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Reh und Rothirsch 07:08 min

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Transkript Reh und Rothirsch

Hallo. Bestimmt kennst du die prächtigen Geweihe von männlichen Rothirschen. An der Zahl der Enden zu beiden Seiten kann man ablesen, wie alt ein Hirsch ist. Jedes Ende entspricht einem Jahr. Ist das wahr oder falsch? In diesem Video geht es um Rehe und Rothirsche. Wir werden uns Lebensweise, Fortpflanzung und die Geweihbildung anschauen. Außerdem wirst du den Zwiespalt zwischen dem Zufüttern im Winter und dem Schießen von Wild kennenlernen. Bei einem Ausflug in den Wald können dir Rothirsche, Damhirsche und Rehe begegnen. Am leichtesten kannst du sie an den Geweihen der Männchen unterscheiden. Rehe haben kurze spitze Geweihe mit maximal drei Sprossen. Die der Hirsche sind viel imposanter: Rothirsche haben spitze, Damhirsche schaufelartige Geweihe. Auch sind Hirsche viel größer und wiegen drei- bis viermal so viel wie Rehe. Mit zirka 100 Kilogramm ist der Rothirsch am schwersten. Außerdem unterscheidet sich ihre Fellfärbung von den Damhirschen mit ihren gepunkteten Rücken und helleren Bäuchen. Schauen wir uns die Lebensweise mal etwas genauer an: Rehe kannst du in fast allen Lebensräumen antreffen vom dichten Wald bis zu Parkanlagen und Gärten. Man bezeichnet sie daher auch als Kulturfolger. Der Rothirsch ist etwas scheuer und eher in größeren Waldgebieten zu finden. Während Rehe von Frühjahr bis Herbst einzeln umherziehen, sind sie im Winter in größeren Gruppen anzutreffen. Als Fluchttiere haben sie lange schlanke Leute und einen gedrungenen Körper. Ein feines Gehör und ein sensibler Geruchssinn ergänzen die Anpassung an ihren Lebensraum. Bei Gefahr springen sie blitzschnell in bogenförmigen Sätzen durch's Unterholz. Wie Hirsche ernähren sie sich von saftigen Pflanzen, Knospen und Kräutern. Als Wiederkäuer kauen sie ihre Nahrung stundenlang noch einmal und können so auch faserige Bestandteile verwerten. Vor dem Winter fressen sie außerdem Eicheln, Kastanien und Bucheckern, um mehr Energie aufzunehmen. Gibt es in der kalten Jahreszeit weniger Nahrung, schälen sowohl Rehe als auch Hirsche die Rinde von Bäumen und beißen die Spitzen junger Triebe ab. Unter solchen Verbissschäden leidet der Wald. Da es bei uns keine natürlichen Feinde wie Braunbär und Wolf mehr gibt und durch Winterfütterung besonders viele Tiere überleben, wird das zum Problem. Neben dem Einzäunen von Schonungen bleibt nur der Abschluss von Rehen und Hirschen. Gibt es weniger Tiere. ist das Gleichgewicht des Waldes geschützt. Rehe pflanzen sich einmal im Jahr fort. Nach fünfeinhalb Monaten Tragzeit kommen ein bis zwei Kitze auf die Welt, so heißen die Jungtiere. Weibliche Rehe werden in der Jägersprache Ricken, männliche Böcke genannt. Die Jungen können als Nestflüchter kurze Zeit nach der Geburt stehen und laufen. Da sie die ersten Wochen keinen Körpergeruch haben, können sie versteckt im hohen Gras zurückgelassen werden. Während die Ricke auf Nahrungssuche geht, verbirgt sich das Kitz vor Feinden wie wildernden Hunden und Füchsen. Ihr geflecktes Fell dient als Schutzfärbung. Wichtig ist, dass du ein Kitz nicht anfässt! Nimmt es deinen Geruch an, kann es von der Mutter verstoßen werden. Bei Rothirschen beginnt die Brunft Anfang September. So heißt die Paarungszeit, während der die männlichen Hirsche ihre Rudel verlassen. Fünf bis sechs Wochen lang kämpfen sie gegeneinander bis nur noch ein Platzhirsch pro Gebiet übrig bleibt. Nach der Paarung und nach 230 Tagen Tragzeit bringt die Hirschkuh im Mai oder Juni ein Kalb zur Welt. Während der Paarungszeit im Juli und August nutzen die Böcke ihr Geweih, um Rivalen zu bekämpfen und ihre Reviere zu markieren. Sie tun dies durch Drüsen zwischen den Geweihstangen. Mit diesen hinterlassen sie Duftmarken an Bäumen und Sträuchern. Im November wird das Geweih abgeworfen und ein Neues beginnt unter der durchbluteten Basthaut zu wachsen. Hat es im Mai die volle Größe erreicht, trocknet diese ein. Die Basthaut wird durch sogenanntes Fegen an Sträuchern abgerieben. Fassen wir noch einmal zusammen: Rehe, Damhirsche und Rothirsche unterscheiden sich anhand ihrer Geweihe. In ihrer Lebensweise sind sie relativ ähnlich. Rehe leben als Kulturfolger in nahezu allen Lebensräumen. Sie sind Fluchttiere und Pflanzenfresser. Kräuter, Knospen und saftige Pflanzen werden wiedergekäut. Durch das Abknabbern junger Triebe und von Rinde kommt es zu Verbissschäden. Die durch Winterfütterung künstlich vergrößerten Bestände werden durch das Abschießen einzelner Tiere begrenzt. Bei Rehen unterscheidet man Ricke, Rehbock und Rehkitz. In den ersten Wochen haben die Kitze keinen Körpergeruch. Während der Paarungszeit tragen die Männchen ein Geweih zur Reviermarkierung und Bekämpfung von Rivalen. Der Basthaut entledigen sie sich durch Fegen an Sträuchern. Doch stimmt es, dass jedes Ende des Geweihs einem Lebensjahr entspricht? Nein, die Zahl der Enden nimmt zwar in den ersten Jahren zu, irgendwann aber wieder ab. Allerdings können Jägerinnen am Geweih tatsächlich die Stärke und das ungefähre Alter eines Hirsches abschätzen. Bei deinem nächsten Spaziergang durch den Wald weißt Du jedenfalls Bescheid, welches Tier du vor dir hast. Bis zum nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. gut gemacht

    Von Yan Ho, vor fast 2 Jahren
  2. Das Video ist super erklärt!

    Von Spoerli1701, vor mehr als 2 Jahren
  3. Hallo Tony,
    ich schätze, du wolltest Gehörn schreiben :) Das Geweih von Rehböcken wird auch als Gehörn bezeichnet. Das stimmt!

    Von Serpil Kilic, vor fast 4 Jahren
  4. Ein Rehbock hat kein Geweih sondern ein Gehirn.

    Von Tony Denis, vor fast 4 Jahren
  5. Gut erklärt

    Von Idaluzies, vor fast 5 Jahren