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Römische Republik und Kaiserzeit – Gesellschaft

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Juno
Römische Republik und Kaiserzeit – Gesellschaft
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Beschreibung Römische Republik und Kaiserzeit – Gesellschaft

Römische Republik und Kaiserzeit – Die römische Gesellschaft

Im Lateinunterricht beschäftigst du dich mit der römischen Literatur. Das können Göttergeschichten, philosophische Texte, historische Schriften oder lyrische Poesie sein. Nur wenn du weißt, in welchem gesellschaftlichen Kontext die Texte entstanden sind, kannst du sie richtig verstehen und interpretieren. In diesem Video erklären wir dir den Aufbau der römischen Gesellschaft, aus welchen Personengruppen sie bestand und welche Rechte und Pflichten die Angehörigen jeder Gruppe hatten.

Römische Republik und Kaiserzeit: Gesellschaft

Angehörige der römischen Gesellschaft

Grundsätzlich bestand die römische Gesellschaft aus freien und unfreien Personen. Alle römischen Bürger waren frei, die Sklaven dagegen waren unfrei. Grundsätzlich wird die römische Gesellschaft in den Geburtsadel (nobilitas) und das einfache Volk (plebs) unterteilt. Ein Zensor teilte die römische Bürgerschaft weiterhin alle fünf Jahre anhand des Vermögens in Vermögensklassen auf, anhand derer sich die politischen Rechte einer Person bemaßen.

nobilitas plebs
adlige Familien (Patrizier) freie, römische Bürger (cives)
Senatoren (senatores) Freigelassene (liberti)
Ritter (equites) freie Bürger aus fremden Staaten (peregrini)
Sklaven (servi)

Die römischen Bürger

Alle freien Bewohner Italiens waren römische Bürger (cives). Sie besaßen das römische Bürgerrecht und damit einige Privilegien: Römische Bürger mussten keine Steuern bezahlen. Steuern wurden lediglich von unterworfenen Völkern eingetrieben, die einen Tribut leisten mussten. Sie besaßen besonderen juristischen Schutz, denn sie durften nur von einem römischen Gericht bzw. später dem Kaiser verurteilt werden. Außerdem bekamen arme Römer Unterstützung in Form von freien Getreiderationen und Zulagen für deren Kinder.

Römische Bürger, die sich im Ausland niederließen, behielten das römische Bürgerrecht, das auch an ihre Nachkommen vererbt wurde. Es gab außerhalb Roms auch ganze Städte mit römischem Bürgerrecht, z.B. Städte in Gallien, in denen sich römische Soldaten ansiedelten.

Ein Peregrinus ist ein freier Bürger aus einem fremden Staat oder einer fremden Stadt außerhalb Italiens. Peregrini besaßen nicht das römische Bürgerrecht und waren damit schutz- und rechtlos.

Die Nobilität, der römische Adel

Zum Geburtsadel gehörten Angehörige aristokratischer Familien, die Patrizier. Doch auch ein Plebejer konnte in die Nobilität aufsteigen: Jeder, der einmal ein politisches Amt innehatte, stieg in den Rang eines Adligen auf. Wer als erster aus einer nicht-adligen Familie ein öffentliches Amt besetzte, wurde homo novus (= neuer Mensch) genannt. Dies gelang nur wenigen Nicht-Adligen, zum Beispiel Cicero, der aufgrund seiner Abstammung aus dem Ritterstand oft geringschätzig als „Emporkömmling“ behandelt wurde. Nach der Krise und dem Untergang der römischen Republik und mit dem Beginn der Kaiserzeit nahm der politische Einfluss des Senats ab und die Senatoren verloren somit an Bedeutung.

Die Equites – Der Ritterstand

Zur Zeit der römischen Republik wurde Ritter (eques), wer reich genug war, ein Pferd für den Kriegsdienst zu stellen. Seit der Kaiserzeit wurde die Zugehörigkeit zum Ritterstand lediglich anhand des Vermögens durch den Zensor bestimmt: Wer mindestens über 400.000 Sesterzen verfügte, gehörte zu den Rittern (equites). Politisch waren die equites höher gestellt als einfache Bürger, aber niedriger als Senatoren. Ritter betrieben oft Handels- und Geldgeschäfte, was den Senatoren seit 218 v. Chr. verboten war. So kamen sie häufig zu großem Vermögen.

Sklaven und Freigelassene

Sklaven (servi) waren nicht frei und besaßen nicht das römische Bürgerrecht. Sie waren meist Kriegsgefangene und galten als Eigentum ihres Herren (dominus). Auch ihre Kinder waren unfrei. Sklaven wurden nicht als Menschen, sondern als Sache (res) betrachtet. Der Herr hatte das Recht, Sklaven nach eigenem Ermessen zu bestrafen, zu töten oder auch zu verkaufen. Sklaven hatten unterschiedliche Aufgaben: Haussklaven halfen in der Küche oder bei der Hausarbeit, griechische Sklaven arbeiteten oft als Lehrer, es gab aber auch Sklaven, die unter grausamen Bedingungen in Bergwerken, auf dem Feld oder auf Schiffen als Ruderer arbeiten mussten.

Ein Libertus ist ein Freigelassener, d.h. ein ehemaliger Sklave, der von seinem Herren in die Freiheit entlassen wurde. Die liberti hatten eingeschränkte politische Rechte, ab dem Beginn der Kaiserzeit kamen sie jedoch immer häufiger zu politischem Einfluss und Vermögen.

Übungen und Arbeitsblätter mit Lösungen zur römischen Gesellschaftsordnung findest du rechts.

10 Kommentare

10 Kommentare
  1. Good Morning reale Good englis Video 😂🤣🤣🤣

    Von Bettina150580, vor 23 Tagen
  2. Sehr gutes Video

    Von Benjamin B., vor 9 Monaten
  3. Sehr gut.
    Danke!

    Von Siselotto, vor etwa einem Jahr
  4. Tolles Video.Habe es jetzt endlich verstanden
    Danke

    Von D Rudolph Wisniewski, vor mehr als 2 Jahren
  5. Die Folien sollten übersichtlicher strukturiert sein.

    Von Michaela 3, vor fast 3 Jahren
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