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Benin - Geschichte und Staatsform 02:05 min

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Transkript Benin - Geschichte und Staatsform

Benin wurde im siebzehnten Jahrhundert als Königreich Dahomey gegründet. Für die Kriege mit Nachbarländern brauchten die Könige finanzielle Mittel, die sie aus dem Verkauf ihrer Kriegsgefangenen oder der eigenen Landbevölkerung rekrutierten. So wurde Dahomey im achtzehnten Jahrhundert einer der wichtigsten Sklavenexporteure. Im neunzehnten Jahrhundert wurde es von den Franzosen unterworfen. Am 1. August 1960 erlangte Dahomey die Unabhängigkeit. Seitdem erlebt das Land eine wechselvolle politische Geschichte. 1975 wurde aus Dahomey die Volksrepublik Benin. Anfang der Neunzigerjahre gelang dem Land ein friedlicher Übergang von diktatorischen zu demokratischen Verhältnissen. Seitdem befindet sich das Land in einem Reform- und Demokratisierungsprozess. Im parlamentarischen Präsidialsystem Benins finden sich sowohl Elemente des amerikanischen als auch des französischen Vorbilds wieder. Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Achtung der Menschenrechte und Demokratie sind Kernelemente auf denen die Verfassung beruht. Die Exekutive hat, aufgrund der starken Stellung des Präsidenten, besonderes Gewicht. Präsident Boni Yayi ist zugleich Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der Präsident wird für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt gewählt. Gesetzgebungsorgan ist die Assemblée Nationale, ein mit 83 Abgeordneten besetztes Einkammerparlament, dessen Abgeordnete für vier Jahre gewählt werden. Kultur und Bildungswesen sind stark durch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich geprägt. Französisch ist daher, auch nach der Unabhängigkeit Benins, Amtssprache geblieben.