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"Robinson Crusoe" (Defoe) 03:38 min

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Transkript "Robinson Crusoe" (Defoe)

Im März 1719 erscheint in London ein Roman mit dem Titel „Das Leben und die Abenteuer des Robinson Crusoe“. Das Buch macht seinen Autor mit einem Schlag berühmt. Er ist ein ehemaliger Journalist mit dem Namen Daniel Defoe. Als Junge hat er kurze Gastspiele in diversen Schulen gegeben, bevor er als reisender Kaufmann und als Soldat durch ganz Europa gezogen ist. Nach einigen erfolglosen Zeitungsgründungen versucht sich Defoe als Autor von Flugblättern. Das bringt ihm Pranger und Gefängnisstrafen ein. Den Kerker verlässt der glücklose Schreiber als Polizeispitzel. Der undankbare Beruf macht ihn aber auch nicht reich, im Gegenteil: Defoe ist ständig auf der Flucht vor seinen Gläubigern. Er ist bereits sechzig Jahre alt, als ihm der große Wurf gelingt. Robinson Crusoe wird der Liebling aller Briten und Defoes exotischer Roman neben der Bibel zur abendlichen Pflichtlektüre. Endlich klingeln die ersehnten Pfunde in die Sparbüchsen des Autors. Er hat aus dem Nichts eine neue Literaturgattung geschaffen: den modernen Abenteuerroman, den man nicht liest, sondern in wenigen Stunden förmlich verschlingt. Das begeisterte Publikum fordert mehr und bekommt es. Defoe lässt den englischen Odysseus in zwei Fortsetzungen weitere Abenteuer erleben. Vor allem auf die jungen Bewohner der kalten, nebeligen Insel Britannien wirken die Berichte der Erlebnisse von Robinson Crusoe in den Tropen sehr aufregend. Zu seinem Bestseller inspiriert haben Defoe die Erinnerungen des schottischen Matrosen Alexander Selkirk, der vier Jahre auf der Isla Robinson Crusoe im Pazifik verbracht hat. Daniel Defoes Romanheld ist ein verträumter achtzehnjähriger Jüngling, der unbedingt zur See gehen will. Bei seinem ersten Schiffbruch wird er von grausamen Piraten gefangen. Es gelingt ihm aber, nach Brasilien zu flüchten, wo er als Pflanzer arbeitet. Mit bescheidenem Reichtum ausgestattet, schifft sich Robinson neuerlich ein. Die Katastrophe bleibt nicht aus und er wird als einziger Überlebender auf eine kleine Insel im Mündungsgebiet des Orinoko-Flusses verschlagen. Der Schiffbrüchige verfällt wegen seiner Einsamkeit vorerst in tiefe Depressionen. Erst als er seinen farbigen Diener, den er Freitag nennt, findet, beginnt sich Robinson, auf der Insel einzurichten. Mit großer Geschicklichkeit verwandelt er den wilden Urwald in ein kleines Paradies. Achtundzwanzig Jahre lässt Defoe seinen Helden dort ausharren, bis endlich die Segel des rettenden Schiffes am Horizont erscheinen. Aber zu Hause in England wird Robinson Crusoe nicht mehr richtig glücklich. Er träumt von seinem tropischen Paradies, seinem eigenen Königreich, wo andere Gesetze gelten als die von Geld und Krieg. Dieser Traum ist über die Jahrhunderte lebendig geblieben. Heute, im Zeitalter des Massentourismus, ist die Sehnsucht nach der unberührten Insel der Freiheit stärker denn je. Doch außer Robinson Crusoe hat sie bisher keiner gefunden.

5 Kommentare
  1. @Yssjan stimmt :)

    Von Deinem Vater, vor 7 Monaten
  2. Die Perücken sind so ......Äh

    Von Yssjan, vor 12 Monaten
  3. Hallo Joshua G.,
    da dies eine Kurzbiographie über Daniel Defoe ist und sein Werk "Robinson Crusoe" thematisiert wird, ist es relevant für den Englisch-Unterricht, auch wenn das Video nicht auf Englisch ist.
    Viele Grüße aus der Englisch-Redakion!

    Von Freya Wurm, vor etwa einem Jahr
  4. wie ist das denn englisch?

    Von Joshua G., vor etwa einem Jahr
  5. sehr gut, wir lesen den roman bald in englisch

    Von Priefpaip, vor mehr als 5 Jahren