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Genitivus partitivus – Verwendung

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Die Autor*innen
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Johanna Weinert
Genitivus partitivus – Verwendung
lernst du im 2. Lernjahr - 3. Lernjahr

Genitivus partitivus – Verwendung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Genitivus partitivus – Verwendung kannst du es wiederholen und üben.
  • Ordne die Wendungen der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Überlege dir, wo in der Wendung der Genitiv steckt. Von welchem Substantiv oder Pronomen kommt er?

    Schau dir nun das Wort an, von dem der Genitiv einen Teil angibt.

    Ist es ein Substantiv, Zahlwort oder Pronomen?

    Was bedeutet es?

    Lösung

    Der Genitivus partitivus steht immer für eine Menge, aus der etwas herausgenommen wird - wie ein Kuchen, aus dem man ein Stück herausschneidet. Bei ihm steht oft ein Wort, das den Anteil bezeichnet - zum Beispiel plurimum (das meiste), tantum (so viel) oder multum (viel).

    In der Aufgabe findest du folgende Wendungen:

    • pars hominum - ein Teil der Menschen
    • copia auri - eine Menge des Goldes, oder einfacher: eine Menge Gold
    • plurimum operae - das meiste der Arbeit, oder: die meiste Arbeit
    • multum laboris - viel der Mühe, oder einfach: viel Mühe
    • tantum frumenti - so viel des Getreides, oder: so viel Getreide
    • quis nostrum - wer von den Unsrigen, oder: wer von uns
    Das erste Wort bezeichnet jeweils den Anteil, das zweite steht im Genitiv und bezeichnet die Gesamtmenge.

  • Bestimme alle Genitive des Anteils in den Sätzen.

    Tipps

    Nimm dir jeden Satz einzeln vor und suche zuerst nach einem Wort im Genitiv.

    Überlege dann, ob es sich um einen Genitiv des Anteils handelt.

    Steht er für eine Menge, aus der ein Teil herausgenommen wird?

    Der lateinische Text hat insgesamt fünf Genitivi partitivi.

    Lösung

    Zuerst solltest du untersuchen, wo in den Sätzen überhaupt Genitive stecken. Wenn du welche gefunden hast, schaust du dir ihre Umgebung an und überlegst: Geben sie eine Menge oder ein Gesamtes an, von dem ein Teil weggenommen wird? Antworten sie auf die Frage: Wovon?

    Wenn das zutrifft, handelt es sich um einen Genitivus partitivus oder Genitiv des Anteils. Schau dir auch noch einmal die Wendungen an, die du im Video kennen gelernt hast.

    In der Aufgabe tauchen folgende auf:

    • multum aquae - viel vom Wasser
    • copiam argenti - eine Menge Silber
    • multum auri - viel Gold
    • quis vestrum - wer von euch
    • principem civium - der erste der Bürger
    Es gibt auch noch andere Genitive in den Sätzen:
    • cum cane sororis enthält zwar einen Genitiv, sororis ist aber ein Genitiv des Besitzes, ein Genitivus possessivus. Du fragst: Mit wessen Hund? - Mit dem Hund der Schwester.
    • Genauso ist es bei pilam filii. Man fragt: Wessen Ball? - Den Ball des Sohnes. Auch das ist ein Genitiv des Besitzes, ein Genitivus possessivus.
    • rex Romanorum enthält ein Genitivattribut. Man fragt hier nicht: Der König wovon? Sondern man fragt: Was für ein König? - Die Antwort: Der König der Römer.

  • Vervollständige die Wendungen anhand der Übersetzung.

    Tipps

    Lies dir die Übersetzung jeweils ganz genau durch.

    Versuche dich an die Listen und Wendungen zu erinnern, die du im Video kennengelernt hast.

    Achte auf den Unterschied:

    nichts - wenig - viel - zuviel!

    Für jede Bedeutung gibt es ein anderes lateinisches Wort.

    Lösung

    In dieser Aufgabe siehst du eine Reihe von Genitiven aufgelistet. Es handelt sich dabei immer um einen Genitiv des Anteils, einen Genitivus partitivus.

    Er steht für eine Menge oder Gesamtheit, aus der ein Teil herausgenommen wird. Das Wörtchen, das für diesen Teil steht, musst du jeweils einsetzen.

    Um das richtige Wort auszuwählen, musst du dir anschauen, wie die ganze Wendung übersetzt ist. Die Wörter „nichts“, „wenig“, „viel“ oder „zuviel“ zeigen dir, welches lateinische Wort du einsetzen musst.

    Wiederhole anhand des Videos noch einmal, was die Pronomina und Substantive bedeuten und präge sie dir gut ein. Du bekommst folgende Wendungen:

    • nimium vini – zuviel Wein
    • plus voluptatis – mehr Freude
    • copia saxorum – eine Menge Steine
    • quis nostrum – wer von uns
    • paulum panis – wenig Brot
    • nemo fratrum – keiner der Brüder
    • nihil omnium – nichts von allem

  • Vervollständige die Übersetzung der Sätze.

    Tipps

    Vokabelhilfen:

    • civis, -is (m.) - der Bürger
    • aurum, -i (n.) - das Gold
    • hostis, -is (m.) - der Feind
    • pars, partis (f.) - der Teil
    • labor, -oris (m.) - die Arbeit

    Übersetze jeweils zuerst das vordere der fett markierten Wörter und frage dann: Wovon? Die Antwort darauf gibt dir der Genitivus partitivus.

    Lösung

    In der Übersetzung fehlen jeweils die fett markierten Wörter. Die Wendungen enthalten alle einen Genitiv des Anteils. Nach ihm fragst du: Wovon?

    Schauen wir uns die Sätze an:

    • Nemo civium oratorem Catonem ignorat. - Hier kannst du übersetzen: Keiner der Bürger kennt den Redner Cato nicht. Oder einfacher: Kein Bürger. Der Genitiv des Anteils ist civium.
    • Latrones multum auri e domo abstrahunt. - Hier kannst du sagen: Die Räuber tragen viel des Goldes aus dem Haus weg. Oder kürzer: viel Gold. auri ist der Genitiv des Anteils.
    • Quis hostium ducem nostrum vulneravit- Hier übersetzt du: Welcher der Feinde hat unseren Anführer verletzt. Oder besser: Welcher Feind. Der Genitiv des Anteils ist hostium.
    • Servi partem laborum neglegunt. - Das heißt: Die Sklaven vernachlässigen einen Teil der Arbeiten. Man kann das auch abkürzen und sagen: Sie vernachlässigen die Arbeiten teilweise.

  • Gib an, welche Wendungen einen Genitiv des Anteils enthalten.

    Tipps

    Der Genitivus partitivus steht immer für eine Menge, aus der ein Teil herausgenommen wird.

    Das kann auch eine nicht näher bekannte Gruppe von Personen sein, aus der jemand Bestimmtes herausgenommen wird.

    Der Genitiv hat auch andere Funktionen - er kann zum Beispiel anzeigen, wem etwas gehört (possessivus) oder für das Objekt einer Handlung stehen (obiectivus).

    Lösung

    Alle Wendungen aus der Aufgabe enthalten einen Genitiv. Es handelt sich jedoch nicht immer um einen Genitiv des Anteils.

    Den Genitivus partitivus oder Genitiv des Anteils findest du auf die Frage: Wovon?, also: Ein Teil wovon? Eine Menge wovon?. Er steht für eine Menge oder Gruppe, aus der etwas oder jemand Bestimmtes herausgenommen wird. In dieser Aufgabe trifft das bei folgenden Wendungen zu:

    • pars vestrum – ein Teil eurer Leute, oder besser: ein Teil von euch
    • nemo amicorum – keiner der Freunde, oder kürzer: kein Freund
    • nemo civium – keiner der Bürger, oder: kein Bürger
    • maior sororum – die ältere der Schwestern, oder einfach: die ältere Schwester.
    Keinen Genitiv des Anteils enthalten dagegen die restlichen Wendungen:
    • frater pueri – der Bruder des Jungen. Hier ist pueri ein ganz normales Genitivattribut. Es beschreibt den Bruder näher. Du fragst: Was für ein Bruder ist es? - Der Bruder des Jungen.
    • mos maiorum – die Sitten der Vorfahren. Du fragst: Wessen Sitten? Oder: Wer besaß die Sitten? Das ist ein Genitivus possessivus, ein Genitiv des Besitzes.
    • timor periculi – die Furcht vor der Gefahr. Hier hat der Genitiv die Funktion eines Objekts. Er gibt das Ziel oder den Gegenstand an, auf den man sich richtet. Man nennt das Genitivus obiectivus.

  • Vervollständige die Sätze, indem du die richtigen Wendungen einsetzt.

    Tipps

    Lies dir zunächst die unvollständigen lateinischen Sätze und ihre deutschen Übersetzungen gut durch.

    Das fett markierte Wort in der deutschen Übersetzung zeigt dir, welches Wort du im lateinischen Satz einsetzen musst.

    Kläre die Bedeutung der Wörter in der Ablage. Wenn du dir unsicher bist, wirf noch einmal einen Blick ins Video.

    Achtung: Zwei Wörter bleiben übrig!

    Lösung

    In den Sätzen fehlen jeweils die Mengenangaben, die zu den Genitiven des Anteils gehören. Gemeinsam ergeben sie folgende Wendungen:

    1. ubi terrarum - wo auf der Welt
    2. satis nummorum - genug Münzen
    3. pars militum - ein Teil der Soldaten
    4. nimium olivarum - zuviele Oliven
    5. alter fratrum - der eine / der andere der Brüder.
    Übrig bleiben minus (wenig) und nemo (keiner) - sie passen nirgends.

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