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Genitivus subiectivus und obiectivus (Übungsvideo)

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Johanna Weinert
Genitivus subiectivus und obiectivus (Übungsvideo)
lernst du im 1. Lernjahr - 2. Lernjahr

Genitivus subiectivus und obiectivus (Übungsvideo) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Genitivus subiectivus und obiectivus (Übungsvideo) kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, welche Aussagen über den Genitivus subiectivus und obiectivus richtig sind.

    Tipps

    Der Genitivus obiectivus gibt eine Sache oder Person an, die das Ziel oder die Ursache von Furcht, Hoffnung oder Sehnsucht ist.

    Zwei Aussagen sind falsch. Welche?

    Lösung

    Der Genitivus subiectivus und obiectivus sind zwei Kasusfunktionen des Genitivs. Äußerlich - also anhand der Endungen - kann man sie leider nicht unterscheiden. Ob ein Genitivus subiectivus oder obiectivus vorliegt, musst du aus dem Satzzusammenhang erschließen.

    Ein Hinweis: der Genitivus obiectivus ist wesentlich seltener. Probiere also immer zuerst eine Übersetzung als Genitivus subiectivus (Attribut). Wenn sie keinen Sinn ergibt, versuchst du es als obiectivus.

    Der Genitivus subiectivus hat meistens die Funktion eines Attributs. Er gibt also eine zusätzliche Information über eine Person oder Sache. z. B. metus canis - die Furcht des Hundes. Hier wird die Furcht durch den Genitiv näher beschrieben - es ist nicht irgendeine Furcht, sondern die Furcht des Hundes.

    Beim Genitivus obiectivus gibt der Genitiv das Ziel oder Objekt einer Handlung oder Gefühlsregung an, z. B. Hoffnung, Furcht, Angst oder Flucht vor jemandem. Ein Beispiel: spes salutis - die Hoffnung auf Rettung. Hier fragst du: die Hoffnung auf wen oder was? - ähnlich wie beim Akkusativobjekt.

    Um den Genitivus obiectivus zu übersetzen, nimmt man im Deutschen meistens eine Präposition - zum Beispiel vor, nach, um, auf: die Furcht vor, die Sehnsucht nach, die Angst um, die Hoffnung auf.

    Als Übersetzungshilfe kannst du aus dem Bezugswort ein entsprechendes Adjektiv oder Verb bilden - wie fürchten oder hoffen. Wenn du es in einem Satz verwendest (z. B. Er fürchtet sich vor dem Hund) erkennst du die Präposition, mit der es konstruiert wird.

  • Entscheide, bei welcher Übersetzung es sich um einen Genitivus subiectivus und obiectivus handelt.

    Tipps

    Überlege: beschreibt der Genitiv nur das Gefühl oder die Handlung genauer, oder gibt er das Ziel an?

    Der Genitivus obiectivus wird meistens mit einer Präposition übersetzt - zu, nach, vor...

    Lösung

    Der Genitiv subiectivus ist der häufigste Genitiv im Lateinischen. Er ist der Genitiv, den wir auch im Deutschen meistens brauchen: der Genitiv als Attribut. Er beschreibt eine Person oder Sache genauer. Ein Genitiv subiectivus ist daher: der Sieg der Römer, die Furcht der Germanen, die Liebe der Eltern und das Geschenk an die Trojaner

    Der Genitivus obiectivus steht meistens nach Substantiven, die ein Gefühl oder eine Handlung ausdrücken. Er gibt das Ziel (also Objekt) dieses Gefühls oder der Handlung an. Du fragst: vor, über, nach wem oder was? Du übersetzt ihn mit einer Präposition. In der Aufgabe sind: der Sieg über die Römer, die Furcht vor den Germanen, die Liebe zu den Eltern und das Geschenk an die Trojaner im Genitivus obiectivus.

  • Wandle die Übersetzung in einen Genitivus obiectivus um.

    Tipps

    Bei der Übersetzung des Genitivus obiectivus brauchst du eine Präposition wie um, nach oder vor.

    Der Genitivus obiectivus gibt an, wer oder was das Ziel eines Gefühls oder einer Handlung ist.

    Lösung

    Bei der Übersetzung eines Genitivus obiectivus wird der Genitiv zum Objekt. Bei der Übersetzung hilft es, aus dem Substantiv zuerst ein Verb oder Adjektiv zu machen. Also aus Sehnsucht sehnsüchtig sein, aus Begierde begehren, aus Erinnerung sich erinnern.

    Wenn du dann übersetzt, fragst du automatisch: sehnsüchtig sein nach wem?, oder: wen oder was begehren?. Das Wort im Genitiv gibst du dann wie ein Objekt wieder: sehnsüchtig nach der Mutter. Zum Übersetzen brauchst du fast immer eine Präposition wie nach, zum oder vor.

    Daher lauten die Lösungen:

    • desiderium matris – die Sehnsucht nach der Mutter
    • cupiditas dei – die Begierde nach dem Gott
    • memoria regis – die Erinnerung an den König
    • cura liberorum – die Sorge um die Kinder
    • metus puerorum – die Furcht vor den Jungen
    • fuga barbarorum – die Flucht vor den Barbaren.

  • Entscheide dich für die passende Übersetzung der Genitivkonstruktion.

    Tipps

    Erinnere dich an den Verlauf des trojanischen Krieges: Wer kämpfte gegen wen? Welche Übersetzung macht dann Sinn?

    Odysseus kämpfte auf der Seite der Griechen.

    Lösung

    Im ersten Satzpaar musst du die Wendung metum Trojanorum übersetzen. Das kann ein Genitivus subiectivus oder obiectivus sein: die Furcht der Trojaner oder vor den Trojanern. Da die Griechen gegen die Trojaner kämpfen, passt im ersten Satz nur die Übersetzung als Genitivus subiectivus (der...) und im zweiten Satz die Übersetzung als Genitivus obiectivus (vor den...).

    Im zweiten Satzpaar musst du donum Trojanorum übersetzen. Odysseus baute das Pferd, um für die Griechen den Sieg zu erringen, daher passt im ersten Satz nur die Übersetzung als Genitivus subiectivus (das Geschenk der Trojaner) und im zweiten Satz die Übersetzung als Genitivus obiectivus (das Geschenk an die Trojaner).

    Im dritten Satzpaar musst du victoriam Graecorum übersetzen. Durch das Trojanische Pferd konnten die Griechen die Stadt erobern. Daher passt im ersten Satz nur die Übersetzung als Genitivus subiectivus (der Sieg der Griechen) und im zweiten Satz die Übersetzung als Genitivus obiectivus (der Sieg über die Griechen).

  • Entscheide dich für die korrekte Übersetzung des Satzes.

    Tipps

    Hannibal kämpfte auf Seiten der Karthager gegen die Römer. Überlege, ob die Übersetzung inhaltlich Sinn macht.

    Lösung

    Der Satz besteht aus einem Hauptsatz, der eine Wendung mit Genitiv enthält: victoria Romanorum.

    Grundsätzlich kannst du übersetzen: der Sieg der Römer oder der Sieg über die Römer. Das erste ist ein Genitivus subiectivus, das zweite ein obiectivus. Am Aussehen der lateinischen Form kann man das nicht erkennen.

    Allerdings machen nicht beide Übersetzungen Sinn: Hannibal war der Feldherr der Karthager/-innen, er kämpfte gegen Rom und gewann oft. Es macht deshalb keinen Sinn, dass man ihn verehrte, obwohl die Römer siegten - sondern nur: weil er selbst siegte.

    Es liegt also ein Genitivus obiectivus vor: die Römer sind das Ziel der Handlung - sie werden besiegt.

    Etwas freier kann man sagen: Hannibal wurde verehrt, weil er die Römer besiegt hatte. Auch diese Übersetzung ist richtig.

  • Übersetze die Genitive als Genitivus subiectivus und Genitivus obiectivus.

    Tipps

    Hier ein paar Vokabelhilfen:

    • periculum, -i - die Gefahr
    • aurum, -i - das Gold
    • nauta, -ae - der Seemann
    • tempestas, -atis - das Unwetter, Gewitter
    • mercator, -is - der Händler
    • salus, salutis - die Rettung
    • pirata, -ae - der Pirat.

    Lösung

    Bei der Übersetzung musst du dich zwischen dem Genitivus subiectivus und obiectivus entscheiden. Manchmal ist grammatikalisch beides richtig, aber eins ergibt inhaltlich keinen Sinn.

    Hier die Wendungen in der Übersicht:

    • pericula maris - die Gefahren des Meeres (Genitivus subiectivus)
    • cupiditas auri - die Begierde nach Gold (Genitivus obiectivus)
    • iter nautarum - der Weg der Seeleute (Genitivus subiectivus)
    • metus tempestatis - die Furcht vor dem Unwetter (Genitivus obiectivus)
    • timor latronum - die Furcht vor Räubern (Genitivus obiectivus)
    • nemo mercatorum - keiner der Händler (das ist ein Teilgenitiv, ein Genitivus partitivus)
    • spes salutis - die Hoffnung auf Rettung (Genitivus obiectivus)
    • naves piratarum - die Schiffe der Piraten (Genitivus subbiectivus).

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