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Der afrikanische Kontinent

Afrika ist ein Kontinent mit ausgeprägter Exportwirtschaft und unterschiedlichen artenreichen Vegetationszonen, welcher durch alte Traditionen, Kolonialismus und Sklaverei geprägt wurde.

Der Urmensch

Nach Asien ist Afrika der zweitgrößte Kontinent der Welt. In Afrika leben ca. 1,3 Mrd. Menschen. Afrika wird auch Wiege der Menschheit genannt, weil unsere Vorfahren von dort stammen. Von Afrika breitete sich der Urmensch über die ganze Welt aus. Das ist durch Knochenfunde belegt. Vor 6.000 Jahren entstanden die ersten Felsgravuren in Namibia. Das sind Bilder von Tieren, die in Stein geritzt wurden.

Wiege der Menschheit

Die düstere Geschichte und geopolitische Lage Afrikas

Afrika hat eine schwierige Geschichte. Du hast sicherlich schon etwas über die Ausbeutung durch Sklavenhandel gehört. In Ostafrika, Sansibar wurden Anfang des 19. Jahrhunderts ca. 6.000-10.000 Sklaven pro Jahr in den arabischen Raum verschiff. In Westafrika übernahmen durch den Kolonialismus die europäischen Großmächte den Sklavenhandel. Die Sklaven wurden von Sklavenhändlern in den Savannen in ihren Dörfern gefangen. Dann mussten die Sklaven in den europäischen Küstenfestungen in Kerkern angekettet manchmal bis zu drei Monaten auf ihre Verschiffung warten. In den dunklen Kerkern waren auf ca. 1.000 qm bis zu 2.000 Sklaven mit kaum Luft.

Sklavenhandel

Kriege und Konflikte

Neben der Sklaverei gibt es auch heute noch immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen in Afrika. Deswegen gelten einige Regionen Afrikas immer noch als destabilisiert. Sie sind also ohne verlässliche Regierung und damit nicht sicher. Hier stellt sich die Frage, ob vor allem ausländische Interessen die Kriege und Konflikte weiter fördern. Die Vereinten Nationen bemühen sich die Lage in Afrika zu stabilisieren und auch mithilfe von Friedenssoldaten („Blauhelmsoldaten“) die Hilfslieferungen zu den Bedürftigen zu bringen. Diese Konflikte sind in Afrika leider an der Tagesordnung und dauern weiterhin an, auch wenn du kaum etwas davon in den Medien mitbekommst.

Kultur und Tradition

Eine große Besonderheit in Afrika sind die traditionellen Kulturen. In Ostafrika lebt das Volk der Massai. Im südlichen Afrika findet man das ursprünglichste Volk Afrikas: die Himba. Die Himba sind ein viele Jahrhunderte altes Volk aus nomadisierenden Viehzüchtern, Jägern und Sammlern. Sie bauen Hütten aus Lehm, welche du bestimmt schon mal gesehen hast. Das Volk versorgt sich selbst und verkauft als zusätzliche Einnahmequelle ihren selbstgemachten Schmuck an Touristen.

traditionellen Kulturen

Welche Länder gibt es in Afrika?

In Afrika gibt es mehr als 50 Staaten. Afrikanische Länder, von denen du vielleicht schon mal gehört hast, sind Nigeria, der Kongo oder auch Ägypten. Das in Äquatorialafrika liegende Land Namibia ist das drittreichste Land Afrikas. Den Aufschwung hat vor allem die politische Stabilität dort möglich gemacht. Eine wirtschaftliche Einnahmequelle stellen der Tourismus und Export von Rohstoffen dar. Jedoch herrschen in Namibia große Unterschiede zwischen Arm und Reich. Die Arbeitslosigkeit der Erwerbstätigen liegt bei 40%. Ärmere Einwohner haben durch die große Dürre kaum Zugang zu Trinkwasser. Deswegen ist die Sicherung des Trinkwassers ein wichtiges Staatsziel. Das Land Marokko kennst du sicherlich auch. Es liegt im Nordwesten von Afrika. Marokko ist bekannt für seine Märkte, Architektur, Früchte und seine exotischen Gerichte. In Ghana sieht es ganz anders aus. Dort gibt es statt Großstädten viel Natur. Allerdings ist der Regenwald bedroht, da bis jetzt schon drei Viertel für Landwirtschaft und Viehhaltung gerodet wurden. In Ghana gibt es nur noch in Nationalparks unberührten Urwald.

Regenwald.jpg

Landwirtschaft in Afrika: Foodcrops

In der Landwirtschaft der Regenwaldzone findet man zwei Formen der Landnutzung. Zum einen gibt es die sogenannten Cashcrops. Das sind Lebensmittel, die extra für den Export gezüchtet werden. Das bedeutet, dass die Produkte in andere Länder verkauft werden. Nur so ist es möglich, dass du Früchte wie Bananen und Mangos im Supermarkt kaufen kannst. Zum anderen gibt es in Afrika die Landnutzung für Foodcrops. Das sind Pflanzen, die zur Eigenversorgung angebaut werden. So ergibt sich ein vielfältiges Landschaftsbild aus Kokospalmen, Bananenstauden, Cashwesnussbäumen und vielen mehr.

Foodcrops

Die Exportschätze Afrikas

Afrikas Wirtschaft ist stark auf den Export ausgerichtet, denn dort ist es möglich Lebensmittel anzubauen für die es in Europa zu kalt ist. Exportiert werden z. B. Kakao, Bananen, Ananas, Tropenholz, Gold, Diamanten und andere Bodenschätze. Ein weiteres klassisches Exportprodukt aus dem Regenwald ist Kautschuk. Daraus wird Gummi Hergestellt, welches z. B. für die Herstellung von Autoreifen gebraucht wird. Ein weiteres Produkt, das aus Afrika zu uns kommt ist das aus der Ölpalme gewonnene ist Palmöl. Es ist der wichtigste Rohstoff für die Lebensmittelindustrie. Du hast Palmöl vermutlich auch selbst schon in Margarine oder Süßigkeiten zu dir genommen, ohne es zu wissen. Du findest Palmöl aber auch in vielen Kosmetikartikeln, wie Cremes und Duschgels. Das Problem bei Palmöl ist allerdings, dass durch die hohe Nachfrage führt, viele Regenwälder zum Anbau von Ölpalmen zerstört werden. Dadurch verlieren viele Tiere ihr Zuhause und sterben aus oder werden bei der Abholzung verletzt.

Export