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virtus – Römische Tugend 07:03 min

2 Kommentare
  1. Default

    Spannend!!!!!!!

    Von Lucas K., vor mehr als 4 Jahren
  2. Default

    fesselnd durch gute Rhetorik, Anschaulichkeit und Gliederung
    D. H.

    Von De Hagge, vor mehr als 5 Jahren

virtus – Römische Tugend Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video virtus – Römische Tugend kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, welche Begriffe römische Tugenden bezeichnen.

    Tipps

    Kläre die Bedeutung der Vokabeln noch einmal, wenn du nicht genau weißt, ob sie für eine Tugend stehen.

    Wörter, die du nicht kennst, kannst du im Vokabelverzeichnis nachschlagen.

    Manche Wörter aus der Aufgabe klingen ähnlich, bezeichnen aber keine Tugenden.

    Lösung

    In der Aufgabe kommen fünf Begriffe vor, die eine römische Tugend bezeichnen:

    • fides, das beschreibt die Treue.
    • pietas, das ist die Frömmigkeit oder das Pflichtgefühl.
    • iustitia, das ist die Gerechtigkeit.
    • sapientia, das ist die Weisheit oder Klugheit.
    • modestia, das ist das maßvolle Verhalten.
    Daneben gibt es noch einige andere Wörter, die zwar ähnlich klingen, aber keine Tugend beschreiben:
    • calamitas, das ist das Unglück.
    • audacia, das ist die (unbedachte) Kühnheit, also eher das Gegenteil einer Tugend.
    • militia, das ist der Kriegsdienst. Er hängt zwar im weitesten Sinne mit Tugenden zusammen, bezeichnet aber keine für sich allein.
    • luxuria, das ist die Ausschweifung oder Genusssucht. Sie ist das Gegenteil von modestia, des maßvollen Verhaltens. Für die Römer war es schlecht, nur nach Genuss zu streben. Deshalb war dies auch keine Tugend.

  • Ordne den lateinischen Begriffen die richtigen Umschreibungen zu.

    Tipps

    Zu jedem lateinischen Wort passen zwei Begriffe, nur zu sapientia passen drei.

    aequitas steckt im englischen equal oder im Äquator.

    modestia ist mit dem Wort Moderator verwandt.

    Lösung

    Hinter den römischen Tugenden oder guten Eigenschaften steckt oft eine sehr spezielle Vorstellung. Es ist deshalb schwierig, sie mit nur einem deutschen Wort wiederzugeben, weil man sie damit nicht vollständig beschreibt.

    Wir versuchen deshalb häufig, sie mit mehreren Begriffen zu umschreiben. aequitas geben wir mit: Gleichmut oder: Gelassenheit wieder. Es ist die Ruhe, die man auch in schwierigen Zeiten bewahrt und nach außen demonstriert.

    Für pietas sagen wir: Frömmigkeit oder Pflichtgefühl. Gemeint ist damit, dass man seine Pflichten gegenüber den Göttern, aber auch der Familie erfüllt.

    Die modestia ist die: Bescheidenheit oder Mäßigung. Das bedeutet, man soll nicht verschwenderisch sein und nicht zuviel wollen - sei es von Essen, Gold oder Ämtern.

    Dazu braucht man sapientia - die Klugheit, der Verstand oder die Weisheit. Sie hilft dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  • Ordne die Begriffe den passenden Erklärungen zu.

    Tipps

    Lies dir die lateinischen Begriffe links gut durch und versuche schon einige der richtigen Bedeutung zuzuordnen.

    Von den Tugenden leiten sich auch Adjektive her, die die Eigenschaften beschreiben:

    iustus, aequus oder pius.

    Kennst du eines von ihnen schon? Dann kannst du dir die Bedeutung des Substantivs herleiten.

    Die Substantive stecken auch in Fremdwörtern, die wir heute noch verwenden: Justiz, humanistisch oder dem englischen equal.

    Viele Päpste hießen früher Pius. Was hat pietas dann wohl zu bedeuten?

    Lösung

    Die lateinischen Begriffe aus der Aufgabe stehen alle für Werte, die die Römer als Tugenden ansahen.

    Auf römisch heißt die Tugend virtus. Dieses Wort steht ganz allgemein für die Tugenden, also positiven Eigenschaften eines Menschen. Es meint aber auch die männliche Kraft und Tapferkeit, die zum Beispiel ein Soldat im Krieg zeigen sollte.

    Unter fides verstand man die Treue, die ein Klient seinem Patron gegenüber hielt - indem er ihn beispielsweise bei Wahlen und öffentlichen Auftritten unterstützte. Und auch umgekehrt - Treue sollte auch der Patron dem Klienten gegenüber zeigen, indem er sich um ihn kümmerte.

    pietas steht für die Frömmigkeit gegenüber den Göttern, aber auch für das Pflichtgefühl, das die Römer ihrer Familie gegenüber hatten. Das Adjektiv dazu ist pius - fromm. Viele Päpste gaben sich später diesen Namen.

    Unter humanitas verstand man die geistige und sittliche Bildung eines Menschen, die ihn vom primitiven Barbaren abhob. Auch wir sprechen heute noch von humanistischer Bildung, wenn wir Latein und Altgriechisch lernen.

    Eine wichtige Tugend für die Römer war auch die iustitia, die ausgleichende Gerechtigkeit. Davon leitet sich unser heutiger Begriff Justiz her.

    Unter aequitas verstand man den Gleichmut und die Gelassenheit, mit denen man schwierige Situationen ertrug.

  • Entscheide, welche Eigenschaften des Konsuls in der lateinischen Rede gerühmt werden.

    Tipps

    Lies dir parallel zum Text auch die Übersetzung durch! Sie hilft dir dabei, wenn du etwas nicht verstehst.

    Suche den übersetzten Satz im lateinischen Text und markiere ihn dann in der richtigen Farbe.

    Unter modestia versteht man das maßvolle Verhalten. aequitas ist die Eigenschaft, auch in brenzligen Situationen die Haltung zu bewahren.

    Lösung

    In der Rede wird über Konsul Marcus Sempronius gesagt, er habe sein Amt nur aus Liebe zur Heimat übernommen - also nicht etwa aus persönlichem Interesse. Dieses Pflichtgefühl heißt bei den Römern pietas. Auch die Aussage, er habe stets den Göttern geopfert, spricht dafür.

    Insgesamt erscheint Marcus Sempronius als sehr mutig. Es wird gesagt, dass er kühn (audaciter) Krieg führte und die Barbaren mit wenigen Truppen besiegte. Das spricht für seine virtus.

    Auch die Aussage, dass er in Gefahr nicht ängstlich gewesen sei, kann man zur virtus rechnen. Hier wird jedoch besonders betont, dass er nicht einmal in schlimmster Lage weinte. Diese würdevolle Haltung bezeichnen die Römer als aequitas, als Gelassenheit oder Gleichmut.

    Für seine modestia, seine Mäßigung, spricht, dass er die Besiegten schonte und sich nicht wie ein Gewinner aufführte, also keinen Wert auf goldene Kleidung und Statuen gab. Diese Eigenschaft, sich selbst zurückzunehmen und bescheiden zu sein, war bei den Römern besonders geschätzt.

  • Vervollständige den Text über die römische Tugend.

    Tipps

    Wer stand bei den Römern in einem Verhältnis von Treue und gegenseitiger Abhängigkeit?

    Wie sollte man sich als Römer gegenüber der eigenen Familie verhalten?

    Lösung

    Im Text ist von fünf Begriffen die Rede: virtus, fides, pietas, aequitas und modestia. Sie gehören alle zum Bereich der römischen Tugenden und Werte. Es galt als ehrenwert, sie anzustreben und öffentlich zu zeigen.

    Unter virtus versteht man die Tugend ganz allgemein, speziell die Tapferkeit des Soldaten und ein „männliches“ Verhalten. Bei den Römern musste man leistungsfähig, mutig und diszipliniert sein, um virtus zu besitzen.

    Die zwei Begriffe fides und pietas werden oft verwechselt: Die fides meint die Treue und Zuverlässigkeit, zum Beispiel zwischen Patron und Klient, die sich gegenseitig halfen. Die pietas meint die Frömmigkeit gegenüber den Göttern, aber auch das pflichtgemäße Verhalten der eigenen Familie gegenüber, die man nicht vernachlässigte.

    aequitas und modestia sind dagegen zwei eher persönliche Eigenschaften: aequitas ist die geistige Ruhe und Ausgeglichenheit in schwierigen Lebenslagen, modestia das maßvolle Verhalten. Wer modestia besaß, legte keinen Wert auf Luxus, Prunk und ein ausschweifendes Leben.

  • Entscheide, welche Tugend den Menschen aus dem Beispiel fehlt.

    Tipps

    Wiederhole zunächst noch einmal, was die lateinischen Begriffe auf der rechten Seite bedeuten.

    Überlege dann, welche Eigenschaft (auf Deutsch) den Menschen fehlt. Suche die lateinische Entsprechung.

    Lösung

    Unter fides verstanden die Römer die Treue und Pflichterfüllung zwischen zwei verbundenen Menschen. Das konnten zum Beispiel Patron und Klient sein. Wenn Paulus also keine Lust hat, seinen Patron zu begleiten, fehlt ihm die nötige fides.

    pietas war die Frömmigkeit und Ehrbezeugung gegenüber den Göttern, aber auch das sittlich richtige Verhalten gegenüber der eigenen Familientradition und dem Vaterland. Wenn Servius also auf der Tempeltreppe einschläft, verletzt er den Grundsatz der pietas.

    Unter aequitas verstanden die Römer die Gelassenheit und das würdevolle Verhalten in schlimmen Situationen. Es galt als würdelos, wenn ein Mann zu unpassender Gelegenheit weinte oder sich peinlich aufführte. Dem Senator Lucius fehlt also die aequitas.

    modestia war das maßvolle Verhalten und die Bescheidenheit. Wenn der Feldherr Balbulus für einen lächerlichen Sieg eine Statue aufstellt, hat er jedes Maß verloren. Ihm fehlt die modestia.

    virtus war die Tapferkeit und Tugend besonders der Soldaten. Ängstliches oder feiges Verhalten im Krieg galten als Verletzung der virtus. Auch der Legionär Quintus aus dem Beispiel handelt so.