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Das Eichhörnchen - ein Leben auf Bäumen 06:53 min

Textversion des Videos

Transkript Das Eichhörnchen - ein Leben auf Bäumen

Hallo! In diesem Video geht es um ein in unseren Breiten sehr verbreitetes Säugetier: Das Eichhörnchen. Hast du gewusst, dass das Eichhörnchen perfekt an das Leben in luftigen Höhen angepasst ist? Jeder einzelne Körperteil ist wie gemacht für den Lebensraum Baum. Dieses Video verrät dir mehr darüber. Am Ende gehen wir auch der Frage auf den Grund, ob die kunstvolle Fähigkeit des Nüsseknackens bei Eichhörnchen angeboren oder erlernt ist. Jeder weiß, wie ein Eichhörnchen aussieht - aber eines in freier Wildbahn zu beobachten ist gar nicht so leicht. Man muss viel Geduld mitbringen, wenn man sie beobachten will. Die Ausnahme sind Eichhörnchen, die auf städtischen Bäumen zuhause sind. Sie haben sich an den Menschen gewöhnt und lassen sich zum Teil sogar füttern. Eichhörnchen sind also „Kulturfolger“. Ein Eichhörnchen wird circa 25Zentimeter groß. Ihr Fell ist rotbraun - an der Unterseite jedoch weiß. Weißt du, wozu ihr buschiger Schwanz dient? Eichhörnchen springen mühelos mehrere Meter von Ast zu Ast. Der 20 Zentimeter lange Schwanz dient dabei als Steuerruder, mit dem das Eichhörnchen sicherstellt, dass es während des Fluges nicht auf eine Seite kippt. Die buschigen Ohren sind sehr sensibel - wenn Eichhörnchen zum Beispiel Menschen nahen hören, flüchten sie schnell.

Eichhörnchen besitzen scharfe Krallen. Mit ihrer Hilfe klettern sie in Windeseile Baumstämme rauf und runter. Zusätzlich verhindern Haftballen an den Fußsohlen ein Abrutschen. Eichhörnchen sind Nagetiere. Entsprechend sieht ihr Gebiss aus: Es besteht aus vier scharfen Nagezähnen und ausreichend Mahlzähnen. Auffällig ist die Lücke zwischen Nage- und Mahlzähnen. Eichhörnchen besitzen keine Eckzähne. Das erleichtert die Mahlbewegung des Kiefers. Die Schneidezähne von Eichhörnchen nutzen sich ab und wachsen daher beständig nach. Aber wie hält das Eichhörnchen seine Vorderzähne scharf? Ganz einfach: Die Schneidezähne bestehen vorne aus hartem Zahnschmelz und auf der Rückseite aus dem weicheren Zahnbein. Da sich die das Zahnbein schneller abnutzt als der harte Zahnschmelz schärfen sich die Zähne beim Fressen automatisch. Sehr praktisch! Wo leben Eichhörnchen? Eichhörnchen leben natürlich auf Bäumen. Hoch oben bauen sie ihre kugelförmigen Nester, die sogenannten Kobel. Eichhörnchen fressen Beeren, Nüsse, Eicheln sowie die Samen aus Zapfen. Aber auch zu Eiern sagen sie nicht nein. Manche leckeren Happen finden Eichhörnchen nur auf dem Waldboden. Die harten Schalen von Nüssen knacken Eichhörnchen mit den Schneidezähnen. Dabei verfolgen sie verschiedene Techniken. Die einen schaben Löcher in die Nüsse und kitzeln die Frucht heraus. Andere nagen zwei Ritze in die Nuss und knacken sie anschließend in zwei Hälften. Aber wie kommen die Eichhörnchen im Winter zu Nahrung?

Im Winter halten Eichhörnchen keinen Winterschlaf, aber sie halten Winterruhe. Das heißt, sie rollen sich in ihrem Kobel ein, um Wärme zu speichern, und verschlafen so oft mehrere Tage. Das im Spätsommer und Herbst angefressene Fettpolster reicht nicht, um sie über den Winter zu bringen. Deshalb verstecken sie vor der kalten Jahreszeit leckere Nüsse und Samen im Erdboden. Wenn sie aufwachen, suchen sie ihre Vorräte und graben sie aus. Manchmal vergessen sie aber auch Verstecke. Dann wachsen aus den Samen neue Bäume und Sträucher. So erfüllt das Eichhörnchen eine wichtige Funktion bei der Verbreitung von Pflanzen.

Das weibliche Eichhörnchen wirft meist zweimal im Jahr - einmal im Frühling und einmal im Sommer. Ein Wurf zählt bis zu sechs kleine Eichhörnchen. In den ersten Wochen sind die Kleinen noch unbehaart und völlig von ihrer Mutter abhängig. Wenn sich Baummarder oder Habicht, die Hauptfeinde des Eichhörnchens, nähern, packt die Mutter jedes ihrer Kinder einzeln mit den Zähnen im Genick und bringt es in einen Ausweichkobel. Dabei verfallen die kleinen Eichhörnchen in eine Tragstarre und bewegen sich nicht - so behindert sie nicht die Balanceakte der Mutter in luftigen Höhen. Eichhörnchen sind perfekt an das Leben in luftigen Höhen angepasst: Krallen, Haftballen und ihr buschiger Schwanz machen sie zu blitzschnellen und sicheren Akrobaten. Ihre Zähne sind wie geschaffen zum Knacken von Nüssen. Aber ist diese Fähigkeit nun angeboren oder erlernt? Experimente haben gezeigt, dass junge Eichhörnchen, die nie erwachsene Eichhörnchen beim Knacken von Nüssen beoabachten konnten, Nüsse instinktiv knacken. Das kann anfangs bis zu 20 Minuten dauern. Die Fähigkeit, Nüsse zu knacken ist also angeboren. Geübte dagegen schaffen das in weniger als einer Minute. Denn erst das Training acht sie zu wahren Nussknackmeistern. Übung macht also den Meister!

Tschüss und bis zum nächsten Mal!

3 Kommentare
  1. Default

    danke

    Von Steinke316, vor mehr als einem Jahr
  2. Foto am 01.01.16 um 17.05

    GUT ERKLÄRT

    Von Idaluzies, vor fast 4 Jahren
  3. Default

    Dieses Video wurde gut erklärt

    Von Kerstinbannoehr, vor etwa 4 Jahren