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Slowakei - Religion, Sprache und Kultur 03:30 min

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Transkript Slowakei - Religion, Sprache und Kultur

Etwa 70 Prozent der Slowaken gehören der römisch-katholischen Kirche an, circa 13 Prozent sind konfessionslos, die übrigen sind evangelisch, griechisch-katholisch oder Mitglied der orthodoxen Kirche beziehungsweise jüdischen Glaubens. Slowakisch gehört, ebenso wie unter anderem Tschechisch und Polnisch, zu den westslawischen Sprachen. Das Slowakische und das Tschechische unterscheiden sich voneinander vor allem durch bestimmte Laute. Der Wortschatz ist bis auf die lautlichen Differenzen zum großen Teil identisch. Bei der Aussprache wird im Slowakischen wie im Tschechischen grundsätzlich die erste Silbe betont. Slowaken und Tschechen verstehen sich daher relativ problemlos, allerdings tun sich die Jüngeren, die nicht mehr in der ehemaligen Tschechoslowakei aufgewachsen sind, schon deutlich schwerer. Seit dem 1. Mai 2004 ist Slowakisch eine der Amtssprachen in der EU. Die zentrale Lage des Landes inmitten des Kontinents bildete seit jeher einen Schnittpunkt verschiedener Kulturen, wobei die Slowakei nicht nur fremde Einflüsse aufnahm, sondern auch eigene Werte weitergab. Museen und Galerien verwalten und pflegen dieses reiche und mannigfaltige Erbe. Nationale und regionale Bräuche werden vor allem auf dem Land aufrechterhalten. Sie sind mit den verschiedenen Religionen, besonders auch der römisch-katholischen, verbunden. Der slowakische Schriftsteller und Politiker Ludovit Stur bewirkte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Erhebung des mittelslowakischen Dialektes zur Schriftsprache und begründete somit die heutige Version der slowakischen Literatursprache. Der Begründer der Pop Art, Andy Warhol, ist gebürtiger Slowake. Seine Eltern wanderten aus dem Dorf Mikova bei Medzilaborce in den Karpaten in die USA aus. Sein Geburtsname war Andrew Warhola. Der Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft rückt das Land näher an die übrigen Staaten heran und bringt für sie ganz neue Möglichkeiten, über nationale Grenzen hinaus zu schauen. Bei Freizeit und Sport sind aufgrund der vielen Berge vor allem Klettern und Wandern sehr beliebt, auch bei den jungen Slowaken. Die slowakische Küche wurde über die Jahrhunderte hinweg stark von seinen Nachbarn beeinflusst. Sie ähnelt der böhmischen und der ungarischen Küche. Ein typisches Nationalgericht sind die „Bryndzové halušky“, die Brimsennocken. Es sind kleine Kartoffelknödel mit Speck und dem berühmten „Bryndza“, ein aus Schafsmilch gewonnener Käse. „Bryndzové halušky“ sind der Stolz der Bevölkerung. Ein anderes Nationalgericht sind „Pierogi“, gefüllte Teigtaschen mit saurer Sahne übergossen. Palatschinken und Suppen werden täglich verspeist und können in allen Geschmacksrichtungen variiert werden. Und noch etwas: „Klarka“, ein Walnusskuchen, der vor allem im Osten der Slowakei sehr beliebt ist.