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Himalaja - Schmelzende Gletscher 02:41 min

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Transkript Himalaja - Schmelzende Gletscher

Himalaja, höchstes Gebirge der Welt. Seine imposanten Gletscher versorgen Millionen Menschen im asiatischen Raum mit Wasser. Doch die Folgen der globalen Erwärmung machen auch vor den Gletschern des Himalaja nicht Halt. Um den Rückgang der Eisfläche zu dokumentieren, werden die Gletscher per Satellit regelmäßig überwacht. Doch das ist nicht aussagekräftig genug, denn die Gletscher sind fast komplett mit Schutt und Geröll bedeckt. Ob sich darunter immer noch eine dicke Eisschicht verbirgt, ist nicht ersichtlich. Da bleibt nur eins: Die Bilder aus dem All mit der Realität abgleichen. Die Expedition beginnt auf 2700 Metern Höhe im nepalesischen Lukla. Dresdner Geowissenschaftler und Kartographen wollen genau untersuchen, wie sich Geröll und Eismassen technisch unterscheiden. Mit den Daten, die das Team Vorort sammelt, sollen die Satellitenaufnahmen auf in Zukunft besser interpretiert werden. Ab jetzt müssen die Dresdner zu Fuß weitergehen. In der immer dünner werdenden Luft ist jeder Schritt ein Kraftakt. Fast zehn Tag dauert der Aufstieg. Die Expedition treibt die Wissenschaftler oft an ihre körperlichen Grenzen. Im Nuptse Gletscher in 5000 Metern Höhe schlägt das Team ein Zeltlager auf, hier können die wissenschaftlichen Arbeiten beginnen. Ein speziell für diese Expedition gebauter Lenkdrachen mit Kamera, soll Bilder auf der Vogelperspektive machen. Präzise Angaben über den Rückgang der Gletscher, das ist das Ziel dieser Messung. Mit einem Spektrometer messen die Forscher die unterschiedliche Dichte von Eis und Geröll. Diese Auswertungen werden mit den Weltraumbildern verglichen. So will man in Zukunft die Satellitenbilder besser auswerten können. Die Stromversorgung wird zum Dauerproblem in 5000 Metern Höhe, ohne Strom keine Daten. Die Expedition steht vor dem Aus. Doch dann laden die Solarpanels die Batterien doch noch so weit auf, dass die Forschung weitergehen kann. Forschen unter extremen Bedingungen, das spürt die Expeditionscrew spätestens, als das Wetter umschlägt und die Temperaturen auf minus 20 Grad absacken. Trotzdem, die Dresdner halten durch und kommen zurück. Mit vielen Neuen Erkenntnissen. Davon einige sehr besorgniserregend. Die Folgen der Klimaentwicklung haben sich den Forschern sehr viel deutlicher gezeigt, als bisher durch die Satellitenbilder angenommen. Ein klares Fazit: Tibets Gletscher schrumpfen. Und zwar rasant.