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Afrikas landwirtschaftliche Exportprodukte 03:06 min

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Transkript Afrikas landwirtschaftliche Exportprodukte

Manche tropischen Früchte werden in der Regenwaldzone nur für die Ausfuhr angebaut. Dazu gehört die Ananas. Ausgedehnten Ananasplantagen sind in der Vergangenheit große Regenwaldflächen zum Opfer gefallen. Ananaspflanzen stellen keine hohen Ansprüche an den Boden. Und sie können Wasser und Nährstoffe über die Blätter aufnehmen. Daher gedeihen sie in der Regenwaldzone sehr gut. Sie müssen aber zusätzlich gedüngt werden. Eine andere klassische Exportfrucht der Regenwaldzone ist der Kakao. Die reifen Früchte werden mit einem Buschmesser vom Baumstamm und von dicken Ästen abgeschlagen. Die Kakaobauern öffnen die Früchte und holen die jetzt noch weißen Kakaobohnen heraus. Exportiert werden die Bohnen, nachdem sie in der Sonne getrocknet sind. Ein klassisches Exportprodukt der Regenwaldzone ist Kautschuk. Der Name bedeutet „Träne des Baumes“. Denn Naturkautschuk wird durch das Anritzen der Rinde des Kautschukbaumes gewonnen. Der austretende Milchsaft, „Latex“ genannt, wird in kleinen Behältern aufgefangen. Aus dem Latex wird Gummi hergestellt. Zwei Drittel des Naturkautschuks gehen in die Herstellung von Autoreifen. Der Kautschukbaum wuchs ursprünglich wild im Amazonas-Regenwald. In Ghana und in anderen afrikanischen Ländern wird er in Plantagen angebaut. Den tropischen Regenwäldern Westafrikas entstammt eine Palmenart, die wirtschaftlich sehr bedeutend ist, die Ölpalme. Auf jedem Baum wachsen etwa 1000 Früchte. Aus dem Fruchtfleisch gewinnt man Palmöl. Ein kleinerer Teil der Ernte wird von den Bauernfamilien Ghanas selbst genutzt, als Pflanzenfett beim Kochen und Braten. Ehe man das Öl aus den Früchten herauspresst, werden auf dem Sieb harte Bestandteile des Fruchtstandes entfernt. Der größte Teil der Ernte wird an Zwischenhändler verkauft, die die Früchte in die Ölmühlen transportieren. Palmöl ist der weltweit wichtigste Rohstoff für die Nahrungsmittelindustrie. Ein kleinerer Teil wird für die Herstellung von Kosmetikartikeln und Reinigungsmitteln verwendet. Aus den Kernen der Früchte gewinnt man das hochwertige Palmkernöl. Es ist ein Bestandteil von Margarine und ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Süßwaren. In jüngerer Zeit wächst die wirtschaftliche Bedeutung der Ölpalme. Weil aus dem Palmöl Biotreibstoffe hergestellt werden. Das hat die Nachfrage enorm gesteigert. Die Folge ist, dass besonders in Südostasien ökologisch wertvolle Regenwaldflächen den rasch wachsenden Palmölplantagen zum Opfer fallen.