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Die Wiege der Menschheit 02:45 min

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Transkript Die Wiege der Menschheit

Afrika ist die Wiege der Menschheit. Vor zwei Millionen Jahren lebte hier der Urmensch, der Homo erectus. In der offenen Savannenlandschaft lernte er den aufrechten Gang. Er begann das Feuer zu nutzen und stellte Werkzeuge aus Stein her. Vor 500000 Jahren entwickelte sich dann die Frühform des modernen Menschen, der Homo sapiens. Sowohl der Urmensch als auch der moderne Mensch breitete sich von Afrika über die ganze Welt aus. Das belegen Knochenfunde, die man im Nationalmuseum von Nairobi, der Hauptstadt Kenias, sehen kann. Vor 6000 Jahren entstanden die ersten Felsgravuren im Tal von Twyfelfontein in Namibia. Die Jäger der damaligen Zeit ritzten Bilder von Tieren und deren Spuren in die Sandsteinfelsen. Das hatte eine spirituelle Bedeutung, diente aber auch der Ausbildung der Nachkommen zu erfolgreichen Jägern. Die Felsgravuren sind heute streng geschütztes Weltkulturerbe. Die Touristenführer hier gehören dem Volk der Damara an. Ihre Sprache hat besondere Klick- und Schnalzlaute. Das hört sich so an: Einheimischer spricht. Vermutlich sind diese Klick- und Schnalzlaute die Reste der Ursprache des Homo erectus. Die Geschichte Afrikas reicht sehr weit zurück. Dennoch galt der Kontinent lange als geschichtslos, da es südlich der Sahara keine schriftlichen Überlieferungen gab und somit keine historischen Quellen. Der Geograph und Afrikaforscher Heinrich Barth erkannte als Erster, dass auch Felszeichnungen wie die von Twyfelfontein historische Quellen sein können, die über alte Kulturen Auskunft geben.