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Abstammung und Verwandtschaft des Hausrindes 05:29 min

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Transkript Abstammung und Verwandtschaft des Hausrindes

Abstammung und Verwandtschaft des Hausrindes

Hallo! Vielleicht hast du schon einmal Bilder von alten Höhlenmalereien gesehen. Oft sieht man da Abbildungen von rinderähnlichen Tieren. Haben die Höhlenbewohner auch Viehwirtschaft betrieben? Gibt es diese Urrinder noch? Von welchem Tier stammt unser Hausrind eigentlich ab? Welche Verwandte hat das Rind? Auf all diese Fragen bekommst du in diesem Video Antworten.

Die Vorfahren des Menschen jagten sozusagen die Vorfahren des Rindes. 10 000 Jahre alte Höhlenmalereien zeigen nicht selten Abbildungen des Auerochsen - auch Ur genannt. Der Auerochse war zwei Meter lang, drei Meter hoch und wog bis zu 1000kg - damit war er weit größer und stärker als unser heutiges Hausrind. Aber wie das Hausrind war auch der Auerochse ein Herdentier. Allerdings lebten diese Herden wild - in lichten Wäldern und Flussauen Europa und Asiens. Unsere Vorfahren jagten die Auerochsen, um an das begehrte Fleisch zu kommen.

Erst vor zirka 6000 Jahren begannen die Menschen, Auerochsen zu halten; man zähmte sie. Damit wurde der Auerochse zum Haustier. Erst diente das Wildrind vor allem als Fleischlieferant. Nach der Sesshaftwerdung des Menschen erkannte man auch die Zugtierqualitäten des Auerochsen. Der Mensch begann auch sich für die von den weiblichen Tieren produzierte Kuhmilch zu interessieren. Die Menschen merkten, dass bestimmte Qualitäten von Rindern gestärkt werden konnten, wenn man darauf achtete, dass sich nur die Tiere miteinander paarten, die solche herausragenden Merkmale hatten.

Der Nachwuchs von zwei außergewöhnlich starken Auerochsen war meist auch außergewöhnlich stark. Das war der Beginn der Viehzucht, aus der bis heute hunderte verschiedene Rinderrassen entstanden. Der Urahn unseres Hausrinds, der Auerochse, lebte noch bis vor rund 400 Jahren. Angeblich starb die letzte Auerochsen-Kuh im Jahre 1627 in Polen. Heute gilt diese Tierart als ausgerottet.

Nun ist der Vorfahre unseres Hausrinds zwar ausgestorben, aber es gibt noch ein paar wilde Verwandte. Etwa den Wisent. Der Wisent war - ähnlich wie der Auerochse - in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Nach der Ausrottung des Auerochsen ist der Wisent das größte und schwerste Landsäugetier Europas. Der Rumpf ist schmal und kurz, der Kopf eher tief angesetzt. Im Jahre 1927 wurde der letzte frei lebende Wisent erlegt. Aber in verschiedenen Wildparks überlebte die Tierart und schon bald wurde damit begonnen, den Wisent wieder auszuwildern. Etwa in Polen.

In Deutschland begann man im Frühjahr 2013 mit der ersten Auswilderung. Mittlerweile wurde sogar das erste deutsche Wisentkalb in freier Natur seit Jahrhunderten geboren! Ein naher Verwandter des Wisent ist der Bison, der allerdings ins Nordamerika zu Hause ist. Sein Vorderkörper ist stark ausgeprägt und der Kopf sitzt noch ein wenig tiefer als beim Wisent.

Lebten bis ins 16. Jahrhundert noch bis zu 30 Millionen Bisons in Nordamerika, blieben nach der Ankunft der Europäer nicht mehr als 100 Stück übrig. Der Bison wurde massenhaft gejagt. Dabei interessierte die Menschen vorallem das Leder, aus dem Stiefel für Soldaten und Keilriemen für Maschinen hergestellt wurden. Das Fleisch verrottete meist ungenutzt tonnenweise in der Prärie Nordamerikas. Mit der Gründung des Yellowstone Nationalparks konnte die Tierart gerettet werden. Heute leben wieder eine halbe Million Bisons in den USA. Damit ist der Bison nur knapp der Ausrottung entgangen.

Der Kaffernbüffel ist ein weiterer Verwandter des Hausrindes. Er lebt in Afrika und ist mit fast zwei Metern Höhe und bis zu 3,5 Metern Länge fast so mächtig wie der ausgestorbene Auerochse. Damit hat der Kaffernbüffel auch kaum Feinde. Gelegentlich versuchen große Wildkatzen junge, kranke oder von der Herde getrennte Tiere zu erlegen. Ansonsten ist der Mensch mit seinen Großwildsafaris der größte Feind des Kaffernbüffels. Um Parasiten zu vertreiben, suhlt er sich gerne im Schlamm.

Der Urahn des Hausrinds ist der Auerochse, der mittlerweile ausgestorben ist. In Europa ist der Wisent und in Nordamerika der Bison ein naher Verwandter des Hausrinds - beide sind der Ausrottung nur knapp entkommen. Der dritte nahe Verwandte des Hausrindes ist der in Afrika lebende Kaffernbüffel.

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. Ich lebe in Siegen und hier gibt es Wiesente <3<3<3<3<3<3

    Von Marina Lippe, vor mehr als 4 Jahren
  2. sehr gut
    danke kann mann nur sagen

    Von Fatbardh, vor fast 5 Jahren
  3. Sehr spannend und,gut formuliertt.

    Von Nadinescheifele, vor fast 5 Jahren
  4. fankyou danke es läd gar nicht lange ein wunder´ist geschehen!!!

    Von Nadinescheifele, vor fast 5 Jahren
  5. danke

    Von Christopher S., vor fast 5 Jahren

Abstammung und Verwandtschaft des Hausrindes Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Abstammung und Verwandtschaft des Hausrindes kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib wieder, was du über den Auerochsen weißt.

    Tipps

    So sah ein weiblicher Auerochse aus.

    Lösung

    Der Auerochse war ein wildlebendes Herdentier und war zwei Meter lang, drei Meter hoch und wog bis zu 1000kg – damit war er weit größer und stärker als unser heutiges Hausrind. Unsere Vorfahren jagten die Auerochsen, um an das begehrte Fleisch zu kommen. Du findest in unseren Wäldern keine Auerochsen mehr, denn Auerochsen sind ausgestorben.

  • Gib an, wie der Auerochse von unseren Vorfahren genutzt wurde.

    Tipps

    Welchen Nutzen hatten die Auerochsen für unsere Vorfahren?

    Lösung

    Zunächst interessierten sich die Menschen für das Fleisch der Auerochsen, später auch für ihre Zugkraft und für die Milch.

  • Beschreibe die Entwicklung des Auerochsen vom Wildtier zum Haustier.

    Tipps

    Auerochsen sind die wildlebenden Vorfahren unserer Hausrinder. Heute sind unsere Rinder zahm und geben z.B. viel Milch. Überlege, wie die Entwicklung vom Wildtier zum Haustier abgelaufen sein könnte!

    Lösung

    Der Auerochse lebte zunächst als wildes Herdentier in den Wäldern Europas. Die Menschen jagten ihn wegen des Fleisches. Als die Menschen sesshaft wurden, begannen sie, die Auerochsen zu zähmen. Nun erkannten sie auch den Wert als Zugtier und als Milchlieferant. Sie züchteten mit den Tieren, die besonders gute Eigenschaften hatten. Auf diese Weise entstanden unsere Rinderrassen.

  • Erkläre, wie aus einem Wildtier ein Haustier wird.

    Tipps

    Überlege dir, wie die Entwicklung vom Wolf zum Hund abgelaufen sein könnte.

    Lösung

    Wie der Auerochse lebte auch der Wolf als wildes Tier in Freiheit. Der Mensch zähmte schließlich einige Wölfe und nutzte ihre Fähigkeiten zunächst zur Jagd. Durch Auslese und Zucht entstand schließlich das Haustier Hund, das zum Hüten der Schafe, zur Jagd oder zum Schutz eingesetzt werden konnte. Heutzutage ist der Hund meist Freund und Begleiter des Menschen.

  • Charakterisiere die Verwandten des Auerochsen.

    Tipps

    Wisent, Bison und Kaffernbüffel sind die Verwandten des Auerochsen, die noch heute auf der Erde leben. Wenn du dir überlegst, welches Tier auf welchem Kontinent vorkommt, hast du schon einen Teil der Aufgabe geschafft!

    Anders als die Indianer machten die Europäer auf das Bison gnadenlos Jagd – und das nicht wegen des Fleisches.

    Lösung
    • Der Wisent ist das größte und schwerste Landsäugetier Europas. Im Jahre 1927 wurde der letzte frei lebende Wisent erlegt. In verschiedenen Wildparks überlebte die Tierart und der Wisent wurde wieder ausgewildert.
    • Der Bison ist in Nordamerika zu Hause. Der Bison wurde massenhaft gejagt und fast ausgerottet. Die Menschen wollten vor allem das Leder nutzen. Die Tierart konnte glücklicherweise gerettet werden.
    • Der Kaffernbüffel lebt in Afrika und ist mit fast zwei Metern Höhe und bis zu 3,5 Metern Länge fast so mächtig wie der ausgestorbene Auerochse.
  • Arbeite heraus, zu welchen Ergebnissen die Zucht des Auerochsen geführt hat.

    Tipps

    Wenn du dir die Textbausteine genau durchliest, wirst du die Antworten finden!

    Lösung

    Die Milchrassen ermöglichen eine hohe Milchproduktion, die Fleischrassen bilden viel Muskelfleisch aus. Zweinutzungsrassen bieten einen hohen Milch- und Fleischertrag. Einige Rinderrassen werden auch eingesetzt, um schwer zugängliche Landschaften zu beweiden, sodass diese nicht mit Gestrüpp und Bäumen zuwachsen.