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Der ökologische Fußabdruck - deine Spuren im Alltag 04:28 min

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Transkript Der ökologische Fußabdruck - deine Spuren im Alltag

Sprecher: Wir befinden uns im Jahr 2012. Das ist Sven. Gemeinsam mit über sieben Milliarden Menschen lebt er auf dem Planeten Erde. Ganz schön viele, und es werden in rasantem Tempo immer mehr. Alleine in den letzten 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt. Wird das nicht bald ein bisschen eng? Also Sven sieht da überhaupt kein Problem. Platz gibt es auf der Erde schließlich mehr als genug, und auch sonst bekommt er jedoch alles, was er zum Leben braucht. Zum Beispiel Kleidung, die findet er in seinem Schrank. Und wenn nicht, dann kauft er sich eben neue in einem Modegeschäft oder günstig im Discounter. Trotzdem noch zu kalt? Dann einfach die Heizung aufdrehen. Sven: Wieso denn nicht? Sprecher: Und wenn es zu dunkel wird, das Licht anschalten. Jetzt hat Sven aber ganz schön Hunger bekommen. Tolle Sache, so ein Kühlschrank, braucht nur Strom, und den gibt es bei uns dank der vielen Stromkraftwerke ja zur Genüge. Sven liebt Fleisch, vor allem Rindfleisch. Seine Devise: Quantität statt Qualität. Schmeckt doch sowieso alles gleich. Hauptsache viel. Und wenn der Kühlschrank leer ist, geht es schnell zum Discounter. Da ist es schön billig und es gibt eine riesige Auswahl. Für all das braucht Sven natürlich Geld. Also ab auf die Arbeit. Mit dem Auto, versteht sich. Sven hat Glück. Er lebt in einem Land, in dem die Menschen im weltweiten Vergleich im Durchschnitt sehr gut verdienen. So, Feierabend. Was braucht ein Mensch noch? Freizeit. Vielleicht ein wenig im Internet surfen, Computer spielen, Zeitschriften lesen, ein bisschen mit dem Auto spazieren fahren oder den nächsten Urlaub planen. Mit dem Flugzeug ist man ja überall sofort. Und abends in die warme Badewanne. So, Sven, ein Tag ist vorbei. Du hast dich heute für einen Menschen in deinem Land ziemlich normal verhalten. Aber war dir auch bewusst, dass du dabei ständig Spuren auf der Erde hinterlassen hast und sogar ziemlich große? Nicht nur dein Haus und dein Garten brauchen Platz, auch durch deinen Lebenswandel beanspruchst du Fläche auf der Erde. Denn alle natürlichen Rohstoffe, die wir in unserem Alltag verbrauchen, zum Beispiel beim Essen, Wohnen oder Reisen, benötigen Platz zum Nachwachsen. Außerdem braucht die Natur Ressourcen, um unsere Abfälle abzubauen, zum Beispiel das von uns in großen Mengen produzierte Kohlenstoffdioxid, das CO2. Kohlenstoffdioxid ist ein Treibhausgas. Gelangt zu viel davon in unserer Atmosphäre, erwärmt sich die Erde immer stärker, und das Klima gerät aus dem Gleichgewicht. Pflanzen können eine gewisse Menge an CO2 binden und durch Photosynthese in Sauerstoff umwandeln. In Wäldern ist diese Umwandlungsrate besonders hoch. Sie sind daher sehr wichtig für den globalen Klimahaushalt. Jedes Mal, wenn wir CO2 produzieren, nehmen wir also auch eine gewisse Fläche an Wald in Anspruch. Dies macht allerdings nur einen Teil der gesamten Fläche aus, die wir der Erde durch unseren Lebensstil abverlangen. Bei dir, Sven, ist die Gesamtfläche wahrscheinlich in etwa so groß wie sechs Fußballfelder. Kaum vorstellbar, was?