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Bodenprofile, Bodenhorizonte und Bodentypen 03:51 min

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Transkript Bodenprofile, Bodenhorizonte und Bodentypen

Fertigt man eine Zeichnung von der Abfolge, der Mächtigkeit und dem Aussehen der Schichten eines Bodens an, so ist dies ein Bodenprofil. Die einzelnen Schichten werden mit Buchstaben gekennzeichnet und nennt man Horizonte. Unter einer lockeren Streuschicht aus pflanzlichen Resten beginnt der unterschiedlich mächtige, meist dunkelbraune humose Oberboden, der die Bezeichnung A-Horizont trägt. Er ist der Lebensbereich der Hauptwurzeln der Pflanzen und der Bodenorganismen. In der Tiefe schließt sich der B-Horizont, der Unterboden an. In Abhängigkeit von den anderen Landschaftskomponenten, vor allem Klima, Wasser und Ausgangsgestein finden in dieser Schicht, die auch Umwandlungshorizont genannt wird, in Wechselwirkung mit den anderen Horizonten, mannigfaltige Verwitterungs- und Umlagerungsprozesse statt. Das verwitterte Ausgangsmaterial bildet den C–Horizont. Hier in der Tiefe sieht man das ursprüngliche Gestein aus dem der Boden entstanden ist. Was sich im Schema so einfach und übersichtlich darstellt, ist in der Natur mit Zwischenhorizonten, parallelen Prozessen, sowie weltweit betrachtet, wesentlich vielgestaltiger. Böden mit ähnlichen Merkmalen fast man zu Bodentypen zusammen. Hier sieht man zum Beispiel den Bodentyp Gleye- ganz charakteristisch seine grau-blaue Färbung. In Senken und Tälern führt der hohe Grundwasserspiegel zu Sauerstoffmangel im Boden. Er reduziert die Eisenverbindungen – zu erkennen an der typischen Farbe. Oder hier: der charakteristische Bodentyp in den meisten dicht bewaldeten Regionen unsere Mittelgebirge ist die Braunerde. Die bei der Verwitterung entstehenden Eisenhydroxide färben den Unterboden teilweise sehr tiefgründig braun. Daher sein Name Braunerde. Der jährliche Laubabwurf lässt einen ausgedehnten humosen Oberboden wachsen, der den Bodenorganismen als bevorzugter, idealer Lebensraum dient. In diesem Fall erkennen wir eine sehr enge Wechselbeziehung zwischen Boden und Bios. Global betrachtet, existieren also viele ganz unterschiedliche Böden mit ganz verschiedenen Eigenschaften. Zur ihrer Klassifizierung nimmt man die Einteilung in Bodenarten vor. Grundlage hierfür ist der Mineralbestand an Sand, Kalk und Ton. Man unterscheidet feine, grobe oder kiesige Sandböden. Je größer die Bestandteile sind, umso größer sind die Hohlräume im Boden, durch die das Wasser schnell versickert. Sandböden sind wasserdurchlässig und trocknen rasch aus. Lehmböden stellen ein Gemenge aus sandigen und tonigen Bestandteilen in unterschiedlichen Anteilen da. Da dadurch Lüftung und Wasserhaltung günstig sind, besitzen sie weder die Nachteile der kalten Wasser stauenden reinen Tonböden noch der austrocknenden Sandböden. Die lockeren Kalkböden enthalten meistens noch Trümmer des Ausgangsgesteins. Zwar sind die Luft und Wasserdurchlässigkeit gut, aber das Wasserspeichervermögen ist sehr gering. Lößböden bestehen aus staubförmigen Teilchen, die der Wind am Ende der Eiszeit angelegt hat. Diese Böden besitzen die günstigen Eigenschaften der Lehmböden und verfügen außerdem über einen sehr hohen Gehalt an Nährelementen. In Deutschland treffen wir sie vor allem in den fruchtbaren Böden.