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Die Verwitterung als wichtiger Bodenbildungsprozess 03:23 min

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Transkript Die Verwitterung als wichtiger Bodenbildungsprozess

Vor allem in den Mittel- und Hochgebirgsregionen ist der Prozess der Verwitterung als Voraussetzung für die Bodenbildung augenscheinlich. Verwitterung beschreibt die Zerlegung und Zersetzung des festen Gesteins durch physikalische, chemische und biologische Vorgänge in lockere Gesteinstrümmer und Minerale. Auf drei Arten wirken Luft, Wasser und Pflanzen bei der Verwitterung mit. Bei der mechanischen oder physikalischen Verwitterung wird der Gesteinsverband infolge von Temperaturschwankungen zerrüttet. Schalige Trümmer sind die Folge, bis schließlich feinkörnigere Verwitterungsprodukte entstehen. Zwängen sich Pflanzenwurzeln in Spalten und Risse, so lockern sie durch ihr Dickenwachstum das Gestein. Bei der chemisch-biologischen Verwitterung bestimmen Organismen und Tiere den Bodenbildungsprozess. Hier überzieht ein Rasen von Blaualgen das Gestein. Diese Einzeller verwittern das Gestein durch Säuren, die sie erzeugen, um Nährstoffe aus dem Material herauszulösen. Unter dem Mikroskop betrachtet ist gut zu erkennen, wie zerklüftet das Gestein durch die Tätigkeit der Blaualgen inzwischen aussieht. Die Risse und Vertiefungen vergrößern die Oberfläche und schaffen weitere Lebensräume für eine reichliche Gesteins Besiedlung. Den Blaualgen folgen Flechten, Moose und zahlreiche Kleinstlebewesen als Bewohner. Durch ihre Ausscheidungen fördern diese Gesteins Bewohner die weitere Zersetzung und tragen zur Bodenbildung bei. Ganz deutlich wird dieser Zusammenhang zwischen BIOS und Boden beispielsweise auch dann, wenn erste Pflanzenteile absterben und zur Ausprägung einer Humusschicht führen. Dadurch können sich nun höhere Pflanzen wie Farne und Sträucher ansiedeln und schließlich wachsen Bäume. Die Geschichte einer engen Wechselbeziehung zwischen der voranschreitenden Bodenbildung und intensivem Pflanzenwachstum beginnt. Das zu Boden fallende Laub wird von Tieren gefressen und zerkleinert. Pilzfäden durchziehen das zerkleinerte Gewebe und zersetzen es. Übrig bleiben nur die Blattrippen, die schließlich durch die Bodenlebewesen weiterverarbeitet werden. Ein biologisches Recyclingsystem bildet Humus und die Nährstoffe werden wieder für die Pflanzen nutzbar. Nun schließt sich der Nährstoffkreislauf und der gesamte Prozess der Humusbildung beginnt erneut.