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Direkte Rede und Indirekte Rede

Mit der indirekten Rede können wir wiedergeben, was jemand gesagt hat

Direkte Rede

Du hattest gerade eine spannende Unterhaltung mit deinen Freunden und möchtest zu Hause davon berichten? Nur - wie machst du das am besten? Genau, du brauchst die indirekte Rede (le discours indirect).

Wiederholen wir zunächst kurz die direkte Rede (le discours direct). Du erkennst sie ganz einfach daran, dass sie mit einem Doppelpunkt und den guillements («...»), also den Anführungszeichen, eingeleitet wird. Du verwendest sie, wenn du jemanden direkt zitierst:

  • Marie dit : « Je mange une pomme. » (Marie sagt: „Ich esse einen Apfel.“)
  • Nicolas dit : « J’adore les fruits. » (Nicolas sagt: „Ich liebe Obst.“)

Apfel_pomme

Les verbes d’énonciation - Aussageverben

Die direkte Rede wird durch die verbes d’énonciation eingeleitet. Es sind Verben, die eine Aussage kennzeichnen:

  • dire - sagen
  • répondre - antworten
  • demander - fragen
  • ajouter - hinzufügen
  • répéter - wiederholen

Beispielsätze:

  • Marie dit : « Viens vite, Nicolas. » (Marie sagt: „Komm schnell, Nicolas!“)
  • Nicolas demande : « Pourquoi, Marie ? » (Nicolas fragt: „Warum denn, Marie?“)
  • « Parce-qu’on est en retard ! », répond-elle. („Weil wir spät dran sind!“, antwortet sie.)

Satzstellung der direkten Rede

Wie du an den Beispielsätzen siehst, kann das verbe d’énonciation entweder vor oder hinter der direkten Rede stehen:

  • Martin dit : « J’ai faim ! » (Martin sagt: „Ich habe Hunger!“)
  • « J’ai faim ! », dit Martin / dit-il. („Ich habe Hunger!“, sagt Martin.)

Beachte, dass man im Französischen bei den sog. doppelten Satzzeichen wie dem Ausrufezeichen, dem Doppelpunkt und dem Anführungszeichen sowohl hinter als auch vor dem Satzzeichen eine Lücke lässt!

Indirekte Rede

Die indirekte Rede brauchst du dann, wenn du jemandem berichten willst, was dir eine andere Person erzählt hat. Hierbei gibt es einige Regeln zu beachten.

Bildung der indirekten Rede

Schauen wir uns zunächst ein Beispiel von direkter und indirekter Rede an:

  • Nicolas dit : « J’adore le foot ! » (Nicolas sagt: „Ich liebe Fußball!“) → Nicolas dit qu’il adore le foot. (Nicolas sagt, dass er Fußball liebt / liebe.)
  • Il ajoute : « Mais ma sœur déteste le foot ! » (Er fügt hinzu: „Aber meine Schwester hasst Fußball!“) → Il ajoute que sa sœur déteste le foot. (Er fügt hinzu, dass seine Schwester Fußball hasst / hasse.)

le_foot

Bei der indirekten Rede brauchst du also immer die Konjunktion que („dass"). Wenn das einleitende Verb (im Hauptsatz) im Präsens steht, bleibt im Nebensatz das Tempus unverändert bestehen.

Anpassung von Verben und Pronomen in der indirekten Rede

Wie im Deutschen auch, passt du auch im Französischen beim Umformen der direkten in die indirekte Rede die Verbform, die Pronomen und die Possesivbegleiter an. In unserem Beispiel wurde aus je (ich, Nicolas) il (er, Nicolas) und ma sœur (meine Schwester) veränderte sich zu sa sœur (seine Schwester). Ebenso muss man die Demonstrativpronomen anpassen, da die zeitliche und örtliche Perspektive in der indirekten Rede eine andere ist: Dazu hängst du an das Nomen, verbunden mit einem Bindestrich, das Stützwort an, z. B.:

  • cette maison (direkte Rede) → cette maison-là (indirekte Rede)
  • cette année (direkte Rede) → cette année-là (indirekte Rede)
  • à cet endroit (direkte Rede) → à cet endroit-là (indirekte Rede)

Indirekte Rede – Demonstrativpronomen

Zeitenverschiebung in der indirekten Rede

Bei der indirekten Rede in der Vergangenheit passt du die Tempora der Nebensätze an. Wichtig zu wissen ist, dass die Zeitenverschiebung in der indirekten Rede im Nebensatz nur dann zustande kommt, wenn das redeeinleitende Verb (im Hauptsatz) in einem Tempus der Vergangenheit steht. Du prägst dir am besten folgende Verschiebung der Tempora ein (links siehst du die Zeit im discours direct, rechts im discours indirect):

  • Présent → Imparfait
  • Futur → Conditionnel présent
  • Passé composé → Plus-que-parfait
  • Imparfait → Imparfait
  • Plus-que-parfait → Plus-que-parfait
  • Conditionnel présent → Conditionnel présent

Beispielsätze:

  • direkte Rede: Nicolas m’a dit : « J’adore le foot ! » (Nicolas hat mir gesagt: „Ich liebe Fußball!“) → indirekte Rede: Nicolas m’a dit qu’il adorait le foot. (Nicolas hat mir gesagt, dass er Fußball liebt / liebe.)
  • direkte Rede: J’ai répondu : « Je ne jouerai pas avec toi. » (Ich habe geantwortet: „Ich werde nicht mit dir spielen.“) → indirekte Rede: J’ai répondu que je ne jouerais pas avec lui. (Ich habe geantwortet, dass ich nicht mit ihm spielen werde.)

Fußballfeld

Orts- und Zeitangaben in der indirekten Rede

Orts- und Zeitangaben ändern sich beim Umformulieren eines Satzes von der direkten in die indirekte Rede, da der neue Sprecher sich meist an einem anderen Ort befindet und auch zu einer anderen Zeit spricht als der ursprüngliche Sprecher. Hier siehst du zunächst, wie sich die Ortsangabe ici in der indirekten Rede zu oder là-bas verändert:

  • Marie dit : « Il fait très beau ici. » (Marie sagt: „Es ist sehr schönes Wetter hier.“) → Marie dit qu’il fait très beau là / là-bas. (Marie sagt, dass dort sehr schönes Wetter ist / sei.)

Die wichtigsten Zeitangaben verändern sich in der indirekten Rede folgendermaßen:

  • aujourd’hui (heute) → ce jour-là (an jenem Tag)
  • demain (morgen) → le lendemain (am folgenden Tag)
  • hier (gestern) → la veille (am Vortag)

Indirekte Frage: Fragesätze in der indirekten Rede

Bei den Fragesätzen in der indirekten Rede gibt es ein paar Besonderheiten. Wenn es ein Fragewort gibt, leitest du die Frage mit eben diesem ein. Wenn es keines gibt, verwendest du statt que ein si („ob"):

  • Elle demande si j’aime le foot. (Sie fragt, ob ich Fußball mag / mögen würde.)
  • Il veut savoir quand on va jouer ensemble. (Er will wissen, wann wir zusammen spielen würden.)