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Der Maulwurf - ein Leben unter Tage 06:13 min

Textversion des Videos

Transkript Der Maulwurf - ein Leben unter Tage

Hallo! In diesem Video gehen wir einem Säugetier auf den Grund, das fast sein ganzes Leben unter der Erde verbringt. Das einzige was wir Menschen von diesem Tier mitbekommen, sind kleine Erdhügel an der Erdoberfläche. Ich spreche natürlich vom Maulwurf. Der Maulwurf ist perfekt an das Leben unter Tage angepasst - vom Körperbau bis zu den Sinnesorganen. Wie der Maulwurf sein Leben organisiert und was passiert, wenn sich zwei dieser Einzelgänger begegnen, erfährst du in diesem Video. Ein Maulwurf wird zirka 15 Zentimeter groß. Auffällig an seinem Körperbau sind seine kurzen Hinterbeine, seine seitlich liegenden Vorderbeine, sowie seine spitze Kopfform. Die Vorderbeine sind wie Schaufeln geformt und somit perfekte Grabwerkzeuge. Zusätzlich verbreitert das sogenannte Sichelbein die Scherfläche, also seine Grabfläche. Während sich der Maulwurf mit den Hinterbeinen ins Erdreich krallt, lockert er mit den Vorderbeinen die Erde. Mit der spitz zulaufende Schnauze bohrt sich der Maulwurf dann durch das gelockerte Erdreich. Die Rüsselnase wird durch den Rüsselknorpel geschützt. Die Sinnesorgane sind perfekt an das Leben unter Tage angepasst: Der Tastsinn, sowie der Geruchs- und Hörsinn sind sehr gut ausgebildet. Die Ohren haben keine Muscheln - die würden nur stören, wenn sich der Maulwurf durchs Erdreich schiebt. Dafür sind sie verschließbar, was dort unten natürlich sehr praktisch ist. Da es unter der Erde ohnehin dunkel ist, ist der Sehsinn unterentwickelt. Die kleinen Augen des Maulwurfs liegen tief im Fell verborgen. Das Fell ist kurz und dicht. Es weist keinen Strich auf. Sie lassen sich also leicht in jede Richtung legen. So kann sich der Maulwurf sowohl im Vorwärtsgang als auch im Rückwärtsgang durch seine Gänge schieben, ohne dass ihn die Strichrichtung des Fells dabei behindern würde. Die Gänge des Maulwurfs befinden sich in einer Tiefe von 10 bis 60 Zentimeter unter der Erde. Im sogenannten Kessel, den der Maulwurf gerne mit Blättern weich auspolstert, dort findet er Ruhe und Schlaf. Rundherum befindet sich der Rundgang, davon abgehend die Lauf- und Jagdgänge. In einer seperaten Vorratskammer hortet der Maulwurf Nahrung. Der Maulwurf ist ein perfekter Tunnelgräber. In einer Nacht kann er Tunnelsysteme von einer Gesamtlänge von bis zu 100 Metern graben. Das gelockerte und verdrängte Erdreich muss natürlich irgendwo hin. Der Maulwurf schiebt es über sogenannte Aushubgänge nach oben. So entstehen die Maulwurfshügel. Wie man auch an den spitzen Höckern und der scharfen Schmelzleiste des Gebisses erkennen kann, ist der Maulwurf ein Insektenfresser. Er jagt Asseln, Käfer und Engerlinge. Aber auch andere kleine Tiere stehen auf seinem Speiseplan. Regenwürmer sind seine liebste Nahrungsquelle. Um seine Beute zu finden, durchstreift der Maulwurf alle 3-4 Stunden seine Jagdgänge. Sein Nahrungsbedarf ist riesig: Er muss täglich fast sein eigenes Körpergewicht an Nahrung zu sich nehmen. Maulwürfe halten keinen Winterschlaf. Wenn die kalte Jahreszeit kommt, zieht sich der Maulwurf in tiefere Erdschichten zurück. Dort ist es wärmer. Sein Nahrungsvorrat hilft ihm, leichter durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Dabei hat er einen ganz speziellen Trick auf Lager: Er beißt Regenwürmern den Vorderteil ab. Dadurch bleiben sie am Leben, können sich aber nicht mehr in die Erde bohren und verschwinden. Ganz schön clever! Der Maulwurf ist ein Säugetier. Der Nachwuchs ist blind und nackt und wird im sogenannten Kessel aufgezogen. Aber schon nach wenigen Wochen sind die Jungen erwachsen und beginnen ihr Leben als Einzelgänger. Feinde hat der Maulwurf so gut wie keine. Nur wenn er sich nachts manchmal aus seinen Gängen wagt, droht ihm Gefahr durch Marder, Katzen oder Raubvögel. Da der Maulwurf das Erdreich lockert und belüftet und damit dessen Fruchtbarkeit erhöht, steht er unter Naturschutz. Menschen dürfen ihm also nicht zu Leibe rücken. Sie dürfen ihn höchstens vertreiben – z.B. durch Geruchsstoffe. Eine echte Gefahr droht den Maulwürfen von Artgenossen. Wenn sich zwei dieser Einzelgänger begegnen beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. Manchmal frisst der Sieger den Verlierer dann sogar auf. Ziemlich makaber.

Zusammenfassend: Der Maulwurf ist ein höchst nützliches Säugetier. Über der Erde ist er relativ hilflos, aber sein Reich liegt ja unter unseren Füßen. Dort macht dem Maulwurf niemand so schnell etwas vor. Sein Körper und seine Sinne sind perfekt an das Leben unter der Erde angepasst. Dort geht er auf Jagd, überwintert und zieht seine Jungen auf. Er ist der Held der Unterwelt. Bis zum nächsten Mal!

4 Kommentare
  1. Default

    COOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL

    Von Tilman Hensel, vor etwa einem Jahr
  2. Image 1

    Wir haben das Thema in der Schule

    Von Collin B., vor etwa einem Jahr
  3. Img 1503

    Ich finde Maulwürfe cool!

    Von F. H., vor fast 2 Jahren
  4. Doener berlin kraeuter

    Das video ist echt spitze!

    Von Patrick G., vor etwa 4 Jahren