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Text Types – Fictional Texts 10:42 min

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Transkript Text Types – Fictional Texts

Hallo! Im Laufe deiner Schulzeit hast du mit Sicherheit schon viele, viele Texte gelesen. Dabei hast du auch viele verschiedene Textsorten kennen gelernt. Wissen über Textsorten brauchst du, um einen Text richtig zu verstehen, analysieren und verfassen zu können. In diesem Video stelle ich dir drei wichtige Textsorten im Bereich Fictional Texts vor: “novel” - der Roman, “short story” - die Kurzgeschichte und “poetry” - Gedichte.

Aber was genau sind denn eigentlich Fictional Texts? Vielleicht denkst du bei dem Begriff an Science Fiction. Und damit liegst du auch gar nicht so falsch. Denn “Fiction” bedeutet nichts anderes als “Fiktion”, also etwas Erfundenes, etwas aus dem Reich der Fantasie. Fictional Texts können sehr unterschiedlich aussehen.

Manche Fictional Texts sollen den Leser einfach unterhalten. Andere sollen Botschaften übermitteln oder den Leser erziehen.

Im Gegensatz zu non-ficitional Texts, wie zum Beispiel Zeitungsartikeln oder Bedienungsanleitungen, sind sie nicht in erster Linie zur Informationsvermittlung gedacht. Der Begriff “Fictional Texts” ist also ein Oberbegriff für viele verschiedene Textsorten. Besonders wichtige “Fictional Texts”, mit denen du es im Englischunterricht häufig zu tun hast, sind: “novel” - der Roman, “short story” - die Kurzgeschichte und “poetry” - Gedichte.

Fangen wir mit dem Texttyp “novel” an. Bei einer novel also einem Roman, handelt es sich immer um einen längeren Text in Prosa-Form. Prosa bedeutet einfach, dass es sich um einen normalen Fließtext ohne Reime oder bewussten Rhythmus handelt.

Eine novel hat eine klare Handlung,“plot” und Charaktere, “characters”. “The Old Man and the Sea” von Ernest Hemingway ist ein typisches Beispiel für einen Roman: “The old man dropped the line and put his foot on it and lifted the harpoon as high as he could and drove it down with all his strength, and more strength he had just summoned, into the fish's side just behind the great chest fin that rose high in the air to the altitude of the man's chest.”

Wie du siehst geht es hier ganz schön zur Sache. Der Aufbau von Spannung ist ein wichtiges Element einer novel. Als Charaktere finden sich hier “the old man” und “the fish”. Die Handlung einer novel wird von einem Erzähler, “narrator”, erzählt, der bestimmte Erzähltechniken, “narrative techniques”, anwendet. In unserem Beispiel handelt es sich um einen “omniscient narrator”, einen allwissenden Erzähler, der hier große Spannung erzeugt. In einer novel kann sich die direkte Rede, “direct speech”, ebenso finden wie Beschreibungen, “descriptions”. Auch die verwendete Zeitform kann unterschiedlich sein. Meistens wird jedoch im past tense erzählt. Weitere bekannte novels sind zum Beispiel: “Brave New World” von Aldous Huxley, “The Great Gatsby” von F. Scott Fitzgerald oder “The Grapes of Wrath” von John Steinbeck. Schauen wir uns nun die “typical features” einer short story - also einer Kurzgeschichte - an. Short Stories haben im wesentlichen die selben Merkmale wie novels. Allerdings sind sie deutlich kürzer. Im Gegensatz zur novel konzentriert sich die short story auf wenige Charaktere und behandelt eine konkrete Situation, ein Problem oder einen Konflikt ohne viele Hintergrundinformationen einzubauen.

Schauen wir uns ein Beispiel von Edgar Allan Poe an, der besonders für seine düsteren Kurzgeschichten bekannt geworden ist. Dies ist der Anfang der short story “The Tell-Tale Heart”. Sie handelt von einem Mord, den der Ich-Erzähler an einem alten Mann verübt.

“TRUE!—nervous—very, very dreadfully nervous I had been and am; but why will you say that I am mad? The disease had sharpened my senses—not destroyed—not dulled them.”

Wie in unserem Beispiel haben die meisten short stories keine Einleitung, sondern schicken den Leser direkt mitten ins Geschehen. In diesem Fall direkt in die wirren Gedanken des Ich-Erzählers. Manchmal haben sie auch ein offenes Ende. So erfahren wir in “The Tell-Tale Heart” nicht, ob der Ich-Erzähler schließlich verhaftet wird oder nicht. Neben Edgar Allan Poe haben unter anderem auch James Joyce und Ernest Hemmingway viele bekannte short stories verfasst. Sehr häufig hast du es im Englischunterricht auch mit Poetry, also mit Gedichten, zu tun. Im Gegensatz zu Prosa-Textsorten, wie der novel oder short story, werden poetry- Texte in Versen (verses) und Strophen (stanzas) angeordnet. Hier stehen die Ästhetik und der Rhythmus der Sprache im Mittelpunkt. Man kann ein poem definieren als: “An artful arrangement of words and sounds creating a world that touches the recipients feelings.”

Höre dir das berühmte “Sonnett Number 18” von William Shakespeare an.

Shall I compare thee to a summer's day? Thou art more lovely and more temperate: Rough winds do shake the darling buds of May, And summer's lease hath all too short a date: Sometime too hot the eye of heaven shines, And often is his gold complexion dimmed, And every fair from fair sometime declines, By chance, or nature's changing course untrimmed: But thy eternal summer shall not fade, Nor lose possession of that fair thou ow'st, Nor shall death brag thou wander'st in his shade, When in eternal lines to time thou grow'st, So long as men can breathe, or eyes can see, So long lives this, and this gives life to thee.

Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um ein Sonett. Das ist eine Gedichtform, die immer denselben Aufbau und dasselbe Reimschema hat. Shakespeares Sonetts folgen zum Beispiel immer dem Reimschema abab cdcd efef gg. Hier siehst du das Reimschema am Anfang und am Ende des Gedichts.

Auch in poems gibt es meistens einen Erzähler, das Lyrische Ich, “the lyrical I”, der zwischen Autor und Leser steht. Hier taucht er direkt im ersten Vers auf: “Shall I compare thee to a summer’s day?”

Typisch für poems ist auch, dass bestimmte Bilder beim Lesen erzeugt werden. So wie hier: “Rough winds do shake the darling buds of May.” Übersetzt könnte dieser Vers lauten: “Durch zarte Maiblüten raue Winde streichen”. Was verbindest du mit diesem Bild? Eine mögliche Interpretation wäre, dass die rauen Sommerwinde die zarten Knospen - buds - der Blumen zerstören können, ein schöner Sommertag also auch eine grausame Seite hat. Außerdem wird die Natur hier personifziert, denn das Verb “shake” und das Adjektiv “darling” werden eigentlich eher für Menschen verwendet.

Wenn du noch einmal die erste Zeile liest, erkennst du, dass das gesamte Gedicht als ein Vergleich zwischen einem Sommertag und einer vom lyrischen-Ich verehrten Person gelesen werden kann. “Thee” ist ein poetischer Ausdruck für “you”. Bei einer Gedichtanalyse musst du diese Stilmittel, das heißt Metaphern, Personifizierungen und Vergleiche, erkennen und ihre Funktion erläutern. Shakespeare ist wahrscheinlich der bekannteste englischsprachige Vertreter dieser Textsorte. Aber auch andere Schriftsteller wie zum Beispiel Walt Whitman, Emily Dickinson oder Oscar Wilde haben sehr berühmte poems verfasst. Schauen wir uns noch einmal die drei behandelten Textsorten im Vergleich an.

Während novel und short story in Prosa verfasst sind, steht bei poems die Sprache im Mittelpunkt und sie verfügen meist über ein Reimschema oder einen bestimmten Rhythmus. In novel und short story wird die Handlung von einem “narrator” wiedergegeben, in Gedichten nennt man die erzählende Instanz “the lyrical I”

Bei einer novel handelt es sich um einen längeren Text, der oft über mehrere Kapitel -chapters - verfügt. Eine short story hingegen ist kurz und kann eigentlich am Stück durchgelesen werden. Gedichte gibt es in verschiedenen Längen. Sie sind in Versen (verses) und Strophen (stanzas) angeordnet. Natürlich gibt es noch viele weitere Textsorten, die unter den Begriff “fictional texts” fallen, wie zum Beispiel Theaterstücke - plays -, Fabeln - fables - oder Märchen - fairy tales. Die drei häufigsten, novels, short stories und poems, kannst du jetzt auf jeden Fall schon einmal gut auseinanderhalten.

Viel Spaß beim Lesen und Goodbye!

1 Kommentar
  1. Default

    sehr gut

    Von Ignaz S., vor mehr als einem Jahr