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Igel – Lebensweise und Winterschlaf 05:50 min

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Transkript Igel – Lebensweise und Winterschlaf

Hallo. Wer kennt das nicht, die Tage sind kurz, es ist kalt und dunkel und ungemütlich draußen. Am Liebsten würde man sich zu Hause schön zusammenrollen und den Winter über einfach durchschlafen. Erst im Frühling, wenn die Sonne wieder wärmer strahlt und Leben in die Natur zurückkehrt, würde man wieder aufwachen. Herrlich! Aber leider nur ein Traum. Nicht aber für Igel. Igel machen genau das. Sie rollen sich zusammen und schlafen den Winter durch. Mehr über den Winterschlaf von Igeln erfährst du in diesem Video. Vielleicht kannst du dir ja doch etwas abschauen von ihm. Wie lebt ein Igel eigentlich? Ein Igel ist ein Insektenfresser, wird bis zu 30 Zentimeter lang und ist bedeckt mit einem schützenden Stachelkleid. Nur das Gesicht und er Bauch haben keine Stacheln. Brauchen sie auch nicht, denn wenn Gefahr droht, zum Beispiel Füchse oder Hunde, dann rollt er sich einfach zusammen. So sind auch Gesicht und Bauch gut geschützt und jeder, der dem Igel zu nahe kommt, holt sich eine blutige Nase. Der Igel lebt versteckt im Gehölz von Hecken und Sträuchern, gerne auch im Garten oder am Waldrand. Mit Laub und Gras ausgepolstert ist sein Unterschlupf so richtig gemütlich. Hier verbringt der Igel den Tag. Erst in der Dämmerung bricht er auf und sucht das nähere Umfeld seiner Behausung nach Regenwürmern, Käfern, Schnecken, Spinnen und anderem Getier ab. Wenn er über ein Nest mit jungen Mäusen stolpert, greift er auch dort gerne mal zu. Der größte Feind von Igeln ist der Mensch. Im Sommer speichert der Asphalt die Sonnenwärme bis in den Abend hinein. Dort sammeln sich Insekten und anderes Getier. Ein reich gedeckter Tisch für einen Igel. Wenn ein Auto naht, folgt der Igel seinem Instinkt und rollt sich ein. Er weiß natürlich nicht, dass diese Schutzhaltung gegenüber einem Autoreifen sinnlos, ja tödlich ist. Also Autofahrer: aufgepasst! Was macht nun ein Igel im Winter? Im Winter sind Beutetiere rar. Also muss sich der Igel etwas anderes zu Essen suchen. Im Herbst frisst er sich eine richtig dicke Fettschicht an, die ihm Energie liefert. Die wird ihn durch den Winter bringen. Wenn der Igel mindestens 500 Gramm wiegt, dann stehen seine Chancen gut. Es ist nicht sinnvoll Igel im Spätherbst mit nach Hause zu nehmen. Die meisten Igel haben die Hilfe der Menschen nicht nötig und sterben an falscher Fütterung. Nur wenn Igel weniger als 500 Gramm wiegen, ist es sinnvoll ihnen zu helfen. Dann bringt man sie zu einer Igelpflegestation. Dort weiß man genau, was ein Igel braucht. Für die Igel in Freiheit gilt: Wenn die Temperatur unter 10°C sinkt, sucht sich der Igel sein Winterlager. Es muss ein trockener gemütlicher Ort sein. Nicht selten sind es Laubhaufen. Dort rollt sich der Igel zusammen und beginnt seinen Winterschlaf. Beträgt die Körpertemperatur eines Igels den Sommer über um die 36 Grad, sinkt sie im Winter auf 5 Grad. Die Herzschläge nehmen dabei deutlich ab. Schlägt ein Igelherz im Sommer circa 300 mal pro Minute, sind es im Winter gerade mal 20 Schläge pro Minute. Die Anzahl der Atemzüge pro Minute sinkt von 20 auf 5. In diesem Zustand, also mit stark herabgesetzter Körpertemperatur, Herz- und Atemfrequenz, verbraucht der Igel deutlich weniger Energie. Während des Winterschlafs zehrt der Igel allein von seinen Fettreserven. Sollte es zu kalt werden und er zu erfrieren drohen, wacht er auf, zittert sich warm und sucht sich schnell ein neues, wärmeres Versteck für seinen Winterschlaf. Dieser Vorgang kostet sehr viel Energie und darf daher nicht zu häufig passieren. Ansonsten droht der Igel zu verhungern. Im März, wenn die Temperaturen wieder ansteigen, steigt auch die Körpertemperatur sowie die Atem- und Herzfrequenz des Igels. Er erwacht aus seinem Winterschlaf. Da er seine Fettreserven aufgezehrt hat, ist er stark abgemagert. Schnell begibt er sich auf Futtersuche. Ein neues Jahr kann beginnen. Der Igel ist also ein Winterschläfer. Diese Tabelle zeigt nochmal, wie sich Körpertemperatur, Herzschlag und Atemfrequenz das Jahr über im Vergleich zur Umgebungstemperatur verhalten. Wenn es draußen am kältesten ist, hält der Igel seinen Winterschlaf. Und so kann der Mensch ihm dabei helfen: Laub und Reisighaufen im Herbst nicht wegmachen. Sie sind ideale Winterbehausungen für Igel. Für den Garten gilt: ein bisschen mehr Unordnung bitte. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

4 Kommentare
  1. Das war ganz toll Video

    Von Sawsan H., vor 9 Monaten
  2. Hallo Julia M., nein, der Igel hat keine Stacheln an den Beinen. Aus welchem Abschnitt des Videos ziehst du diese Information?
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 10 Monaten
  3. Haben Igel an den Beinen etwa Stacheln oder habe ich nicht zugehört?

    Von Julia M., vor 10 Monaten
  4. na ja

    Von Uwe Schroeter, vor mehr als einem Jahr

Igel – Lebensweise und Winterschlaf Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Igel – Lebensweise und Winterschlaf kannst du es wiederholen und üben.

  • Kennzeichne die Verhaltensweisen der Igel im Winter.

    Tipps

    Der Igel ist ein Säugetier und damit gleichwarm, d.h. er hält seine Körpertemperatur fast immer konstant, um seine Lebensvorgänge aufrechtzuerhalten. Dafür muss viel Energie aufgebracht werden.

    Lösung

    Da der Igel als Säugetier gleichwarm ist, muss er seine Körpertemperatur aktiv regulieren, um sie weitestgehend konstant zu halten. Dabei wird viel Energie verbraucht. Da im Winter das Nahrungsangebot knapp ist, frisst er sich im Herbst dafür eine dicke Fettschicht an und hält Winterschlaf. Dabei fährt der Igel seine Körperfunktionen wie Herzschlag und Atemfrequenz herunter. Auch seine Körpertemperatur sinkt, um Energie zu sparen.

  • Nenne typische Beutetiere des Igels.

    Tipps

    Der Igel lebt am Boden. Er ist kein guter Kletterer.

    Lösung

    Der Igel ernährt sich hauptsächlich von Wirbellosen. Somit gehören Regenwürmer, Schnecken, Spinnen, Käfer und sogar kleine Mäuse zu seiner bevorzugten Nahrung. Sie dienen ihm vor allem im Herbst als Energie- und Baustofflieferanten.

  • Beschreibe das Verhalten von Igeln im Winter.

    Tipps

    Es ist bekannt, dass zum Schutz der Igel ruhig ein Laubhaufen vom Herbst liegen bleiben sollte. Wieso?

    Der Igel muss im Winter Energie sparen. Wie schafft er das?

    Lösung

    Nachdem sich der Igel im Herbst eine dicke Fettschicht angefressen hat, sucht er sich ein Winterquartier, welches ihn vor allem Schutz vor Fressfeinden und Kälte bietet. Dort beginnt er seinen Winterschlaf, der meist bis zum März des folgenden Jahres andauert. Um Energie zu sparen, senkt der Igel seine Körpertemperatur stark. Somit verlangsamen sich seine Atemfrequenz und sein Herzschlag. Wenn es zu kalt wird muss er sich „warm zittern“. Dann sucht er sich ein neues, wärmeres Quartier. Diese Suche kostet den Igel viel Energie. Wenn du einen Igel findest, der stark abgemagert ist und unter 500 Gramm wiegt, solltest du ihn nicht mit nach Hause nehmen, sondern in eine Igelpflegestation bringen.

  • Diskutiere Maßnahmen, die zum Schutz der Igel beitragen können.

    Tipps

    Für den Garten gilt: „Ein bisschen mehr Unordnung bitte!“ Was bedeutet dieser Rat für die Igel?

    Lösung

    Laubhaufen im Garten können Igeln als warmer Unterschlupf dienen, weshalb man diese im Herbst nicht vollständig wegräumen sollte. Man kann auch aktiv etwas für die Igel tun, indem man zum Beispiel darauf achtet, dass keine Pestizide im Garten verspritzt werden. Man kann auch spezielle Igelhäuschen bauen, die ihm einen Schlafplatz bieten. Auch die Achtsamkeit von Autofahrern trägt zum Überleben der Igel bei. Findet man einen abgemagerten Igel, so sollte man ihn in eine Igelpflegestation bringen oder den Tierarzt verständigen. Nicht sinnvoll ist es, den Igel mit nach Hause zu nehmen und zu füttern, da sie so an falscher Fütterung sterben könnten.

  • Vergleiche das Verhalten von Igel und Dachs im Winter anhand der gegebenen Kriterien.

    Tipps

    Dachse sind Winterruher.

    Achte auch auf das Thermometer, welches die Außentemperatur anzeigt.

    Lösung

    Der Igel ist ein Winterschläfer. Um im Winter überleben zu können, senkt er alle seine Körperfunktionen wie Herzschlag und Atemfrequenz herab. Außerdem sinkt seine Körpertemperatur. So schläft er den Winter über und zehrt von seinen Fettreserven, die er sich im Herbst angefressen hat.

    Der Dachs kann zwar auch nicht das ganze Jahr über aktiv sein, verfällt aber nicht in einen Winterschlaf. Er zehrt von seinem Nahrungsvorrat in seiner unterirdischen Höhle und schläft nur phasenweise. Beim Dachs wären Körpertemperatur und Herzfrequenz im Januar höher als beim Igel.

  • Leite aus den Befunden in der Abbildung ab, welches Verhalten der Dachs im Winter zeigt.

    Tipps

    Ist der Dachs als Säugetier gleich- oder wechselwarm?

    Kann solch ein großes Tier wie der Dachs in eine Winterstarre verfallen?

    Im Winter ist der Boden zum Teil sehr tief gefroren. Ist ein Überleben von Regenwürmern da realistisch?

    Lösung

    In eine Winterstarre verfallen meist nur wechselwarme Tiere, da sie ihre Körpertemperatur nicht aktiv regulieren können. Dachse können auch nicht ganzjährig aktiv sein, da Regenwürmer im Winter nicht vorkommen. Somit ist der Hauptanteil ihrer Nahrung im Winter nicht verfügbar. Da sie ihre Körperfunktionen nicht herabsenken, können sie auch keinen Winterschlaf vollziehen. Deshalb sind sie Winterruher. Sie schlafen phasenweise und ernähren sich von ihren Nahrungsreserven im unterirdischen Bau.