüstenarten es in der Sahara gibt. Diese sind durch Verwitterung, Frostsprengung, aber auch durch Sandablagerungen und durch heftigen Wind entstanden. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht führen zu Spannungen im Gestein. Während sich tagsüber das Gestein in der Hitze ausdehnt, zieht es sich in der abendlichen Kühle wieder zusammen. So entstehen Risse in der Felswüste. Trotz der extremen Trockenheit kann man jedoch auch hier Spuren von fließendem Wasser erkennen. Der Boden kann die Wassermassen nicht aufnehmen, dennoch wird Geröll, Kies und auch Sand abgetragen, sodass Kieswüsten entstehen. Der feine Sand wird vom Wind ausgeblasen und als Sandwüste abgelagert.

  • Erläutere einige Folgen des globalen Klimawandels.

    Tipps

    Warum spricht man von einem Sahara-Paradoxon? Welche Klimaveränderungen sind durch den Klimawandel in der Sahara zu erwarten?

    Lösung

    Vor den Folgen des Klimawandels können sich wohlhabende Länder mit entsprechenden Maßnahmen schützen. Allerdings fehlt es gerade den armen Staaten an Geld, um sich vor dem Klimawandel und seinen Folgen zu schützen. Oftmals sind es jedoch gerade die armen Länder, die, obwohl sie nur wenige Treibhausgase produzieren, von den Auswirkungen des Klimawandels besonders stark betroffen sind und auch künftig sein werden.

    Quelle: Wer wird vom Klimawandel am stärksten betroffen sein? (Planet Schule) https://www.planet-schule.de/mm/die-erde/Barrierefrei/pages/Wer_wird_vom_Klimawandel_am_staerksten_betroffen_sein.html [abgerufen am 05.02.2020].