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Sachsen - Überblick 03:14 min

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Transkript Sachsen - Überblick

Interviewer: Der Freistaat Sachsen liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland zwischen Neiße und Pleiße. Sachsen hat eine Größe von 18414 Quadratkilometer. Sachsens Nachbarn sind: im Norden Brandenburg, im Nordwesten Sachsen-Anhalt, im Westen der Freistaat Thüringen, im Südwesten der Freistaat Bayern, im Osten Polen und im Südosten Tschechien. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Durch diese sächsische Stadt verläuft genau der 15. Längengrad. Die mitteleuropäische Zeit bezieht sich auf diesen Längenkreis. Damit stimmen in Görlitz Ortszeit und mitteleuropäische Zeit tatsächlich genau überein. Nach der EU-Osterweiterung liegt der Freistaat mitten in der Europäischen Union. Die Landesflagge ist weiß-grün, die Landesdienstflagge ist ebenfalls weiß-grün, zeigt jedoch zusätzlich das Landeswappen in der Mitte der Flagge. Lange war Meißen Sachsens Landeshauptstadt, bis Dresden es 1485 ablöste. Die barocke Stadt an der Elbe trägt auch den Beinamen „Elbflorenz“. Die Bevölkerung Sachsens zählte Anfang 2006 rund 4,3 Millionen Einwohner. Damit leben hier im Durchschnitt auf einem Quadratkilometer 232 Menschen, das heißt, zwei mehr als im Durchschnitt der Bundesrepublik. Besorgniserregend sind die großen Bevölkerungsverluste in ganz Sachsen. Die Ursachen liegen einerseits in der Abwanderungsquote junger hochqualifizierter Menschen aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, andererseits in der geringsten Geburtenrate Europas. Die Sachsen gehören zur ostmitteldeutschen Dialektgruppe, die umgangssprachlich auch als Sächsisch bezeichnet wird. Frau 1: Die Sorben wohnen in Richtung Oberlausitz, Oberlausitz Spree. Und das ist in, also direkt die Sorben in Bautzen, in der Oberlausitz. Interviewer: Ganz anders sprechen die Nachkommen der einstigen slawischen Bevölkerung in der Lausitz, die Sorben, die kleinste nationale Minderheit Deutschlands. Frau 2: In polnisch “schikulu” aber in sorbisch “jaku”. Dann kommen Sie bitteschön mal herein. Zweisprachige Schilder, traditionelle Trachten, sorbische Bücher und Theaterstücke machen manchen Besucher auf ihre Sitten und Bräuche, die sie sich über Jahrhundert hinweg bewahrt haben, neugierig.

Sachsen - Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Sachsen - Überblick kannst du es wiederholen und üben.

  • Zeige das sächsische Wappen auf.

    Tipps

    Das Wappen Sachsens trägt die Farben gelb und schwarz.

    Lösung

    Die Hintergrundfarben des Wappens in gelb und schwarz sind auf die Farben des Uradels in Sachsen zurückzuführen. Die Askanier lebten dort im Mittelalter und führten in weiten Teilen des Freistaats die Geschäfte. Die grüne Banderole zeigt einen Rautenkranz, der auf den Kaiser Barbarossa zurückzuführen ist. Diesen trug er, um sich im Sommer vor zu großer Hitze zu schützen.

  • Bestimme die Nachbarn Sachsens auf der Karte.

    Tipps

    Ein Atlas oder eine Deutschlandkarte können dir weiterhelfen.

    Im Norden Sachsens liegt Brandenburg.

    Lösung

    Sachsen ist ein Bundesland im Osten Deutschlands.

    • Landschaftlich teilt es sich im Norden mit Brandenburg den Spreewald.
    • Die Grenze nach Tschechien markiert das Erzgebirge.
    • Das Vogtland bildet den Übergang zum Bundesland Bayern.
    • Die Neiße bildet die Grenze zu Polen.
    • Zahlreiche Stauseen und Tagebauten bilden das Grenzgebiet zu Sachsen-Anhalt.
  • Erläutere die Einwohnerdichte Sachsens.

    Tipps

    Die Einwohnerzahl Sachsens beläuft sich auf 4300000 Menschen.

    Lösung

    Die hier berechnete Bevölkerungsdichte beläuft sich auf 234 Menschen pro Quadratmeter. Insgesamt gilt Sachsen als durchschnittlich besiedelt. Große Teile der Bevölkerung konzentrieren sich jedoch auf die beiden großen Städte Leipzig und Dresden, während wenige Menschen im ländlichen Raum leben.

  • Kennzeichne die Ursachen für die Abwanderung in Sachsen.

    Tipps
    • Alle positiv besetzten Begriffe sind verantwortlich für Pull-Faktoren.
    • Alle negativ besetzten Begriffe sind verantwortlich für Push-Faktoren.
    Lösung

    Je nachdem, in welchem Maßstab man Push- und Pull-Faktoren betrachtet, können ganz unterschiedliche Ursachen für die Abwanderung aus einem Gebiet eine Rolle spielen.

    Unterscheiden kann man die Ursachen meist in:

    • politische,
    • gesellschaftliche,
    • ökologische und
    • wirtschaftliche Ursachen.

    Während in Sachsen hauptsächlich wirtschaftliche und gesellschaftliche Gründe eine Rolle für den Abzug der Bevölkerung spielen, sind es auf globaler Ebene meist politische oder ökologische Ursachen. Hier spielen Flucht und Vertreibung aus einem bestimmten Land eine größere Rolle, wenn Menschen vom Klimawandel, politischer oder religiöser Verfolgung oder Krieg bedroht werden.

  • Beschreibe die Sorben.

    Tipps

    Die Sorben existieren als Minderheit noch immer in Brandenburg und Sachsen.

    Lösung

    Die Sorben leben im Osten Deutschlands und sind ein slawisches Volk. Das heißt, dass ihre Sprache auch der slawischen Sprachfamilie zuzuordnen ist. Verwandt ist diese also mit dem Polnischen und dem Russischen. Dies ist auch in der Flagge erkennbar. Diese trägt nämlich – ähnlich wie Russland – die Farben Blau, Rot und Weiß. Die Sorben haben in Deutschland gesicherte Rechte. Man kann sich also frei zu dieser Minderheit bekennen und wird rechtlich vor Diskriminierung geschützt. In der Lausitz gibt es sogar ein sorbisches Gymnasium.

  • Kennzeichne die Ortszeit in Görlitz.

    Tipps

    Wenn im Osten die Sonne aufgeht, geht sie dort auch früher wieder unter.

    Lösung

    Bis auf England und Portugal wird fast in ganz Europa die Mitteleuropäische Zeit genutzt. Der 15. Längengrad bildet das Zentrum dieser Zeitzone. Das bedeutet, dass es östlich und westlich dieses Längengrades Abweichungen gibt:

    • Je weiter man sich nach Westen bewegt, desto später geht dort die Sonne auf.
    • Je weiter man sich nach Westen bewegt, desto später erreicht die Sonne ihren Höchststand.
    • Nur auf dem 15. Längengrad steht die Sonne genau um 12 Uhr am höchsten. Im Sommer ist es wegen der Zeitumstellung um 13 Uhr.
    • Mit jedem Längengrad unterscheidet sich die Ortszeit um vier Minuten von der Sonnenzeit.