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Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins 05:18 min

Textversion des Videos

Transkript Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins

Hallo! Habt ihr schon mal solche Spuren im Wald gesehen? Oder solche Wühl-Spuren? Sie gehören dem Wildschwein. Warum man zwar Wildschweinspuren, aber sehr selten Wildschweine zu Gesicht bekommt, wo und wie Wildschweine leben und wie sie mit dem Hausschwein verwandt sind, erfährst du in diesem Video.

Verwandtschaft, Aussehen und Gebiss

Das Wildschwein ist der wilde Verwandte des Hausschweins. Vor über 8000 Jahren wurde das Wildschwein domestiziert, also gezähmt und speziell gezüchtet. Bei der Züchtung achtete man vor allem darauf, dass sich das Fleisch verbessert. Aus dem hochbeinigen, schlanken Wildschwein ist allmählich das kurzbeinige Hausschwein mit langem Rücken und dickem Bauch geworden.

Dabei sind auch die dunklen Borsten und die unteren Eckzähne der männlichen Wildschweine, die auch Hauer genannt werden, verschwunden. Vieles ist aber auch gleich geblieben. Etwa das Gebiss und somit die Ernährungsweise. So sieht das Gebiss eines Wildschweins aus. Es ist ein typisches Allesfressergebiss.

In Ober- und Unterkiefer befinden sich jeweils 6 Schneidezähne und 2 Eckzähne. Die jeweils ersten 4 Backenzähne besitzen scharfkantige Kronen - damit lässt sich fleischliche Nahrung gut zerteilen. Die hinteren 3 Backenzähne besitzen stumpfe Kronen - perfekt zum Zermahlen pflanzlicher Nahrung. Die Eckzähne der Keiler - also der männlichen Wildschweine - sind stark verlängert. Sie dienen zum Aufwühlen des Bodens aber auch zum Kämpfen mit Rivalen.

Nahrung der Wildschweine

Die Ernährung der Wildschweine kannst du aus ihrem Gebiss ableiten. Ein Wildschwein frisst Eicheln, Pilze, Kräuter, Gras, Wurzeln, Würmer, Larven, aber auch Aas.

Es ist - genauso wie das Hausschwein - ein Allesfresser. Mit seinem außerordentlich guten Geruchsinn kann das Wildschwein Pilze unter dem Waldboden aufspüren und mit Hilfe seines starken Rüssels danach wühlen. Vielleicht hast du im Wald oder auf einer Lichtung schon mal einen völlig aufgewühlten Boden gesehen - kann gut sein, dass da Wildschweine am Werk waren.

Wenn das Nahrungsangebot im Wald nicht reicht, bedienen sich Wildschweine auch gerne auf Äckern und Feldern. Für die Bauern kann so erheblicher Schaden entstehen. Deshalb werden Wildschweine in solchen Fällen gezielt gejagt.

Trittsiegel der Wildschweine

Schauen wir uns noch einmal das Trittsiegel eines Wildschweins an. Es ist ein Paarhufer - mit seinen zwei ausgeprägten Zehen findet es auch in unwegsamen Gelände guten Halt. Die kleinen Abdrücke stammen von den kurzen Afterzehen.

Lebensweise und Lebensraum der Wildschweine

Warum sieht man häufig die Spuren von Wildschweinen, aber so selten die Tiere selber? Das liegt daran, dass Wildschweine sehr scheue Tiere sind. Tagsüber verstecken sie sich im Dickicht im Wald. Mit ihrem ausgezeichneten Gehör nehmen sie feinste Geräusche wahr und flüchten, wenn sich Menschen nähern.

Erst in der Dämmerung und nachts werden Wildschweine so richtig aktiv, verlassen ihre Deckung und gehen auf Nahrungssuche. Wildschweine leben in Familienbänden, so genannten Rotten. Eine Rotte besteht aus mehreren Bachen - also weiblichen Wildschweinen - und deren Nachwuchs, den so genannten Frischlingen. Die Keiler sind Einzelgänger und stoßen nur zur Fortpflanzung zu einer Rotte.

Fortpflanzung und Nachwuchs der Wildschweine

Nach 4 bis 5 Monaten bringen Bachen im Frühjahr bis zu 12 Frischlinge zur Welt. Sie sind leicht an ihren hellen Streifen zu erkennen. Nach ca. zwei Jahren sind sie ausgewachsen. Zur Körperpflege suhlen sich Wildschweine übrigens gerne im Schlamm. Das hilft ihnen Ungeziefer loszuwerden, das in den Borsten lebt, und schützt vor Insektenstichen.

Zusammenfassung

Das Wildschwein ist der Vorfahre des Hausschweins. Es hat ein Allesfressergebiss und frisst Eicheln, Pilze, Würmer, Wurzeln und sogar Aas. Wildscheine leben in Rotten zusammen. Die Keiler mit ihren ausgeprägten Eckzähnen sind jedoch Einzelgänger. Wenn du viel Glück hast, bekommst du im Wald vielleicht mal ein Wildschwein zu Gesicht - von hinten wahrscheinlich und auf der Flucht... In diesem Sinne: Tschüss!

5 Kommentare
  1. Default

    Die letzte Aufgabe war für mich schwer.

    Von Jennyhan Nguyen, vor 6 Monaten
  2. Default

    naja

    Von Birgit Queck, vor 7 Monaten
  3. Default

    FINDE ICH AUCH COOL BOY #teker75 1

    Von Brooker99, vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    SUPER Erklärt ;-)

    Von Teker75 1, vor mehr als einem Jahr
  5. Default

    gut und toll erklärt

    Von Yan Ho, vor mehr als einem Jahr

Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme das Trittsiegel der Wildschweine.

    Tipps

    Die sogenannten Afterklauen sind Hinterklauen, welche beim Wildschwein deutlich ausgeprägt sind.

    Lösung

    Alle abgebildeten Hufspuren sind von Paarhufern: Hausschwein, Wildschwein, Hirsch und Elch. Paarhufer sind durch eine gerade Anzahl von Zehen charakterisiert. Das Trittsiegel des Wildschweins unterscheidet sich vor allem dadurch, dass zudem die Afterklauen deutlich zu sehen sind.

  • Zeige auf, wovon sich Wildschweine ernähren.

    Tipps

    Das Gebiss der Wildschweine ist ein typisches Allesfressergebiss.

    Wildschweine nutzen ihren starken Rüssel, um im Boden nach Nahrung zu wühlen.

    Leben Wildscheine in der Nähe von Siedlungen, kommt es auch vor, dass sie dort nach Nahrung suchen.

    Lösung

    Wildschweine sind Allesfresser, sogenannte Omnivoren. Sie ernähren sich zu ca. 90% von pflanzlicher und zu ca. 10% von tierischer Nahrung. Wildschweine durchwühlen bei der Nahrungssuche mit ihrem starken Rüssel den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Larven, Schnecken, Insekten und Pilzen. Daneben fressen sie auch Gräser, Kräuter, Obst, Bucheckern, Nüsse und auch tote Tiere (Aas). Leben die Tiere in der Nähe von Siedlungen, kommt es zudem häufig vor, dass sich Wildscheine auch von Gartenabfällen und Speiseresten ernähren.

  • Begründe, warum das Wildschwein trotz Bejagung im Bestand zunimmt.

    Tipps

    Wildschweine sind Fluchttiere. Dieses Verhalten ist tief in den Instinkten des Wildschweins verankert.

    Erinnere dich an die Nahrung, die ein Wildschwein frisst und überlege, was ein großes Nahrungsangebot für den Bestand der Wildschweine bedeutet.

    Lösung

    Wildschweine sind Omnivoren, also Allesfresser. Aus diesem Grund besitzen sie ein breites Nahrungsangebot. Der verstärkte Anbau von Mais und Getreide erweitert dieses Nahrungsangebot. Auch von Jägern ausgelegte Nahrung, sogenannte Kirrungen, sorgen dafür, dass den Wildschweinen das ganze Jahr über viel Futter zur Verfügung steht. Das große Nahrungsangebot sorgt für eine Vermehrung des Wildschweinbestands.

  • Bestimme die Unterschiede von Wild- und Hausschwein.

    Tipps

    Das Wildschwein hat ein sehr dichtes Borstenfell und wirkt dadurch massiger, als es eigentlich ist.

    Wofür verwenden männliche Schweine Hauer? Was meinst du, ist diese Funktion in der heutigen Haltung von Hausschweinen notwendig oder eher störend?

    Überlege dir, für welchen Zweck das Hausschwein gezüchtet wurde und welche Merkmale des Körperbaus dabei eine Rolle spielen.

    Lösung

    Das Hausschwein gehört zu den am frühesten domestizierten Haustierrassen. Über ganze 8.000 Jahre liegt die Domestizierung zurück. Haus- und Wildschwein lassen sich jedoch noch paaren. Das Hausschwein ist also keine eigene Art, sondern eine Unterart des Wildschweins. Wild- und Hausschwein haben daher sehr viele Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel ihr Allesfressergebiss oder ihr außerordentlich guter Geruchs- und Tastsinn. Neben der Lebensweise liegen die Unterschiede von Haus- und Wildschwein vor allem im Körperbau. Diese sind insbesondere in der Funktion und entsprechenden Zucht des Hausschweins als Fleischlieferant begründet.

  • Beschreibe die Familienstruktur der Wildschweine.

    Tipps

    Die Bezeichnungen von Hausschweinen und Wildschweinen sind unterschiedlich.

    In einem Matriarchat führt ein weibliches Tier die Gruppe an. In einem Patriarchat übernimmt ein männliches Tier die Führungsrolle.

    Lösung

    Eine Rotte ist ein Familienverband von weiblichen Wildschweinen und ihrem Nachwuchs, den Frischlingen. Die Gruppe wird von der Leitbache angeführt. Da ein weibliches Wildschwein die Führungsrolle übernimmt, spricht man auch von einem sogenannten Matriarchat. Männliche Wildschweine, die Keiler, leben nicht innerhalb der Gruppe und sind Einzelgänger. Nur zur Fortpflanzung nähern sich die Keiler der Rotte.

  • Ermittle ein passendes Verhalten bei einer Wildschweinbegegnung.

    Tipps

    Wildschweine sind sehr scheue Tiere. Sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.

    Wildschweinmütter beschützen ihren Nachwuchs mit ihrem Leben.

    Lösung

    Wildschweine sind sehr scheue Tiere. Sie haben zudem ein gutes Gehör und einen ausgeprägten Geruchssinn. Aus diesem Grund bemerken sie den Menschen früh und halten Abstand. Wenn du dich tagsüber auf den Wegen im Wald aufhältst, und nicht durch die Wälder schleichst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass du überhaupt einem Wildschwein begegnest.

    Sollte doch mal ein Tier vor dir stehen, ist es wichtig, dass du Ruhe bewahrst. Entferne dich langsam von dem Tier und bedränge es nicht. Das Wildschwein ist ein Fluchttier und wird versuchen wegzulaufen, daher solltest du es auf keinen Fall in die Enge treiben.

    Wenn du mit deinem Hund unterwegs bist, solltest du ihn nicht frei laufen lassen. Hunde sind im Gegensatz zu Wildschweinen Raubtiere. Nähert sich dein Hund dem Tier, so wird es Angst bekommen und könnte sich wehren. Gegen Wildschweine ziehen die meisten Hunde den Kürzeren.

    Besonders vorsichtig solltest du sein, wenn du auf eine Bache mit Frischlingen triffst. Wildschweinmütter beschützen ihren Nachwuchs mit dem Leben. Auch hier heißt es Ruhe bewahren und von den Tieren entfernen.