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Welche Ablative gibt es? 08:54 min

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Transkript Welche Ablative gibt es?

Hallo. Hier ist wieder eure Tutorin Fabula. Mit Geschichten aus dem römischen Reich, Informationen zu Grammatik, Tips und Tricks, und Übungen. In diesem Video geht es um den Ablativ - hört sich schon seltsam an, Ablativ. Das ist ein für uns ungewöhnlicher Fall, denn im Deutschen gibt es ihn gar nicht. Wenn Du das Video zu Ende gesehen hast, dann hast Du einen Überblick über die wichtigsten Funktionen des Ablativs und weißt, was man im Deutschen braucht, um den Fall richtig zu übersetzen. Und ein Satz wie dieser: "Rex aequo animo regnat." ist dann überhaupt kein Problem mehr. Der Ablativ erfüllt im Lateinischen unterschiedliche Funktionen. Es gibt in etwa 6 Ablativfunktionen. Den Ablativ der Trennung, oder Separativus, den Ablativ der Herkunft, oder Originis, den Ablativ des Vergleichs, oder Comparationis, den Ablativ der Gemeinschaft, oder Comitativus, den Ablativ der Art und Weise, oder Modi, und den Ablativ des Mittels, den Instrumentalis. Wir schauen uns die Funktionen jetzt mal nacheinander an. Der Ablativ der Trennung (Separativus). Die lateinische Bezeichnung "Separativus" gibt uns schon einen Hinweis darauf, welche Verben einen Ablativ der Trennung fordern, nämlich z. B. das lateinische Verb "separare", das "trennen" heißt. Ein Beispiel: Marcus folium arbore separat. (Marcus trennt das Blatt vom Baum.) Die Frage, auf die der Ablativus Separativus antwortet, lautet also: Wovon? Wovon trennt Marcus das Blatt? Arbore (vom Baum). Manchmal steht der Ablativus Separativus im Lateinischen mit einer Präposition, manchmal ohne. Im Deutschen dürfen wir die Präposition aber nicht vergessen. Der Ablativ der Herkunft (Originis). Die lateinische Bezeichnung "Originis" gibt uns einen Hinweis darauf, welche Verben einen Ablativ der Herkunft erfordern, nämlich zum Beispiel das lateinische Verb "orivi", das "abstammen" heißt. Ein Beispielsatz: Summo ortus loco est. (Heißt übersetzt: Er ist von bester Herkunft). Die Frage, auf die der Ablativus Originis antwortet, lautet also ebenfalls: Wovon? "Summo loco" steht nämlich im Ablativ und heißt übersetzt: Von bester Herkunft. Der Ablativus Originis steht im Lateinischen mal mit, mal ohne Präposition. Im Deutschen dürfen wir die Präposition aber nicht vergessen.  Der Ablativ des Vergleichs (Comparationis). Auch hier gibt die lateinische Bezeichnung "Comparationis" uns schon einen Hinweis darauf, wann ein Ablativ des Vergleichs benötigt wird. "Comparare" heißt nämlich "vergleichen". Hast Du eine Idee, wie die Frage für diesen Ablativ lauten könnte? Ein Beispiel: Pax utilior bello est. (Der Frieden ist nützlicher als der Krieg.) Die Frage, auf die der Ablativus Comparationis antwortet, lautet: Als wer oder was? Der Ablativus Comparationis steht im Lateinischen nie mit Präposition bzw. einem Vergleichsartikel. Dies müssen wir uns im Deutschen dazu denken. Ein Hinweis für den Ablativus Comparationis ist allerdings der Komparativ. "Bello" steht also hier im Ablativus Comparationis und heißt übersetzt: als der Krieg. Der Ablativus der Gemeinschaft (Comitativus). "Comitari" heißt "begleiten". Gar nicht so schlecht, die lateinischen Bezeichnungen gleich mitzulernen, oder? Ein Beispiel: Pater cum filio ambulat. (Der Vater geht mit seinem Sohn spazieren.) Die Frage, auf die der Ablativus Comitativus antwortet, lautet: Mit wem? Der Ablativus Comitativus steht im Lateinischen mit der Präposition "cum". Nur bei militärischen Ausdrücken kann das "cum" manchmal fehlen.  Der Ablativ der Art und Weise (der Ablativus Modi). Modus heißt "Art und Weise". Die Frage zu diesem Ablativ lautet: Wie? Probier doch gleich selber einmal aus, zu übersetzen. Rex cum sapientia regnat. (Der König regiert mit Weisheit.) "Cum sapientia" ist ein Ablativus Instrumentalis und wird mit "mit Weisheit" übersetzt. Oft, wenn 2 Worte im Ablativ stehen, fehlt das "cum". Dann muss man sich die Präposition wieder dazu denken. Zum Beispiel: Rex aequo animo regnat. (Der Satz vom Beginn des Videos.) Heißt übersetzt: Der König regiert mit Gleichmut.  Zuletzt der Ablativ des Mittels (der sogenannte Instrumentalis). Er beantwortet die Fragen - na, hast Du schon eine Idee? - nach dem Mittel, also: Wodurch? und Womit? "Instrumentum" ist selbstverständlich Latein und bedeutet "Gerät, Werkzeug". Das Wort gibt es ja sogar im Deutschen als "Instrument". Ein Beispiel: Oculis videmus, auribus audimus. (Mit den Augen sehen wir, mit den Ohren hören wir.) "Oculis" und "auribus" stehen im Ablativus Instrumentalis und werden "mit den Augen" und "mit den Ohren" übersetzt. Hier steht meistens keine Präposition. Wie Du schon weißt: Die muss man sich dann einfach denken.  So. Ich fasse noch einmal zusammen. Es gibt einige Funktionen, die der Ablativ erfüllen kann, und schwierig daran ist, dass man sich die Präpositionen im Deutschen selber denken muss, weil sie im Lateinischen nicht stehen. Du siehst jetzt in einer Übersicht noch einmal die Ablative und ihre Frageworte. Es gibt den Ablativ der Trennung, den Ablativ der Herkunft, den Ablativ des Vergleichs, den Ablativ der Gemeinschaft, den Ablativ der Art und Weise und den Ablativ des Mittels. Der Ablativ der Trennung heißt auf Latein "Separativus" und antwortet auf die Frage: Wovon? Der Ablativ der Herkunft heißt auf Latein "Originis" und antwortet ebenfalls auf die Frage: Wovon? Der Ablativ des Vergleichs (Latein: Comparationis) antwortet auf die Frage: Als wer oder was? Der Ablativ der Gemeinschaft (zu Latein: Comitativus) antwortet auf die Frage: Mit wem? Der Ablativ der Art und Weise (Modi) antwortet auf die Frage: Wie? Und der Ablativ des Mittels (Latein: Instrumentalis) antwortet auf die Frage: Wodurch? und Womit? So. Genug gelernt für heute. Das war's fürs Erste. "Vale!" (Lass es Dir wohl ergehen!)

25 Kommentare
  1. Default

    Ich fand das Video auch gut nur manchmal hallt die Stimme oder klingt etwas dumpf
    😊👍🏻

    Von Heilpschleider, vor 3 Monaten
  2. Default

    das video ist sehr gut aber die stimme schalt sehr

    Von Hasagad, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    Sehr gutes und hilfreiches Video. Vielen Dank ! Da haben sich die 500 Euro doch sehr gelohnt. 8)

    Von Rinchendolma, vor mehr als 2 Jahren
  4. Felix red

    Hallo N Yetbarek,

    da hast du recht. Dieses Video stellt dir die häufigsten Ablative vor. Du findest eine vollständige Videoübersicht für alle Ablative hier: http://www.sofatutor.com/latein/grammatik/der-kasus-verwendung-und-funktion/ablativ. Viel Erfolg, Felix

    Von Felix T., vor mehr als 2 Jahren
  5. Default

    Mir ist auf gefallen das der ablativus loci fehlt

    Von N Yetbarek, vor mehr als 2 Jahren
  1. Felix red

    Hallo Lolli3000,

    da hast du natürlich Recht. Die in diesem Video vorgestellten Ablative sind allerdings die am häufigsten vorkommenden. Klicke dich doch ein wenig durch unsere Videos zum Thema Ablativ: http://www.sofatutor.com/latein/grammatik/der-kasus-verwendung-und-funktion/ablativ. Alles Gute, Felix

    Von Felix T., vor etwa 3 Jahren
  2. Blaue weihnachten

    Es gibt doch noch viel mehr Ablative als nur die 6 !

    Von Sonnenschein =), vor etwa 3 Jahren
  3. Felix red

    Hallo Mitsou,

    danke für deine aufmerksame Beobachtung. Wir haben den Fehler behoben.

    Alles Gute, Felix

    Von Felix T., vor etwa 3 Jahren
  4. Default

    Hallo,
    Übung 1 ist leider falsch: Zum Ablativ der Trennung (wovon?) und dem Ablativ der Herkunft (woher? woraus?) wurden die Lösungen vertauscht! Bitte korrigieren!

    Von Mitsou Manuela H., vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    In unserm Buch steht was ganz anderes :/

    Von Kaanvarol, vor etwa 4 Jahren
  6. Default

    toll
    gut gemacht

    Von Cmueller 1, vor mehr als 4 Jahren
  7. Default

    seeehr guuuut

    Von Cmueller 1, vor mehr als 4 Jahren
  8. Default

    XD Micro kaputt

    Von Tini Stark, vor mehr als 4 Jahren
  9. Default

    Naja och fand dden vlip zwar ganz jut aber du hättst nicht ganz so viel erklären müssen! Sonst aber ganz gut ! Weiter so❗️

    Von Mauricio Carvalho, vor mehr als 5 Jahren
  10. Default

    Danke , hat mir sehr geholfen

    Von Arastoo Varahram, vor mehr als 5 Jahren
  11. Default

    Kann mir mal jemnad da helfen den Ablativ des Grundes zu erkären und ein Video dardrüber drehen

    Von Renate Cosman, vor mehr als 5 Jahren
  12. Matthias redaktion

    Hallo Daniela,

    den Ablativ des Grundes gibt es tatsächlich. In diesem Video kannst du etwas darüber lernen:

    http://www.sofatutor.com/latein/videos/ablativus-causae

    Von Matthias V., vor mehr als 5 Jahren
  13. Default

    sehr hilfreich aber mein lateinlehrer hat mal den ablativ des grundes erwähnt

    Von Daniela Flad, vor mehr als 5 Jahren
  14. Smileys and emoticons 2

    Super!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Jolin, vor fast 6 Jahren
  15. Son goku

    Gutes Video
    gut gemacht ;')

    Von Heja B., vor mehr als 6 Jahren
  16. Son goku

    schlechte video quali
    aber trotzdem gut

    Von Heja B., vor mehr als 6 Jahren
  17. Default

    DDDDDDDDDaaaaaaaaaaaannnnnnnkkkkkkkkkeeeeeeeeeeee

    Von Rhg Georgi, vor mehr als 6 Jahren
  18. Default

    hallo

    Von Platti, vor mehr als 6 Jahren
  19. Default

    wie immer sehr hilfreich

    Von Maximilian Spies, vor mehr als 6 Jahren
  20. Default

    Is es ja

    Von Kingofcool, vor fast 7 Jahren
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Welche Ablative gibt es? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Welche Ablative gibt es? kannst du es wiederholen und üben.

  • Ordne den jeweiligen Ablativen die Frage zu, auf die er antwortet.

    Tipps

    Schau dir an, wie der jeweilige Ablativ heißt. Dann kannst du dir überlegen, wie du danach fragen könntest.

    Ein Beispiel für einen Ablativ des Mittels wäre zum Beispiel: gladio pugnare - mit dem Schwert kämpfen. Wie fragt man hier nach dem Schwert?

    Lösung

    Wenn du von der deutschen Bezeichnung des Ablativs ausgehst, kannst du dir leicht erschließen, auf welche Frage der jeweilige Ablativ antwortet.

    • Der Ablativ der Trennung bezeichnet etwas, wovon man sich trennt oder was man nicht hat. Also lautet die richtige Frage: Woher? oder Woraus? Zum Beispiel: ex urbe venire - aus der Stadt kommen.
    • Der Ablativ der Herkunft bezeichnet die Gruppe, von der jemand abstammt. Also fragt man hier: Wovon?, zum Beispiel: nobili genere ortus est - er stammte von einer edlen Familie ab.
    • Der Ablativ des Vergleichs steht, wenn man eine Sache mit der anderen vergleicht. Etwas ist zum Beispiel größer als etwas anderes. Also fragt man: Als wer oder was? Zum Beispiel: velocior equo est - er ist schneller als ein Pferd.
    • Im Ablativ der Gemeinschaft steht jemand, mit dem zusammen man etwas tut. Man fragt daher: Mit wem? Zum Beispiel: cum amico abire - mit dem Freund weggehen.
    • Der Ablativ der Art und Weise bezeichnet die Art und Weise, auf die jemand etwas tut. Also fragt man: Wie? oder: Auf welche Weise? - Zum Beispiel: magna voce canere - mit lauter Stimme singen.
    • Der Ablativ des Mittels bezeichnet das Mittel, mit dem jemand etwas tut, man fragt: Wodurch? Womit?. Zum Beispiel: gladio pugnare - mit dem Schwert kämpfen.

  • Vervollständige den Text über die Ablative.

    Tipps

    In diesem Lückentext werden unterschiedliche Ablativfunktionen erklärt.

    Wenn du dir unsicher bist, schau dir am besten die Beispielsätze an und versuche sie zu übersetzen. Sie verraten dir, welche Funktion der Ablativ jeweils hat.

    Lösung

    Der Ablativ ist ein lateinischer Fall, den wir im Deutschen nicht haben. Man verwendet ihn für ganz unterschiedliche Dinge:

    • er kann ein Mittel oder Werkzeug bezeichnen, mit dem man etwas tut. Werkzeug heißt auf Lateinisch instrumentum. Du kennst es von unserem Wort „Instrument“. Man fragt danach: womit? oder wodurch?. Der Ablativus instrumentalis ist eine sehr häufige Ablativfunktion und sie steht meist ohne Präposition.
    • Der Ablativ des Vergleichs ist der Ablativus comparationis, denn comparare heißt vergleichen. Auch er steht ohne Präposition. Im Deutschen formulieren wir Vergleiche mit „als“. Zum Beispiel: celerior amico sum - ich bin schneller als der Freund.
    • Der Ablativ der Trennung heißt auf Lateinisch Ablativus separativus, von separare (trennen). Er kann mit oder ohne Präposition stehen. In unserem Beispiel steht keine Präposition. Wovon trennt Lucius die Frucht? Vom Baum (arbore). Im Deutschen brauchen wir die Präpositionen von oder vom, um zu zeigen, wovon etwas getrennt wird.

  • Bestimme die Funktion der Ablative.

    Tipps

    Der Ablativ, den du bestimmen sollst, ist fett gedruckt. Wie kannst du nach diesem Wort fragen?

    Ein Beispiel: Roma profiscitur - Er bricht von Rom auf. Danach kannst du fragen: von woher bricht er auf?

    Was für ein Ablativ muss das sein?

    Lösung

    Der Ablativ, den du bestimmen sollst, ist fett hervorgehoben. Wie kannst du nach der Wendung im Ablativ fragen?

    • Lucius serva Graeca natus est: Wovon oder von wem stammt Lucius ab? Du fragst nach der Herkunft von Lucius. Daher liegt hier der Ablativus originis vor, der Ablativ der Herkunft.
    • Hodie Roma profiscitur: von wo bricht er auf? Von Rom. Also haben wir hier einen Ablativ der Trennung oder separativus.
    • Sed in via Appia magna pecunia privatus est: Das ist schon schwieriger: Hier ist ihm viel Geld gestohlen worden. Wörtlich sagt der Lateiner aber: er ist von Geld getrennt worden. Auch dies ist also ein Ablativ der Trennung oder separativus.
    • Latrones eum gladio aggressi sunt.: Womit haben die Räuber ihn angegriffen? Mit dem Schwert. Bezeichnet wird also das Mittel. Es liegt ein Ablativus instrumentalis vor.
    • Dominus Lucium culpa vacare dixit: Lucius ist frei von Schuld. Du fragst: Wovon? Also haben wir auch hier einen Ablativus separativus.
    • ceteros servos cum canibus mittit: Du fragst: mit wem zusammen schickt er die Sklaven?, also haben wir einen Ablativus comitativus.
    • Cum virtute vivere opportet: Du fragst: wie, auf welche Weise leben? Also erkennst du den Ablativus modi.

  • Vervollständige die Übersetzung, indem du die Ablative richtig wiedergibst.

    Tipps

    Bestimme die Funktion des Ablativs und du wirst die richtige Übersetzung finden. Überlege, auf welche Frage er antwortet. Gib ihn dann im Deutschen mit der richtigen Präposition wieder.

    Vokabelhilfen:

    • stupor, stuporis (m.) - das Staunen, Erstaunen
    • nobile genus (n.) - der Adel, die adlige Herkunft
    • parentes, -ium - die Eltern
    • aequus animus - die Gelassenheit, der Gleichmut.

    Lösung

    Die Ablative sind jeweils fett hervorgehoben. Überlege, wie du nach ihnen fragst, dann bekommst du heraus, um welche Ablativfunktion es sich handelt. Übersetze sie dann mit der richtigen Präposition im Deutschen.

    • cum parentibus suis gibt an, mit wem zusammen Septimius nach Rom kam: Mit seinen Eltern. Es ist ein Ablativus comitativus.
    • Patria ist die Heimat, das sie zurückgelassen haben. Aus ihm sind sie vertrieben worden. Es handelt sich also um einen Ablativus separativus: aus ihrem Vaterland.
    • stupore antwortet auf die Frage: wie oder warum. Es ist ein Ablativus modi oder Ablativus causae mit Erstaunen, vor Erstaunen.
    • nobili genere bezeichnet die Herkunft. Es ist ein Ablativus originis: von wo stammten die Freunde her? - aus dem Adelsstand.
    • egere ist ein Verb, das einen Trennung ausdrückt. Es steht mit dem Ablativus separativus. Im Deutschen steht „mangeln“ mit der Präposition „an“: es mangelt ihm an Geld.
    • aequo animo antwortet auf die Frage: wie? auf welche Weise? Es ist ein Ablativus modi: mit Gleichmut oder Gelassenheit.
    • studio ist ein Mittel, mit dem der Vater seinen Sohn erzieht, also ein Ablativus instrumentalis: womit unterrichtet er ihn? - mit Eifer.

  • Bestimme die Funktion der Ablative im lateinischen Text.

    Tipps

    Du hast nur vier Farben, daher können im Text auch nur vier verschiedene Ablativ-Typen auftauchen. Suche zunächst nach Wörtern, die im Ablativ stehen. Frage dich dann, wie du nach den Ablativen fragen kannst und schau, ob sich diese Frage bei einer der Farben befindet.

    Achtung: Eine Ablativfunktion kann natürlich mehrmals vorkommen.

    Nach dem Ablativus separativus fragst du: wovon? woher?. Er drückt eine Trennung aus.

    Nach dem Ablativus instrumentalis fragst du: womit?. Er gibt das Mittel an, mit dem man etwas tut.

    Der Ablativus originis gibt die Herkunft an. Man fragt: wovon? von wem?

    Der Ablativus comitativus gibt an, mit wem zusammen man etwas tut. Man fragt: mit wem?

    Lösung

    Zunächst musst du im lateinischen Text nach den Ablativen suchen. Der erste Ablativ, den du findest, ist summo loco. Im Deutschen steht: „vom höchstem Stand“. Wie fragst du danach? Du fragst: Wovon? oder Woher? summo loco bezeichnet also die Herkunft. Der Ablativ ist also der Ablativus originis.

    Der nächste Ablativ ist cum amicis suis. Du fragst: Mit wem? Es handelt sich also um den Ablativus comitativus, den Ablativus der Gemeinschaft.

    Der dritte Ablativ im Text ist e municipio. Du fragst: Woher oder von wo ist der griechische Freund aufgebrochen? Also liegt hier der Ablativ der Trennung oder separativus vor.

    Cum multis servis kennst du jetzt schon. Du fragst: Mit wem? und erkennst den Ablativus comitativus - genau wie oben.

    Jetzt folgt pedibus, „zu Fuß“ oder „ mit den Füßen“. Du fragst: Womit? Es handelt sich also um den Ablativ des Mittels oder instrumentalis.

    Mit curru hast du denselben Ablativ gleich noch einmal. Auch hier fragst du: womit fährt er? Es ist ein instrumentalis.

    Im letzten Satz steht kein Ablativ.

  • Vervollständige die Übersetzung der Ablative.

    Tipps

    Überlege zunächst, wie du nach dem Ablativ fragen kannst. Dann wirst du rasch erkennen, welche Präposition du für deine Übersetzung benötigst.

    Vokabeltipps:

    • pecunia, -ae (f.) - das Geld
    • divitiae, divitarum (Pluralwort) - der Reichtum
    • uxor, -is (f.) - die Ehefrau
    • munus, muneris (n.) - das Geschenk
    • vestis, -is (f.) - die Kleidung, das Kleid.

    Die Präposition e steht häufig beim Ablativus separativus, dem Ablativ der Trennung.

    Nach dem Ablativus instrumentalis fragst du: womit?

    Nach dem Ablativus comparationis fragst du: als wer oder was?

    Lösung

    Um die richtige Lösung zu finden, musst du zuerst feststellen, auf welche Frage der zu übersetzende Ablativ antwortet. Überlege, um was für einen Ablativ es sich handelt. Dann probierst du ihn im Deutschen mit der richtigen Präposition wiederzugeben.

    • e Graecia antwortet auf die Frage: woher? Es handelt sich also um den Ablativus separativus. Der Kaufmann bricht aus Griechenland auf.
    • Pecunia non eget ist ein lateinischer Ausdruck, der vom Deutschen abweicht. Egere wird mit dem Ablativus separativus konstruiert. Man denkt sich: wovon ist er getrennt? Im Deutschen sagt man aber: Es mangelt ihm an Geld.
    • divitiisque ist das Mittel, mit dem Schiffe ausgerüstet werden, es liegt also der Ablativus instrumentalis vor. Daher kannst du übersetzen: Er stattet sein Schiff mit Reichtümern aus.
    • Dasselbe gilt für den nächsten Satz. muneribus - die Geschenke - sind das Mittel, um die Steuerpächter zu bestechen. Du kannst also übersetzen: mit Geschenken.
    • veste pulchra ist dagegen ein Ausdruck, nach dem du fragen kannst: Auf welche Weise, wie? Es handelt sich also um den Ablativus modi. Du kannst übersetzen: mit ihrem schönsten Kleid.
    • Im letzten Satz schließlich findest du mit uxore einen Ablativ des Vergleichs. Das kannst du ganz leicht am Komparativ celerius erkennen. Du fragst also: schneller als wer oder was? Du kannst daher übersetzen: schneller als seine Frau.