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Die römische Kultur

Rom: Gegründet von zwei Wolfsjungen und oft erschüttert durch innere Unruhen und Bürgerkriege. Es regierten Kaiser wie Nero, der die Stadt niederbrannte, um sie neu wieder aufbauen zu können, oder Caligula, der sein Pferd zum Konsul gemacht haben soll, um dem Senat Macht zu entziehen.

Da denkt man sich doch: Die spinnen, die Römer!

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Das waren allerdings nur sehr oberflächliche Aussagen über das antike Rom, die zwar ziemlich weit verbreitet sind, aber nicht für das Ganze sprechen sollten. Ihre unglaublich vielseitige Geschichte und Kultur, darunter Kunst, Literatur und Staatswesen, faszinierte viele Leute und tut es auch heute noch: In der Renaissance zum Beispiel oder im Mittelalter sowie in der Weimarer Klassik, als Goethe von seiner Italienreise eine große Leidenschaft für die Antike Roms und Griechenlands mitbrachte. Dies wirkte sich auch auf seine Werke aus. Bei Iphigenie auf Tauris ist der Bezug zur Antike relativ deutlich, denn die Handlung ist der griechischen Mythologie entnommen. Doch wusstest du, dass selbst der Zauberlehrling auf eine Erzählung aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. zurückgeht? In der Tat hat Goethe die Idee aus dem Werk Die Lügenfreunde oder der Ungläubige von Lukian, einem syrischen Satiriker, der zwar in Rom gelebt, jedoch auf griechisch geschrieben hat.

Wenn du dich wunderst, warum hier so oft die Rede von griechischer Kultur und Sprache ist, dann liegt das daran, dass Griechenland die erste Hochkultur des heutigen Europas war und sich Rom dann unter dem Einfluss dieser entwickelt hat. Darum haben beide Kulturen sehr viel gemeinsam und werden häufig in Verbindung zueinander gesetzt, nicht zuletzt in der Forschung, wo griechische und römische Kultur häufig unter beidseitiger Berücksichtigung erforscht werden. Nichtsdestotrotz hat die römische Kultur ihre speziellen Eigenheiten, die du in den folgenden Videos besser kennenlernen kannst.

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Römischer Alltag

Du kannst etwas über das allgemeine Leben der Römer erfahren wie ihre Familienstrukturen oder ihren Kult und ihre Religion. Unser Leben wurde auch stark durch Religion geprägt. Vor allem die monetheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam haben das heutige Leben beeinflusst. Die Römer hatten jedoch mehrere Götter und diese waren keine allwissenden, allmächtigen moralischen Vorbilder, sondern viel menschenähnlicher und voller Fehler. Manche Göttermythen könnten durchaus den Stoff für eine Sitcom liefern, manche erscheinen uns aber irgendwie merkwürdig.

Römische Idealvorstellungen

Die Römer hatten zudem eine klare Vorstellung von Ruhm und Prestige. Es gab moralische Regeln, die für tugendhaftes Verhalten befolgt werden mussten. Diese sind stark durch den mos maiorum (→ moralische Idealisierung der Vorfahren, also der guten, alten Zeit) geprägt. Aber auch die philosophischen Strömungen Stoa und Epikureismus haben die Moral der Römer erforscht und beeinflusst. Daneben musste man sich natürlich an das römische Gesetz des Staates halten, sich am öffentlichen, politischen Leben beteiligen und verschiedene Ämter bekleiden, um aufsteigen zu können, sowohl in der Republik als auch Kaiserzeit.

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Jedoch gibt es auch einiges an der römischen Gesellschaft, das aus heutiger Sicht sehr brutal wirkt. Zum Beispiel war der Besitz von Sklaven eine ganz normale Angelegenheit und zur Unterhaltung gab es vom Staat finanzierte, blutige Gladiatorenspiele.

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Du siehst also, das Erkunden des römischen Lebens und seiner Kultur ist ein Zusammenspiel aus dem Erkennen von Parallelen zu heutigen Kulturen und dem Kennenlernen ganz neuer Bräuche und Vorstellungen.

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