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Kopenhagen - Haupstadt Dänemarks 06:56 min

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Transkript Kopenhagen - Haupstadt Dänemarks

In Kopenhagen wohnen heute ca. etwa 504000 Menschen. Es ist die Hauptstadt Dänemarks und zählt zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas. Doch alles begann im Kleinsten. Die erste Siedlung wurde gegründet, als man im 12. Jahrhundert am Öresund zur Sicherung eines Handelshafens eine Burg errichtete. Kaufmännerhafen bedeutet der ursprüngliche Name Køpmannæhafn. 1254 erhielt das junge Kopenhagen sein erstes Stadtrecht. Der Großteil der Stadt liegt auf Dänemarks größter Insel Seeland, nicht weit vom schwedischen Malmö. Ein kleiner Teil erstreckt sich auf die Insel Amager. Obwohl Kopenhagen nicht im Zentrum Dänemarks, sondern an der Küste liegt, ist es der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes. Alle großen Straßen und Eisenbahnlinien laufen hier sternförmig zusammen. Ein S-Bahn-System verbindet die Stadt mit ihren Vororten. 2002 wurde außerdem die moderne Metro eröffnet. In Kastrup, zehn Kilometer östlich von Kopenhagen, befindet sich der internationale Flughafen der Stadt, der Direktverbindungen zu vier Kontinenten anbietet. Als wichtiger Bestandteil des In- und Exportgeschäftes hat der Kopenhagener Hafen große nationale Bedeutung. Aus Polen und Norwegen ist er per Fähre zu erreichen. Ein neuer Schiffsterminal im Nordhafen bedient sowohl Linien- als auch Kreuzfahrtschiffe. Der Hafen-Bus und Passagierboote verbinden im Innenhafen unter anderem die Oper mit der gegenüberliegenden Altstadt. Im Sommer sind darüber hinaus Besichtigungstouren auf Rundfahrtbooten sehr beliebt. Seit 2000 ist Dänemark über die sogenannte Öresund-Verbindung, einer 16 Kilometer langen Brücke, die über die Meerenge führt, mit Schweden verbunden. Zwischen Kopenhagen auf der einen und Malmö auf der anderen Seite verkehren sowohl Autos als auch Züge. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich ihr Wahrzeichen, die weltbekannte „Kleine Meerjungfrau“. Auf Dänisch heißt sie „lille Havfrue“. Der Kopenhagener Bildhauer Edvard Eriksen verkörperte in ihr die Titelfigur eines berühmten Märchens des Dänen Hans Christian Andersen. Sie ist der bescheidenste Touristenmagnet der Stadt. Dem Hauptbahnhof gegenüber erstreckt sich der Tivoli, einer der ältesten Freizeitparks der Welt. Er ist Dänemarks meistbesuchte Attraktion, denn hier geht es nicht um profanes Vergnügen, sondern es wird Kultur gelebt. Am Rande des Parks verläuft der Hans-Christian-Andersen-Boulevard, an dem sich auch das Rathaus befindet. Es ist mit vielen goldenen Skulpturen geschmückt und wurde zwischen 1892 und 1905 im Stil der italienischen und normannischen Renaissance erbaut. Der Rathausturm ist mit 113 Metern Dänemarks höchster Turm. Die Liebfrauenkirche ist ein Meisterwerk des Klassizismus. Der Architekt Christian Frederik Hansen gestaltete das Gebäude, der Bildhauer Bertel Thorvaldsen steuerte zahlreiche Statuen bei, darunter sein segnender Christus, ein bekanntes und oft kopiertes Werk. Mit Strøget verfügt die dänische Hauptstadt über eine der berühmtesten Shoppingmeilen Europas. Sie und der Rest der weitläufigen Fußgängerzone Kopenhagens, zu der auch die ebenfalls bekannte Einkaufsstraße Strædet gehört, ziehen heimische und Besucher gleichermaßen an. In unmittelbarer Nähe der Fußgängerzonen erstreckt sich eine weitere Attraktion der Stadt, Schloss Christiansborg. Es ist seit 1918 Sitz des Parlaments Folketing und steht an genau der Stelle, wo im Jahr 1167 die erste Burg Kopenhagens erbaut worden war. Im heutigen Schloss sind noch immer Elemente von verschiedenen Vorgängerbauten enthalten, was der Anlage einen interessanten Stilmix einbringt. Neben dem Schloss befindet sich die Kopenhagener Börse. Das Besondere an dem markanten langgestreckten Gebäude ist sein charakteristischer Turm. Vier ineinander verschlungene Drachenschwänze bilden die Spitze. Die Fertigstellung des Renaissancebaus auf der Schlossinsel dauerte 21 Jahre. Südöstlich der Innenstadt liegt Christianshavn. Zwei Dinge prägen hier das Bild: Zum einen liegt der Stadtteil auf einer künstlich angelegten Insel, zum anderen trennen hier nicht nur Straßen die Häuser voneinander, sondern auch Kanäle. Seit dem 17. Jahrhundert sind die Wasserwege erhalten. Schiffe liegen hier so dicht an dicht vor Anker, wie anderswo Autos parken. Mit einer Höhe von 84 Metern und einer hohen Kuppel, die an den Petersdom in Rom erinnert, ist die Frederikskirche eine der größten in Europa. Man nennt sie auch Marmorkirche, obwohl sie gar nicht aus dem teuren italienischen Gestein gebaut wurde. Die Originalpläne eines riesigen Prunkbaus aus Marmor wurden aus Kostengründen nicht umgesetzt. In unmittelbarer Nähe der Kirche befindet sich das Schloss Amalienborg. Es ist seit Jahrhunderten Residenz der königlichen Familie. Zwei der vier gegenüberliegenden Paläste bewohnen heute Königin Margrethe II. und Kronprinz Frederik. Die Mitte des großen achteckigen Schlossplatzes ziert das Reiterstandbild Frederik V. Auf der Insel Holmen gegenüber der Amalienborg liegt das moderne Opernhaus Kopenhagens. Das Bauwerk wurde dem dänischen Staat im August 2000 gespendet und ist eine der modernsten Bühnen der Welt. Kopenhagen, die Stadt der Kanäle und der wunderschönen sowohl alten als auch modernen Gebäude, bildet als südlichste Hauptstadt Nordeuropas ein würdiges Eingangsportal nach Skandinavien.