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Das globale Dorf

Was beschreibt das Konzept des Globalen Dorfes?

  • Es wird ein neuer Staat gegründet, in dem Vertreter aus jedem Land zusammen leben und regieren.
  • Ländlich gelegene Dörfer werden modernisiert und besser an das Verkehrs- und Kommunikationsnetz angeschlossen.
  • Durch die zunehmende Verstädterung wird die Welt in viele kleine Dörfer aufgeteilt.
  • Die Welt wirkt verbundener, da Entfernungen kein Hindernis darstellen und problemlos überall miteinander kommuniziert werden kann.
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Team Realfilm

Das globale Dorf

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Beschreibung Das globale Dorf

Wenn du an Dörfer denkst, dann stellst du dir vermutlich eine kleine ländliche Gemeinde vor. In den 1960er Jahren sprach der Kanadier Marshall McLuhan von dem Konzept eines Globalen Dorfes. Damit beschrieb er, dass grundlegende Veränderungen in der Welt und die Art unserer Kommunikation unsere Welt in ein Dorf verwandeln. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass unsere Welt immer kleiner wirkt, weil weite Entfernungen kein Hindernis für soziale und wirtschaftliche Aktivitäten darstellen. McLuhan erkannte schon damals, dass die Verbesserungen in der globalen Vernetzung und die digitale Informationsübertragung das Leben der Menschen rund um die Welt verändern würden.

So wird das Kommunizieren mit einem Geschäftspartner am anderen Ende der Welt genauso einfach wie mit dem Nachbarn am Zaun zu sprechen. Wir können dank moderner Medien ohne Zeitverzögerung über Ereignisse auf der Welt informiert werden. Auch finden wir im Supermarkt Produkte aus aller Welt. Wir können alles kaufen, ob aus einer Fabrik oder vom Bauernhof nebenan.

McLuhans Idee ist äußerst präzise, vor allem, da es damals das Internet noch nicht gab und selbst 1993, Jahrzehnte später, gerade mal 60 Länder Zugang zum Internet hatten. Heute haben so gut wie alle Länder die Möglichkeit das Internet zu nutzen.

Es gibt jedoch auch Schattenseiten. Zum Beispiel bevorzugen Massenmedien dominante Sprachen und bedrohen dadurch Minderheitensprachen. Es wird davon ausgegangen, dass die Hälfte der Muttersprachen dieser Welt in diesem Jahrhundert aussterben wird. Oft ergibt sich im Zuge der Globalisierung der Eindruck, dass viele Orte ähnlich sind und ihre Einzigartigkeit verloren gegangen ist. Außerdem wachsen Städte insgesamt stark an, weil viele Menschen dort auf der Suche nach Arbeit sind.

Somit gibt es auf der einen Seite große Vorteile durch eine einfache Kommunikation und einen globalen Handel, jedoch stehen auf der anderen Seite ein Verlust von Tradition und Individualität der Orte als Nachteile.

Transkript Das globale Dorf

Ein typisches Dorf ist so klein, dass seine Einwohner meist leicht miteinander in Kontakt treten können. In den 1960er-Jahren nutzte der kanadische Intellektuelle Marshall McLuhan dieses Konzept in seinen Schriften. Er sah grundlegende Veränderungen in der Welt und der Art, wie wir miteinander kommunizieren, und nahm deswegen an, dass sich die Welt zu einem Globalen Dorf wandeln würde. Diese Metapher deutet an, dass unsere Welt kleiner wirkt und dass Entfernung ein geringeres Hindernis für soziale und wirtschaftliche Aktivitäten darstellt. McLuhan erkannte, dass Verbesserungen in der globalen Vernetzung und die digitale Informationsübertragung das Leben von Menschen rund um die Welt verändern würden. Mit Menschen in anderen Ländern zu kommunizieren würde so leicht werden, wie mit dem Nachbarn zu sprechen. Heute wissen wir, dass sich seine Hypothesen als ungemein präzise herausgestellt haben. Neue Technologien erlauben es uns, miteinander in Kontakt zu treten, wann immer und wo immer wir wollen. Heute können uns die Medien ohne Zeitverzögerung über Ereignisse auf der ganzen Welt informieren. Hatten im Jahr 1993 weltweit erst 60 Länder Zugang zum Internet, so sind es heute praktisch alle. Und die Produkte, die wir kaufen, können ebenso gut von der anderen Seite der Welt stammen wie aus der Fabrik oder vom Bauernhof nebenan. Im Globalen Dorf zu leben kann aber auch bedenkliche kulturelle Auswirkungen haben. Die Massenmedien bevorzugen zum Beispiel dominante Sprachen und bedrohen andere, sodass davon ausgegangen wird, dass die Hälfte der Muttersprachen der Welt in diesem Jahrhundert aussterben wird. Allgegenwärtige Werbung kann traditionelle Produkte und Werte schwächen. Und viele Orte auf der Welt wirken immer homogener, das bedeutet einheitlicher, wenn zum Beispiel Städte ihre einzigartigen Eigenheiten verlieren, da dort immer die gleichen Läden und Schilder auftauchen. Wachsende Verstädterung ist eine weitere Folge der Globalisierung, denn immer mehr Menschen auf der Suche nach Arbeit lassen die Stadtbevölkerung ansteigen. Die Theorie des Globalen Dorfes besagt, dass unsere moderne Welt es ihren Einwohnern immer einfacher macht, miteinander in Kontakt zu treten, aber es ist auch dieser Trend, der das ländliche Leben und die traditionelle regionale Kultur auf der ganzen Welt verschwinden lässt.

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