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Subjonctif - Gebrauch

Subjonctif hört sich ein bisschen an wie subjektiv, oder? Das kannst du schon mal im Hinterkopf behalten, wenn du dich jetzt mit dem Modus Subjonctif beschäftigst. Diesen Modus gibt es im Deutschen nicht. Mit ein paar Tipps und Tricks aber wirst du den Subjonctif bald verstanden haben.

Modi kennst du schon aus dem Deutschen. Der häufigste Modus ist der Indikativ, z.B. ich laufe. Dann gibt es noch den Konjunktiv, z.B. ich würde laufen oder ich liefe. Im Französischen kommt dazu noch der Subjonctif, der im Deutschen keine Entsprechung hat. Es gibt viele Regeln dazu, wann der Subjonctif verwendet wird.

Bildung des Subjonctif - Wiederholung

Erinnerst du dich an die Bildung des Subjonctif? Für die regelmäßige Bildung dieses Modus brauchst du den Verbstamm der 3. Person Plural im Indikativ. Daran hängst du folgende Endungen an:

  • -e
  • -es
  • -e
  • -ions
  • -iez
  • -ent

Manche Formen entsprechen der Präsensform, du erkennst den Subjonctif aber zusätzlich daran, das vor dem Verb ein que stehen muss. Ein paar Beispiele:

  • parler → ils / elles parlent → parl- → qu’il parle (dass er spricht)
  • finir → ils / elles finissent → finiss- → que tu finisses (dass du beendest)
  • venir → ils / elles viennent → vienn- → que je vienne (dass ich komme)

Auch beim Subjonctif gibt es Verben, die unregelmäßig gebildet werden. Sie haben einen unregelmäßigen Verbstamm, denn du am besten auswendig lernst. Hier die wichtigsten Verben:

  • être → que je sois
  • avoir → que j’aie
  • faire → que je fasse
  • aller → que j’aille
  • vouloir → que je veuille
  • pouvoir → que je puisse
  • savoir → que je sache

Gebrauch des Subjonctif

Zum Gebrauch des Subjonctif merke dir am besten diese Formel: Wenn das Herz spricht, verwende den Subjonctif. Hier stellen wir dir einige Subjonctif-Auslöser vor.

le_coeur.jpg

Gefühlsausdrücke: Am häufigsten verwendest du den Subjonctif, wenn du ein Gefühl ausdrückst. Das machst du entweder mit speziellen Verben, z.B. apprécier, regretter oder mit der Konstruktion être + Adjektiv.

  • Nele regrette que tu ne sois pas là. (Nele bedauert, dass du nicht da bist.)
  • Nico est triste que sa sœur ne joue pas avec lui. (Nico ist traurig, dass seine Schwester nicht mit ihm spielt.)

Willensäußerung: Auf eine Willensäußerung, die durch bestimmte Verben ausgedrückt wird, folgt der Subjonctif. Solche Verben sind z.B. vouloir que (wollen, dass), proposer que (vorschlagen, dass) und préférer que (bevorzugen, dass).

  • Marie préfère que sa fille fasse ses devoirs seule. (Marie bevorzugt, dass ihre Tochter ihre Hausaufgaben allein macht.)

Ausdrücke der Meinung und des Denkens: Verben, die eine Meinung ausdrücken, z.B. trouver mal / bien que (gut / schlecht finden, dass), lösen den Subjonctif aus.

  • Je trouve mal que tu ne viennes pas avec nous. (Ich finde es blöd, dass du nicht mit uns mitkommst.)

Verben der (Miss-)Billigung und Zustimmung: Mit Verben wie détester que (hassen, dass), approuver que (befürworten) oder accepter que (akzeptieren, dass) verwendest du den Subjonctif:

  • Ma mère accepte que je sorte ce soir. (Meine Mutter akzeptiert, dass ich heute Abend ausgehe.)

sortir.jpg

Unpersönliche Ausdrücke und Redewendungen: Es gibt einige unpersönliche Ausdrücke und Redewendungen, bei denen du den Subjonctif einsetzt, z.B.:

  • Vive la France ! (Es lebe Frankreich!)
  • Dieu soit loué ! (Gott sei Dank!)
  • il faut que (man muss), il est important que (es ist wichtig, dass), c’est bizarre que (es ist komisch, dass)

Konjunktionen: Die Konjunktionen, die den Subjonctif auslösen, solltest du am besten auswendig lernen. Dazu zählen:

  • bien que (obwohl)
  • sans que (ohne, dass)
  • avant que (bevor)
  • pour que (damit)
  • afin que (damit)

Mit ein bisschen Übung wirst du bald wissen, welche Konjunktionen welchen Modus auslösen.

  • Bien qu’il soit malade, il va à la fête. (Obwohl er krank ist, geht er auf die Party.)

Subjonctif-Auslöser

Indicatif oder Subjonctif ?

Oft wirst du dich fragen, ob nun der Subjonctif oder der Indicatif zu verwenden ist... Versuche dir diese Frage eher aus dem Sinn zu erschließen und weniger nach einer Regel zu suchen. Es gibt nämlich Modusauslöser, die kontextabhängig sind und Verben, die beide Modi auslösen können. Dazu einige Beispiele:

  • Je crois qu’il est là. (Ich glaube, dass er da ist.) - Je ne crois pas qu’il soit là. (Ich glaube nicht, dass er da ist.)
  • Je pense que le devoir est facile. (Ich denke, dass die Hausaufgabe leicht ist.) - Je ne pense pas que le devoir soit facile. (Ich denke nicht, dass die Hausaufgabe leicht ist.)

les_devoirs.jpg

Die Verben croire und penser drücken im bejahten Satz eine Meinung oder Überzeugung aus - der Sprecher ist also überzeugt, dass seine Aussage richtig ist, deshalb verwendet er den Indikativ. Werden die Sätze mit den gleichen Verben verneint, muss der Subjonctif folgen, da dann ein Zweifel ausgedrückt wird. Ähnliche Verben sind auch espérer que (hoffen, dass) und supposer que (vermuten, dass).

Meistens kommt der Subjonctif in Nebensätzen vor. In seltenen Fällen verwendest du ihn aber auch in Relativ- und Hauptsätzen. Im Hauptsatz in Form von Befehlen, Wünschen oder in literarischen Formulierungen, die häufig als Imperativ formuliert sind. In Relativsätzen gebrauchst du den Subjonctif, wenn du eine bestimmte Eigenschaft forderst, einen Superlativ oder einen negativen Ausdruck verwendest. Sieh dir die Beispiele an:

  • Je cherche un endroit qui soit très calme. (Ich suche einen Ort, der sehr ruhig ist.)
  • C’est la plus belle histoire que j’aie jamais raconté. (Das ist die schönste Geschichte, die ich je erzählt habe.)
  • Il n’y a rien qui puisse lui aider. (Es gibt nichts, war ihm helfen könnte.)

In der indirekten Rede macht es dir der Subjonctif leicht. Der Subjonctif bleibt nämlich Subjonctif. Wenn du eine Vorzeitigkeit ausdrücken willst, kannst du zudem das Subjonctif passé verwenden. Dies wird gebildet mit der Subjonctifform von être oder avoir + einem Participe passé. Es kommt nur selten zum Einsatz.