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Reduplikationsperfekt – Konjugation und Beispiele 07:52 min

16 Kommentare
  1. Habe alles gut verstanden Dankeschön

    Von Raphael Coenen, vor 2 Monaten
  2. In der Schule haben wir 2 Stunden das Thema besprochen.. Ich habe nicht im Ansatz was verstanden. Und hier, 8 Minuten und ich habs gecheckt !!!!! Danke für die sehr gute Eklärung:)

    Von Kirchinger, vor etwa einem Jahr
  3. Sehr Hilfreich! Vielen Dank für die gute Erklärung ;)

    Von Tom G., vor etwa einem Jahr
  4. xD :) :p

    Von Angottschalk, vor mehr als einem Jahr
  5. :) danke habe es endlich kapiert

    Von Marah Dias07, vor mehr als einem Jahr
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Reduplikationsperfekt – Konjugation und Beispiele Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Reduplikationsperfekt – Konjugation und Beispiele kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne alle Formen des Reduplikationsperfekts, die im lateinischen Text vorkommen.

    Tipps

    Schau dir ganz gezielt die Verbformen an. Welche von ihnen stehen im Perfekt? Wo ist eine Silbe verdoppelt?

    Im Text stehen fünf Verbformen im Reduplikationsperfekt.

    Die gesuchten Formen kommen von den Verben currere, stare, dare, canere und credere.

    Lösung

    Das Reduplikationsperfekt ist wahrscheinlich die auffälligste Art der Perfektbildung im Lateinischen. Die Formen erkennst du daran, dass bei ihnen immer eine Silbe verdoppelt ist: Diese verdoppelte Silbe wird vor den Präsensstamm gestellt. Das hört sich oft an, als ob jemand stottert: cu-currit, tra-di-dit, de-dit.

    Um solche Formen im Text zu finden, liest du ihn am besten Satz für Satz laut vor. Schau ganz gezielt auf die Prädikate, also die flektierten Verbformen. Sie stehen im Lateinischen meistens ganz am Ende des Satzes.

    Wenn du aufmerksam schaust, findest du folgende Formen:

    • steterunt von stare, sto, steti (stehen)
    • cecinit von canere, cano, cecini (singen)
    • dedit von dare, do, dedi (geben)
    • cucurrit von currere, curro, cucurri (laufen)
    • credidit von credere, credo, credidi (glauben)
  • Entscheide, welche Verben das Reduplikationsperfekt bilden.

    Tipps

    Für das Reduplikationsperfekt verdoppelt man die erste Silbe des Präsensstamms und stellt sie voran.

    Das klingt dann so: currere, cu-curr-i.

    Außer dem Reduplikationsperfekt gibt es noch andere Arten der Perfektbildung im Lateinischen:

    Das v-Perfekt, das u-Perfekt, das s-Perfekt und das Dehnungsperfekt.

    Auch zusammengesetzte Verben, die sogenannten Komposita, bilden das Reduplikationsperfekt. Dabei bleibt die Vorsilbe gleich, nur der Stamm wird verändert.

    Lösung

    Welche Verben das Reduplikationsperfekt bilden, kann man anhand des Infinitivs nur schwer sagen. Das Reduplikationsperfekt gibt es in fast allen Konjugationen.

    Deshalb ist es wichtig, dass du die Stammformen von Verben immer mitlernst. An ihnen kannst du erkennen, um was für ein Perfekt es sich handelt.

    Bei dare (geben) lernst du zum Beispiel dare, do, de-di. An der Form de-di siehst du, dass eine neue Silbe im Perfekt hinzugekommen ist. Sie wurde verdoppelt und vorangestellt. Das ist ein Reduplikationsperfekt.

    Diese Verben werden mit Reduplikationsperfekt gebildet:

    • pendere, pendo, pependi - hängen
    • canere, cano, cecini - singen
    • pellere, pello, pepuli - vertreiben
    • stare, sto, steti - stehen
    • dare, do, dedi - geben
    • tradere, trado, tradidi - überliefern
    Anhand der Verben dare und tra-dere erkennst du, dass auch Komposita das Reduplikationsperfekt haben können. Bildest du von tradere das Perfekt, bleibt das tra- erhalten und beim Grundverb dare wird die erste Silbe verdoppelt. Deswegen heißt es tradidi im Perfekt.

    Die anderen Verben haben eine andere Perfektbildung. Ihre Stammformen lauten:

    • petere, peto, petivi - erstreben (v-Perfekt)
    • flere, fleo, flevi - weinen (v-Perfekt)
    • videre, video, vidi - sehen (Dehnungsperfekt mit langer Silbe vid-)
    • laudare, laudo, laudavi - loben (v-Perfekt)
    Alles klar?

  • Vervollständige die Stammformen.

    Tipps

    Bei den Stammformen gibt man immer zuerst den Infinitiv Präsens an, danach die 1. Person Singular Präsens und die 1. Person Singular Perfekt.

    Alle Verben haben das Reduplikationsperfekt, verdoppeln also eine Silbe des Stamms.

    Achtung bei instare: Das ist zwar ein Kompositum von stare, sto, steti, aber im Perfekt ist ein Buchstabe anders!

    Lösung

    Stammformen lernt man, um alle Zeiten eines Verbs bilden zu können. Sie sind vor allem bei den Verben angegeben, die eine unregelmäßige Bildung haben. Man erkennt bei ihnen nicht am Infinitiv, wie ihr Perfekt lauten muss.

    Das Reduplikationsperfekt ist so eine unregelmäßige Bildung. Alle Verben aus der Aufgabe bilden diese Art des Perfekts. Dabei wird eine Silbe des Stamms verdoppelt und vorangestellt.

    Zum Beispiel bei currere (laufen): Hier nimmt man die Silbe cu- und stellt sie vor den Stamm: cu-curr-. Daran werden dann die Personalendungen für das Perfekt angehängt: cu-curr-i.

    Die Stammformen lauten also:

    • currere, curro, cucurri - laufen
    Die Stammformen der übrigen Verben sind:

    • dare, do, dedi - geben
    • instare, insto, institi - bedrohen
    • pellere, pello, pepuli - vertreiben
    • pendere, pendeo, pependi - hängen, schweben
    Lerne beim Vokabellernen die Stammformen immer mit!

    Merke dir auch: Manchmal ändern sich einzelne Buchstaben im Perfekt - wie bei instare. Dort heißt das Perfekt institi.

  • Ordne die Endungen richtig ein, sodass die Übersetzung stimmt.

    Tipps

    Schau genau auf die Übersetzung. In welcher Person steht die Form? Ist sie Singular oder Plural?

    Überlege dann, welche Personalendung du brauchst.

    Denke daran, dass es im Perfekt andere Personalendungen gibt als im Präsens.

    Lösung

    In dieser Aufgabe kommen sechs Formen vor - jede Person einmal im Singular und Plural. Sie sind aber durcheinander gemischt. Sie stehen also nicht in der Reihenfolge, wie du sie in der Konjugationstabelle gelernt hast.

    Außerdem stammt jede Form von einem anderen Verb.

    Als erstes solltest du dir die Übersetzung genau anschauen. Überlege, in welcher Person die Form steht. Ist sie Singular oder Plural?

    Dann gehst du die Perfektendungen nochmal durch und denkst nach, welche du einsetzen musst. Die Personalendungen für das Perfekt lauten: -i, -isti, -it, -imus, -istis und -erunt.

    Brauchst du zum Beispiel die passende Endung für die Form: ihr seid gelaufen - von currere, gehst du die Reihe durch, bis du bei der 2. Person Plural (ihr) angekommen bist. Dann setzt du die Endung ein: -istis. Du bekommst: cucurr-istis.

    Genauso kannst du es auch bei den übrigen Formen machen.

  • Ordne die Formen ein: Singular links, Plural rechts.

    Tipps

    Überlege zuerst, wie das Perfekt des Verbs überhaupt gebildet wird. Alle Verben haben das Reduplikationsperfekt, bei dem eine Silbe verdoppelt wird.

    Wenn du die beiden Perfektformen eines Verbs gefunden hast, schaust du auf die Endungen. Welche ist die Singular-, welche die Pluralendung?

    Die jeweiligen Verbformen stehen in der gleichen Person. Singular- und Pluralformen werden also gegenübergestellt.

    Lösung

    Die Stammformen der Wörter lauten:

    • dare, do, dedi - geben
    • canere, cano, cecini - singen
    • currere, curro, cucurri - laufen
    • stare, sto, steti - stehen
    • pellere, pello, pepuli - stoßen
    Wenn du das weißt, kannst du jeweils schon einmal die zwei Perfektformen zu jedem Verb finden.

    Jetzt musst du nur noch überlegen, welche Endung für den Singular und welche für den Plural steht. Die Endungen im Perfekt lauten im Singular -i, -isti, -it und im Plural -imus, -istis, -erunt. Die Verbformen stehen jeweils in der gleichen Person, z.B. cecinit und cecinerunt. Hier siehst du die 3. Person einmal im Singular, einmal im Plural. Genauso kannst du die anderen Formen auch einordnen.

    Verwechsle nicht die Endungen der 2. Person Singular und Plural, also -isti und -istis! dedisiti ist der Singular. Man übersetzt: du hast gegeben. dedistis ist der Plural. Er heißt: ihr habt gegeben.

  • Bilde sinnvolle Verbformen von currere, canere, pellere und pendere.

    Tipps

    Bei jedem Verb sind mehrere Lösungen möglich.

    Überlege dir, wie die Stammformen des Verbs lauten. Setze zuerst die verdoppelte Silbe an den Anfang der Verbform.

    Versuche, dich daran zu erinnern, wie die Personalendungen im Perfekt lauten. Füge dann eine passende Endung an.

    Fünf Endungen bleiben in der Ablage übrig.

    Lösung

    Die Stammformen der Verben lauten:

    • currere, curro, cu-curr-i (laufen)
    • canere, cano, ce-cin-i (singen)
    • pellere, pello, pe-pul-i (vertreiben)
    • pendere, pendo, pe-pend-i (hängen, schweben)
    Aus den Silben kannst du bei jedem Verb vier sinnvolle Formen bilden:
    • Mit der Endung isti erhältst du die 2. Person Singular (z.B. cucurristi - du bist gelaufen).
    • Mit der Endung istis ist es die 2. Person Plural (z.B. cecinistis - ihr habt gesungen).
    • Die Endung imus steht für die 1. Person Plural (z.B. pepulimus - wir haben vertrieben).
    • Bei der Endung erunt handelt es sich um die 3. Person Plural (z.B. pependerunt - wir haben geschwebt).