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esse mit Genitiv und Dativ – Beispiele

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Radetzky
esse mit Genitiv und Dativ – Beispiele
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Grundlagen zum Thema esse mit Genitiv und Dativ – Beispiele

Mit dem Video findet ein Durchgang durch die möglichen Possessivverhältnisse des Lateinischen statt. Attributive Konstruktionen im Genitiv und mit Possessivpronomen in KNG-Kongruenz sind genauso Thema wie der Gebrauch bei esse als Kopula mithilfe des Dativ und Genitiv possessivus als Prädikatsnomen. So wird klar, wie der Lateiner Besitz- und Zugehörigkeitsverhältnisse ausdrückt.

Transkript esse mit Genitiv und Dativ – Beispiele

Salvete, cari discipuli! Hier ist euer Lateintutor Radezki. Das heutige Thema Possessivverhältnisse im Lateinischen dient der Vertiefung des Themas Dativus und Genitivus Possessivus. Zu dem Berg deines Vorwissens sollte also gehören, zu wissen, wie man esse mit Dativus Possessivus und esse mit Genitivus Possessivus anwendet und übersetzt. Das sind im Deutschen der Dativ der Zugehörigkeit und der Genitiv der Zugehörigkeit. Ferner solltest du esse im Indikativ konjugieren können und Bescheid wissen über den Einsatz von esse als Kopula mit Prädikatsnomen. Jetzt lenke ich deinen Sinn einmal zu möglichen Possessivverhältnissen mit Hilfe einer Reihung. Da haben wir erst einmal das kongruent gebildete Possessivpronomen. Spes mea. Meine Hoffnung. Dann haben wir einen attributiven Genitivus Possessivus: spes Attici, die Hoffnung des Atticus. Im dritten Fall taucht der Dativus Possessivus auf: Attico spes est. Atticus hat Hoffnung. Im nächsten Fall siehst du dieselbe grammatikalische Erscheinung, bloß dass wir das Substantiv ersetzt haben durch das Personalpronomen. Ei spes est. Er hat Hoffnung. Er hat die Hoffnung, dass die Sonne scheint. Jetzt kommen wir zu dem Genitivus possessivus bei esse. Spes Attici est, non Marci Tullii. Atticus hat Hoffnung, nicht hingegen Marcus Tullius. Ersetzt durch ein Personalpronomen hätten wir dann im ersten Teil des Satzes: Spes eius est. Er hat Hoffnung. Beim Genitivus Possessivus wird der Eigentümer beziehungsweise Besitzer betont, also Attici oder eius, dagegen wird die Hoffnung spes beim Dativ Possessivus der Besitz beziehungsweise das Dazugehörende hervorgehoben. Jetzt fehlen uns noch die Sonderfälle der Possessivpronomina bei esse. Kommt statt eius ein Possessivpronomen meius, tuus, suus, noster oder vester bei esse zum Einsatz, steht dieses statt im Genitiv im Nominativ. Spes vestra est. Die Hoffnung ist euer. Beziehungsweise: Ihr habt Hoffnung. Kucken wir uns das einmal bei einem sehr klaren Beispiel an. Haec villa eius est, non tua. Dieses Landhaus gehört ihm, nicht dir. Am letzten Beispiel kannst du auch gut sehen, dass esse hier wohl als Kopula gebraucht wird, denn die Possessivpronomina der anderen Personen und natürlich das reflexive suus, sua, suum stehen schon nicht mehr im Genitiv. Im Deutschen könnte man ein wenig schräg, aber in der Umgangssprache genau so sagen: Dieses Landhaus ist von ihm, aber nicht deines. Man kann sich leicht vorstellen, dass im alten Latein vor dem Genitivus Possessivus noch einmal villa oder vielleicht res wiederholt beziehungsweise gedacht wurde. Jetzt noch zwei Beispiele im Kontrast. Diesmal mit einem Possessivverhältnis im ACI. Dixit librum suum esse. Und: Dixit librum suum ipsius esse. Er sagte, dass das Buch ihm gehöre. Er sagte, das Buch gehöre ihm selbst. Beim zweiten Beispiel siehst du sehr schön die Verwendung des Genitivus Possessivus ipsius bei esse und das Possessivpronomen suum bei esse in einem Ausdruck. Im ersten Kontrastbeispiel habe ich suum als Possessivpronomen prädikativ bei esse übersetzt. Möglich wäre natürlich auch, suum auf librum attributiv zu beziehen. Dann lautete die Übersetzung: Er sagte, es sei sein Buch. Das geht so im zweiten Beispiel eindeutig nicht. Wir haben jetzt tatsächliche Eigentumsverhältnisse behandelt. Man kann den Genitivus Possessivus auch übertragen übersetzen. Und zwar mit Hilfe der Formeln: Es ist Pflicht, es ist Aufgabe, es ist Sache, es ist typisch, es ist Eigentümlichkeit von-. Das behandeln wir aber in einem weiteren Film.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Das video war sehr hilfreich aber ich fande die schrieft unerkennbar

    Von Susanne Waschkeit, vor fast 3 Jahren
  2. Das

    Von Susanne Waschkeit, vor fast 3 Jahren

esse mit Genitiv und Dativ – Beispiele Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video esse mit Genitiv und Dativ – Beispiele kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne alle Genitivi possessivi in den lateinischen Sätzen.

    Tipps

    Man fragt nach dem Genitiv mit wessen. Wie könnte dir diese Information hier helfen?

    Denke daran: Der Genitivus possessivus gibt den Besitzer an, nicht den Besitz.

    Achte darauf, dass auch Pronomen, die Substantive vertreten, Genitivi possessivi sein können.

    Lösung

    Im ersten Satz liegen zwei Genitivi possessivi vor, Attici und Tullii. Beide stehen im Genitiv und geben einen Besitzer an. Wörtlich kannst du mit dieser Frage vorgehen: Wessen Haus ist es? Dann kommst du auf diese Antwort: Es ist das Haus des Atticus, nicht des Tullius. Das Ganze kannst du etwas freier formulieren. Atticus besitzt ein Haus, nicht hingegen Tullius.

    Ebenso wie im ersten Satz liegen auch im zweiten Satz zwei Genitivi possessivi vor, domini und rustici. Beide geben den Besitzer an. Es geht bei den Besitztümern jetzt nicht mehr um ein Haus, sondern um viele Sklaven. Der Herr hat viele Sklaven, der Bauer aber nur wenige.

    Im dritten Satz ist ebenfalls ein Genitivus possessivus vorhanden, nämlich miserorum. Hier liegt die übertragene Verwendung des Genitivus possessivus vor. Aliorum ist ebenfalls ein Genitivus possessivus: Tullius will das rauben, was den anderen gehört.

    Im vierten Satz ist piratarum ein Genitivus possessivus. Er gibt an, wem eine große Menge an Gold und Silber gehört, nämlich den Piraten. Die beiden Genitive auri und argenti sind Genitive des Anteils. Sie beschreiben, dass es nur um einen Teil des Goldes und Silbers geht.

  • Beschrifte die Personen mit den passenden lateinischen Ausdrücken.

    Tipps

    Benutze die lateinischen Sätze im Kopfbereich, um den Personen die passenden Eigenschaften zuzuordnen.

    Achte dabei besonders auf den Genitivus possessivus.

    Versetze dich in die Situation der Gallier:

    Wie und warum werden sie sich an Caesar wenden?

    Lösung

    Imperatoris milites atque exercitus sunt. Praeterea viri Romani fortitudo et prudentia et virtus est. - Der Feldherr verfügt über Soldaten und Heere. Außerdem besitzt der römische Mann Tapferkeit und Klugheit und Tugend.

    Imperatoris und eius sind hier die beiden Genitivi possessivi. Sie geben an, wessen Besitz oder wessen Eigenschaften es sind. Der römische Feldherr verfügt darüber und deshalb treten die Gallier bittend an ihn heran.

    Gallorum autem timor magnus est. Auxilium ab imperatore petunt. Imperitia belli, sed ira magna eorum est.- Die Gallier haben große Angst. Sie bitten bei den Feldherrn um Hilfe. Sie haben Unerfahrenheit im Krieg, aber großen Zorn.

    Gallorum und eorum ist jeweils ein Genitivus possessivus. Er gibt den Besitzer der genannten Besitztümer und Eigenschaften an. Wenn du die Situation betrachtest, in der die Gallier sich zu dem Feldherrn begeben, ist es nachvollziehbar, dass die Gallier sich fürchten und zornig sind und erbitten, dass er ihnen hilft.

  • Vervollständige die Übersetzung der Sätze mit Genitivus possessivus.

    Tipps

    Untersuche die lateinischen Sätze auf Genitivi possessivi.

    Das können Substantive sein, z.B. Namen, aber auch Pronomen.

    Denke bei der Übersetzung daran, dass der Genitivus possessivus den Besitzer von etwas angibt.

    Das lateinische Verb possidere bedeutet besitzen.

    Das Zahlwort viginti bedeutet 20, das Zahlwort novem neun. Beide sind nicht deklinierbar.

    Lösung

    Marcus dominus multorum servorum est. Eius boves multi et sues sunt. - Marcus ist Herr über viele Sklaven. Auch gehören ihm viele Rinder und Schweine. Bei diesem Satz liegt ein Genitivus possessivus vor, nämlich eius. Er ist ein Pronomen, der Genitiv Singular von is. Hier wird Marcus durch das Pronomen vertreten.

    Marci unus filius atque duae filiae sunt. Novem nepotes eius sunt. - Marcus hat einen Sohn und zwei Töchter. Er hat neun Enkel. Bei diesem Satz sind zwei Genitivi possessivi vorhanden. Zum einem Marci. Er hat zwei Töchter und einen Sohn. Im nächsten Satz wird Marcus durch das Pronomen eius vertreten. Auch dieses ist ein Genitivus possessivus. Er hat auch noch neun Enkel. Das Wort novem ist indeklinabel, kann also nicht dekliniert werden. Es bezieht sich grammatisch auf nepotes.

    Lucii, filii eius, domus pulchra Romae est. - Sein Sohn Lucius hat ein schönes Haus in Rom. Hier sollst du einen Genitivus possessivus übersetzen. Dieser lautet Lucii. Auch er ist Besitzer, und zwar eines schönen Hauses in Rom. Daher sagt man: Sein Sohn Lucius hat ein schönes Haus in Rom.

    Lucilla Lucio nupsit. Eorum viginti vaccae sunt. - Lucilla hat Lucius geheiratet. Ihnen gehören zwanzig Kühe. Auch bei diesem letzten Satz sollst du einen Genitivus possessivus übersetzen. Er lautet eorum und vertritt Lucilla und ihren Mann Lucius. Er ist also ein Genitiv Plural von is. Du kannst ihn so auflösen: Sie haben zwanzig Kühe - oder: ihnen gehören zwanzig Kühe.

  • Übersetze die lateinischen Sätze mit den Genitivi und Dativi possessivi.

    Tipps

    Hier sind sowohl Genitivi als auch Dativi possessivi vorhanden.

    Für die Übersetzung spielt das keine Rolle. Du solltest nur wissen, dass beim Genitivus possessivus der Besitzer im Vordergrund steht, beim Dativus possessivus hingegen der Besitz oder die Eigenschaft.

    Ein Genitivus possessivus kann auch übertragen verwendet werden.

    Zum Beispiel: senatoris est orare - Es ist Pflicht, Eigenschaft, Aufgabe oder Merkmal eines Senatoren, zu reden.

    Vokabeltipps:

    • miles, militis - der Soldat
    • fortitudo, fortitudinis - die Tapferkeit
    • valetudo, valetudinis - die Gesundheit
    • gladius, -i - das Schwert
    • misericordia, -ae - das Mitleid

    Lösung

    Im ersten Satz findest du den Genitivus possessivus militis est. Er ist übertragen gebraucht. Du kannst sagen: es ist Pflicht, Aufgabe oder Merkmal eines Soldaten.

    Im zweiten Satz steht der Dativus possessivus militi fortitudo et valetudo est. Hier sagst du: ein Soldat besitzt Tapferkeit und Gesundheit, oder: er verfügt darüber.

    Im dritten Satz steht derselbe Dativ: Militi quoque gladius est - ein Soldat besitz, hat oder verfügt auch über ein Schwert.

    Im vierten Satz steht der Dativ des Besitzes ei: also ei misericordia est - er hat, besitzt, verfügt über Mitleid.

    Im fünften Satz steht sogar zweimal ein Genitivus possessivus: militum und imperatorum est: nicht die Soldaten, sondern die Feldherren besitzen, haben, verfügen über Ruhm.

  • Ordne anhand der lateinischen Sätze die Gegenstände dem richtigen Besitzer zu.

    Tipps

    Untersuche in den lateinischen Sätzen, welcher Besitz welchem Besitzer zugeordnet wird.

    Lösung

    Corona Caesaris est. - Die Kröne gehört dem Kaiser. Hier ist Caesaris ein Genitivus possessivus zu corona. Caesaris gibt den Besitzer an, dem die Krone, also der Besitz, gehört. Entsprechend gehört das Bild der Krone zum Bild Caesars.

    Liber pueri est. - Das Buch gehört dem Jungen. Pueri ist ein Genitivus possessivus. Er gibt an, dass das Buch ihm gehört. Daher musst du das Bild des Buches mit dem des Jungen verbinden.

    Arma copiarum sunt. - Die Waffen gehören den Truppen. Copiarum von copiae ist der Genitivus possessivus. Du verbindest das Bild der Schwerter mit dem des Heeres.

    Templum philosophi est. - Der Tempel gehört dem Philosophen. Der Genitivus possessivus ist philosophi. Du verbindest das Bild des Tempels mit dem bärtigen Mann.

  • Entscheide, ob in den Sätzen ein Genitiv oder Dativ des Besitzes stehen muss.

    Tipps

    Der Genitivus possessivus betont den Besitzer. Man nimmt ihn, wenn man hervorheben will, dass nicht dieser, sondern jener etwas besitzt.

    Zum Beispiel:

    Domus non patris, sed matris est.

    Das Haus gehört nicht dem Vater, sondern der Mutter.

    Der Dativus possessivus betont den Besitz. Man nimmt ihn, wenn man sagen will, was jemand alles besitzt.

    Zum Beispiel:

    Hortus et villa et currus patri est.

    Der Garten und das Landhaus und der Wagen gehören dem Vater.

    Lösung

    Beim ersten Satz spaziert Quintus durch Gärten. Diese Gärten gehören aber nicht dem Kaiser, sondern sogar seinem Freund. Hier wird der Besitzer betont, weshalb der Genitivus possessivus stehen muss. Dieser lautet amici.

    Beim zweiten Satz werden eine Reihe von Besitztümern aufgezählt, die ihm alle gehören. Daher verwendet man den Dativus possessivus. Dieser lautet ei. Ei ist Dativ Singular von is. Durch dieses Pronomen wird der Freund vertreten.

    Im dritten Satz betont der Freund, dass es nicht Aufgabe der Frau, sondern des Mannes ist, den Gast zu begrüßen. Das muss ein übertragen gebrauchter Genitivus possessivus sein, denn es wird betont, wer von beiden die Aufgabe besitzt: die gesuchte Form ist mulieris.

    Im vierten Satz ist von zwei Besitztümern die Rede: den schönen Kleidern und den Statuen. Um sie geht es hier. Nicht der Besitzer wird betont, sondern der Besitz. Es steht der Dativus possessivus viro.

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