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Wie kommt das Meersalz ins Meer? 02:39 min

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Transkript Wie kommt das Meersalz ins Meer?

Sprecher: Wer schon einmal im Meer schwimmen war, der weiß, dass Meerwasser kein angenehmer Durstlöscher ist, viel zu salzig. Aber nicht nur Meerwasser enthält Salz, auch in normalem Trinkwasser, also Süßwasser, steckt Salz, jedoch höchstens ein Gramm pro Liter Wasser. Zu wenig also, um es zu schmecken. In Meerwasser dagegen befinden sich 35 Gramm Salz in einem Liter, und das schmeckt man dann auch. Wie aber kommt das Salz in das Meerwasser? Ganz einfach: Die Flüsse liefern mit dem Wasser dem Meer auch das Salz, denn das Wasser löst Salze und Mineralien aus den Böden und Gesteinen. So werden pro Jahr bis zu drei Milliarden Tonnen Salze durch die Flüsse zum Meer transportiert. In den Flüssen sind die Salze aber noch nicht zu spüren, das passiert erst im Meer. Da die Meeresoberfläche so riesig ist, lässt die Sonne das Wasser wie in einer großen Pfanne verdunsten. Somit erhöht sich die Salzkonzentration des Meeres, aus Süßwasser wird Salzwasser. Herr Brumsack: In der Nordsee haben wir normalerweise 34 Promille also 3,4 Prozent. Wenn Sie im Mittelmeer baden, da liegt der Salzgehalt deutlich höher, deshalb kann man da so wunderbar schwimmen. Sprecher: Denn Salz verändert die Dichte des Wassers und somit auch die Tragfähigkeit. Im Toten Meer ist der Salzgehalt so hoch, dass man praktisch nie untergehen kann. Dem Meer wird aber auch Salz entzogen. Meerestiere, wie Muscheln zum Beispiel, lagern Salz ein. Wenn sie sterben, sinken sie zu Boden und entziehen dem Meer so geringe Mengen Salz. Herr Brumsack: Im Laufe der wirklich ja Milliarden Jahre, muss man sagen, hat sich das so auf ein Gleichgewicht eingependelt, dass genauso viel Salz hineingeht, wie auch wieder herausgeht. Da gab es mal vor fünf Millionen Jahren eine Episode, da war die Straße von Gibraltar geschlossen, und da ist das Mittelmeer quasi eingedampft. Deshalb finden wir am Meeresboden des Mittelmeers unter einer Schicht von Sedimenten heute 100 Meter dicke Salzschichten. Das heißt also, durch diese sogenannten Salzlagerstätten wird dem Meer das Salz wieder entzogen. Sprecher: Beim Verdunsten kristallisiert das Salz aus und lagert sich ab. Diesen natürlichen Prozess nutzen die Menschen schon seit Jahrhunderten zur Salzgewinnung, und auch heute stammt etwa ein Fünftel unseres Speisesalzes aus dem Meer. Zum Würzen eignet es sich also hervorragend, zum Trinken bleibt Meersalz aber einfach ungenießbar.