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Der Fuchs 05:44 min

Textversion des Videos

Transkript Der Fuchs

Hallo! Meister Reineke. So wird der Fuchs umgangssprachlich auch genannt. Diese Bezeichnung geht auf mittelalterliche Erzählungen zurück. Darin werden dem Fuchs menschliche Eigenschaften wie Schläue und Gewitztheit angedichtet. Ist ein Fuchs wirklich schlau - oder gar boshaft? In diesem Video lernst du mehr über die Merkmale und die Lebensweise von Füchsen!

Aussehen und Merkmale

Die äußerlichen Merkmale eines Fuchses sind sein rotbraunes Fell, sein buschiger Schwanz, seine spitze Schnauze und seine großen, spitzen Ohren. Auf der Bauchseite ist sein Fell heller, der Kinn- und Halsbereich ist weiß.

Als Raubtier verfügt der Fuchs über ein Raubtiergebiss, das durch spitze Fangzähne und vier ausgeprägte Backenzähne im Ober- und Unterkiefer - die sogenannten Reißzähne - gekennzeichnet ist. Die Reißzähne dienen zum Zerreißen der Beute und zum Brechen von Knochen. Besonders ausgeprägt sind der Geruchs- und der Gehörssinn.

Der Fuchsbau

Der Lebensraum von Füchsen sind Wälder, Lichtungen und Felder. Der Fuchs ist ein Einzelgänger und wohnt unterirdisch in seinem Fuchsbau. Dieser hat meist mehrere gut versteckte Ausgänge und besteht aus vielen Röhren und Kammern. Im Wohnkessel bringt die Füchsin - die sogenannte Fähe - im Frühjahr ihre Jungen zur Welt. Die Welpen werden nackt und blind geboren und sind auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen. Sie sind also Nesthocker.

Vier Wochen lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt. Dann verlassen sie erstmals ihren Bau und fangen Würmer und Mäuse. Dennoch werden sie noch für einige Zeit von ihrer Mutter mit Milch versorgt, bevor sie ganz auf eigenen Beinen stehen müssen und sich ihr eigenes Revier suchen.

Jagdverhalten und Revier

Das Revier von Füchsen kann viele hundert Hektar groß sein. Ein Fuchs verlässt meist in der Dämmerung seinen Bau und streift durch Wälder und über Wiesen. Beim Laufen setzt er eine Pfote direkt vor die andere. Da die entstehende Laufspur einer Schnur gleicht, nennt man die Fortbewegungsart des Fuchses schnüren. Mit Urin und Kot markiert er sein Revier während seine leistungsfähige Spürnase nach Nahrung schnüffelt. Füchse fressen Mäuse, Würmer, Kaninchen, Eichhörnchen, Schnecken und Käfer - aber auch Früchte und Pilze. Auch Aas verschmähen sie nicht.

Der Fuchs ist ein Pirschjäger. Wenn er eine Maus gewittert hat, schleicht er geduckt näher. Mit einem großen und vor allem hohen Satz springt er plötzlich auf die Beute zu, greift sie mit seinem Maul und tötet sie mit einem einzigen Biss. Die ganze Nacht lang durchstreift der Fuchs sein Revier auf der Suche nach Nahrung. Seine sensiblen Augen und sein guter Geruchssinn sind dabei unverzichtbar. Morgens zieht er sich in seinen Bau zurück. Dort schläft der Jäger der Nacht, bis die Abenddämmerung die nächste Jagdzeit einleitet.

Der Fuchs ist winteraktiv. Da im Winter kranke und geschwächte Tiere eine leichte Beute darstellen, muss der Fuchs in der kalten Jahreszeit selten Hunger leiden. Sinken die Temperaturen zu stark ab oder gibt es sturmartige Schneefälle, zieht sich der Fuchs für ein paar Tage in seinen Bau zurück.

Tollwut

Wie auch andere Säugetiere ist der Fuchs manchmal von der tödlichen Infektionskrankheit namens Tollwut befallen. Tollwütige Füchse verlieren die Scheu vor Menschen. Die Tollwut ist - z.b. über den Speichel des Tiers - auch auf den Menschen übertragbar. Allerdings ist nicht jeder Fuchs tollwütig, der nicht sofort vor Menschen flüchtet.

Gerade im städtischen Raum, wo Füchse durch Nahrungsmittelreste des Menschen ein gutes Nahrungsangebot finden, verlieren Fuchse zusehends die Scheu vor Menschen. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie tollwütig sind.

Tollwütige Füchse erkennst du oft an ihrem ausgemergelten Aussehen und ihrem struppigen, ausgedünnten Fell. Waldgebiete, in denen die Tollwut gehäuft vorkommt werden meist durch Warnschilder gekennzeichnet. Meide sicherheitshalber den Kontakt mit allzu zutraulichen Füchsen! Um die Tollwut unter Füchsen zu bekämpfen, werden Nahrungsstücke ausgelegt, die einen Impfstoff gegen die Krankheit enthalten.

Zusammenfassung

Der Fuchs ist ein Einzelgänger und durchstreift in der Nacht sein großes Revier. Was alte Erzählungen angeht, muss man sagen, dass der Fuchs vermutlich nicht schlauer ist als andere Tiere. Auf jeden Fall ist der Fuchs nicht boshaft. Nur vor tollwütigen Tieren, sollte man sich als Mensch in Acht nehmen. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

4 Kommentare
  1. dass war TOLL Herz, herz, Herzchen!

    Von Stefanie03 Thoma, vor 4 Monaten
  2. habs verstanden und war auch toll

    Von Yan Ho, vor mehr als einem Jahr
  3. Vielen Dank! Lg

    Von Chri Rainer, vor etwa 2 Jahren
  4. super. chrisi -robi

    Von Christine H., vor mehr als 5 Jahren

Der Fuchs Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Fuchs kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Merkmale des Fuchses.

    Tipps

    Der Fuchs ist ein Raubtier, dies erkennt man auch an seinem Gebiss.

    Lösung

    Den Fuchs kann man anhand seiner Merkmale leicht erkennen. Er trägt ein rotbraunes Fell, das am Bauch heller gefärbt ist und am Hals und am Kinn weiß ist. Außerdem ist der buschige Schwanz an der Spitze weiß gefärbt. Der Fuchs besitzt eine spitze Schnauze und spitze Ohren. Außerdem besitzt er ein Raubtiergebiss, das er für die Zerkleinerung seiner Nahrung benötigt.

  • Beschreibe das Jagdverhalten des Fuchses.

    Tipps

    Hat der Fuchs seine Beute gefunden, pirscht er sich an.

    Lösung

    Auf Nahrungssuche geht der Fuchs in der Dämmerung. Dann streift er in Wäldern oder auf Wiesen umher, bis er mit seiner guten Nase ein Beutetier wahrnimmt. Der Fuchs frisst Mäuse und Kaninchen, Würmer und Schnecken, aber auch Früchte und Pilze. Hat der Fuchs seine Beute wahrgenommen, pirscht er sich vorsichtig an. Der Fuchs ist ein Pirschjäger. Er springt dann mit einem hohen Sprung auf die Beute zu, greift das Tier und tötet es mit einem einzigen Biss.

  • Erkläre, wie der Lebensraum des Fuchses aussieht.

    Tipps

    Der Fuchsbau befindet sich unter der Erde.

    Lösung

    Ihren Fuchsbau bauen die Füchse unterirdisch unter Wäldern, Lichtungen oder Feldern. Dieser Fuchsbau hat meist mehrere Ausgänge und besteht aus einem verzweigten Röhrensystem. Der Fuchs ist ein Einzelgänger. Sein Revier kann bis zu mehrere hundert Hektar groß sein.

  • Erkläre, warum man Füchse manchmal auch als Untermieter der Dachse bezeichnet.

    Tipps

    Der Dachs gehört zu den Marderartigen.

    Lösung

    Die unterirdischen Bauten, in denen der Dachs seine Tage verbringt, sind weit verzweigt – manchmal mehrere 100 Meter. Oft wohnen hier mehrere Dachsfamilien gleichzeitig. Je mehr Dachse in einem Bau leben, desto weiter wird er ausgebaut. Irgendwann ist so viel Platz, dass sogar Untermieter einziehen: Füchse und Kaninchen können dann in den Bauten des Dachses wohnen. Das Zusammenleben funktioniert meistens harmonisch, denn Fuchs und Dachs kommen sich beim Jagen nicht in die Quere.

  • Erkläre die Krankheit Tollwut.

    Tipps

    Überlebende einer Tollwutinfektion haben oft mit schweren geistigen Einschränkungen zu kämpfen.

    Lösung

    Die Tollwut ist eine sehr gefährliche Virusinfektion. Sie wird durch den Biss eines infizierten Tieres übertragen und führt innerhalb von wenigen Tagen zum Tod. Die Tollwut gibt es auf der ganzen Welt. Weltweit sterben jedes Jahr etwa 60.000 Menschen an dieser Krankheit. Die meisten davon allerdings in den Tropen. Füchse sind normalerweise sehr scheue Tiere. Sieht man Füchse, die den Menschen nicht scheuen und ziellos oder aggressiv umherwandern, so sollte man sich von diesen Tieren unbedingt fernhalten.

  • Ordne die Schädel den passenden Tieren zu.

    Tipps

    Welche Tiere sind Raubtiere, fressen also Fleisch? Wie muss dann ihr Gebiss aussehen?

    Lösung

    Die Schädel und Gebisse der unterschiedlichen Tiere sind an ihre Lebensweisen angepasst. Die Katze und der Hund sind Raubtiere, genau wie der Fuchs, und fressen Fleisch. Dementsprechend tragen sie ein Raubtiergebiss mit spitzen Eckzähnen. Das Rind frisst Gras. Um dieses zu zermahlen, besitzt es breite und flache Backenzähne. Nagetiere wie die Maus haben lange und spitze Schneidezähne.