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Das Schwein 06:14 min

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Transkript Das Schwein

Das Thema dieses Films ist das Schwein. Das Borstentier wird gerne als Vorlage für Glücksbringer oder Geldbüchsen verwendet. Doch in erster Linie ist das Schwein ein hochintelligentes und vielseitiges Tier. Wildlebend stellt es einen wichtigen Bestandteil des Ökosystems dar und für den Menschen ist es seit geraumer Zeit eines der wichtigsten Nutztiere. Ursprünglich stammt das Hausschwein vom Wildschwein ab. Bereits die Steinzeitmenschen zähmten die wilden Tiere und hielten sie zur Fleischerzeugung. Rasch entwickelten sich die grunzenden Dickhäuter zu einem weltweit verbreiteten Nutztier. Heute findet man sie in Deutschland auf vielen Bauernhöfen vor. Hier leben die geselligen Tiere im Idealfall artgerecht im Familienverband. Das männliche Schwein nennt man „Eber‟, das weibliche „Sau‟ und die Jungtiere „Ferkel‟. Hausschweine haben einen dicken, gestreckten Körper mit kurzen Beinen und einem gekringelten Schwanz. Ausgewachsen können sie bis zu 300 kg schwer werden. Ihr helles Borstenfell ist meist nicht sehr dicht, so dass die Haut rosa hindurch schimmert. Besonders charakteristisch für Schweine ist ihre bewegliche Schnauze mit den großen Nasenöffnungen auf der Rüsselscheibe. Mit ihr tasten sie den Boden ab und nehmen feinste Gerüche auf. Bis zu 50 cm tief unter der Erde können sie Wurzeln oder Trüffel erriechen. Damit können Schweine um ein Vielfaches besser riechen als Hunde und werden daher oft bei der Fahndung nach Drogen oft als Spürschwein eingesetzt. Ihr Hörsinn ist hingegen normal ausgebildet. Bei manchen Schweinerassen stehen die spitz zulaufenden Ohren aufrecht, bei anderen hängen sie nach vorne herab. Allein ihr Sehsinn ist sehr schwach. Mit ihren kleinen Augen sehen sie nur schlecht. Alle Schweine sind Allesfresser. Das heißt sie fressen tierische wie auch pflanzliche Nahrung wie etwa trockenes Geäst oder aber saftiges Obst. Ihr Gebiss hat sich an die vielseitige Ernährung angepasst. Mit den vorderen Schneidezähnen können sie die tierische Nahrung greifen und sie mit ihren spitzen, vorderen Backenzähnen in kleinere Fleischstücke zerreißen. Mit den hinteren, stumpferen Backenzähnen können sie wiederum Pflanzen zermalmen. Doch warum wälzen sich Schweine eigentlich so gerne im Dreck? Das liegt daran, dass sie keine Schweißdrüsen besitzen. Das heißt, sie können nicht schwitzen. Deshalb suhlen sie sich im Schlamm, um ihren Körper abzukühlen. Gleichzeitig befreien sie dadurch ihre Haut von Flöhen und Parasiten. Diese werden mit dem eingetrockneten Schlamm wie bei einem Peeling von ihrer Haut abgerieben. Schweine leben in Rotten zusammen. Das sind dauerhafte Mutterfamiliengruppen, die aus erwachsenen Säuen und ihrem Nachwuchs bestehen. Erwachsene Eber sind Einzelgänger und halten sich nur zur Paarung in der Rotte auf. Die Paarungszeit der Schweine dauert von November bis Januar. Eine Hausschwein Sau wird in der Regel im Zyklus von 21 Tagen brünstig und zwei Mal im Jahr trächtig. Dann gebärt sie meist 10-15 Ferkel. Diese werden von ihr knapp drei Wochen lang gestillt. Meist hat jedes Ferkel seine eigene Zitze am Gesäuge der Mutter. Mit knapp vier Wochen können die Kleinen dann feste Nahrung zu sich nehmen. Alle Ferkel suchen immer wieder den Kontakt zu ihren Geschwistern. Das Raufen und die körperliche Nähe dient ihrer Entwicklung. Die meisten domestizierten Schweinerassen werden bis zu zwölf Jahre alt. Wildschweine hingegen können ein Alter von 20 Jahren erreichen. Sie leben bevorzugt in Laub- und Mischwäldern. Wie das Hausschwein leben sie am liebsten in Rotten zusammen. Das männliche Wildschwein heißt „Keiler‟, das weibliche „Bache‟ und die Kleinen „Frischlinge‟. Das Wildschwein hat im Gegensatz zum Hausschwein einen eher gedrungenen Körper und kann ebenfalls knapp 300 kg schwer werden. Es besitzt allerdings keine fette Speckschwarte unter der Haut. Außerdem ist sein Schwanz gestreckt und es trägt ein dichtes Fell mit langen, schwarzen Borstenhaaren. Deshalb wird das Wildschwein auch Schwarzwild genannt. Wie das Hausschwein ist es ein äußerst guter Riecher und hat einen eher schwachen Sehsinn. Mit seinem guten Tast- und Geruchssinn kann es aber seine Nahrung auch im Waldboden finden. Der Keiler verfügt über besonders große und lange Eckzähne. Ob freilebendes Wild oder Nutztier - Schweine zählen zu den intelligentesten Tieren und den wenigen, die sich sogar selbst im Spiegel erkennen können. Schweine sind eben buchstäblich „saugut“.

2 Kommentare
  1. Hallo,
    Schweine sind Allesfresser. Sie würden also jedes Fleisch, wenn man es ihnen auftischen würde. :)
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 2 Jahren
  2. Was für Fleisch essen Schweine ??? :DDD

    Von Bosse Sokolowski, vor mehr als 2 Jahren