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Der Wolf – Stammvater des Hundes

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Der Wolf – Stammvater des Hundes
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema Der Wolf – Stammvater des Hundes

Inhalt

Der Wolf

Bestimmt kennst du den Wolf aus verschiedenen Geschichten und Märchen, die dir deine Eltern erzählt haben. Auch in der Grundschule war der Wolf bestimmt schon einmal Thema oder die gefährliche Hauptfigur einer Geschichte. Aber ist der Wolf wirklich so böse und musst du Angst vor ihm haben? Nicht nur darauf gibt dir dieses Video eine Antwort. Auch was die Merkmale eines Wolfes sind oder welche Nahrung er zu sich nimmt, wirst du hier erfahren. Einem ausführlichen Referat über den Wolf steht dann nichts mehr im Weg.

Im Unterrichtsfach Biologie sieht man den Wolf als Stammvater des Hundes, des besten Freundes des Menschen, an. Welche vielfältigen Gemeinsamkeiten Hund und Wolf verbinden, wird ebenfalls Inhalt dieses Videos sein.

Der Wolf als Rudeltier

Der Wolf lebt in Gruppen, den sogenannten Wolfsrudeln. Ein Wolfsrudel bewohnt zusammen ein Revier, das viele 100 Quadratkilometer groß ist. Ein Vergleich zeigt, wie riesig dieses Gebiet ist: Auf einer Fläche, die mit 900 Quadratkilometern so groß wie Berlin ist, kann der Mensch mit 3,5 Millionen weiteren Artgenossen zusammenleben. Dieser Platz reicht jedoch nur für genau ein Wolfsrudel von etwa acht Tieren aus.

Die Leitwölfe

Im Wolfsrudel stehen ein männliches und ein weibliches Leittier an der Spitze. Alle anderen Mitglieder ordnen sich diesem Paar unter. Diese sogenannten Leitwölfe sind die einzigen, die sich vermehren. Bei der Aufzucht der Jungen helfen dann aber alle Rudeltiere mit. Leitwölfe zeichnen sich durch ihre besondere Stärke und Erfahrung aus. Sie führen das Rudel an und kümmern sich um die gesamte Gruppe.

Typische Verhaltensweisen des Wolfs

Ist von einem Wolf die Rede, so denkst du sicher sofort an sein ganz besonderes Wolfsgeheule, das durch Mark und Bein gehen kann und auf den Menschen oft ein wenig unheimlich wirkt. Wölfe heulen jedoch nicht, um uns zu verschrecken, sondern um mit den Mitgliedern eines Rudels in Kontakt zu bleiben. Auch dann, wenn die Gruppe jagt, spielt diese Form der Kommunikation eine wichtige Rolle.

Über die Körpersprache zeigen Wölfe ihre Stimmung und verdeutlichen ihren Platz innerhalb der Rangordnung. Leittiere imponieren mit leicht gehobenem Schwanz. Zur Unterordnung wird der Schwanz gekringelt. Auch das Hinlegen und Zeigen der Bauchseite verdeutlichen Unterwerfung. Hat ein Wolf Angst, so klemmt er den Schwanz zwischen die Hinterbeine und macht sich klein. Daher kommt auch der Ausdruck den Schwanz einziehen, wenn Menschen Angst haben. Das Fletschen der Zähne wiederum ist eine Drohgebärde, die wir auch von Hunden kennen.

Auch das Markieren mit Urin kennen wir vom besten Freund des Menschen, dem Hund. Beim typischen Heben des Beins verteilt das Männchen Duftstoffe an Büschen und Bäumen und kennzeichnet so das eigene Revier.

Verhaltensweisen des Wolfs

Der Körperbau des Wolfs

Beim Körperbau gibt es viele Gemeinsamkeiten von Wolf und Hund. Schau dir dazu gerne auch das Video mit dem Thema Der Hund – Körperbau eines Jägers an. Der Wolf ist ein Wirbeltier mit langen, kräftigen Beinen und einem Raubtiergebiss. Mit den scharfen Eckzähnen hält er seine Beute fest und mit den starken Reißzähnen zerreißt der Wolf seine Mahlzeit. Auch die Pfoten von Wölfen ähneln jenen von Hunden. Außerdem verfügt der Wolf über einen hervorragenden Spürsinn und ein ausgezeichnetes Gehör.

Der Wolf als Hetzjäger

Das ausgezeichnete Gehör, ihr leistungsfähiger Körperbau sowie die enorme Ausdauer von Wölfen kommt ihnen bei der Jagd zugute. Wölfe jagen im Rudel und sind Hetzjäger. Das heißt, sie hetzen ihre Beute, bis sie vor Erschöpfung aufgibt und die Wölfe zuschlagen können. Bei der Verfolgung des Beutetiers teilen sich die Wölfe auf, sodass die Beute keine Chance hat, auszuweichen. Am liebsten wählen sie Rothirsche, Wildschweine und Rehe für ihre Jagd aus, sie fressen aber auch Beeren, Früchte und Kleinsäuger wie Hasen.

Der Wolf als Stammvater des Hundes

Du hast nun schon einige Gemeinsamkeiten von Wolf und Hund kennengelernt. Wie aber konnte sich aus dem Wolf der Hund entwickeln? Dafür müssen wir viele Tausend Jahre zurück in unserer Zeit gehen. Man geht davon aus, dass Wölfe früh die Nähe von Menschensiedlungen gesucht haben. Eventuell waren die Nahrungsreste der Menschen für sie anziehend. Es kann aber auch sein, dass es genau umgekehrt war und der Mensch die Beutereste des Wolfes nutzte, wie zum Beispiel Felle, Knochen und Sehnen, um Kleidung und Werkzeug herzustellen. Vermutlich hat der Mensch dann junge Wölfe aufgezogen und gezähmt. So entwickelte sich vor über $15\,000$ Jahren aus dem Wolf der Hund. Züchtungen führten später zu unterschiedlichen Hunderassen, von denen es heute etwa 400 gibt. Weitere Informationen zu der Züchtung von Hunden erfährst du im Video mit dem Titel Der Hund als Zuchttier.

Steckbrief zum Wolf

Die wichtigsten Punkte zum Thema Wolf sind im folgenden Steckbrief stichpunktartig zusammengefasst.

Der Wolf
Lateinischer Name Canis lupus
Alter 7 bis 12 Jahre
Gewicht 30 bis 60 kg
Fellfarbe weiß, schwarz, grau
Lebensweise Rudeltier mit Leitwölfen an der Spitze der Gruppe
besondere Fähigkeiten enorme Ausdauer und hervorragender Spürsinn
Jagdweise Hetzjäger
Nahrung Rothirsch, Wildschwein, Reh, Früchte und Kleinsäuger
Typische Verhaltensweisen Wolfsgeheul, Markieren des Reviers, Stimmungen mit Schwanzhaltung anzeigen
Körperbau Wirbeltier, lange, kräftige Beine, Raubtiergebiss
Feinde der Mensch
Besonderheit Stammvater des Hundes

Zwei Fragen sind bisher aber noch offen geblieben. Ist der Wolf wirklich böse? und Wer oder was sind die Feinde vom Wolf?. Der Hauptfeind des Wolfes ist tatsächlich der Mensch. Er ist in seinem Lebensraum das einzige Lebewesen, das dem Wolf gefährlich werden kann. Der Wolf hingegen wird nur sehr selten gefährlich für den Menschen, weil er uns nicht als Beute sieht. So ist der böse Wolf wohl doch nur eine Fantasie des Menschen.

Im Anschluss an dieses Video und den Lerntext zum Thema Wolf findest du Arbeitsblätter, um dein erlerntes Wissen zu überprüfen. Viel Spaß dabei!

Transkript Der Wolf – Stammvater des Hundes

Hallo! Den Wolf kennen viele aus verschiedenen Märchen vor allem als „bösen Wolf“. Aber wie böse ist dieses Tier wirklich? In diesem Video wollen wir den Wolf näher kennenlernen und die vielfältigen Gemeinsamkeiten zum „besten Freund des Menschen“, dem Hund, herausfinden.

Rudeltier

Der Wolf ist ein Rudeltier. In Gruppen zu maximal acht Tieren leben Wölfe zusammen in einem Revier, das viele hundert Quadratkilometer groß sein kann. Zum Vergleich: Ganz Berlin hat eine Fläche von ca. 900 Quadratkilometer und wäre damit gerade groß genug, um einem einzigen Wolfsrudel von vielleicht acht Tieren Platz zu bieten. Zum Vergleich: Für den Mensch reicht diese Fläche, um dort mit 3,5 Millionen Artgenossen zusammenzuleben.

Im Wolfsrudel steht ein männliches und ein weibliches Leittier an der Spitze. Alle anderen Mitglieder ordnen sich diesem Paar unter. Diese so genannten Leitwölfe sind die einzigen, die sich vermehren. Bei der Aufzucht der Jungen helfen dann aber alle Rudelmitglieder mit.

Zur Markierung des eigenen Reviers hinterlassen männliche Wölfe Duftspuren an Büschen und Bäumen. Dieses Verhalten kennen wir auch von Hunderüden, die gerne an Häuserecken das Bein heben, um ihr „Revier“ zu kennzeichnen.

Körperbau

Auch im Körperbau von Wolf und Hund gibt es viele Gemeinsamkeiten. Der Wolf ist ein Wirbeltier, mit langen, kräftigen Beinen und einem Raubtiergebiss. Mit dem starken Eckzahn lässt sich die Beute gut festhalten, mit den stärksten Backenzähnen, den Reißzähnen, können Wölfe ihre Mahlzeit zerreißen.

Auch die Pfoten von Wölfen ähneln jenen von Hunden. Die weichen Ballen dämpfen den Lauf. Die stumpfen Krallen können nicht eingezogen werden. Wölfe verfügen genau wie Hunde über einen hervorragenden Spürsinn und ein ausgezeichnetes Gehör.

Jagdweise

Das kommt ihnen bei der Jagd sehr zu gute. Wölfe jagen im Rudel, sie sind Hetzjäger. Meistens spüren sie ihre Beutetiere über den Geruchsinn auf und folgen ihnen in der Gruppe. Dabei laufen die einen hinterher, während andere ihnen die Fluchtwege seitlich abschneiden oder sie von vorne einkesseln. Erschöpft gibt das Beutetier früher oder später auf. Das ist der Zeitpunkt, wo die Wölfe gemeinsam zuschlagen.

Der Grund für die enorme Ausdauer von Wölfen und Hunden liegt nicht nur in den leistungsstarken Lungen. Auch die enorm biegsame Wirbelsäule trägt ihren Teil dazu bei. Beim Lauf streckt sie sich erst und krümmt sich dann zusammen, wenn die Hinterbeine aufsetzen. Dadurch ergibt sich eine sehr große Schrittlänge.

Kommunikation

Über das Wolfsgeheul halten die Mitglieder eines Rudel Kontakt zueinander. Auch wenn das Rudel nicht jagt, spielt Kommunikation eine große Rolle. Über die Körpersprache zeigen Wölfe ihre Stimmung und verdeutlichen ihren Platz innerhalb der Rangordnung.

Leittiere imponieren mit leicht gehobenen Schwanz. Zur Unterordnung wird der Schwanz gekringelt. Auch das Hinlegen und zeigen der Bauchseite verdeutlicht Unterwerfung. Das Fletschen der Zähne wiederum ist eine Drohgebärde, die wir auch von Hunden kennen.

Hat ein Wolf Angst, biegt sich der Schwanz durch die Hinterläufe von vorne. Daher kommt auch der Ausdruck „den Schwanz einziehen“, wenn Menschen Angst haben.

Zähmung und Entwicklung zum Hund

Die Fülle an Gemeinsamkeiten zwischen Wolf und Hund kommt natürlich daher, dass der Hund vom Wolf abstammt. Es wird angenommen, dass die Wölfe früh die Nähe von Menschensiedlungen gesucht haben. Vielleicht waren die Nahrungsreste der Menschen anziehend für Wolfsrudel.

Es kann auch sein, dass es genau umgekehrt war, und der frühe Mensch die Beutereste von Wölfe nutzte. Etwa um Kleidung aus Fellen zu fertigen. Vielleicht hat der Mensch dann junge Wölfe aufgezogen und gezähmt. So entwickelte sich schon vor 15 000 Jahren aus dem Wolf der Hund. Züchtungen führten später zu unterschiedlichen Hunderassen, von denen es heute etwa 400 gibt.

Zusammenfassung

Fassen wir nochmal zusammen: Der Wolf ist ein Rudeltier und Hetzjäger. Er verfügt über einen hervorragenden Spürsinn und enorme Kondition. Die meisten Eigenschaften von Wölfen finden wir heute in Hunden wieder.

Der Hauptfeind von Wölfen ist und bleibt übrigens der Mensch; wohingegen Wölfe Menschen nur sehr selten gefährlich werden, weil sie diese nicht als Beute sehen. In den letzten 50 Jahren starben in Europa nur wenige Menschen durch Angriffe von Wölfen. Weit mehr kamen aber durch Autounfälle ums Leben. So ist der “Böse Wolf” wohl doch nur eine Phantasie des Menschen. Tschüss!

22 Kommentare

22 Kommentare
  1. Das Video war sehr hilfreich

    Von Jean Claude Ackad, vor 5 Monaten
  2. Das Video war super hilfreich !!!!!! Alles wurde echt gut erklärt !!!!!!

    Von Nala, vor 5 Monaten
  3. Das Video hat mir sehr geholfen beim lernen.

    Von Lisa, vor 7 Monaten
  4. sehr hilfreich
    mehr

    Von TOM IST COOL, vor 7 Monaten
  5. Mega hilfreich

    Von Melina, vor 9 Monaten
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Der Wolf – Stammvater des Hundes Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Wolf – Stammvater des Hundes kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne Verhaltensmerkmale von Wölfen.

    Tipps

    Erinnerst du dich, wie Wölfe ihr Revier markieren?

    Dringt ein Wolf in ein Revier eines fremden Rudels ein, wird dieser meist direkt angegriffen.

    Lösung

    Wölfe leben in Rudeln. Dabei besitzt ein Wolfsrudel ein bis zu 2500 $km^2$ großes Revier. Die Grenzen des Reviers werden durch Kot oder Urin des Rudels markiert. Diese Markierungen werden von anderen Wölfen als Geruchssignale wahrgenommen. Die Größe des Reviers wird meist durch die Verfügbarkeit von Beutetieren bestimmt. Wölfe jagen ihre Beute meist gemeinsam. Sie sind Hetzjäger und verfolgen und umzingeln ihre Beute so lange, bis diese erschöpft aufgibt. Auch bei der Aufzucht der Jungen beweist das Rudel Teamwork. Meist pflanzt sich in einem Rudel nur der Leitwolf fort. Die Jungen werden aber gemeinsam von allen Mitgliedern des Rudels aufgezogen.

  • Gib die Entwicklung des Wolfes zum Hund wieder.

    Tipps

    Hunde und Katzen sind zwar beide Raubtiere, allerdings ist ihre Verwandtschaft eher entfernt. Deshalb können sie sich untereinander nicht fortpflanzen.

    Wölfe sind neugierige Tiere. Es gibt auch heute noch immer wieder Zwischenfälle, bei denen sich der Wolf dem Menschen nähert, zum Beispiel wenn sie Nahrung riechen.

    Lösung

    Den Hund gibt es seit ca. 15 000 Jahren. Zu dieser Zeit lebten die Menschen noch in kleinen Verbänden in Dörfern oder als Nomaden. Nahrungsreste blieben oft liegen, sowohl beim Menschen als auch beim Wolf. Der Mensch konnte aus den Überresten der Beutetiere zum Teil noch Kleidung herstellen und der Wolf ernährte sich zum Teil von den Nahrungsresten der Menschen. Auf diese Weise näherten sich beide mit der Zeit an.

    Wahrscheinlich wird es auch vorgekommen sein, dass Menschen Jungtiere bei sich zu Hause aufzogen. Diese Wölfe gewöhnten sich so stark an die Menschen, dass sie sie als ihr Rudel ansahen. Auf diese Weise nehmen uns auch die heutigen Hunde übrigens wahr. Menschen konnten diese Wölfe bei der Jagd einsetzen und der Wolf wurde im Gegenzug von den Menschen ernährt und beschützt. Natürlich vermehrten sich solche Wölfe in menschlichen Kolonien meistens mit ihresgleichen. Damit begann die Zucht, aus der sich der Hund entwickelte.

  • Beschreibe die Art des Laufens von Wölfen.

    Tipps

    Während des Laufens stößt sich der Wolf immer wieder mit den Hinterbeinen nach vorn ab.

    Im Sprung ist die Wirbelsäule des Wolfes stark gestreckt. Befinden sich alle vier Pfoten auf dem Boden, ist sie dagegen stark gebeugt.

    Lösung

    Setzt der Wolf zum Lauf an, stößt er sich zunächst mit seinen kräftigen Hinterbeinen nach vorn ab. Dabei zieht er die Vorderbeine in die Luft und macht einen Sprung. Währenddessen streckt sich der gesamte Wolfskörper und die Wirbelsäule wird auseinander gezogen. Bei der Landung mit den Vorderbeinen schiebt sich der gesamte Körper nach vorn. So, dass sich die Vorderbeine unter seinem Körper befinden. Die Hinterbeine zieht er an dieselbe Stelle nach. Nun ist die Wirbelsäule stark gebeugt.

    Durch diese Art zu laufen erreicht der Wolf eine extrem große Schrittweite. Muss er weite Strecken laufen, braucht er also nicht so viele Schritte zu machen. Das spart Energie. Zusammen mit seinen Lungen ermöglicht es dem Wolf die Hetzjagd, bei der das Beutetier über weite Strecken verfolgt und vom Rudel umzingelt wird. Schließlich gibt es auf und das Wolfsrudel greift an.

  • Vergleiche die verschiedenen Wirbeltiergebisse.

    Tipps

    Überlege, welche Zähne du beim Essen wofür genau benutzt. Womit kaust du und mit welchen Zähnen beißt oder reißt du etwas ab?

    Mit den Eckzähnen können gut Stücke aus der erlegten Beute herausgerissen werden.

    Die Schneidezähne eines Nagetieres sind besonders groß und wachsen ein Leben lang weiter.

    Pflanzenmaterial lässt sich besonders gut mit großen und breiten Backenzähnen zermahlen.

    Lösung

    Der Wolf nimmt zwar auch andere Nahrung zu sich, ist aber hauptsächlich ein Fleischfresser. Seine großen Eckzähne bohren sich tief in das Fleisch seiner Beute. Mit den Reißzähnen kann er das Stück Fleisch festhalten und aus der Beute herausreißen. Anschließend wird nicht viel gekaut, sondern direkt heruntergeschluckt.

    Das Gebiss eines Allesfressers sieht dem des Fleischfressers ähnlich. Auch ein Allesfresser isst gelegentlich Fleisch und benötigt dazu seine Eckzähne. Sie sind aber etwas kleiner als die eines echten Fleischfressers. Dafür sind seine Backenzähne stärker ausgeprägt und er besitzt keine Reißzähne.

    Die Nagetiere erkennt man an ihren großen Nagezähnen. Sie sind die ursprünglichen Schneidezähne. Nagetiere benötigen sie, um Nüsse zu knacken oder an anderen Pflanzenmaterialien zu nagen. Dabei werden sie ständig abgenutzt und wachsen daher ein Leben lang nach. Nagetiere besitzen keine Eckzähne und ihre Backenzähne sind zum Mahlen der pflanzlichen Nahrung ausgelegt.

    Wiederkäuer haben sich auf rein pflanzliche Nahrung spezialisiert. Ihre Eckzähne im Unterkiefer sind nach vorne zu den Schneidezähnen verschoben. Da sie im Oberkiefer keine Eck- und Schneidezähne besitzen, können sie mit ihnen sehr gut Pflanzenmaterial abreißen. Mit ihren großen Backenzähnen mahlen sie dieses. Wiederkäuer würgen ihre Nahrung mehrmals hoch, um sie erneut mit ihren großen Backenzähnen zu mahlen.

  • Interpretiere die Körpersprache des Wolfes.

    Tipps

    Ein aggressiver Wolf zeigt seine Zähne.

    Da Wölfe ein besonders gutes Gehör besitzen, spitzen sie ihre Ohren, wenn sie aufmerksam sind.

    Lösung

    Da Wölfe Rudeltiere sind, haben sie spezielle Formen zur Kommunikation mit ihren Artgenossen entwickelt. Hauptsächlich verständigen sie sich über ihre Körpersprache.

    In einem Rudel gibt es eine Rangordnung. Diese ist häufig umkämpft. Versucht sich ein Wolf gegen ein anderes Mitglied des Rudels durchzusetzen, zeigt er ein aggressives Verhalten. Sein Mund ist nach oben gezogen und seine Zähne sind gut sichtbar. Sein Schwanz ist gestreckt und er blickt seinem Gegner häufig direkt in die Augen.

    Um so einem Kampf aus dem Weg zu gehen, signalisieren Wölfe Unterwürfigkeit. Dazu wird der Schwanz eingezogen und sich möglichst klein gemacht. Häufig schauen sie auf den Boden. Auch die Ohren werden eingezogen.

    Ein ängstlicher Wolf zieht seinen Schwanz komplett unter seinen Körper. Seine Ohren richten sich in die Richtung, aus der die Gefahr droht.

  • Erläutere die Bedeutung des Wolfes als großen Beutegreifer.

    Tipps

    Der Wolf ist ein Fleischfresser und jagt unter anderem Rehe und Hirsche.

    Rehe und Hirsche sind Pflanzenfresser. Sie fressen besonders gern junge Triebe von Bäumen oder Sträuchern.

    Überreste der Beute von einem Wolf werden häufig von Aasfressern gefressen. Anschließend werden sie von Bodenorganismen zersetzt.

    Lösung

    Der Wolf hat einen großen Einfluss auf das Gleichgewicht in der Lebensgemeinschaft Wald. Er ist ein hohes Glied der Nahrungskette und damit sind viele andere Tiere, Pflanzen und sogar Pilze und Bakterien von ihm abhängig.

    Er hält die Zahl der Rehe und Hirsche im Wald klein. Dadurch entstehen weniger Fraßschäden an den Bäumen und Sträuchern. Außerdem verhalten sich Rehe und Hirsche anders, wenn ein Wolfsrudel in der Nähe ist. Sie wandern häufiger umher, um zu verhindern, dass Wölfe ihre Fährte aufnehmen. Pflanzen werden dadurch weniger stark geschädigt und können sich wieder erholen.

    Die Überreste seiner Beute lässt der Wolf einfach im Wald liegen. Von ihnen ernähren sich zum Beispiel Aasfresser und manche Allesfresser. Die letzten Überreste der Beute werden von Zersetzern genutzt. Sie scheiden nur noch Nährstoffe für den Boden aus, die wieder von Pflanzen genutzt werden können.

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