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Adjektive und ihre Funktionen 07:31 min

Textversion des Videos

Transkript Adjektive und ihre Funktionen

Salve! Marcus verbringt seine Ferien bei seinem Großvater in Rom. Gerade schreibt er einen Brief an seinen Freund Lucius: Salve Luci! Heri colosseum antiquum petivi. Ego laetus certamina vidi. Gladiatores saepe crudeles sunt. Firmi solum certamina vincunt. Sei gegrüßt Lucius!

Gestern habe das alte Kolosseum aufgesucht. Ich habe fröhlich die Wettkämpfe betrachtet. Die Gladiatoren sind oft grausam. Nur die Starken gewinnen die Kämpfe. Marcus verwendet zahlreiche Adjektive, um das Gesehene zu beschreiben: antiquum, laetus, crudeles und firmi. Adjektive können in verschiedener Funktion verwendet werden. Damit werden wir uns in diesem Video beschäftigen.

Videoüberblick

Zunächst zeige ich dir die Verwendung als Attribut. Danach erkläre ich dir, wie das Adjektiv ein Prädikativum sein kann. Wir schauen uns die Verwendung als Prädikatsnomen genauer an. Als letztes besprechen wir die Substantivierung. Anschließend üben wir das Gelernte. Schauen wir uns zuerst die Verwendung als Attribut genauer an. Marcus schreibt:

Die Verwendung als Attribut

Heri colosseum antiquum petivi. Gestern habe ich das alte Kolosseum aufgesucht. Antiquum hat seine Endung an colosseum angepasst. Das ist sein Bezugswort. Beide sind KNG-kongruent, stimmen also in Kasus, Numerus und Genus überein. Antiquum wird als Attribut verwendet.

Das Prädikativum

Attributive Adjektive erläutern ihr Bezugswort näher. Sie beschreiben seine Eigenschaften genauer. Sie sind nicht notwendig, damit ein Satz vollständig ist. Man kann sie also weglassen. Prädikativum. Markus meinte: Ego laetus certamina vidi. Auch hier hat sich das Adjektiv laetus an ein Bezugswort angepasst: ego. Es ist mit ihm KNG-kongruent.

Die Übersetzung allerdings unterscheidet sich: Ich habe fröhlich die Wettkämpfe betrachtet. Laetus hängt also auch mit dem Prädikat vidi zusammen. Wir können auch sagen: ich habe als Fröhlicher die Wettkämpfe betrachtet. Marcus ist also nicht immer fröhlich, sondern nur während er den Wettkampf betrachtet hat.

Das prädikative Adjektiv

Wir können also sagen: das prädikative Adjektiv gibt eine zusätzliche Information über das Bezugswort. Es gilt aber nur für die Dauer der Verbalhandlung, also der Handlung, die das Prädikat beschreibt. Es kann weggelassen werden. Es gibt bestimmte Adjektive, die häufig prädikativ verwendet werden. Das sind solche, die einen seelischen oder körperliche Zustand beschreiben: zum Beispiel laetus - glücklich, iratus - zornig, salvus - gesund oder vivus - lebendig.

Daneben gibt es auch solche, die eine Reihenfolge, eine Zahl oder einen Ort beschreiben: primus - als erster, solus - allein, rarus - in geringer Zahl oder summus auf der Spitze. Untersuchen wir jetzt, wie es mit der Verwendung als Prädikatsnomen aussieht.

Das Bezugswort

Marcus erzählte weiter: Gladiatores saepe firmi sunt. Die Gladiatoren sind oft stark. Auch hier ist das Adjektiv firmi wieder KNG-kongruent zu seinem Bezugswort gladiatores, wie du an den Endungen erkennst. Allerdings gehört es auch zu sunt und bildet mit ihm zusammen das Prädikat. Wenn wir es weglassen, haben wir keinen vollständigen Satz mehr: Gladiatores saepe sunt würde heißen: die Gladiatoren sind oft. Das macht keinen Sinn.

Wir können also festhalten: Ein Adjektiv als Prädikatsnomen erläutert das Bezugswort genauer. Es bildet zusammen mit dem Hilfverb esse das Prädikat. Und - wie du gesehen hast - kann es nicht weggelassen werden. Schauen wir uns noch die Verwendung als Substantiv genauer an. Im letzten Satz aus Marcus’ Brief hieß es:

Die Verwendung des Substantives

Firmi solum certamina vincunt. Nur die Starken gewinnen die Kämpfe. Hier steht das Adjektiv “firmi” allein und hat kein Bezugswort. Es wird wie ein Substantiv übersetzt: “die Starken”. Ein substantiviertes Adjektiv bezieht sich auf bereits genannte Personen oder Dinge, wie hier die Gladiatoren. Ein solches Adjektiv kann aber nicht weggelassen werden, wenn es das Subjekt des Satzes bildet.

Machen wir jetzt noch eine Übung. Dazu lesen wir weiter in Marcus’ Brief: Bestiae terribiles erant. Gladiator iratus cum bestia pugnavit. Leonem ferum vicit. Die wilden Tiere waren schrecklich. Ein Gladiator kämpfte zornig mit einem Tier. Er besiegte den wilden Löwen. In diesen Sätzen kommen wieder drei Adjektive vor: terribiles, iratus und ferum.

Prädikatsnomen und Prädikativum

Kannst du sagen, wie sie verwendet werden? Richtig, terribiles ist kongruent mit bestiae und beschreibt es genauer. Allerdings steht im Satz “erant”, eine Form von esse. Es bildet mit terribiles zusammen das Prädikat, ist also ein Prädikatsnomen. Im zweiten Satz bezieht sich iratus auf Gladiator und liefert eine zusätzliche Information: der Gladiator war nur so lang zornig, wie er kämpfte. Iratus ist also ein Prädikativum.

Auch im dritten Satz ist das Adjektiv kongruent mit seinem Bezugswort Leonem. Es erläutert seine Eigenschaften genauer: er ist wild. “Ferum” ist also ein Attribut. Da hat Marcus aber etwas Spannendes erlebt. Gerade hat er seinen Brief beendet. Auch ich sage dir: Vale und Lebewohl!

4 Kommentare
  1. Maaaaarcuuuuhus jaaaahaaaa

    Von Florian M., vor 6 Monaten
  2. Lieber Daniel,
    die Frage nach der richigen Aussprache des Lateinischen ist ein sehr kompliziertes Thema, das in den verschiedenen Bereichen (Schule, Kirche, Wissenschaft) und Regionen unterschiedlich behandelt wird.
    Im Lateinunterricht in Deutschland werden die Diphthonge (z.B. ae, oe) oft als ein Laut ausgesprochen (ä, ö). So haben die alten Römer aber nicht gesprochen, weshalb wir in unseren Videos versuchen, die Aussprache der Literaten nachzuvollziehen. Normalerweise muss also der Doppellaut "ae" getrennt ausgesprochen werden: "a-e" (das klingt ein wenig wie "ei").
    Du wirst feststellen, dass die Aussprache von Lehrer zu Lehrer bzw. von Tutor zu Tutor unterschiedlich behandelt wird.
    Liebe Grüße aus der Latein-Redaktion

    Von Carolin Wallura, vor fast 4 Jahren
  3. Frage zur Aussprache:
    Im Viedo sagst du zu laetus "leitus". Ist das korrekt?
    Ich habe immer gedacht das ae wie ä ausgesprochen werden würde. Es also "lätus" gesprochen wird.
    Kann mir jemand die Frage beantworten?

    Von Daniel Stelmach, vor etwa 4 Jahren
  4. Gut gemacht worden, habe alles sehr gut verstanden.

    Von Nikolajm2002, vor fast 5 Jahren

Adjektive und ihre Funktionen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Adjektive und ihre Funktionen kannst du es wiederholen und üben.

  • Vervollständige den Text über die Funktionen der Adjektive.

    Tipps

    Die vier Funktionen heißen Attribut, Prädikativum, Prädikatsnomen und Substantivierung.

    Wiederhole für dich noch einmal, was diese Begriffe bedeuten.

    In manchen Funktionen beschreibt das Adjektiv nur ein Bezugswort genauer, in manchen ist es abhängig vom Prädikat oder sogar Teil des Prädikats.

    Lösung

    Von besonderer Wichtigkeit sind vier wichtige Funktionen der Adjektive. Die häufigste ist wahrscheinlich das Attribut. Ein Attribut beschreibt die Eigenheiten einer Person oder Sache genauer und liefert zusätzliche Informationen, die aber nicht unbedingt notwendig sind. Ein Attribut kann weggelassen werden, ohne dass der Satz unvollständig wird. Das Attribut passt sich an sein Bezugswort in Kasus, Numerus und Genus an.

    Das Prädikativum sieht auf den ersten Blick ähnlich aus wie ein Attribut - es hat ebenfalls ein Bezugswort und ist kongruent mit ihm. Doch es gibt einen Unterschied: Prädikativa sind häufig Adjektive, die einen seelischen oder körperlichen Zustand beschreiben. Dieser Zustand besteht aber nur, solange jemand etwas bestimmtes macht, also eine Handlung ausführt. Jemand kann zum Beispiel fröhlich springen oder zornig schimpfen. Er ist nur so lange fröhlich oder zornig, wie er springt und schimpft. Das ist keine dauerhafte Eigenschaft.

    Wieder anders ist es beim Prädikatsnomen. Darunter versteht man Adjektive, die zusammen mit einer Form von esse stehen. esse ist ein Hilfsverb und kann nicht alleine stehen. Damit es ein vollständiges Prädikat bilden kann, braucht es dieses Adjektiv. Man kann es nicht weglassen. Zum Beispiel: Miles est. - Der Soldat ist. Man fragt sich: Was ist er? Miles fortis est - Der Soldat ist tapfer. Hier ist fortis das Prädikatsnomen: Es ist unverzichtbar für den Satz.

    Daneben gibt es noch die Substantivierung. Dabei wird ein Adjektiv wie ein Substantiv verwendet und steht allein, ohne Bezugswort - zum Beispiel: der Schöne, die Hässliche, das Gute.

  • Entscheide, welche Adjektive ein Prädikativum sein können.

    Tipps

    Ein Prädikativum gibt an, wie sich eine Person während einer Handlung verhält.

    Nicht alle Adjektive können als Prädikativum auftreten. Es sind meistens solche, die einen körperlichen oder seelischen Zustand beschreiben - oder eine Reihenfolge.

    Lösung

    Ein Prädikativum ist ein Adjektiv, das auf eine besondere Art verwendet wird. Optisch unterscheidet es sich nicht von „normalen“ Adjektiven, also Adjektivattributen. Es passt sich auch an sein Bezugswort an und hat keine besondere Form.

    Der Unterschied liegt in der Verwendung: Adjektivattribute beschreiben die Eigenschaft einer Sache oder Person genauer. Das Prädikativum dagegen gibt an, wie sich eine Person während einer Handlung verhält.

    Das heißt im Klartext:

    Das Prädikativum beschreibt eine Eigenschaft, die jemand nur hat, während er etwas Bestimmtes tut. Es gibt an, wie er sich dabei verhält oder was an ihm besonders ist.

    Ein Beispiel:

    Marcus laetus gladiatores spectat. - Markus schaut sich fröhlich die Gladiatoren an. Das Prädikativum ist laetus - fröhlich. Markus ist nicht immer fröhlich, sondern nur, solange er die Gladatoren anschaut.

    Nicht alle Adjektive eignen sich als Prädikativum. Es sind häufig solche, die sowieso schon einen seelischen oder körperlichen Zustand beschreiben:

    • laetus - fröhlich
    • iratus - zornig
    • salvus - gesund
    Außerdem sind es noch solche, die eine Reihenfolge oder die Art und Weise angeben, wie sich jemand zu anderen verhält:
    • solus - allein
    • primus - als erster
    Die anderen Adjektive aus der Aufgabe eignen sich nicht als Prädikativum: incredibilis, alienus, plerique und omnis beschreiben weder einen seelischen oder körperlichen Zustand, noch eine Reihenfolge.

  • Gib an, welche der fett markierten Adjektive Prädikatsnomen sind.

    Tipps

    Ein Prädikatsnomen ist ein Adjektiv, das auf besondere Weise verwendet wird.

    Wenn es weggelassen wird, ist der Satz unvollständig.

    Das Prädikatsnomen bildet das Prädikat zusammen mit einem Verb, das nicht allein stehen kann.

    Meistens steht das Prädikatsnomen zusammen mit dem Hilfsverb esse.

    Lösung

    Prädikatsnomen nennt man Adjektive, die eine besondere Funktion erfüllen. Optisch sind sie erst einmal nicht von anderen Adjektiven zu unterscheiden. Sie stehen aber immer mit einem Hilfsverb, meistens einer Form von esse (sein).

    Prädikatsnomen bilden mit dem Hilfsverb zusammen das Prädikat. Man kann sie nicht weglassen, ohne dass der Satz unvollständig wäre.

    Um herauszubekommen, ob es sich bei den fett markierten Adjektiven um ein Prädikatsnomen handelt, musst du zwei Dinge prüfen:

    1. Schau darauf, ob eine Form von esse im Satzteil vorkommt, in dem auch das Adjektiv steht.
    2. Überlege, ob du das Adjektiv weglassen kannst, ohne dass der Satz unvollständig wird.
    Wenn beides zutrifft, handelt es sich um ein Prädikatsnomen.

    Prädikatsnomen stehen also in folgenden Sätzen:

    • Paulus tristis est, ...
    • Avia laetus est, ...
    • Tum Paulus non iam miser est, ...
  • Nenne alle Adjektive im Text und bestimme ihre Funktion.

    Tipps

    Der Text enthält insgesamt sieben Adjektive:

    diligens, multos, laetus, Latinam, primus, magnam, severus.

    Zwei haben die Funktion eines Prädikativums.

    Zwei sind Prädikatsnomen.

    Die restlichen drei sind Attribute.

    Prüfe, ob man das Adjektiv auch weglassen könnte.

    Lösung

    Zuerst solltest du den Text gründlich durchlesen und versuchen, alle Adjektive zu finden. Schau dir jedes Wort genau an und überlege, ob es sich um die Form eines Adjektivs handelt. Lies auch die Übersetzung durch.

    Der Text enthält insgesamt die folgenden Adjektivformen:

    diligens, multos, laetus, Latinam, primus, magnam und severus.

    Gehen wir sie der Reihe nach durch:

    • diligens bezieht sich auf Claudius. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Attribut. Doch im Satz steckt eine Form von esse, nämlich est. Also ist diligens ein Prädikatsnomen. Es gehört zum Prädikat - würden wir es weglassen, wäre der Satz unvollständig .
    • multos gibt eine zusätzliche Information über libros (die Bücher): Es sind viele Bücher. Das ist ein Attribut, denn es beschreibt die Eigenschaften genauer.
    • laetus ist ein Prädikativum: Es erklärt, wie Claudius die Sprache lernt - nämlich fröhlich. Er ist nicht immer fröhlich, sondern nur während er lernt. Die Eigenschaft gilt also nur so lange, wie die Handlung andauert.
    • Latinam (von Latinus, -a, -um) ist ein Attribut zu linguam (die Sprache) und beschreibt sie genauer.
    • primus ist ein Prädikativum: Claudius kommt als erster in die Schule. Er ist nicht immer der erste, sondern nur, wenn er in die Schule kommt. Die Eigenschaft gilt also wieder nur in Bezug auf die Handlung.
    • magnam beschreibt die Schule genauer: magnam scholam. Das ist ein Attribut.
    • severus bezieht sich zwar auf den Lehrer (magister). Es ist aber Teil des Prädikats. Hier steht nur est - eine Form von esse. Man kann severus nicht weglassen, ohne dass der Satz unvollständig wäre. Es ist ein Prädikatsnomen.
  • Nenne alle substantivierten Adjektive im Text.

    Tipps

    Suche zuerst nach Adjektiven im Text. Lies dir jeden Satz genau durch.

    Wenn du Adjektive gefunden hast, dann untersuche, ob sie für sich allein stehen oder eine Person oder Sache genauer beschreiben.

    Lösung

    Adjektive beschreiben meistens eine Person oder Sache genauer. Manchmal können sie aber auch alleine stehen - wie ein Substantiv. Man nennt das Substantivierung. Die Adjektive haben dann kein Bezugswort, auf das sie sich beziehen.

    Um die substantivierten Adjektive im Text zu finden, solltest du ihn zunächst generell auf Adjektive untersuchen. Wenn du welche gefunden hast, schaust du dir an, ob sie sich auf jemanden oder etwas beziehen, also bei einem Nomen stehen, mit dem sie kongruent sind. Wenn das nicht der Fall ist, sie also kein Bezugswort haben, kannst du davon ausgehen, dass sie wie ein Substantiv verwendet werden.

    Im Text ist das bei folgenden Adjektiven der Fall:

    • boni - die Guten (von bonus, -a, -um)
    • improbi - die Unanständigen (von improbus, -a, -um)
    • miseros - die Unglücklichen (von miser, misera, miserum)
    • liberos - die Freien (von liber, libera, liberum)
    • honestus - der Ehrliche (von honestus, -a, -um)

  • Bestimme die Funktion aller Adjektive im Text.

    Tipps

    Kläre zunächst noch einmal, was man unter einem Attribut, Prädikatsnomen und Prädikativum versteht.

    Optisch kann man die drei zunächst nicht unterscheiden.

    Mann muss immer auch auf den Kontext im Satz schauen.

    Ein Kärtchen passt nicht - es bleibt übrig!

    Ein Prädikativum beschreibt meistens einen körperlichen oder geistigen Zustand. Es zeigt, wie es jemandem geht, während er etwas Bestimmtes tut.

    Ein Prädikatsnomen bildet zusammen mit einem Hilfsverb das Prädikat. Man kann es nicht weglassen, anders als ein Attribut oder Prädikativum!

    Lösung

    Schauen wir uns die Sätze der Reihe nach an.

    Erster Satz:

    Marcus et Flavius laeti in castra magna properant, nam fortes sunt.

    Hier tauchen die Adjektivformen laeti, magna und fortes auf.

    • laeti bezieht sich auf Marcus und Flavius und beschreibt, wie es den beiden geht, während sie ins Lager eilen: Sie sind fröhlich. Das Adjektiv laetus beschreibt also den geistigen Zustand der beiden, während sie etwas tun. Es gilt nur für die Dauer dieser Handlung. Es ist ein Prädikativum. Man kann es weglassen, ohne dass der Satz unvollständig wäre.
    • magna beschreibt castra genauer: Es ist ein großes Lager. Ansonsten hat es keine weitere Funktion. Es ist also ein Attribut. Man kann es weglassen.
    • fortes gehört zusammen mit sunt und bildet mit ihm das Prädikat. Man kann es nicht weglassen - denn ... nam sunt wäre kein vollständiger Satz (sie sind). Es handelt sich um ein Prädikatsnomen.
    Zweiter Satz:

    Marcus primus advenit, nam Flavius fatigatus est.

    Hier tauchen die Adjektivformen primus und fatigatus auf.

    • primus ist ein typisches Prädikatsnomen: Es beschreibt, in welcher Reihenfolge die beiden ankommen. Es gilt nur in Bezug auf die Handlung, also das Ankommen. Marcus ist nicht immer der erste, sondern nur beim Rennen ins Lager.
    • fatigatus ist wieder ein Prädikatsnomen: Es steht zusammen mit est, einer Form von esse. Man kann es nicht weglassen, denn es ist Teil des Prädikats: Flavius est (Flavius ist) wäre kein vollständiger Satz.
    Dritter Satz:

    Centurio severus eum vituperat.

    • Hier kommt noch das letzte Adjektiv vor: severus. Das ist ein ganz normales Attribut. Es beschreibt die Eigenschaft des Zenturio genauer und hat ansonsten keine Funktion. Man könnte es auch weglassen.
    Das Kärtchen mit der Aufschrift „Substantivierung“ bleibt übrig.