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Mediation – Sprachmittlung

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Team Digital
Mediation – Sprachmittlung
lernst du im 5. Lernjahr - 6. Lernjahr - 7. Lernjahr

Beschreibung Mediation – Sprachmittlung

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, eine mediation, eine sinngemäße Übertragung von Texten, vorzunehmen.

Zunächst lernst du, was der Unterschied zwischen einer mediation und einer translation ist. Anschließend erfährst du genauer, was eine mediation ausmacht und worauf du insbesondere zu achten hast. Zum Beispiel siehst du, wie wichtig paraphrasieren, zusammenfassen und dolmetschen in diesem Zusammenhang sind. Abschließend lernst du, wie du eine Mediation-Aufgabe in der Schule bearbeiten solltest, um sie erfolgreich umzusetzen und auf welche sprachlichen Besonderheiten du zu achten hast.

Lerne, wie du eine mediation durchführst, indem du siehst, wie Bergziege Carla versucht ihrem englischen Freund Cosmo die Grundlagen des Wanderns näher zu bringen.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie mediation, Übertragung, translation, Übersetzung, Kommunikationszweck, Paraphrasieren, Dolmetschen, Zusammenfassen und idioms.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie längere Texte im Englischen geschrieben werden.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, eine eigene mediation durchzuführen.

Transkript Mediation – Sprachmittlung

Bergziege Carla will heute mit ihrem Freund Cosmo wandern gehen. Der ist extra aus England angereist und freut sich schon riesig auf den gemeinsamen Ausflug. In seiner Vorfreude möchte Cosmo am liebsten direkt losrennen, doch Carla will, dass er zuerst die Verhaltensregeln am Berg lernt. Mit Hilfe einer Wanderbroschüre soll sich Cosmo über mögliche Gefahren informieren. Aber Cosmo versteht doch gar kein Deutsch! Da muss Carla wohl die wichtigsten Informationen für ihn ins Englische übersetzen. Eine "mediation" ist eine sinngemäße Übertragung wesentlicher Informationen von einer Sprache in eine andere. Das kann sowohl schriftlich, als auch mündlich stattfinden. Wichtig ist, eine "mediation" von einer "translation" zu unterscheiden. Während eine "mediation" die sinngemäße Übertragung wesentlicher Informationen verlangt, muss man bei einer "translation" alle Informationen möglichst genau Übersetzen. Wenn du eine "mediation"-Aufgabe bekommst, werden folgende Anforderungen an dich gestellt: Erschließe die Kernaussage des zu übersetzenden Textes. Wähle DIE Inhalte aus, die für die Aufgabenstellung relevant sind und die du übermitteln willst. Orientiere dich dabei am Zweck (also warum übersetzt du?) und am Adressaten oder der Adressatin (also für wen übersetzt du?). Achte darauf, nicht Wort für Wort zu übersetzen, sondern die Inhalte sinngemäß wiederzugeben. Die folgenden Tipps und Tricks werden dir dabei helfen: Erstens: Vereinfachung des Wortschatzes. Nicht immer findet man sofort die richtigen Vokabeln. Vor allem, wenn es sich um Wortschatz handelt, den du im Alltag nicht gebrauchst. Mache dich nicht verrückt, und wähle einfach eine leichtere Vokabel, die im Zusammenhang trotzdem richtig verstanden wird. Zweitens: Vereinfachung des Wortschatzes UND der Satzstruktur. Manche deutsche Sätze können ganz schön lang und verschachtelt sein. Und wenn sie dann noch Wörter enthalten, für die du keine passende englische Übersetzung parat hast, kann einem schon mal der Kopf schwirren. Durch eine Vereinfachung von Vokabeln und Satzstrukturen, kannst du die wichtigsten Infos kurz und knapp auf den Punkt bringen. Drittens: Inhaltliche Vereinfachung. Sätze, die durch viele Adjektive oder Adverbien ausgeschmückt sind, können oftmals inhaltlich auf das Wesentliche reduziert werden. Entnehme die wichtigsten Informationen des Satzes und fasse sie in eigenen Worten zusammen. Denke dabei auch an die vorher genannte Vereinfachung von Wortschatz und Satzstrukturen. Viertens: Unwichtige oder redundante Textstellen weglassen. Das Auslassen für die Situation unwichtiger Informationen ist das A und O einer "mediation". Denke immer daran, dass dein übersetzter Text nur ca. 35-40% der Länge des Ausgangstextes haben sollte. Hab daher keine Angst, bestimmte Textstellen komplett wegzulassen. Um einen Text sinngemäß zu übersetzen, solltest du dir folgendes merken: Löse dich von Wortlaut und Satzstruktur. Drücke dich einfach, verständlich und klar aus. Achte immer auf Situation und Empfänger. Schlage Wörter nur in Ausnahmefällen nach. So schauen wir mal, wie es bei Cosmo und Carla läuft. Leider hat Cosmo bemerkt, dass Wandern doch nichts für ihn ist.

1 Kommentar

1 Kommentar
  1. das hat Team Digital malwieder super hingekrigt macht weiter so
    eure alyssa(die große )

    Von Patricklausch, vor 29 Tagen

Mediation – Sprachmittlung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Mediation – Sprachmittlung kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Vorgehensweise beim Erstellen einer Mediation.

    Tipps

    Bei einer Mediation ist es sinnvoll, erst den Text zu lesen, bevor du dir die Aufgabenstellung durchliest.

    Bei Mediationen ist Geduld wichtig. Es ist sehr sinnvoll, den Text erst einmal sehr grob zu lesen, ehe du dir die wichtigen Informationen markierst.

    Lösung

    So gehst du am besten bei der Mediation vor:

    • Lies dir den Text zuerst aufmerksam durch. Versuche hierbei den Kontext des Textes mit im Hinterkopf zu haben. Konzentriere dich dabei auf die Gesamtaussage des Textes. Dafür ist es nicht wichtig, jedes einzelne Wort zu verstehen. Diese Art zu lesen nennt man auch reading for gist.
    • Danach setzt du dich mit der Aufgabenstellung auseinander. Welche Informationen brauchst du, um sie zufriedenstellend beantworten zu können? Achte dabei auch darauf, für wen du den Text übertragen sollst. Der Adressat kann beim Schreiben später eine wichtige Rolle spielen.
    • Anschließend liest du den Text noch einmal durch. Dabei unterstreichst du dir dann wichtige Passagen und Wörter, die für die Aussage des Textes wichtig sind.
    • Erst danach fängst du an zu schreiben. Achte dabei immer auch auf deinen Stil und eventuelle Höflichkeitsfloskeln, die die Aufgabenstellung verlangen könnte.
  • Definiere die Eigenschaften einer Mediation und einer Übersetzung.

    Tipps

    Eine Mediation ist eine Art der Sprachmittlung – das heißt sie hat den Zweck, den Inhalt zu erklären und nicht Wort für Wort zu übersetzen.

    Bei Übersetzungen muss jedes Wort übersetzt werden. bei einer Mediation geht es vielmehr um die sinngemäße Übertragung der Informationen.

    Lösung

    Eine Mediation dient dazu, zwischen zwei Gesprächspartnern, welche sich nicht verstehen, zu vermitteln. Dabei ist es wichtig, dass der Kommunikationszweck erreicht wird: Die wichtigsten Informationen werden verdichtet und wiedergegeben. Es ist nicht notwendig, dass die Satzstruktur und der Wortschatz 1:1 übernommen werden. Da der Ausgangstext oft über dem sprachlichen Niveau der Fremdsprache liegt, reicht es aus, Abschnitte zusammenzufassen und die Kernpunkte zu erschließen.

  • Stelle die Warnschilder den Warnungen gegenüber.

    Tipps

    Wenn du nicht alle Wörter der Warnung kennst oder verstehst, orientiere dich an bekannten Ausdrücken wie exit oder fire.

    Das Wort elevator kommt vom Verb to elevate, das „anheben” oder „erheben” bedeutet.

    Das Verb to trespass bedeutet „unerlaubt betreten”.

    Lösung

    Um eine englische Warnung dem deutschen Warnschild zuordnen zu können, ist es nicht notwendig, jede Vokabel zu kennen – die Übersetzung erfolgt nicht Wort für Wort, sondern dient lediglich dem Kommunikationszweck.

    Es ist nur wichtig, dass der Leser versteht, wovor gewarnt wird.

  • Interpretiere die Umschreibungen auf Englisch.

    Tipps

    Bei einer Mediation kann es passieren, dass dir ein Wort nicht gleich einfällt. Daher musst du es umschreiben. Achte darauf, Wörter zu nutzen, die zum selben Thema / Wortfeld gehören.

    Lösung

    Wenn dir einmal ein Wort nicht einfällt, ist es hilfreich, es mit „einfacheren Worten“ zu beschreiben. Beim Umschreiben können dir bekannte Wörter zum selben Thema oder Wortfeld helfen:

    • bei Schwiegertochter also zum Beispiel wife oder son
    • bei Tiefland Wörter wie area, flat, land oder sea level
    • bei Untertitel unter anderem movie und text
    • bei Methode zum Beispiel way
    • bei Spielraum Wörter wie possibility

  • Definiere die wichtigen Aspekte einer Mediation.

    Tipps

    Denke an die Definition der Mediation: Sie ist keine 1:1-Übersetzung.

    In einer Mediation wirst du nicht nach deiner Meinung gefragt. Als AutorIn einer Mediation zählt nur die sinngemäße Übertragung der Informationen.

    Der Sinn der Mediation ist, zwischen zwei Gesprächspartnern zu vermitteln: Wähle die Punkte aus, die für diesen Zweck wichtig sind.

    Lösung

    Eine Mediation dient der Vermittlung zwischen zwei Gesprächspartnern. Die richtigen key techniques beschreiben den Vorgang der Mediation:

    Die Schlüsselstellen werden identifiziert (markiert) und sinngemäß wiedergegeben. Während bei einer Übersetzung versucht wird, einen Ausgangstext möglich exakt wiederzugeben, ist es bei der Mediation nur wichtig, sich klar und verständlich auszudrücken und die Hauptaussagen des Textes zusammenzufassen.

  • Kennzeichne die relevanten Stellen im Text.

    Tipps

    Bei einer Mediation ist es besonders wichtig, die Aufgabenstellung genau zu lesen.

    Generelle Informationen enthalten meist Zahlen: Öffnungszeiten, Preise, ...
    (Diese sind für diese Situation nicht relevant!)

    Beachte, dass Informationen, welche für die Mediation von Bedeutung sind, meist Substantive enthalten (wie „Artefakte“ oder „NASA-Mitarbeiter“).

    Lösung

    Eine Mediation fasst Kernaussagen aus einem Text zusammen und gibt diese wieder: Dazu müssen die Schlüsselwörter eines Textes identifiziert werden.
    Hier ist es deine Aufgabe die Schlüsselwörter herauszusuchen, die die Attraktionen im Museum beschreiben – zum Beispiel die Astronautenanzüge oder die Virtual-Reality-Abteilung.

    Um Schlüsselwörter zu erkennen, muss die Frage gestellt werden, ob der Text auch ohne diese Information sinngemäß wäre. Bei der Präsentation eines Museums ist der Hinweis auf die Attraktionen absolut notwendig, um zu verstehen, um welche Art von Museum es sich handelt.

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