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Horaz – Leben und Werk 08:40 min

2 Kommentare
  1. Default

    Super tolles Video. Es hat mir sehr bei meiner Präsentation geholfen. Danke Olivia!

    Von Klaus Juergen Neubauer, vor 6 Monaten
  2. Default

    Sehr schönes video! danke

    Von Daniel Mail X9, vor etwa 5 Jahren

Horaz – Leben und Werk Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Horaz – Leben und Werk kannst du es wiederholen und üben.

  • Ordne die Stationen aus dem Leben des Horaz.

    Tipps

    Zwei Lebensstationen kannst du gleich an den Anfang bzw. an das Ende sortieren. Bei Horaz kennen wir auf den Tag genau seine Lebensdaten.

    Lösung

    Hier siehst du noch einmal eine knappe Biographie des Horaz:

    Quintus Horatius Flaccus wurde am 8. Dezember 65 v. Chr. als Sohn eines freigelassenen Sklaven im italienischen Venusia (dem heutigen Venosa) geboren.

    Seine Ausbildung erhielt er in Rom (60 v. Chr.) und danach in Athen (45 v. Chr.), wo er sich an der dortigen Akademie mit griechischer Philosophie und Dichtung befasste.

    42 v. Chr. kämpfte er bei Philippi, wo die republikanische Armee den Truppen von Marcus Antonius und Octavian (dem späteren Kaiser Augustus) unterlag. Horaz kehrte nach Rom zurück, wo er als Schreiber der Regierung tätig war und zu dichten anfing.

    Horaz wurde 37 v. Chr. in den Maecenaskreis aufgenommen. Die beiden verband stets eine enge Freundschaft. Maecenas schenkte Horaz sogar ein Landgut, das Sabinum, wofür sich Horaz mit seinen Werke bedankte. Schon sein erstes Werk, die 35 v. Chr. veröffentlichten „Sermones“, sind Maecenas gewidmet.

    Horaz starb am 27.11.8 v. Chr. und wurde in Rom neben Maecenas beerdigt.

  • Gib an, welche Werke Horaz verfasst hat.

    Tipps

    Drei der genannten Werke stammen von Horaz. Die anderen drei stammen von anderen Dichtern!

    Lösung

    Horaz hat viele Werke verfasst. Folgende Werke waren in dieser Aufgabe als korrekt auszuwählen.

    • „Epistulae“ - Briefgedichte
    • „Ars poetica“ - Literaturbrief
    • „Carmen saeculare“ - ein Festhymnus in 19 Strophen
    Die anderen Werke stammen von anderen bekannten lateinischen Dichtern:

    • Die „Aeneis“ ist das Hauptwerk Vergils. Das Epos behandelt in 12 Büchern den Schicksalsauftrag des Aeneas, Rom zu gründen.
    • Die „Metamorphosen“ sind Verwandlungsgeschichten der griechischen und römischen Mythologie, die von Ovid in 15 Büchern zusammengetragen wurden.
    • „Medea“ ist eine Tragödie von Seneca, dessen Werk sowohl Prosatexte als auch Dichtungen umfasste.
  • Vervollständige den Text über die Werke von Horaz.

    Tipps

    Lies dir am besten immer zuerst den gesamten Absatz durch, bevor du die einzelnen Lücken befüllst.

    Einige Werktitel kannst du dir an der dahinter in Klammern stehenden deutschen Übersetzung ableiten.

    Es gibt drei Karten mit falschen Angaben, die in der Ablage übrig bleiben.

    Lösung

    Hier der ergänzte Text über die Werke von Horaz:

    Horaz wurde 37 v. Chr. in den Maecenaskreis aufgenommen. 35 v. Chr. veröffentlichte er sein erstes Werk, das erste Buch der „Sermones“, die er seinem Freund Maecenas widmete. Die von Horaz selbst als sermones (Gespräche) bezeichneten Satiren sind im Versmaß des Hexameters verfasst und behandeln moralische Themen. Ein zweites Buch gab er 30/29 v. Chr. heraus.

    Die „Epoden“ erschienen 30 v. Chr. und wurden von Horaz selbst als iambi (Schmähgedichte) betitelt. Zu Horaz’ bedeutendsten Werken gehören seine „Carmina“- Oden (Buch I, II und III 23 v. Chr.; Buch IV 17 v. Chr.). In den Texten dieser Sammlung orientierte sich Horaz an der von ihm verehrten griechischen Dichtung.

    Um 20 v. Chr. veröffentlichte Horaz das erste Buch seiner „Epistulae“, 20 in Hexametern verfasste Briefgedichte. 19-14 v. Chr. gab er das zweite Buch mit zwei weiteren Briefgedichten heraus, die er Augustus und Florus widmete.

    Unter den letzten Werken des Horaz finden wir die Festhymne, das „Carmen saeculare“, das Augustus ihm 17 v. Chr. in Auftrag gab, sowie einen an die Gebrüder Piso gerichteten Literaturbrief, die „Ars poetica“ (Dichtkunst), die zusammen mit dem zweiten Buch seiner „Epistulae“ erschien.

  • Gib an, welche Aussagen über die Ode I,11 zutreffen.

    Tipps

    Lies dir zunächst die Ode und ihre Übersetzung komplett durch.

    Prüfe die einzelnen Auswahmöglichkeiten und achte auf Details!

    Vier Aussagen sind korrekt.

    Lies das Gedicht noch einmal laut auf Latein vor, um das Versmaß zu überprüfen.

    Lösung

    Horaz erinnert in seiner 11. Ode des 1. Buches der „Carmina“ die Leser an die Kürze des Lebens.

    In dieser Aufgabe waren einige Aussagen zur Gestaltung und zum Inhalt des Gedichts zu prüfen. Lass sie uns am besten noch einmal gemeinsam durchgehen!

    Die folgenden vier Aussagen waren korrekt:

    • Die bekannte Sentenz Carpe diem (V. 8) bedeutet „Genieße den Tag“ (vgl. die darunter stehende Übersetzung). Eine wörtliche Übersetzung lautet: „Pflücke den Tag“. (carpere, carpo, carpsi, carptum - pflücken)
    • In dieser Ode fordert Horaz die Leser auf, die knappe Lebenszeit heute zu genießen und das nicht auf den nächsten Tag zu verschieben.
    • quem mihi, quem tibi (V. 1) ist eine Anapher. Das erkennst du ganz einfach an der unmittelbaren Wiederholung von quem. Außerdem ist diese asyndetische Aufzählung parallelistisch aufgebaut.
    • Die Verbform fugerit (V. 7) ist Futur II. Das konntest du auch anhand der Übersetzung erkennen.
    Vier Aussagen sind falsch und werden hier noch einmal richtiggestellt:

    • Diese Ode widmete Horaz seinem Freund Maecenas. - Die Aussage ist falsch, weil der Empfänger Leukonoë ist. Die Widmung findest du in V. 2 beim Vokativ Leuconoe. Aber allgemein widmete Horaz Maecenas seine ersten drei Bücher der Carmina.
    • Das erste Buch der Carmina, das diese Ode enthält, wurde von Horaz um 19 v. Chr verfasst. - Die Aussage ist falsch, weil die Bücher 1-3 im Jahre 23 v. Chr. erschienen sind.
    • Horaz vertraut der Astrologie. - Die Aussage ist falsch, denn Horaz schreibt nec Babylonios temptaris numeros - versuche dich nicht an babylonischen Berechnungen. Damit meint er Losorakel oder Horoskope.
    • Das Versmaß der Ode ist der Hexameter. - Wenn du dir die Ode einmal laut vorgelesen hast, besser noch: metrisch analysiert hast, wirst du schon festgestellt haben, dass die Betonungszeichen sowie die Längen und Kürzen anders verteilt sind. Die Ode hat ein besonderes und in der lateinischen Dichtung seltenes Versmaß: die asklepiadeische Strophe (Asclepiadeus maior).
  • Ordne die Werke von Horaz der richtigen Beschreibung zu.

    Tipps

    In dieser Aufgabe musst du alle Werke des Horaz richtig bestimmen. Erinnerst du dich an die Gattungen und Themen?

    Lies dir die Werktitel genau durch. Kannst du vom Titel her die Gattung ableiten?

    Lösung

    Hier siehst du noch einmal alle Werke von Horaz in der Reihenfolge ihrer Entstehung:

    „Sermones“ - Satiren
    In zwei Büchern gibt Horaz ca. 18 Satiren heraus, die er selbst als sermones (Gespräche) bezeichnet. Das 1. Buch (35 v. Chr.) umfasst 10 Satiren, das 2. Buch (30/29 v. Chr.) bringt uns 8 Satiren zur Kenntnis.

    „Iambi“ - Epoden
    Die 17 Epoden, die der Dichter selbst iambi (Spottgedichte) nennt, werden um 31 v. Chr. herausgegeben. Sie sind in einem Buch zusammengefasst und wenden sich mit kritischem Spott oder scherzhafter Ironie an bestimmte Personen.

    „Carmina“ - Oden
    23 v. Chr. veröffentlicht Horaz die ersten drei Bücher seiner Oden, die er selbst carmina nennt und insgesamt 88 Oden enthalten.

    „Epistulae“ - Briefgedichte
    Mit den beiden Epistelbüchern schuf Horaz die literarische Gattung des poetischen Briefes. Im 1. Buch (20 v. Chr.) findet man 20 Briefgedichte, das 2. Buch (19 - 14 v. Chr.) umfasst zwei Briefe, gerichtet an Augustus und Florus.

    Die „Ars poetica“ ist ein Literaturbrief an die Brüder Piso und wird zwischen 23 und 18 v. Chr. herausgegeben. Es handelt sich hierbei um eine grundlegende Literaturtheorie. Daraus stammt der oft zitierte Satz von Horaz, die Dichter haben zwei Aufgaben: Aut prodesse volunt aut delectare poetae. Die Dichtung müsse also gleichzeitig belehren und unterhalten.

    IV. Buch der Oden und das „Carmen saeculare“
    Nachdem Horaz 17 v. Chr das „Carmen saeculare“, einen Festhymnus im Auftrag des Augustus, schrieb, widmete er sich auf Wunsch des Herrschers noch einmal der Lyrik und schuf 15 carmina für ein viertes Buch der Oden (13 v. Chr.).

  • Gib an, welche Aussagen über das Gedicht von Horaz zutreffen.

    Tipps

    Lies dir zunächst die Ode und deren Übersetzung komplett durch!

    Prüfe die Aussagen genau. Achte auch auf Details!

    Drei Aussagen sind richtig!

    Lösung

    Zwei Aussagen sind falsch und werden hier noch einmal rechtiggestellt:

    • Horaz richtet diese Ode an Augustus. - Die Aussage ist falsch, weil der Empfänger Albius Tibullus ist. Die Widmung findest du ganz am Anfang des Gedichts.
    • Die Menschen selbst können die Liebesbeziehungen beeinflussen, sie können jemanden für sich „gewinnen“. - Die Aussage ist falsch, denn Horaz schreibt: Sic visum Veneri, cui placet imparis formas atque animos sub iuga aenea saevo mittere cum ioco (V. 10-12) - So hat es Venus entschieden, der es gefällt, ungleiche Körper und Gemüter mit wildem Spaß unter das gnadenlose Joch zu schicken. Venus entscheidet recht arbiträr und sogar schelmisch, wer sich in wen verliebt; die Menschen selbst haben keine Wahl, sie sind in Liebesangelegenheiten ein Spiel der Göttin.
    Die anderen drei Aussagen sind korrekt:

    • Die Ode ist eine Ermahnung an den Empfänger, sich nach dem Treuebruch seiner Geliebten nicht allzu sehr zu quälen.
    • Horaz will seinem Freund Albius Tibullus Trost spenden.
    • Horaz verwendet die tragische „Liebeskette“ Lycoris – Cyrus – Pholoe als Beispiel, um Tibull zu zeigen: Schau, du stehst nicht alleine da!