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Wasserversorgung in Indien – Es war einmal unsere Erde (Folge 3)

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Es War Einmal Unsere Erde
Wasserversorgung in Indien – Es war einmal unsere Erde (Folge 3)
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Beschreibung Wasserversorgung in Indien – Es war einmal unsere Erde (Folge 3)

Maestro klärt seine Schüler über die problematischen Süßwasservorräte auf, die von Armut und zunehmender Umweltverschmutzung immer mehr bedroht werden. Jumbo, Pierrette und Le Teigneux begeben sich dazu auf eine Reise nach Indien.

Transkript Wasserversorgung in Indien – Es war einmal unsere Erde (Folge 3)

Die Menschen werden sich eines Tages auf der Suche nach Wasser auf dem Mars niederlassen, denn ohne Wasser kann der Mensch nicht überleben. Na, Fragen? Stimmt, das Thema Wasser kommt momentan sehr häufig vor, besonders der Wassermangel. Ja, stellt euch vor, es wurde sogar eine Dekade des Wassers ausgerufen. Könnten Sie uns vielleicht erklären, warum, Maestro? Das ist doch alles Quatsch. Wasser gibt es überall. Wir müssen keinen Wassermangel befürchten. Es gibt Flüsse, Seen und all das. Wer das glaubt, der irrt sich. Ein Mensch muss mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag trinken, denn wenn er weniger trinkt, wird er krank. Nach drei oder vier Tagen ohne Wasser stirbt er sogar. Wohingegen er zehn Tage oder länger ohne Essen überleben kann. Aber Maestro, die Seen, die Flüsse und das Grundwasser, das alles müsste doch ausreichen. Das Grundwasser? Was ist denn das? Nach einer Klimaveränderung vor 15000 Jahren während der letzten Eiszeit ist das Eis der Pole geschmolzen und dieses Wasser hat den Meeresspiegel um 120 Meter steigen lassen. Aber Maestro, 120 Meter, das ist doch unmöglich. Nun ja, die Bevölkerung flüchtete daraufhin in Höhlen, die heutzutage immer noch vereinzelt entdeckt werden. Es gab übrigens zu dieser Zeit recht wenige Menschen auf der Erde, wohl kaum mehr als 20000 in ganz Europa. Hm, so wenige, das ist ja unglaublich. Ein Teil dieses Wassers ist mit dem Regenwasser in die Erde eingesickert und hat das Grundwasser gebildet. Und das könnte mehr als die Hälfte unseres Bedarfs abdecken. Tja, das wäre gar nicht so schlecht, meint ihr nicht? Wenn das Grundwasser doch nur nicht so sehr verschmutzt worden wäre. Aber so tief vergraben müsste es doch rein bleiben. Die Düngemittel und die Pestizide versickern in den Boden und das Wasser wird von der Industrie, vom Abwasser und durch die Lebensweise der Menschen verschmutzt, denn alles geht ins Wasser. Kann man das nicht verhindern? Nein, das kann man nicht und oft trinkt ein Großteil der Welt verschmutztes Wasser. So können schwere Krankheiten entstehen. Bei euch und bei mir macht das Wasser zwei Drittel unseres Gewichts aus. Das Obst und das Gemüse, das wir essen, enthalten 80 oder gar 90 % Wasser. Aber Maestro, selbst, wenn der Mensch eineinhalb Liter Wasser am Tag braucht, ist das doch gar nicht so viel. Das ist richtig, wenn es nicht verunreinigt wäre. Na ja, wir verschmutzen doch gar nicht so viel. Ach, meinst du? Mehr als 20 Milliarden Tonnen Abfälle landen jedes Jahr im Meer und jeder Liter schmutziges Wasser verunreinigt acht weitere Liter. 20 Milliarden Tonnen? Das ist aber viel. Das ist enorm viel. Dazu kommt, dass ein Liter Benzin, der ins Grundwasser gelangt, dort bis zu fünf Millionen Liter verschmutzt. Und es ist unvorstellbar, was alles in die Abwasserkanäle reingeworfen wird. In Montpellier hat man dort gerade eine Motorhaube gefunden, einen Fahrradrahmen, Bildschirme, WCs, Stühle, Handys, Brillen und so weiter und so fort. Ja, aber trotzdem, eineinhalb Liter pro Person, die wird man doch finden. Wahrscheinlich, aber für die Nahrung eines einzelnen Menschen braucht man 1000 mal so viel. Und hopp! Also, das glaube ich nicht. Ich erkläre es dir. Man braucht 600 Liter Wasser, um ein Kilo Mais zu produzieren, womit vor allem das Geflügel gefüttert wird. 1500 Liter, um ein Kilo Weizen zu produzieren, 4000 Liter oder mehr für ein Kilo Reis und mindestens so viel für ein Kilo Fleisch. Gleichzeitig fehlt es eineinhalb Milliarden Menschen an trinkbarem Wasser. Und wie überleben diese Menschen? In manchen Ländern gehen die Frauen jeden Tag zwölf Kilometer zu Fuß, um ihren Familien gerade so viel zu bringen, dass sie nicht verdursten. Aber Maestro, für dieses Problem muss es doch Lösungen geben. Das ist ein komplexes Problem. Wir werden später darüber sprechen. Es gibt bald Ferien. Ich freue mich. Und wir werden uns die Welt und ihre Wasserprobleme genauer ansehen. Dann werden wir zusammen versuchen, Lösungen zu finden. Ja, es kann losgehen. Also Kinder, einige von euch möchten nach Mexiko? Warum nicht, ihr werdet uns dann berichten. Es war ein so schönes Land, aber jetzt mit der Umweltverschmutzung, der Armut, dem Wassermangel und all dem. Oh ja, das ist wahr. Jeder von euch möchte in unterschiedliche Teile der Welt reisen. Hier seht ihr unseren Globusexpress. Er wartet bereits auf euch und er ist wirklich unglaublich schnell. Pierrot, Psi und Grumont, kommt doch mit mir mit. Ich möchte meine alten Knochen in der Sonne der Sahelzone wärmen. Aber wo ist denn Pierrot? Na, wo bleibst du denn, mein Junge? Ich komme schon, Maestro, ich komme sofort. Und ihr, Pierrette, Jumbo und Giftzwerg, ihr werdet nach Indien fahren. Na dann, auf geht es nach Indien. Es ist alles arrangiert. Euer Führer wird euch vor Ort empfangen. Einsteigen und los geht es. Verzeihen Sie, ich-. Ah, da bist du ja endlich. Willkommen in meinem Land. Ich bin Raoul, euer Reiseführer. Möchtet ihr euch mit mir unsere großen, modernen Städte ansehen? Delhi, unsere Hauptstadt ist nicht weit von hier und wir haben genauso große Hochhäuser wie ihr. Oh ja, einverstanden, fahren wir hin. Aber nicht doch. Wir sind nicht zum Spaß hier, sondern um mehr über eure Wasserversorgung zu erfahren. Ja, wir sind hier, um euer rares und wertvolles Wasser zu untersuchen und eventuell sogar noch bis nach Kalkutta zu fahren. Das hatte ich mir schon gedacht, aber ich hätte euch trotzdem gerne gezeigt, dass wir ein modernes und betriebsames Land sind. Wir haben mehrere Tausend Informatikingenieure, die für die ganze Welt arbeiten, imposante Hochhäuser, viele Hotels, Geschäfte, unsere Universitäten, Restaurants, Cafés, Kinos. Das werden wir ein andermal nachholen. Wir sind hier in Rajasthan im Norden des Landes. Bevor wir weiter nach Süden zum Ganges und zu den Armengebieten fahren, möchte ich euch einen unserer Erfolge im Umgang mit unserem Wasser zeigen. Wir sind gleich da. Seht ihr, Freunde, diesem Gewässer verdanken wir unser ganzes Glück. Die Ernte ist gut, das Vieh gut genährt, die Natur und die Faune gedeihen prächtig. Seht euch diesen Wald mit seinen grünen Bäumen an. Sie halten das Prasseln des Regenwassers zurück und niemand darf sie ohne Beschluss der Dorfwaisen einfach so ohne weiteres fällen. Aber wie habt ihr es geschafft, dass alles so grün ist? Innerhalb weniger Jahre wurden hier mehr als 40 Wasserspeicher gebaut, um das Wasser aufzufangen. Und wenn der Monsun kommt, sammelt sich das Wasser hier drin. Und das saubere Wasser sickert vor Verschmutzungen geschützt ins Grundwasser. Und das alles hier habt ihr ganz allein gebaut? Sie haben die Grundstücke zur Verfügung gestellt und die ganze Arbeit geleistet. Und ein Verein namens "Junges Indien" hat ihnen geholfen. Stellt euch vor, früher in den regenlosen Jahren herrschte hier Hungersnot und wir mussten Gras essen. Es gab nichts anderes und heute, seht euch unser Land an. Wir haben sogar Wildtiere, die zum Trinken herkommen: Hyänen, Schakale, Affen, Hirsche, Leoparden und viele andere. Hier schmeckt alles richtig gut und wir haben hier sogar einen Tiger gesehen, wirklich. Und warum macht ihr es dann nicht überall im Land so wie hier? Das ist eine gute Frage. Leider sind die Regierenden dieser Regionen damit nicht einverstanden. Ja, man baut lieber große Dämme, deren Wasser 300 mal so teuer ist. Immerhin konnte man dieses Projekt in ungefähr 1000 Dörfern umsetzen. Diese, aus dem 16. Jahrhundert stammende Festung wurde gebaut, um sich gegen die Angreifer der Mogule zu wehren. Hey! Da trägt eine Frau ein Kind vor dem Bauch. Habt ihr gesehen? Ja, das habe ich schon in der afrikanischen Wüste gesehen. Wir sind jetzt in Gujarat, einer Region, die in 20 Jahren unsinniger Bewässerung ihre ganzen Wasserstellen ausgetrocknet hat und auch ihr Grundwasser. Wir fahren jetzt Richtung Süden. Ihr werdet sehen, dort ist es noch schlimmer. Wasser und Pestizide, niemand hat ihnen beigebracht, damit hauszuhalten. Und das alles wird im Fluss landen und ihn verunreinigen. Und die Pestizide werden in den Boden und ins Grundwasser gelangen. Ins was? Ach ja, ich erinnere mich. Das Einzige, das sie interessiert, sind ihre Ernten. Sie können es sich nicht leisten, sich um das Wasser und um die Pestizide zu kümmern. Also-. Ja, unsere Flüsse werden oft als Müllkippen benutzt. Und in dieser Gegend gibt es wirklich auch nur sehr wenige sanitäre Anlagen. Das gibt es doch nicht! Das ist das Wasser, das die Menschen trinken? Hallo! Dieser alte Mann hat sein ganzes Hab und Gut verschenkt. Man muss ihm helfen zu überleben. Aber warum hat er das getan? Weil er sich auf der Suche nach Weisheit befindet. Woher kommt das Brunnenwasser? Aus dem Fluss natürlich. Aber das Wasser ist doch verschmutzt. Das ist wahr, aber wir haben hier kein anderes. Ich weiß, unser Wasser ist nicht sehr sauber, aber was sollen wir tun? Warum versucht ihr nicht, euer Wasser zu reinigen? Das würde helfen. Und wie sollen wir das bezahlen? Wir leben hier mit sehr wenig von nicht mal einem Dollar am Tag. Es gibt für alles eine Lösung. Mit diesem Beutel kann man 20 Liter Wasser für gerade einen Dollar reinigen. Aber wo soll ich ihn hernehmen? Es gibt eine neue Technik, um das Wasser mithilfe von UV-Strahlen zu reinigen, 300 Dollar für 1000 Menschen. Interessant, aber das ist immer noch zu teuer für uns. Hopp! Es gibt im Norden Indiens einen Baum, den Moringa oleifera. Seine Samen filtern das Wasser, locken Bakterien und Viren an und binden sie ein. Aber dafür bräuchten wir Becken. Es ist ganz einfach. Ihr habt das Land und die Leute. Baut Becken und wir werden euch das Nötige schicken, um euer Wasser zu reinigen. Die Wasserhyazinthe reinigt das Wasser und der Wassersalat eines französischen Forschers ernährt sich vom Abfall und bindet die Schadstoffe ein. Und danach kann er als Dünger für euren Ackerbau dienen. Ja, aber pro Person braucht man über einen Quadratmeter Wasser. Ja, baut ein paar Dämme, um das Wasser zu sammeln, und ein paar Becken, wie es die Menschen in Rajasthan gemacht haben. Das Monsunwasser wird sie dann füllen. Und damit können Sie ja schon mal anfangen. Und wir werden danach unser Bestes tun, um euch zu helfen. Ich habe ihnen gesagt, dass ihr hier seid, um für unser Wasserproblem in Indien eine Lösung zu finden. Jetzt lassen sie uns in Ruhe weiterfahren. Bihar ist eine arme Gegend. Hier ist Korruption an der Tagesordnung. Es gab hier auch in der letzten Zeit über 20000 Entführungen. Aber Indien hat auch ein anderes Gesicht. Jedes Jahr machen 500000 Ingenieure einen Abschluss an der Universität und finden überall auf der Welt dafür Anerkennung. Ja, aber ihr habt immer noch eine Menge Analphabeten. Das ist wahr. Indien ist voller Gegensätze. Was ist das denn? Das sieht aber nicht lecker aus. Das sind Kuhfladen. Aber wer kauft denn sowas? Das ist in dieser Gegend ein rarer Brennstoff. Und das ist ein hervorragender, natürlicher Dünger. Guten Tag! Ich bin Arzt und habe in Frankreich studiert. Willkommen! Haben Sie diesen neuen Brunnen gebaut? Nein, den haben wir von einer internationalen Organisation gespendet bekommen, genau, wie viele, viele andere auch. Das ist doch gut, oder? Das stimmt, aber leider ist das Wasser von fast allen Brunnen vergiftet mit Arsen. Ich weiß noch, wie ein alter Mann, der das Wasser aus unserem Brunnen heraussprudeln sah, rief: "Das ist das Wasser des Teufels!" Er wusste ja nicht, wie recht er damit hatte. Die Hindus wurden von dem Arsen zu Hundertausenden kontaminiert. Und im nahegelegenen Bangladesch ist es noch viel schlimmer. Es sind Millionen. Wie ist das nur möglich? Hat denn niemand das Wasser im Brunnen vorher kontrolliert? Nein, das war zu teuer. Wollt ihr die Folgen sehen? Kommt mit, ich zeige sie euch. Manche von Ihnen haben nur Hautprobleme. Bei anderen ist es schlimmer. Und was können Sie für sie tun? Erst mal muss man sie beruhigen, dass ihre Krankheit nicht ansteckend ist. Das Einzige, das hilft, ist, Vitamine zu sich zu nehmen und sauberes Wasser zu trinken. Ich glaube, die Weltgesundheitsorganisation bemüht sich ein wenig, um solches zu beschaffen. Dann baut doch einfach künstliche Seen. Das ist für euch. Es hält euer Wasser sauber und dürfte für eine Weile reichen. Und seien Sie versichert, dass wir für eure Sache kämpfen werden. Ah, ja. Kalkutta ist eine Autostunde entfernt, falls wir durchkommen. Ich habe mich nicht verfahren, wir sind auf dem richtigen Weg. Wir müssen da lang. Das hier ist ein Slum, fast schon eine Stadt. Viele Menschen, die nicht in Kalkutta wohnen können, leben hier. Möchtet ihr es euch ansehen? Huch, Schüler! Hier gibt es also auch Schulen? Ihr werdet sehen. Oh, aber was sind das für Leute, die hier leben? Fast alle hier arbeiten, vor allem in Kalkutta. Aber eine Wohnung können sie sich dort nicht leisten. Was arbeiten sie? Was machen sie beruflich? Sie sind Büro- oder Hotelangestellte, Handwerker. Es gibt auch viele Beamte. Franzosen, welche Freude! Ich selbst bin auch Franzose und vor ein paar Jahren habe ich diese Schule gegründet. Und diese hier auch, Schneidern, Maschineschreiben und Informatik für diese jungen Mädchen, um die sich niemand gekümmert hat. Wie würdevoll diese ganzen Menschen sind. Aber wo gibt es denn jetzt hier Wasser? Sie bekommen nur fünf Liter sauberes Wasser pro Tag. Wenn man bedenkt, dass wir 2 bis 300 Liter verbrauchen und die Amerikaner 800. Zum nächsten Brunnen läuft man eine halbe Stunde. Und was die Wasserqualität betrifft-. Der Ganges, 3000 Kilometer lang, aber es wird leider ständig viel zu viel abgepumpt und bewässert. Wir werden auf den Monsun warten müssen, bis der Fluss sich füllt. 500 Millionen Menschen leben am Rand des Ganges. Nirgendwo auf der Welt gibt es so eine Menschendichte. Das ist ja mehr als die gesamte Bevölkerung Europas. Jeden Tag werden eineinhalb Milliarden Liter Abwässer in den Fluss eingeleitet. Oft sind die Fische dort ungenießbar und manchmal sogar auch die Ernte der Umgebung. Seht ihr den Reisanbau? Obwohl man 4000 Liter Wasser braucht, um ein Kilo Reis zu produzieren? Reis ist eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel, Tee- und Maisanbau. Möchtet ihr vielleicht das Klärwerk von Kalkutta sehen? Oh ja, das klingt interessant. Aber hier ist ja keine Kläranlage. Nein, es ist ein bisschen so, wie ihr es erklärt habt. Die Pflanzen nehmen einen Teil der Verunreinigungen des Wassers auf. Und von diesen ernähren sich Karpfen und Großgarnelen, auf die wiederum die Fische angewiesen sind. Na ja, dieses System ist immerhin besser als nichts. Seht mal, drei Unberührbare, die ärmlichste Kaste des Landes. Die Regierung versucht, ihr Schicksal zu verbessern und sogar Beamte aus ihnen zu machen. Blumen, das ist was für Mädchen. Und, gehen wir jetzt zum Ganges? Also, Kalkutta hat 15 Millionen Einwohner. Und nur sehr wenige Sanitäranlagen. Der Fluss ersetzt sie. Es ist wohl wahr. Diese Stadt ist nicht für so viele Menschen gemacht. Dieses Wasser ist gesundheitsschädigend. 80 Prozent der Krankheiten eures Volkes sind darauf zurückzuführen. Euer Fluss ist der schmutzigste der Welt. Warum versucht ihr nicht, sein Wasser zu reinigen? Dieses Wasser ist ein Geschenk des Himmels. Der Ganges besteht aus Shivas Haaren, die alles reinigen. Es steht für Glück und Gesundheit. Nicht doch, dieses Wasser verursacht mehr Opfer als alle Kriege in der Welt. Diweda sagt, dass der Mensch ein Gläubiger von Gott ist, der gibt und zurücknimmt, wann immer es ihm gefällt. Was können wir tun, Maestro? Wir wissen es wirklich nicht. Wenn ihr zurückkommt, Kinder, werden wir nochmal darüber sprechen. Wir werden eine Lösung finden. Ihr müsst verstehen, dass eure westlichen Lösungen für uns hier in Indien nicht geeignet sind. Wir sind zu arm und wir sind zu zahlreich und ihr wolltet unbedingt nur diese Seite sehen. Warum sollte das System der Becken, die vom Monsunwasser gefüllt werden, nicht im ganzen Land ausgeweitet werden? Man kann jedem beibringen, wie man lagert. Und auch Bauern können lernen, mit dem Wasser sparsam umzugehen. Trotzdem werden die internationalen Organisationen all diesen Menschen helfen müssen. Ja, wir werden daran arbeiten. Jedem sollten ausreichend Mittel für ein menschenwürdiges Leben zur Verfügung stehen.

Wasserversorgung in Indien – Es war einmal unsere Erde (Folge 3) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wasserversorgung in Indien – Es war einmal unsere Erde (Folge 3) kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse die Bedeutung des Wassers für den Menschen zusammen.

    Tipps

    Ohne regelmäßige Wasserzufuhr kann der Mensch nicht überleben.

    Die Produktion von Fleisch und der Anbau von Obst und Gemüse sind wichtig für die Landwirtschaft.

    Lösung

    Wasser hat eine große Bedeutung, sowohl für den Menschen selbst als auch für die Ernährungssicherheit und die Landwirtschaft.

    • Da der Mensch zu 2/3 aus Wasser besteht, sollte man jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser zu sich nehmen.
    • Blut, Organe, Muskeln – alle lebenswichtigen Funktionen und Versorgungen des Menschen bauen auf Wasser auf. Dabei besteht jede Zelle zu großen Teilen aus Wasser.
    Auch in der Landwirtschaft spielt Wasser eine große Rolle:
    • Da auch die meisten Gemüsesorten zu großen Teilen aus Wasser bestehen, benötigt die Anzucht von Obst und Gemüse meist mehrere 100 Liter Wasser pro kg Gemüse oder Obst.
    • Viel dramatischer ist die Lage allerdings bei der Fleischproduktion. Da die Tiere, die das Fleisch liefern, erst aus pflanzlichen Nährstoffen Fleisch bilden, benötigt ein kg Fleisch mehrere 1.000 Liter Wasser.

  • Beschreibe die Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in Rajasthan.

    Tipps

    Da der Anbau von Nahrungsmitteln nun kein Problem mehr darstellt, müssen die Anwohner von Rajasthan auch in Dürrejahren nicht mehr hungern.

    Zunächst wurden Rückhaltebecken gebaut, um das Monsunwasser besser zu speichern.

    Lösung

    Rajasthan liegt im Nordwesten Indiens. Dort haben die Menschen geringe Einkommen und sind von den Erträgen aus der Landwirtschaft abhängig.

    • Früher mussten die Menschen oft Hunger leiden, wenn in manchen Jahren nicht genug Regen fiel.
    • Daher entschieden sich die Bewohner, Rückhaltebecken für das Wasser des Monsuns zu bauen.
    • Dieses Wasser speist das Grundwasser und bleibt über viele Monate für die Landwirtschaft nutzbar.
    • So erholte sich auch die Natur und die Erträge aus der Landwirtschaft wurden stabiler.
    • Heute muss niemand in Rajasthan hungern.

  • Stelle die Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität dar.

    Tipps

    Im Vergleich zu Reis benötigt Hirse für den Anbau nur sehr wenig Wasser.

    Um Erkrankungen durch fehlende sanitäre Anlagen zu verhindern, müssen mehr sanitäre Anlagen errichtet werden.

    Lösung

    Je nachdem, welche Probleme hinter der Wasserverschmutzung stecken, gibt es unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten.

    • Beim Bau von Staudämmen kommt es häufig zu Überflutungen: Diese können nur verhindert werden, wenn auch Staudämme verhindert werden.
    • Bei Überdüngung wird das Grundwasser verschmutzt. Hier hilft eine angepasstere Düngung.
    • Ein Anbau, der sehr wasserintensiv ist, trocknet meist nachhaltig den Boden aus. Hirse ist hingegen ein sehr anspruchsloses Getreide, das wenig Wasser verbraucht.
    • Fehlen den Menschen sanitäre Einrichtungen, kommt es schnell und häufig zu Erkrankungen. Daher sollte der Ausbau sanitärer Einrichtungen vorangebracht werden.
  • Charakterisiere die Eigenschaften der Wasservorkommen der Erde.

    Tipps

    Das in Eisbergen gebundene Frischwasser steht den Menschen nicht als Trinkwasser zur Verfügung.

    Nur oberflächennahes Grundwasser kann mit Pumpen gefördert werden.

    Lösung

    Nur knapp 3 % der weltweiten Wasservorräte sind Süßwasser bzw. Frischwasser.

    • Das meiste Wasser auf dieser Erde ist also Salzwasser.
    • Daher handelt es sich bei Frischwasser um ein kostbares Gut, das nicht überall gleich verteilt ist.
    • In den wohlhabenden Golfstaaten der arabischen Halbinsel wird daher bereits Frischwasser aus Meerwasser gewonnen.
    • Die Produktion von Frischwasser erfolgt dort jedoch mithilfe fossiler Energie, also Erdöl oder Erdgas, und ist sehr energieintensiv.
    • Meist wird das Meerwasser verdampft, sodass das verdunstete Wasser aufgefangen wird und das Salz übrig bleibt.
    • Im globalen Umfang ist die Gewinnung von Frischwasser aus Meerwasser daher sehr teuer und kaum umsetzbar.
    • Wichtig ist es daher, mit den geringen Frischwasservorräten, die es gibt, behutsam umzugehen und diese zu schützen.
  • Beschreibe die Bedeutung des Ganges für die Menschen in Indien.

    Tipps

    Dass der Ganges sich selber reinigen könne, ist ein religiöser Glaube. Leider stimmt dies nicht.

    500 Millionen Menschen leben an den Ufern des Ganges.

    Lösung

    Der Ganges in Indien ist einer der beeindruckendsten Flüsse der Welt:

    • Die Quellen der Flüsse, aus denen der Ganges entspringt, liegen im höchsten Gebirge der Erde: dem Himalaya.
    • Von dort aus entwässert der Ganges ein riesiges Einzugsgebiet, in dem viele Millionen Menschen leben.
    • Der Fluss mündet als Delta im Pazifischen Ozean.
    • Die heilige Stadt Varanasi liegt am Ganges. Dorthin pilgern viele Hindus, um sich zu reinigen oder Opfergaben zu bringen.
    • Denn in der hinduistischen Mythologie ist der Ganges der heilige Fluss, der aus den Haaren Shivas entstammt und selbstreinigende Kräfte hat.
    • Leider ist dies nicht der Fall. Große Industrieanlagen und Millionen von Anwohnern verschmutzen das Wasser immer mehr.
  • Erläutere den Begriff des virtuellen Wassers.

    Tipps

    Täglich verbraucht jede-/r Deutsche ca. 4.000-5.000 Liter Wasser.

    Rindfleisch verbraucht deutlich mehr Wasser als Gemüse.

    Lösung

    Ein bewusster Umgang mit Wasser beginnt – zumindest hier in Mitteleuropa – beim Duschen, Baden und Zähneputzen. Doch auch beim Kauf von Produkten verbrauchen wir Wasser.

    • Das sogenannte virtuelle Wasser umschreibt die Wassermengen, die wir verbrauchen, wenn wir bestimmte Produkte konsumieren.
    • Viele Obst- und Gemüsesorten, wie zum Beispiel Kartoffeln, brauchen relativ geringe Wassermengen.
    • Es gibt aber auch Obst und Gemüse, wie Avocados und Tomaten, die sehr wasserintensiv sind, sodass wir mit dem Kauf dieser Produkte viel virtuelles Wasser verbrauchen.
    • Besonders wasserintensiv ist der Kauf von Fleisch. Da die Tiere, die das Fleisch produzieren, viel Wasser und Getreide zu sich nehmen, welches wiederum auch Wasser verbraucht hat, ist der Wasserbedarf für 1 kg Fleisch enorm hoch.

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