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Das Pferd - ein Nutztier im Wandel 05:45 min

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Transkript Das Pferd - ein Nutztier im Wandel

Hallo! Sicher hast du schon mal einen Abenteuerfilm geschaut, in dem ein Cowboy gemeinsam mit seinem Pferd als Team durch das Land zieht und für Recht und Ordnung sorgt. Aber hast du dich schon einmal gefragt welche Abstammung das Pferd hat? Und welchen Körperbau hat ein Pferd eigentlich? Antworten auf diese Fragen gibt’s in diesem Video!

Abstammung und Einsatzgebiet

Die Vorfahren der Zuchtpferde sind die Wildpferde. Schon vor 7000 Jahren begann der Mensch, sich diese starken Tiere zunutze zu machen. Er zähmte und züchtete sie und nutzte sie als Zugtiere.

Starke und ruhige Rassen wie der Haflinger waren besonders geeignet, um sie z.B. vor einen Pflug zu spannen. Mit der Erfindung von Maschinen wie dem Traktor verlor das Pferd nach und nach seine Bedeutung als Zugtier. Nur in sehr armen Regionen der Welt wird das Pferd noch als Arbeitstier eingesetzt - bei uns ist das Pferd vor allem Reittier im Pferdesport oder wird bei der Polizei eingesetzt.

Erst in jüngster Zeit hat man den Vorteil von Pferden bei der Waldarbeit wieder entdeckt: Mithilfe von kräftigen Pferden können Baumstämme aus dem Wald gezogen werden ohne dabei den empfindlichen Waldboden oder frisch aufkeimende Baumsprösslinge zu zerstören. Die Waldarbeit mit Pferden nennt man Bäume rücken.

Pferde heute: Bau, Beine und Gangarten

Durch Zucht sind über die Jahrhunderte viele verschiedene Pferderassen entstanden. Kaltblüter sind robuste Arbeitspferde, Warmblüter sind schlank und werden gerne als Reit- und Springpferde eingesetzt, Vollblüter sind besonders tempramentvoll und schnell. Sie werden vor allem als Rennpferde genutzt. Mit der Temperatur des Pferdeblutes haben die Bezeichnungen übrigens nichts zu tun. Schauen wir uns nun den Körperbau der Pferde etwas genauer an.

Pferde können stundenlang laufen ohne zu ermüden. Die Beine sind kräftig, die Knochen äußerst stabil. Da Mittelfußknochen und Fingerknochen gestreckt sind, sind die Beine extra lang. Das ermöglicht einen sehr schnellen Lauf. Außerdem können Pferde damit bis zu zwei Meter hoch und genauso weit springen.

Ein Pferd steht auf der Spitze der einzigen ausgeprägten Zehe - der Mittelzehe - und ist damit ein Zehenspitzengänger. Da ein Pferd auf nur einer Zehe läuft, gehört es zu den Unpaarhufern. Geschützt wird die Zehe von einer robusten Hufe aus Horn. Tiere, die lange Strecken auf harten Untergrund zurücklegen müssen, werden von Menschen zusätzlich mit Hufeisen beschlagen. Das schützt die Hufe.

Pferde kennen grundsätzlich drei Gangarten: Den Schritt, den schnelleren Trab und den sehr schnellen Galopp.

Gebiss und Nahrung des Pferdes

Das Pferd ist ein Pflanzenfresser. Millionen von Bakterien zersetzen im Magen und Darm den Nahrungsbrei. Das Pferd ist allerdings kein Wiederkäuer. Die Nahrung - Gras, Heu oder Hafer - befindet sich also nur einmal im Maul.

Beim Fressen zupft das Pferd das Futter mit seinen nach vorne geneigten Schneidezähne ab. Mithilfe der breiten Backenzähne wird die schwer verdauliche Kost gründlich zerrieben. Dabei helfen die auf den Kronen sitzenden Schmelzfalten. Obwohl der Zahnschmelz sehr hart ist, nutzt er sich im Laufe eines Pferdelebens ab.

An der Abnutzung der Zähne kann ein Pferdekenner deshalb das Alter der Tiere erkennen. Eckzähne besitzt übrigens nur das männliche Pferd, der Hengst. Sie werden deshalb auch als Hengstzähne bezeichnet

Gruppenverhalten und Vermehrung des Pferdes

Das weibliche Pferd heißt Stute. Wildpferde leben in Gruppen, die aus einem Hengst, mehreren Stuten und deren Nachkommen - den Fohlen - bestehen. Eine Stute kann nur einmal im Jahr schwanger werden, da sie fast ein ganzes Jahr den Nachwuchs in ihrem Körper austragen muss, ehe sie das Fohlen - meist im Frühjahr - zur Welt bringt. Pferde können schon nach wenigen Minuten stehen und laufen. Allerdings müssen die Jungtiere noch von der Mutter versorgt werden.

Zusammenfassung

Alle heutigen Zuchtpferde stammen von Wildpferderassen ab. Durch Zucht ist eine Vielzahl von Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften entstanden, die -je nach Temperament- als Arbeits-, Reit- oder Rennpferde eingesetzt werden. Das Pferd ist Zehenspitzengänger und dank seiner langen Beine ganz besonders schnell. Pferde sind Pflanzenfresser. Und wenn du beim nächsten mal also einen Abenteuerfilm mit Pferden schaust, dann kann nun viel über diese faszinierenden Tiere erzählen.Tschüss.

8 Kommentare
  1. ich liebe Pferde über alles ich reite auch und er hat es sehr gut erklärt

    Von Laura2006, vor mehr als einem Jahr
  2. Aber man lernt immer etwas

    Von Physiojavea, vor fast 4 Jahren
  3. Ich kenne Pferde gut ich Reite schonn seit 5 Jahren

    Von Physiojavea, vor fast 4 Jahren
  4. Super mein Lieblingsvideo auf Sofatutor.

    :D

    Von Idaluzies, vor mehr als 4 Jahren
  5. danke, ich kenn mich zwar sehr gut mit Pferden aus, (ich bin nämlich ein Pferdefan) aber das mit dem Hengstzahn, habe ich auch nicht gewusst!

    Von Leonie E., vor mehr als 4 Jahren
  1. Also muss das mit dem Tölt nicht richtig sein

    Von Idaluzies, vor fast 5 Jahren
  2. Liebe Annabratek
    Da könntest du recht haben :D aber ich glaube das,dass Video von typisch Deutschen Rassen handelt
    Liebe Grüße idaluzies

    Von Idaluzies, vor fast 5 Jahren
  3. Eigentlich ist Galopp nicht die schnellste Gangart : der Rennpass und es könnte noch gesagt werden das die meisten Islandpferde noch eine Spezielle Gangart haben besitzen unswar den Tölt! ...

    Von Annabratek, vor mehr als 5 Jahren
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Das Pferd - ein Nutztier im Wandel Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Pferd - ein Nutztier im Wandel kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne verschiedene Pferderassen.

    Tipps

    Überlege, welche Pferderassen für welchen Zweck eingesetzt werden.

    Die Begriffe Vollblut, Warmblut und Kaltblut haben nichts mit der Körpertemperatur zu tun, sondern beziehen sich eher auf das Temperament der Tiere.

    Lösung

    Die Vollblüter eignen sich als Rennpferde, da sie temperamentvoll und schnell sind. Kaltblüter sind dagegen ruhig und stark. Das macht sie zu idealen Arbeitstieren. Warmblüter sind groß und schlank und eignen sich besonders als Reitpferde.

  • Beschrifte das Gebiss des Pferdes.

    Tipps

    Die Schneidezähne sind ganz vorn im Maul.

    Mit den Backenzähnen zerkaut das Pferd die Nahrung.

    Lösung

    Beim Fressen zupft das Pferd das Futter mit seinen nach vorne geneigten Schneidezähnen ab. Mithilfe der breiten Backenzähne wird die schwer verdauliche Kost gründlich zerrieben. Eckzähne besitzt übrigens nur das männliche Pferd, der Hengst. Sie werden deshalb auch als Hengstzähne bezeichnet.

  • Beschreibe, wie sich das Nutztier Pferd im Laufe der Zeit gewandelt hat.

    Tipps

    Der Mensch nutzte Pferde zunächst als Arbeitstiere.

    Lösung

    Die Vorfahren der Zuchtpferde sind die Wildpferde. Schon vor 7000 Jahren begann der Mensch, diese starken Tiere zu zähmen und zu züchten. Er nutzte sie als Zugtiere. Mit der Erfindung von Maschinen wie dem Traktor verlor das Pferd nach und nach seine Bedeutung als Zugtier. Das Pferd wird mittlerweile vor allem als Reittier im Pferdesport genutzt. Erst in jüngster Zeit hat man den Vorteil von Pferden bei der Waldarbeit wieder entdeckt.

  • Erkläre das Sprichwort Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

    Tipps

    Gaul ist ein umgangssprachliches Wort für Pferd.

    Lösung

    An der Abnutzung der Zähne kann ein Pferdekenner das Alter der Tiere erkennen. Bei einem geschenkten Gaul sollte das Alter aber egal sein.

  • Bestimme die Bedeutung einiger Fachbegriffe aus der Welt der Pferde.

    Tipps

    Dieses Fohlen ist noch sehr jung.

    So wie du gehen, laufen oder rennen kannst, hat auch das Pferd verschiedene Gangarten.

    Lösung

    Das weibliche Pferd heißt Stute, das männliche Pferd wird Hengst genannt. Die Nachkommen der Pferde werden als Fohlen bezeichnet. Zu den Gangarten des Pferdes gehört der langsame Schritt und der schnelle Galopp. Die Zehen der Pferde sind mit Horn geschützt und werden Hufe genannt.

  • Belege, dass das Pferd ein Fluchttier ist.

    Tipps

    Überlege, welche Eigenschaften für eine Flucht wichtig sind.

    Flucht bedeutet, vor einer Gefahr wegzulaufen und nicht zu kämpfen.

    Lösung

    Das Pferd nimmt seine Umgebung mit den seitlich angeordneten Augen und den gut beweglichen Ohren wahr. Bei Gefahr reagiert es mit Flucht. Dabei kann es sich mit seinen langen Beinen und dem Gang als Zehenspitzengänger sehr schnell fortbewegen. Auch Fohlen können der Mutter bereits nach kurzer Zeit folgen.