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Punctuation – Das Komma 06:44 min

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Transkript Punctuation – Das Komma

Dolores Duckbill hat nur ein Ziel. Sie muss dieses Level schaffen, um den wunderschönen Schnabeltier-Prinzen aus seinem grausigen Verlies zu befreien. Doch um das zu erreichen, muss sie erst einige Hindernisse in Form von Sätzen überwinden, denen die richtigen Kommas fehlen. Dear Prince, do not worry. Bei "Dear Prince" handelt es sich um eine Anrede – greeting – und hinter eine Anrede muss immer ein Komma gesetzt werden. Dasselbe gilt übrigens auch für eine Verabschiedung – closing – in Briefen oder Ähnlichem. Bei "Love, Dolores" muss ein Komma hinter die Schlussformel "love". Außerdem fängt der erste Satz nach der Anrede immer groß an. Aber das stimmt ja zum Glück. Dolores verliert keine Zeit. I have to cross streets, rivers, and canyons. Schnell sind die Kommas gesetzt, denn Dolores hat direkt erkannt, dass es sich um eine Aufzählung – enumeration – handelt, in der die einzelnen Bestandteile der Liste voneinander getrennt werden müssen. Das Komma, das vor "and" steht, ist optional. Es kann dastehen, muss es aber nicht. Dolores ist wirklich flink! Nach kurzem Überlegen erkennt Dolores, dass es sich bei "to be honest" um eine einleitende Phrase handelt, eine "introductory phrase". Dolores trennt sie durch ein Komma vom Rest des Satzes. Nach solchen einleitenden Satzbestandteilen kann ein Komma gesetzt werden, es muss aber nicht. Als Faustregel gilt: Je länger die einleitende Phrase ist, desto eher sollte zur Verständlichkeit ein Komma gesetzt werden. Aber auch nach kürzeren Einleitungen wie generally, however oder in fact kann ein Komma gesetzt werden. Das nächste Hindernis wartet schon. I hope he is a dashing, strong, smart, brave prince. Dolores erkennt: Hier sind sogenannte "coordinate adjectives" enthalten, also Adjektive, die gleichranging sind und unabhängig voneinander das Nomen – hier prince – näher beschreiben. Da jedes Adjektiv für sich das Nomen genauer definiert, müssen sie je durch ein Komma getrennt werden. Also setzt Dolores ein Komma hinter dashing, strong und smart. Man erkennt gleichrangige Adjektive – coordinate adjectives – daran, dass das jeweilige Komma ohne Probleme durch die Konjunktion "and" ersetzt werden kann. Handelt es sich nicht um gleichrangige Adjektive, wird kein Komma gesetzt. So zum Beispiel bei "He has bright blue suede shoes." "Bright" bestimmt nicht das Nomen näher, sondern das folgende Adjektiv "blue". Suede ist das integrale Adjektiv in diesem Satz, da es die Schuhe als Wildederschuhe beschreibt. Daher gibt es hier keine Kommas. Weiter geht's. The prince, who is part of the royal family, will await me. Dolores weiß, was zu tun ist: Bei "who is part of the royal family", handelt es sich um einen non-restrictive oder non-defining relative clause. Das sind nicht notwendige Relativsätze, die eine Zusatzinformation geben. Solche Sätze werden von Kommas eingeklammert. Diese Regel gilt übrigens für sämtliche Zusatzinformationen, egal in welcher Form sie erscheinen. Dolores hat es fast geschafft. Before I rescue the prince, I have to overcome two more obstacles. Hier handelt es sich um einen Nebensatz – subordinate clause –, der einem Hauptsatz – main clause – vorangeht. Der Nebensatz beginnt mit einer unterordnenden Konjunktion – subordinating conjunction. Obwohl er ein Subjekt – I – und ein Verb – rescue – enthält, kann er aufgrund der Konjunktion "before", nicht alleine stehen, da immer der Zusammenhang fehlen würde. Deshalb muss auf einen Nebensatz ein Komma folgen, wenn er einem Hauptsatz vorausgeht. Aber nur dann. Steht der Hauptsatz vor dem Nebensatz, trennt kein Komma die Sätze. Dolores sieht schon das Verlies des Prinzen. I am almost there, but I have to overcome one last obstacle. Hier handelt es sich um zwei gleichwertige Hauptsätze, die für sich alleine stehen können. Verbunden werden sie durch die nebenordnende Konjunktion – coordinating conjunction – but. Diese Konjunktion gehört zu den sogenannten Fanboys. Fanboys sind die nebenordnenden Konjunktionen for, and, nor, but, or, yet, so. Die sind doch unvergesslich, oder? Wenn eine dieser Konjunktionen zwei unabhängige Hauptsätze miteinander verbindet, muss ein Komma vor der entsprechenden Konjunktion stehen. Dolores hat es endlich geschafft! Ihr Prinz erwartet sie schon sehnsüchtig. Doch, oh nein? Wo ist der Schlüssel? Oh weh, da muss der Prinz sich wohl noch etwas gedulden.

2 Kommentare
  1. Hallo Sabine,
    danke für dein Feedback. Schön, dass dir das Video geholfen hat!
    Herzliche Grüße aus der Redaktion

    Von Kilian Söllner, vor 4 Monaten
  2. sehr lustige idee dieses video hat mir sehr geholfen,danke

    Von Sabine Schmidt 2, vor 4 Monaten

Punctuation – Das Komma Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Punctuation – Das Komma kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib die Regeln zur Kommasetzung im Englischen wieder.

    Tipps

    Ein Beispiel für eine introductory phrase ist:

    • To be honest, I never really liked orange juice.
    Je länger eine introductory phrase, umso besser ist es, wenn du ein Komma hinter sie setzt.

    This ice cream tastes so good, but I can't eat any more of it.
    Hier wurden zwei Hauptsätze mit einer nebenordnenden Konjunktion verbunden.

    Eine subordinating conjunction ist beispielsweise before. Mit ihr kannst du einen Nebensatz vor einen Hauptsatz setzen.

    Lösung

    In dieser Aufgabe konntest du dir noch einmal einen Überblick über die Regeln zur punctuation, der Zeichensetzung im Englischen, verschaffen. Du solltest dir merken, dass es bestimmte Fälle gibt, in denen du auf jeden Fall ein Komma setzen musst. Diese sind:

    • bei Anreden und Verabschiedungen
    • bei Aufzählungen
    • bei coordinating adjectives, die dasselbe Nomen beschreiben
    • bei non-defining relative clauses
    • bei Nebensätzen, die durch unterordnende Konjunktionen eingeleitet werden
    • bei zwei Hauptsätzen, die durch eine nebenordnende Konjunktion eingeleitet werden
    Bei introductory phrases, also einleitenden Phrasen ist das Komma optional. Je länger die introductory phrase ist, umso sinnvoller wird ein Komma.

  • Vervollständige die nebenordnenden Konjunktionen.

    Tipps

    Die nebenordnenden Konjunktionen sind beispielsweise „und“, „aber“, „oder“.

    Du musst die Anfangsbuchstaben der Konjunktionen nicht mehr schreiben.

    Lösung

    Die fanboys sind eine Gruppe von nebenordnenden Konjunktionen, die Hauptsätze miteinander verbinden können. Vor diese coordinating conjunctions musst du immer ein Komma setzen.
    Die Abkürzung fanboys steht für:

    • for
    • and
    • nor
    • but
    • or
    • yet
    • so
  • Prüfe, in welchen Sätzen das Komma fehlt.

    Tipps

    Die Nebenordnenden Konjunktionen, coordinating conjuctions kannst du dir mit der Abkürzung

    f
    a
    n
    b
    o
    y
    s

    merken. Diese Konjunktionen verbinden immer zwei Hauptsätze miteinander.

    Die coordinating conjunctions sind alle relativ kurz. Die längsten bestehen nur aus drei Buchstaben.

    Unterordnende Konjunktionen im Deutschen sind zum Beispiel „denn“ und „während“.

    Lösung

    Hier musstest du die Konjunktionen schon gut kennen, um die Regeln für die Kommasetzung im Englischen anzuwenden.

    Die beiden Arten von Konjunktionen nennt man coordinating conjunctions und subordinating conjunctions – nebenordnende Konjunktionen und unterordnende Konjunktionen.

    Nebenordnende Konjunktionen kannst du benutzen, um zwei Hauptsätze miteinander zu verbinden. Du kannst sie dir auch unter der Abkürzung fanboys merken. Vor diesen Konjunktionen musst du immer ein Komma setzen.

    Die unterordnenden Konjunktionen leiten Nebensätze ein oder setzen Satzteile in eine Beziehung zueinander. Sie brauchen im Englischen kein Komma.

  • Bestimme die Arten der Relativsätze im Text.

    Tipps

    Ein Komma trennt nur eine bestimmte Art von Relativsätzen.

    In defining relative clauses kann das Relativpronomen manchmal weg gelassen werden. So kannst du diese Art von Relativsätzen auch kürzen.

    Non-defining relative clauses geben immer Zusatzinformationen zu eindeutigen Sätzen.

    Lösung

    In dieser Aufgabe musstest du die Typen von Relativsätzen bestimmen und benennen. Im Englischen unterscheidet man zwischen:

    • defining relative clauses und
    • non-defining relative clauses.
    Defining relative clauses sind notwendige Relativsätze. Sie geben dir wichtige Informationen und werden mit einem Relativpronomen (who oder which) eingeleitet. Du erkennst sie daran, dass du immer auch das Relativpronomen that verwenden könntest. Oft sind Relativsätze mit that eher umgangssprachlich. Gelegentlich kann das Relativpronomen sogar weggelassen werden.

    • The film which we saw last week was amazing.
    • The film that we saw last week was amazing.
    • The film we saw last week was amazing.
    Non-defining relative clauses geben dir zusätzliche Informationen zu deinem Satz.

    • John, who lives in Austin, has just returned from his voyage around the world.
    In diesem Satz ist es nebensächlich, woher John kommt. Die wichtige Information ist, dass er von seiner Weltreise zurück ist.

  • Prüfe die Zeichensetzung in den Sätzen.

    Tipps

    Hinter Anreden und Verabschiedungen muss immer ein Komma stehen.

    Vor that steht nie ein Komma.

    Zwischen coordinating adjectives, also Adjektiven, die alle dasselbe Nomen beschreiben, muss immer ein Komma gesetzt werden.

    Wenn zwei Hauptsätze mit einer coordinating conjunction verbunden werden, muss vor der Konjunktion ein Komma stehen.

    Lösung

    Hier besteht deine Aufgabe darin, die Kommasetzung in den Sätzen zu überprüfen. Dafür musst du die Regeln für die englische Kommasetzung im Kopf haben und anwenden.

    Folgende Regeln solltest du dir einprägen:

    • Hinter Begrüßungen und Verabschiedungen setzt du immer ein Komma.
    • Bei Aufzählungen setzt du Kommata hinter die Wörter, die darin enthalten sind. Das Komma vor dem and ist optional, du musst es nicht setzen.
    • Je länger eine introductory phrase (einleitende Phrase) ist, umso eher setzt du ein Komma hinter sie.
    • Coordinate adjectives (gleichrangige Adjektive) beschreiben alle dasselbe Nomen. Du trennst sie mit Kommas voneinander.
    • Nicht notwendige Relativsätze werden mit der Konjunktion mit Kommas in den Satz eingesetzt.
    • Bei Hauptsätzen, die mit einer coordinating conjunction verbunden werden, steht vor der Konjunktion ein Komma.
    • Subordinate clauses (Nebensätze) stehen manchmal vor einem Hauptsatz. Ist das der Fall, trennst du beide mit einem Komma voneinander.
  • Ermittle die korrekte Kommasetzung in der E-Mail.

    Tipps

    Hinter Anreden und Verabschiedungen muss immer ein Komma stehen.

    Zwischen Adjektive, die dasselbe Nomen beschreiben, musst du auch ein Komma setzen.

    Bei non-defining relative clauses müssen Kommas den Relativsatz (mit dem Relativpronomen) einklammern.

    Steht der Nebensatz vor dem Hauptsatz, muss hinter den Nebensatz ein Komma gesetzt werden.

    Lösung

    Hier bestand deine Aufgabe darin, die Sätze in die Lücken zu übertragen und dabei auf die richtige Kommasetzung zu achten. In einigen Sätzen fehlte ein Komma, aber in anderen brauchtest du keines zu setzen. Die Regeln für die richtige Kommasetzung im Englischen sehr umfassend. Deshalb ist es wichtig, dass du dir die Fälle, in denen du ein Komma setzen musst, gut einprägst.

    Du brauchst ein Komma bei:

    • greetings and closings – Begrüßungen und Verabschiedungen,
    • enumerations – Aufzählungen
    • introductory phrases – einleitenden Phrasen
    • coordinate adjectives – gleichrangige Adjektive
    • non-defining relative clauses – nicht notwendigen Relativsätzen
    • Hauptsätzen, die mit einer coordinating conjunction verbunden werden
    • subordinate clauses – eingeschobenen Nebensätzen.