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Abkühlung trotz Erderwärmung?

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Team Realfilm
Abkühlung trotz Erderwärmung?
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Beschreibung Abkühlung trotz Erderwärmung?

Es gibt Theorien, welche aussagen, dass sich manche Regionen auf der Welt abkühlen werden, obwohl die Durchschnittstemperatur auf der Erde steigt. Das stellt auf den ersten Blick einen Widerspruch dar. Es ist jedoch so, dass Ozeane eintausend Mal mehr Wärme als die Atmosphäre aufnehmen können. Dadurch wird die Wärme mit einem komplexen System von Meeresströmungen um die Erde bewegt. Dieses Netzwerk wird thermohaline Zirkulation oder auch globales Förderband genannt.

Beispielsweise fördern Strömungen salzreiches Meerwasser, welches an den Subpolargebieten von arktischen Winden abgekühlt wird. Das führt dazu, dass sich die Dichte des Wassers erhöht und schwerer wird. Das kühle Wasser sinkt mehrere Kilometer in Richtung des Meeresgrunds, wo es von Strömungen bis zum Äquator transportiert wird. Dort wird das Wasser wieder erwärmt und steigt nach oben. Damit ist der Kreislauf des globalen Förderbandes beendet und beginnt erneut.

Durch die Erderwärmung schmelzen die Eiskappen in den Polen. Das führt dazu, dass Süßwasser in die salzwasserhaltigen Ozeane gelangt. Dadurch wird die Dichte des Wassers geringer und es kann nicht mehr absinken. Somit ist die thermohaline Zirkulation unterbrochen und der Wärmetransport kann nicht mehr stattfinden. Mit dem fortschreitenden Abschmelzen der Gletscher könnte das globale Förderband komplett zusammenbrechen, was dramatische Folgen für globale Niederschlagsverteilung und den Wärmenachschub für bestimmte Regionen unterbrechen. Das könnte die Dynamik der Weltmeere komplett ändern, wodurch in manchen Regionen der Erde Trockenzeiten und in anderen arktische Winter entstehen. Es ist derzeit allerdings noch nicht genau bekannt, welche Gebiete davon betroffen sein werden.

Transkript Abkühlung trotz Erderwärmung?

Es mag seltsam klingen, aber es gibt Theorien, die nahelegen, dass - während sich manche Regionen der Welt in Zukunft erwärmen werden – sich einige Teile der Welt stark abkühlen werden. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich durch die Größe der Ozeane erklären, die eintausend Mal mehr Hitze als die Atmosphäre speichern können. Diese Wärme wird durch ein komplexes System in Verbindung stehender Meeresströmungen um den Globus bewegt. Dieses Netzwerk nennt man die thermohaline Zirkulation, umgangssprachlich auch „Globales Förderband“. Dieses Wasserbecken veranschaulicht, wie die thermohaline Zirkulation funktioniert. Strömungen führen salzreiches Meerwasser, das in den Subpolargebieten von arktischen Winden abgekühlt wird. Dadurch erhöht sich seine Dichte und es wird so schwer, dass es um mehrere Kilometer absinkt. Nahe dem Meeresgrund wird das kühle Wasser von Strömungen bis zum Äquator transportiert. Wenn sich das Wasser dort wieder erwärmt, steigt es auf und vollendet damit den ständigen Kreislauf des Globalen Förderbandes. Zurück in unserem Becken sehen wir, was geschieht, wenn in der Absinkzone des Förderbandes Süßwasser hinzugeführt wird. Der Salzgehalt des Wassers sinkt, sodass es weniger dicht ist und nicht mehr absinkt. Die thermohaline Zirkulation wird also unterbrochen, und dadurch auch der Wärmetransport. Wenn die Durchschnittstemperatur auf der Erde steigt, schmelzen die Eiskappen der Pole ab und große Mengen Süßwassers werden genau dort in den Ozean entlassen, wo bisher das Wasser innerhalb des Globalen Förderbandes absinkt. Wie hoch ist aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Globale Förderband komplett zusammenbricht? „Eines wissen wir: Wir nähern uns dem Moment der Wahrheit. Ich würde sagen, innerhalb der nächsten hundert Jahre ist es recht wahrscheinlich. Anders gesagt, es besteht eine Wahrscheinlichkeit von 50 %, dass das passieren könnte.“ Ein Zusammenbruch hätte dramatische Auswirkungen auf die globale Niederschlagsverteilung, er könnte den Wärmenachschub für bestimmte Regionen unterbrechen und die Dynamik der Weltmeere komplett verändern. In einigen Teilen der Erde würde es zu ausgeprägten Trockenzeiten kommen, in anderen Jahr für Jahr zu arktischen Wintern. Offen ist, was davon in welchen Regionen passieren würde.

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