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Theorie des ökologischen Fußabdrucks

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Team Wissensdurst
Theorie des ökologischen Fußabdrucks
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Grundlagen zum Thema Theorie des ökologischen Fußabdrucks

Um festzustellen, ob wir mit der Natur im Gleichgewicht leben, wurde der ökologische Fußabdruck eingeführt. Es wurde dabei festgestellt wie viel Fläche auf der Erde biologisch produktiv ist. So konnte errechnet werden, wie viel dieser Fläche jeder Mensch auf der Erde benötigt.

Transkript Theorie des ökologischen Fußabdrucks

Die Menschheit verbraucht momentan pro Jahr mehr natürliche Ressourcen als die Erde im gleichen Zeitraum regenerieren kann und produziert mehr CO2, als die Ökosysteme aufnehmen können. Oder bildlich gesehen. Je mehr Ressourcen wir verbrauchen, ohne auf Nachhaltigkeit zu achten, desto größer wird der Fußabdruck, den wir auf der Erde hinterlassen. Im Jahr 1994 entwickelten die Forscher Bill Rees und Mathis Wackernagel der Universität Vancouver daher eine Art ökologisches Buchhaltungssystem, dass es möglich macht, den menschlichen Druck auf unseren Planeten zu berechnen, den ökologischen Fußabdruck. Dabei stellten sie fest, dass der Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre und der bevorstehende Ressourcenmangel maßgeblich mit dem Rückgang der bioproduktiven Flächen unserer Erde zu tun haben. Bioproduktive Flächen stellen die Lebensgrundlage für uns Menschen dar. Zu ihnen gehört zum Beispiel die Fläche, auf der unser Getreide wächst oder die Baumwolle für unsere Jeans. Aber auch die Fläche, auf der unsere Nutztiere weiden. Oder die Waldflächen, in denen das Holz zum Heizen heranwächst und die das von uns ausgestoßene CO2 binden können. Wackernagel und Rees stellten bei der Entwicklung ihres Messinstrumentes nun zwei Fragen in den Mittelpunkt: Wieviel produktive Fläche haben wir? Und wieviel produktive Fläche brauchen wir? Zunächst suchten sie nach einer Einheit, in der man die Produktivität aller biologisch nutzbringenden Land- und Wasserflächen der Erde angeben kann. Denn ein Hektar Regenwald ist zum Beispiel deutlich produktiver als ein Hektar Steppe. Die Forscher fassten daher alle biologisch produktiven Flächen weltweit zusammen und berechneten nun deren durchschnittliche Produktivität für einen Hektar. Diese neue Einheit nannten sie den „Globalen Hektar“. Das sind 10000 Quadratmeter, also etwas mehr als ein Fußballfeld, mit der weltweit durchschnittlichen biologischen Produktivität. Nimmt man die gesamte bioproduktive Fläche unseres Planeten und teilt sie auf die über sieben Milliarden Menschen auf, bleiben für jeden Menschen also circa 1,8 Globale Hektar übrig. Mit der Methode des ökologischen Fußabdrucks können wir nun berechnen, ob jeder Mensch tatsächlich den Anteil bioproduktiver Fläche verbraucht, der ihm theoretisch zusteht.

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