30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Ovid – Metamorphosen 06:36 min

2 Kommentare
  1. Default

    super video! ich konnte mein wissen gut vervollständigen, weil du in einem angenehmen tempo erklärst und schöne Tafelbilder machst.

    Von Helene.Ehlers, vor mehr als einem Jahr
  2. Koala

    dange

    Von Miclinden2003, vor mehr als 2 Jahren

Ovid – Metamorphosen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Ovid – Metamorphosen kannst du es wiederholen und üben.

  • Vervollständige den Lückentext über Ovids Metamorphosen.

    Tipps

    Kannst du dich noch an die genauen Zahlen erinnern?

    Wieviel Verse enthalten die Metamorphosen, aus wievielen Büchern bestehen sie?

    Lösung

    Ovids Metamorphosen sind eines der wichtigsten Werke römischer Literatur - und haben bis die heutige Zeit viele Schriftsteller und Künstler beeinflusst. Aber was sind die Metamorphosen eigentlich genau?

    • Die Metamorphosen sind einerseits ein Epos, also ein ausschweifendes Erzählwerk im Versmaß Hexameter.
    • sie sind ein riesiges Gedicht, das aus 12.000 Versen besteht
    • das Werk ist wiederum in 15 Bücher unterteilt
    • es besteht aus 250 einzelnen Verwandlungsgeschichten. Man nennt es deshalb auch carmen perpetuum (fortlaufendes Gedicht) oder „Sammelepos“.
    • die Verwandlungsgeschichten kann man in drei Blöcke unterteilen: zunächst geht es um Götter, dann um Helden und schließlich um Menschen. Das entspricht den drei Zeitaltern der Erde, die sich die Römer vorstellten
    • es reicht von der Entstehung der Welt bis zur Zeit Caesars, der zum Gott wird.
    • die Verwandlungen haben zwei wichtige Gründe: entweder passieren sie aus Liebe zu jemandem oder wegen eines Frevels gegen die Götter - das nennt man Hybris.
    Gemeinsam haben die Geschichten zum einen, dass sie auf mythologische Weise die Welt erklären. So wird klar, dass die Jahreszeiten dadurch entstanden sind, dass die Göttin Proserpina eine Hälfte des Jahres in der Unterwelt und die andere Hälfte oben verbringt. Während sie in der Unterwelt ist, trauert die Natur um sie und es wird Winter. Kehrt sie zurück, erblüht alles und der Sommer kommt.

    Eine andere Geschichte erklärt, dass die Narzisse ihren Namen durch den selbstverliebten Narzissus bekommen hat, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und bei dem Versuch, es zu erreichen, ins Wasser stürzte. An dieser Stelle erblühte eine Blume, die Narzisse.

    Andere Namensgeber waren Paphos und Byblis. Paphos war die Tochter eines Bildhauers, der sich in seine Marmorstatue verliebte. Nachdem Venus diese in eine wahrhaftige Frau verwandelt hatte, konnte er sie heiraten und die beiden bekamen Paphos, ach der die Insel, auf der sie lebten benannt wurde. Byblis, die sich aus Sehnsucht nach ihrem Bruder in eine Quelle verwandelte und auf diese Weise weinte, gab der Quelle ihren Namen.

    Aus Arachne wird eine Spinne, aus Daphne ein Lorbeerbaum, Niobe wird zu Marmor und Caesar vergöttlicht. Dabei versinnbildlichen die äußeren Verwandlungen meistens die inneren Zustände oder den Charakter des Betroffenen. Die Verwandlungen, die meistens durch Götterhand ausgelöst werden, sollen in einem Fall bestrafen, in einem anderen belohnen. Häufig sind die bestrafenden Götter eifersüchtig oder erzürnt, weil ein Mensch hochmütig gegenüber dem Gott ist.

    Geschrieben wurden die Metamorphosen vermutlich nach 1 n. Chr., in Ovids zweiter Schaffensperiode, als er sich von den Liebeselegien abwandte. Später wurde er an das Schwarze Meer verbannt.

  • Gib an, welche der Aussagen über die Metamorphosen korrekt sind.

    Tipps

    Drei der sieben Aussagen sind richtig.

    Lösung

    Die Metamorphosen bestehen aus 250 Verwandlungsgeschichten. Die sind allerdings nicht wahllos aneinander gereiht, sondern gehen ineinander über und bilden eine große, fortlaufende Erzählung. Deshalb nennt man die Metamorphosen auch carmen perpetuum, also fortlaufendes Gedicht.

    Die Metamorphosen gehören nicht zur Gattung der Briefe, sondern sind ein Epos in Hexametern - also nicht im elegischen Distichon. Insgesamt sind es 12.000 Verse. Geschieben wurden sie nicht 50 n. Chr. - da hat Ovid schon längst nicht mehr gelebt. Er starb wahrscheinlich schon 17 n. Chr.

    Man geht davon aus, dass Ovid die Verwandlungsgeschichten gerade vollendet hatte, als er 8 n. Chr. ins Exil ging. Richtig ist, dass man die Metamorphosen in Blöcke unterteilen kann. Allerdings in drei andere: Götter, Helden, Menschen. Das sind auch die drei Zeitalter, in die die Römer die Geschichte der Welt einteilten.

    Die letzten beiden Aussagen sind wieder richtig: Die Verwandlungen werden durch Götter durchgeführt – manchmal zur Bestrafung, manchmal zur Belohnung, manchmal aber auch aus Mitleid. Und die Metamorphosen erklären die Welt, indem sie die Ursachen von Naturphänomenen beschreiben oder erklären, wie eine Sache ihren Namen bekam. Das nennt man Aitiologie - die Erklärung der Herkunft.

  • Ordne die Begriffe der richtigen Erklärung zu.

    Tipps

    Beginne mit den Begriffen, die du kennst oder bei denen du dir sicher bist. Aus den restlichen kannst du dann schließen.

    Kannst du die drei Gattungen Epos, Epyllion und Elegie auseinander halten?

    Ovid schrieb alle drei.

    Lösung

    Die Begriffe, um die es in dieser Aufgabe geht, haben alle etwas mit Ovid und seiner Dichtung zu tun.

    Ein Epos ist eine ausschweifende Heldengeschichte, die in Versform verfasst ist. Es geht darin um Themen wie Götter, Sagen oder auch historische Ereignisse. Meistens steht es im Versmaß des Hexameters - so auch in den Metamorphosen. Deshalb und wegen ihrer Länge gelten sie als Epos.

    Man nennt die Metamorphosen oft auch carmen perpetuum, also „fortwährendes Gedicht“. Sie bestehen zwar aus 250 einzelnen Verwandlungsgeschichten - diese sind aber so miteinander verwoben, dass man sie auch als ein einziges, fortlaufendes Gedicht verstehen kann. Das große Epos besteht aus vielen kleinen Einzelgeschichten. Man nennt sie Epyllion, also kleines Epos.

    In den Metamorphosen gibt es zwei Gründe für die Verwandlung: entweder passiert sie aus Liebe - oder aus Hybris. Hybris ist der Frevel oder Hochmut, den man gegenüber einem Gott zeigt. Er wird durch eine Verwandlung bestraft.

    Ovid schrieb neben den Metamorphosen auch noch viele andere Werke. Einige gehören zur Gattung der Elegie. Das ist ein klagendes Gedicht, in dem es oft um unerfüllte Liebe geht. Jemand ist zum Beispiel von seiner geliebten Frau getrennt und beschreibt seine Sehnsucht. Zu Ovids Elegien gehören die Werke Amores und Heroides. Eine Elegie hat ein anderes Versmaß als das Epos: das elegische Distichon. Es besteht aus einem Hexameter (6 Versfüße) und einem Pentameter (5 Versfüße), die sich immer abwechseln. Beim Vorlesen klingt es also anders.

  • Analysiere den Ausschnitt aus Daphnes Verwandlung in Ovids Metamorphosen.

    Tipps

    Du kannst die Aussagen anhand des Textausschnittes überprüfen.

    Manchmal musst du jedoch deine interpretatorischen Fähigkeiten anwenden.

    Bleib dabei aber am Text!

    Fünf Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    In dem Abschnitt geht es um Daphne und Apollo. Der Gott verliebt sich in Daphne. Das Mädchen legt aber großen Wert auf ihre Unabhängigkeit und Keuschheit. Weil Apollo so raffgierig auftritt, bekommt sie Angst und flüchtet. Nach einer längeren Hetzjagd bittet Daphne in letzter Sekunde um Hilfe und wird in einen Baum verwandelt. Das ändert jedoch nichts an Apollos Liebe, der nun den Lorbeer zu seinem Zeichen macht.

    Die Verwandlung wird von Daphnes Vater ausgeführt, dem Flussgott Peneus. Er wird von seiner Tochter darum gebeten. Dass sie ausgerechnet in einen Baum verwandelt wird, ist wahrscheinlich nicht in ihrem Sinne. Schließich war sie stolz auf ihre Unabhängigkeit und wollte nicht irgendwo festgewurzelt ihr Dasein fristen.

    Mit mutando perde figuram (verderbe mein Aussehen durch Veränderung!) meint sie vermutlich, dass sie ihre Schönheit aufgeben wollte, aber nicht ihre Menschlichkeit. Allerdings wird sie in etwas verwandelt, das zu ihrem Charakter passt: der Lorbeerbaum ist das Sinnbild für Standhaftigkeit und Stolz - diese Eigenschaften hat ja auch Daphne besessen.

    Sprachlich ist der Abschnitt sehr interessant gestaltet. Es gibt viele Stilmittel, zum Beispiel eine Anapher: te coma, te citharae, te nostrae... pharetrae - hier wird das te gleich dreimal wiederholt. Das verdeutlicht Apollos Aufmerksamkeit für Daphne.

    Auch die parallele Konstruktion coniunx mea und arbor … mea hat einen Zweck: hier geht es darum, dass Apoll ihr nahe sein wollte. Das wollte Daphne aber nicht. Durch die Verwandlung in einen Baum wird ein Abstand erzwungen, den Apoll nun hinnehmen muss. Deshalb ist die Wortstellung auch hier so gesperrt.

    Wichtig für die Metamorphose ist hier, dass die Verwandlung nicht aus Hybris passiert, also wegen eines Frevels gegen die Götter - sondern aus Liebe des Vaters zu seiner Tochter Daphne.

    Die Verwandlungsgeschichte von Apollo und Daphne enthält eine Ursprungssage. Ovid erklärt hier nämlich, wie der Lorbeer zu seinem Zeichen und zum Symbol des Triumphes wurde. Durch seine Liebe zu Daphne entstand diese Tradition. Apropos Triumph: Wer triumphierte hier über wen?

  • Erschließe, in was die Figuren verwandelt wurden.

    Tipps

    Welche Eigenschaften haben die Tiere oder Gegenstände, in die die Personen verwandelt wurden?

    Meistens haben die Menschen vor ihrer Verwandlung schon ähnliche Charakterzüge.

    Lösung

    Die Verwandlungen in Ovids Metamorphosen passieren nicht wahllos und ohne Grund. Im Gegenteil: Personen werden meistens in Tiere oder Gegenstände verwandelt, die ihre Eigenschaften besonders gut wiederspiegeln. Hier einige Beispiele:

    Lycaon ist ein grausamer Tyrann, der eines Tages von Jupiter besucht wird. Während die anderen glauben, dass ein Gott anwesend ist, will Lycaon die Wahrheit überprüfen. Als der Gastgeber einen Unschuldigen tötet und Jupiter die Überreste serviert, wird er zur Strafe in einen Wolf verwandelt.

    Niobe ist eine stolze und wunderschöne Frau. Sie hat 7 Söhne und 7 Töchter, ist sehr reich und stammt von den Göttern ab. Als ihr Volk der Göttin Latona huldigen soll, weigert sie sich und versucht sogar, ihr Volk davon zu überzeugen, dass es sie selbst verehren soll. Sie habe mehr Kinder und sei verehrungswürdiger. Zur Strafe für so viel Hochmut schickt Latona ihre Kinder Diana und Apollon, die alle 14 Kinder Niobes mit Pfeilen töten. Niobe ist damit kinderlos und wird zu Marmor.

    Galanthis ist eine Dienerin, die bei der Geburt des Herkules hilft. Herkules ist der uneheliche Sohn Jupiters und der Alkmene. Seine Frau Iuno darüber gar nicht erfreut und versucht, die Geburt zu verhindern, indem sie der Göttin der Geburt befiehlt, nichts zu tun. Alkmene kann die Wehen kaum mehr ertragen, als die Dienerin Galanthis zur Geburtsgöttin geht und erzählt, die Geburt sei schon vorüber und geglückt. Die Göttin ist so außer sich, dass sie ihren Zauber unterbricht und Alceme tatsächlich entbinden kann. Zur Strafe wird die listige Dienerin von Iuno in ein Wiesel verwandelt.

    Die Lykischen Bauern erauben es der durstigen Göttin Latona und ihren Kindern Apollo und Diana nicht, aus „ihrem“ Teich zu trinken. Stattdessen wühlen sie das Wasser auf, sodass es schlammig und ungenießbar wird. Zur Strafe werden sie in Frösche verwandelt.

    Arachne ist eine talentierte und bekannte Stoffweberin. Sie fordert die Göttin Athene hochmütig zu einem Wettkampf im Spinnen heraus. Als sie gewinnt, wird sie von der erzürnten Verliererin in eine Spinne verwandelt.

    Das Mädchen Byblis verliebt sich in seien Bruder Caunus. Als der davon erfährt und sich bedrängt fühlt, verlässt er sie und zieht weit weg. Byblis wird unendlich traurig. Sie liegt am Boden und weint. Daraufhin wird sie zu einer Quelle, die ihren Namen erhält.

  • Analysiere den Ausschnitt aus Ovids Metamorphosen.

    Tipps

    Schau dir den Text ruhig noch einmal an und geh dann die Aussagen erneut durch.

    Vier der sieben Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Die Geschichte der Lykischen Bauern stammt aus dem sechsten Buch von Ovids Metamorphosen. Es geht es um vorlaute Menschen, die zur Strafe in Frösche verwandelt werden. Die Männer springen bereits in menschlicher Gestalt durch das Wasser wie Frösche und schimpfen dabei lauthals, was an das Gequake von Fröschen erinnert. Es ist also nicht verwunderlich, dass sie später ausgerechnet diese Gestalt annehmen.

    Gesagt wird das aber nicht gleich zu Beginn. Man kann es nur erahnen, wenn man sich die bildhafte Beschreibung vor Augen führt. In der vorliegenden Textstelle erinnert das Verhalten der Verwandelten an Frösche. Wozu sich die Bauern verwandeln, wird aber erst ganz zum Schluss aufgeklärt. Erst das letzte Wort verrät es: ranae (Frösche).

    In den stilistisch bis ins Detail durchdachten Metamorphosen achtet Ovid nicht nur auf die Wortstellung, sondern auch auf die Wortwahl. So findet sich zum Beispiel die Alliteration pulso pudore (schamlos), die nicht nur gut klingt, sondern auch die beiden Wörter trotz der Trennung durch das -que eng zusammenbringt.

    Gut klingen auch die Passagen, in denen Ovid das „Gequake“ der Männer, bzw. nun Frösche, beschreibt. quamvis sint sub aqua, sub aqua maledicere temptant und besonders die Wiederholung sub aqua, sub aqua klingt wie Quaken. Dieses Stilmittel nennt man übrigens Onomatopoesie - Lautmalerei.

    Nichts mit Stilmitteln zu tun haben die vermeintlichen Infinitive turbavere und movere. Tatsächlich sind sie gar keine Infinitive. In der Dichtung ist es üblich, Verben der dritten Person Plural nicht auf -erunt, sondern auf -ere enden zu lassen. Den Infinitiv turbavere gibt es übrigens auch gar nicht, turbare wäre richtig.

    Die letzte Aussage ist wieder falsch. Die Bauern haben lediglich ihr Äußeres verändert. Ihr Verhalten ist das gleiche geblieben, sie schimpfen und springen nach wie vor im Wasser.