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Namibia 02:54 min

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Transkript Namibia

Namibia zählt zu den wohlhabenden Ländern Afrikas. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990 hat sich hier vieles getan. Die politische Stabilität brachte die Wirtschaft voran. Aber auch die natürlichen Gegebenheiten und die geostrategisch günstige Lage tragen zu einem erheblichen Aufschwung bei. Die Motoren der Wirtschaft Namibias sind der Bergbau, die Landwirtschaft, die Fischerei und der Tourismus. Rund ein Drittel des Bruttosozialproduktes wird vom Bergbau erwirtschaftet. Im Boden Namibias verbergen sich enorme Schätze: Gold, Uran, Silber, Zink. Und Kupfer, Blei, Zinn, Marmor und Granit werden hier zutage gefördert. Nicht zuletzt auch Diamanten, der wichtigste Rohstoff. In Namibia werden die edelsten und teuersten Steine der Welt gefördert. Die Firma NAMDEB, die zur Hälfte dem Staat gehört, produziert jährlich mehr als eine Million Karat. NAMDEB ist das wichtigste Unternehmen Namibias, zehn Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet die staatliche Firma. Ein anderer Teil der Arbeitsplätze entsteht in der Landwirtschaft. Diese verliert aber zunehmend an Bedeutung. Die Menschen verdienen zu wenig, um am Aufschwung teilhaben zu können. Seit Namibia 1990 eine 200-Seemeilen-Zone eingerichtet hat, die nur namibische Unternehmen befischen dürfen, hat sich die Fischerei im Land zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. 15000 Menschen sind dort beschäftigt, der überwiegende Teil der Fänge wird exportiert. Mit der Unabhängigkeit hat sich auch der Tourismus entwickelt, fast eine Million Menschen kommen jedes Jahr nach Namibia, um die Schönheit des Landes zu entdecken und zu genießen. Der neueste Trend, nicht nur für Touristen: Dünen-Skifahren. Auf dem Matterhorn, so nennen die Einheimischen ihre große Sanddüne, wird gecarvt, 114 Meter Sandstrecke. Namibia ist zwar das drittreichste Land Afrikas und erlebt einen enormen Aufschwung, aber der Reichtum ist ungleich verteilt. 40 Prozent der Erwerbsfähigen sind nach wie vor arbeitslos. Namibia setzt ganz auf ausländische Unternehmen. Die sollen in den nächsten Jahren hier investieren und für eine rosige Zukunft sorgen.